Und die Bibel hat doch nicht Recht

Angesichts
einer Interessengruppe, die mit diesem Machwerk seine Macht
stabilisierte?

herrschaftszeiten fritz… wohin soll das denn führen? wen meinst du denn mit dieser interessensgruppe, die ihre macht stabiliert? sind das jetzt schon die zionistischen kolonialhorden oder etwa doch *NUR* die katholisch kirche? :wink: keine angst, das war NUR ein böser spaß meinerseits!

na geh. langsam wird diese debatte hier echt polemisch und unangenehm politisch.

gruß datafox

das klingt wie eine Auftragsarbeit der Palästinenser :wink:

ist es auch. ein politisch opportunes buch, auch wenn es sich
wissenschaftlich nennt.

Das heißt also:

Israel Finkelstein und Neil Silberman sind Handlanger der Palästinenser?

Das hieße: der Direktor des israelischen Instituts Tel Aviv ist Handlanger der Palästinenser?

Das freilich konnte ich nicht ahnen.

Ich stelle noch zwei Rezensionen des Buches hierher:

_1.
http://www.welt.de/data/2002/12/07/22880.html

Kein Mauerfall vor Jericho
Neil A. Silbermans „Keine Posaunen vor Jericho“
von Gerhard Besier
Für Buchreligionen ist es dramatisch, wenn ihre Grundlagen, die Heiligen Schriften, relativiert werden und deren „Wahrheiten“ zum hintergründigen Hermeneuten-Geheimnis degenerieren. Diesem Prozess sind das Alte und Neue Testament schon seit langem ausgesetzt. Neu ist, dass seit den 80-er Jahren des vorigen Jahrhunderts die letzten Pietäts-Schranken gefallen sind. Während sich bis dahin die Exegeten an einem bestimmten Punkt den Abbruch des rationalen Verfahrens auferlegt hatten und ihre Erkenntnisse nicht mehr an die historisch-kritischen Forschungsergebnissen, sondern an ihren davon unabhängigen Glauben banden, werden solche paradoxen Prozeduren heute immer seltener.
Natürlich stehen für gläubige Christen neutestamentliche Totalentmythologisierungen wie die von der „Auferstehung“ Jesu Christi im Zentrum des Interesses. Aber im Schatten dieser Entwicklung findet – meist auf archäologischer Grundlage – eine Entmythologisierung auch des Alten Testaments statt. Der Titel des Buches von Israel Finkelstein und Neil A. Silberman „Keine Posaunen vor Jericho“ klingt reißerischer, als das Buch ist, beschreibt aber exemplarisch, was die beiden Wissenschaftler als den Stand der Dinge beschreiben: Die kanaanäischen Städte waren nicht befestigt, also gab es auch keine Mauern, die einstürzen konnten, ja Jericho existierte nicht einmal im 13. Jh. v.Chr.
Generationen von Schulkindern haben, religiös grundiert, diese Schlüssel-Geschichte im Religionsunterricht gelernt. Im Deutschunterricht dagegen wurden und werden ohne Glaubens-Affirmationen die Ilias, das Nibelungenlied und andere Heldenmythen, Volkserzählungen (Saga) und Epen behandelt. Doch unterschiedslos für alle diese legendarischen „Landnahmegeschichten“ und Gründungsmythen gilt, was Finkelstein und Silbermann über das Alte Testament sagen: „Die Geschichtsdarstellung, die in der Bibel steht, ist keine wunderbare Offenbarung, sondern ein herausragendes Ergebnis der menschlichen Einbildungskraft.“
Es gab den Auszug aus Ägypten nicht, nicht die „Landnahme“ und nicht die Königsstadt Jerusalem. Diese war zur Zeit Davids und Salomons nur ein größeres Dorf – ohne Tempel und ohne Palast. Die Bücher der Könige beschreiben zu Unrecht den Abfall vom Monotheismus, denn die Verehrung von Ahnen, Haushaltsgöttern und nackten Fruchtbarkeitsgöttinnen gehörte zum traditionellen religiösen Bestand Judas. Erst im ausgehenden 8. oder zu Beginn des 7. Jh. v.Chr. setzte sich die „Jahwe-Allein-Bewegung“ durch, schuf eine neue Nationalreligion und machte der religiösen Vielfalt ein Ende. Obwohl der historische Wahrheitsgehalt der Bibel also denkbar gering war, entfaltete das biblische Epos eine ungeheure Wirkungsgeschichte. „Die biblische Saga bezieht ihre Kraft daraus, dass sie fesselnd und in sich stimmig von zeitlosen Themen wie der Befreiung eines Volkes, seinem anhaltenden Widerstand gegen Unterdrückung und seiner Suche nach sozialer Gleichheit erzählt.“
Voraussetzung dafür ist freilich, dass der Erzählstrom des Glaubens nicht abreißt, die religiöse Kultur ihre lebensbestimmende Kraft von Generation zu Generation weitergibt. Sonst geht ihre Gegenwartsbedeutung unter. Was bleibt, sind dann nur noch große historische Erzählwerke, deren Behandlung an sich vom Religions- in den Deutsch- oder Geschichtsunterricht hinüberwandern müsste.

http://www.welt.de/data/2002/12/07/22880.html

Keine Posaunen vor Jerich
Bisher diente biblische Archäologie zum Beweis der Heiligen Schrift. Die beiden international renommierten Archäologen drehen den Spieß um und lassen die Ausgrabungen eine eigene Sprache sprechen. Ihr dramatisch neues, archäologisch fundiertes Bild von der Geschichte Israels zwingt zum Umdenken.
Der Auszug aus Ägypten, die Einnahme Kanaans, das Großreich unter König David und der Tempelbau in Jerusalem unter König Salomon galten lange auch bei den kritischsten Wissenschaftlern als gesichert. Neueste Ausgrabungen, bisher nur Experten bekannt, zeigen ein ganz anderes Bild:
• Den Auszug aus Ägypten gab es ebensowenig wie eine „Landnahme“.
• Jerusalem unter David und Salomon war ein größeres Dorf – sicher ohne zentralen Tempel und großen Palast.
• Der Monotheismus hat sich viel später entwickelt als bisher angenommen …
Das klar und anschaulich geschriebene Buch ist in zwölf Kapitel gegliedert: Auf die Nacherzählung der biblischen Geschichte folgt jeweils die archäologische Spurensuche. Im nächsten Schritt rekonstruieren die Autoren (Israel Finkelstein ist der Direktor des israelischen Instituts Tel Aviv) den tatsächlichen historischen Ablauf, um abschließend zu fragen, wann und warum die Geschichte aufgeschrieben wurde._

  1. Die ist zu lang, daher nur der Link:

http://www.kalaschnikow.net/de/txt/2002/holberg03.html

Gruß Fritz

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Verlogene Literatur!
Natürlich

kann literatur „verlogen“ sein!

Alle Liebes-Schund-Kitsch-Kolportage-Romane sind es.
Alle tendentiösen, im Dienst von Ideologien geschriebene Literatur ist es. Die Blut-und-Boden-Romane der Nazizeit, die Stalin verherrlichenden Scharteken, die den „real-existierenden Sozialismus“ preisenden Machwerke der DDR-Zeit.
In dieser Ecke steht der Hauptteil des AT und viele Teile des NT.

Ivenhoe von Walter Scott ist es. Weil er ein falsches Bild der Vergangenheit als real vorspiegelt. Weil es eine solche „Ritterszeit“ nie gegeben hat.

Grimmelshausens „Simplizissimus“ ist es nicht, weil darin - obwohl auch fiktiv und erfunden - wirkliche Verhältnisse dargestellt werden

ist das noch sachlich?

Und ob das sachlich ist! Genau DAS ist sachlich.

ich sehe hier nur haß.

Darum solltest du dir den Star stechen lassen und deine Sichtweise wenigstens einmal überprüfen und in Frage stellen.

grade die bibel ist ein wunderbares stück *weltliteratur*!

Das ist auch so ein Vorurteil seit Jahrhunderten vor- und nachgebetet, von dem man abkommen müsste.

Es gibt feine Stellen darin. Einige Psalmen, die Weisheitsbücher, der Prediger, das sei zugestanden,

aber im Ganzen: Gestümpere! Vor allem die sog. Geschichtsbücher „Könige, Chronik und die meisten prophetischen Bücher“. Üble tendetiöse Geschichtsklitterung.

Als Literatur schon indiskutabel.

Und diesen Mist hat man über Jahrtausende auch noch als „historische Wahrheit“ betrachtet, als „Buch der Bücher“ betrachtet.

Gruß Fritz

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Archäologie vs. Religion ?
Hallo Fritz,

Abschliessend die Frage: Was wolltest Du mit diesem Posting
eigentlich bezwecken?

Ich hörte diese Sendung im Radio und dachte, das könnte auch
andere interessieren.

dann bist Du im falschen Brett.
Interessieren könnte soetwas bestenfalls Archäologen und Historiker.

Auch von dir hätte ich so eine „bibeltreue“ Position nicht
erwartet.

Wieso? Hast Du meine Postings nicht gelesen?
Hast Du meine HP noch nicht besucht?

Natürlich war Jerusalem auch mal die Hauptstadt des Reiches
Juda, vielleicht sogar eines vereinigten Reiches Juda und
Israel, aber eben nicht zu Davids Zeiten. Dazu eben fehlt
jeder archäologische Beleg oder Befund.

Ein fehlender Beleg ist kein Beweis für die Nichtexistenz. Das siehst Du doch ein?
Es gab vieles, das noch nicht belegt ist, und vieles, das nie belegt werden kann. Aber deshalb so ein Aufsehen machen? Da muss doch ein Grund dahinter sein. Und den sehe ich derzeit nur in den antizionistischen Bestrebungen.

Und die Irsaeliten kamen aus irgendeiner Ecke der Wüste, wie
all die anderen Nomanden in dieser Gegend.

Ist das belegt? Ich meine, ein Volk wächst nicht von heute auf morgen aus der Wüste. Welche Belege gibt es für ein Heranwachsen eines Volkes in „irgendeiner Ecke der Wüste“?

Israeliten in Ägypten sind - außer in der Bibel - nirgends
belegt. Und die Bibel ist ja bekanntlich eines der
verlogensten Bücher der Welt. Aber das hatten wir schon …

Das musst Du jetzt aber erklären. Was ist gelogen?

Gruss Harald

wen meinst du denn mit dieser interessensgruppe, die ihre macht
stabiliert? sind das jetzt schon die zionistischen
kolonialhorden oder etwa doch *NUR* die katholisch kirche? :wink:
keine angst, das war NUR ein böser spaß meinerseits!

Damit ist deine Eingangsfrage als rhetorisch zu betrachten.
Du kennst die Gruppen - ich habe hoffentlich in meinem Text keinen Singular verwendet - , die mit der Bibel, egal ob AT oder NT in der Hand die schauderlichsten Verbrechen und Übeltaten begingen.

na geh. langsam wird diese debatte hier echt polemisch und
unangenehm politisch.

Langsam??

Ich habe mit meinem Posting nur die in der Sendung angesprochene andere Einschätzung der Texte des AT angesprochen.
Ohne Polemik und unpolitisch!!
Ansonsten wasche ich meine Hände nach der Bibellektüre, wie schon Nietzsche es empfohlen hat - nicht in Unschuld, wohlgemerkt!

Gruß Fritz

Hallo Harald,

dann bist Du im falschen Brett.
Interessieren könnte soetwas bestenfalls Archäologen und
Historiker.

Es würde mich interessieren, ob das noch mehr so sehen. Sollte dem so sein, musst du den Thread versetzen lassen.

Und den sehe ich derzeit
nur in den antizionistischen Bestrebungen.

Eine beschränkte Sichtweise, wenn solches zu sagen erlabt. Siehe dazu nebenan.

Ist das belegt? Ich meine, ein Volk wächst nicht von heute auf
morgen aus der Wüste. Welche Belege gibt es für ein
Heranwachsen eines Volkes in „irgendeiner Ecke der Wüste“?

Woher kamen die Ägypter, die Phönizier, die Sumerer, die Kelten, die Germanen, die Inkas, die Azteken, letztere haben übrigens auch so einen Exodusmythos.

Das musst Du jetzt aber erklären. Was ist gelogen?

Siehe meinen Artikel "Verlogene Literatur.

Gruß Fritz

sakra!
Hi Fritz

  1. dein zitierter Text aus einer Radiosendung betrifft einen alten Hut. Silbermann/Finkelstein fassen in ihrem Buch lediglich zusammen, was unter Archäologen/Historikern schon lange bekannt ist. U.a. weiß man schon lange, daß in der betr. Zeit ca 1200 v.u.Z. Jericho nicht bewohnt war und die Mauern (ich glaube, es handelt sich um Jericho IV) geschleift waren. Ferner ist es nie unproblematisch gewesen, Palast-Reste im Jerusalem um 1000/900 zu finden. Die Deutung dieser Tatsache allerdings ist ebenso problematisch und wird in der Archäologie kontrovers(!) diskutiert - darüber gehen auch wissenschaftliche Autoren, die sich populär publik machen möchten, gerne hinweg. Das ist dasselbe wie die Hawking-PR-Maschine in der Physik. Autoren, die sich berühmt machen wollen, gehen halt über Probleme, Widersprüche und Kontroversen gerne hinweg.

  2. Allein der Einleitungssatz „Böse Überraschung für bibeltreue Christen“ in deinem Zitat zeigt schon, daß die Autorin vom Inhalt, seiner Bedeutung und vom Stellenwert dieser Inhalte innerhalb der archäologischen Forschung keinen Fingerhut von Ahnung hat. Ebensowenig wie die Autoren des SPIEGEL 52/2002, wo dasselbe Thema reißerisch aufgemacht wurde, ohne die fachkundige Kontroverse zu erwähnen.

  3. Die Hypothese , das Königreich Davids habe gar nicht existiert (und David, Salomo ebensowenig), und sei vielmehr eine Geschichtsklitterung der Exilzeit oder gar noch später, führt auf unendliche archäologisch-historische Widersprüche wiederum anderer Art. Eine wissenschaftlich redliche Populärdarstellung sollte das auch zu erwähnen imstande sein.

  4. Die Existenz von semitischen Völkern im Nildelta um 1200 herum ist unstrittig, Strittig ist, ob sie als Gastarbeiter oder Sklaven dort gewesen sind.

  5. Der Vergleich von Torah und anderer Bücher des TaNaK mit Märchenbüchern mißbraucht den Terminus „Märchen“ und zeugt von Sachunkundigkeit sowohl von der mythologischen Relevanz sakraler Schriften (nicht nur jüdischer oder christlicher), als auch von der sozialen, psychologischen und mythologischen Geschichte und Bedeutung von Märchen. Denn
    a. hatten archaische sakrale Schriften eine völlig andere Funktion, als das, was später oder gar heute unter „historischen Tatsachen“ verstanden wird.
    b. sollte man bzgl Märchenliteratur zwischen unterschiedlichen Gattungen unterscheiden können. 1001-Nacht z.B. oder Andersen, Hauff haben eine ganz andere Funktion als die Gruppe der bei Grimm zu findenden sog. „Verwandlungs“-Märchen, die auf ältere Schichten von Initiationsritualen und andewre archaische Psychologien zurückzuführen sind.

  6. Diese Verwandlungsmärchen als „blutrünstig“ zu lesen, wie datafox es tut, ist ein ebensolcher ignoranter Witz, wie deine Bemerkung „die Bibel ist ja bekanntlich eines der verlogensten Bücher der Welt“. Wenn man von Sakralliteratur keine Ahnung hat, ist es besser, sich mit solchen Gedankenlosigkeiten nicht zu blamieren. Ich hätte dir mehr contenance zugetraut.

  7. Den schwachsinnigen Gebietsanspüchen z. B. wäre die Grundlage entzogen. Gebiets ansprüche werden immer und überall mit Mythemen und Geschichtsklitterungen begründet. In der Antike ebenso wie heute. Kannst du mir eine andere Art der Anspruchsanmeldung nennen?

  8. Dass hier es solche „Überzeugte“ gibt, die unkontrolliert losgehen, wenn sie etwas hören, das ihnen nicht in den Kram passt, hatte ich nicht erwartet. Dass hier es solche „Ahnungslose“ gibt, die unkontrolliert losgehen, wenn sie etwas hören, das ihnen in den Kram passt, hatte ich nicht erwartet - sancta simplicitas.

Grüße

Metapher

Hi,

Und die Bibel ist ja bekanntlich eines der

verlogensten Bücher der Welt. Aber das hatten wir schon …

Das musst Du jetzt aber erklären. Was ist gelogen?

das Wort ‚gelogen‘ kommt dort zwar nicht vor, aber die Textunsicherheit der Bibel wird dort schön hervorgearbeitet

http://www.google.de/search?q=cache:SZ_-1e66pZ4C:www…

besonders:

Solange man als die reinste Quelle „Göttlichster Wahrheit“, als heilige Norm der „Vollendetsten Moral“, als Grundlage von Staatsreligionen ein Buch mit, milde gerechnet, 50 000 Textvarianten (also pro Druckseite durchschnittlich 30 strittige Stellen!) proklamiert;

Gandalf

1 „Gefällt mir“

Hi, Metapher,

da hast du aber ordentlich auf den Tisch geschlagen.

dein zitierter Text aus einer Radiosendung betrifft einen alten Hut. Silbermann/Finkelstein fassen in ihrem Buch lediglich zusammen, was unter Archäologen/Historikern schon lange bekannt ist.

Dir vielleicht, mir auch, aber hier im Forum sieht es wohl anders aus. Jedenfalls legen die Reaktionen das nahe.

Die Existenz von semitischen Völkern im Nildelta um 1200 herum ist unstrittig. Strittig ist, ob sie als Gastarbeiter oder Sklaven dort gewesen sind.

Und auch, ob das die Hebräer waren, von denen die Bibel spricht. Es hat sicher auch einen gegeben, der die Zehn Gebote formuliert hat, das bedeutet aber doch nicht, dass die Geschichten vom Sinai so geschehen wie erzählt.
Aber das ist, was heute noch geschieht! Nicht deine abgeklärte Betrachtung „mythologischen Relevanz sakraler Schriften“.

Der Vergleich von Torah und anderer Bücher des TaNaK* mit Märchenbüchern mißbraucht den Terminus „Märchen“ und zeugt von Sachunkundigkeit sowohl von der mythologischen Relevanz sakraler Schriften (nicht nur jüdischer oder christlicher), als auch von der sozialen, psychologischen und mythologischen Geschichte und Bedeutung von Märchen.

* Erklär mal bei Gelegenheit, was das bedeutet, bitte.
Mir ist nicht bekannt, dass ich die Texte und deren Bedeutung verglichen und gleichgesetzt hätte, sondern ich habe gesagt, dass der Gebrauch der einen an Stelle der anderen unterschiedliche Konsequenzen gezeitigt hätte. Tertium comparationis!

Wenn man von Sakralliteratur keine Ahnung hat, ist es besser, sich mit solchen Gedankenlosigkeiten nicht zu blamieren.

Na, welch ein Glück, dass du noch da bist! Aber auf der Brennsuppe bin ich auch nicht daher geschwommen und ich meine das nicht „gedankenlos“. In der Bibel wird bewusst die Unwahrheit erzählt! Sakral oder nicht! Und diese Unwahrheit musste geglaubt werden. Sakral oder nicht! Andernfalls konnte man schnell sein Leben verlieren. Sakral und nicht sakral.

Den schwachsinnigen Gebietsansprüchen z. B. wäre die Grundlage entzogen. Gebietsansprüche werden immer und überall mit Mythemen und Geschichtsklitterungen begründet. In der Antike ebenso wie heute. Kannst du mir eine andere Art der Anspruchsanmeldung nennen?

Wozu? Will ich doch, dass sie verschwinden.

Dass hier es solche „Ahnungslose“ gibt, die unkontrolliert losgehen, wenn sie etwas hören, das ihnen in den Kram passt, hatte ich nicht erwartet - sancta simplicitas.

Du machst es dir auch recht simpel, mein Lieber!

Gruß Fritz

1 „Gefällt mir“

vom Regen in die Traufe
Hi Gandalf

http://www.google.de/search?q=cache:SZ_-1e66pZ4C:www…

natürlich ist dieser Text vom brillianten Arno Schmitz hübsch argumentiert und unbedingt lesenswert.

Aber hast du auch gesehen, unterwelcher Webadresse du ihn gefunden hast?

http://www.fraternitas.de/historie/01.htm
http://www.fraternitas.de/historie/03.htm

„Blumengarten der New-Age-Philosophien“ *lach*

siehe Titel … *smile*

Gruß

Metapher

Hi Metapher,

Aber hast du auch gesehen, unterwelcher Webadresse du ihn
gefunden hast?

http://www.fraternitas.de/historie/01.htm
http://www.fraternitas.de/historie/03.htm

„Blumengarten der New-Age-Philosophien“ *lach*

Das Argument versth ich nicht so recht

Früher gabs den Text unter

http://www.wits.ac.za/helmut/arno1.htm

aber der Besitzer der Seite hat den Text entfernt, weil er die ‚Arno Schmidt Stiftung‘ fürchtet. Der Text ist aber der gleiche und aus welcher Quelle ich einen autentischen Text ziehe ist doch gleich - oder wird er durch einen ‚falschen‘ URL inhaltlich oder sinngemäß verändert?

Gandalf

Der Text ist aber der
gleiche und aus welcher Quelle ich einen autentischen Text
ziehe ist doch gleich - oder wird er durch einen ‚falschen‘
URL inhaltlich oder sinngemäß verändert?

Natürlich ist das gleich! Hab doch geschrieben, daß ich den Text gut finde. War nur witzig, daß ein so deutlich artikuliertes antireliöses Ding ausgerechnet auf einer noe-okkulten Adresse zu finden war … :smile:

Das war schon alles …

Gruß

Metapher

Hi Fritz

da hast du aber ordentlich auf den Tisch geschlagen.

*lach* why not? Wüßte auch nicht, warum das immer nur andere dürfen sollten :smile:))

Trotzdem sorry! Es ist halt ansteckend, wenns von jemandem kommt, den man sonst für immun dagegen einschätzt :smile:)

Aber du sagts gar nichts zu den Hinweisen, daß die Finkelstein/Silberman-Hypothesen in der Archäologie kontrovers diskutiert werden und daß sie eine Menge Ungereimheiten anderer Art zur Folge hätten (wie und wo im Einzelnen hab ich jetzt nicht präsent).

Die Existenz von semitischen Völkern im Nildelta um 1200 herum ist unstrittig. Strittig ist, ob sie als Gastarbeiter oder Sklaven dort gewesen sind.

Und auch, ob das die Hebräer waren, von denen die Bibel
spricht.

Deshalb ja „semitische Völker“. Mit der habiru indes hatten die Ägypter wohl häufig Probleme wegen räuberischer Aktivitäten an den Landesgrenzen.

Es hat sicher auch einen gegeben, der die Zehn Gebote
formuliert hat, das bedeutet aber doch nicht, dass die
Geschichten vom Sinai so geschehen wie erzählt.

Natürlich nicht - historisch gesehen - wie sollte denn auch? Aber daß sie als sakrale Texte die Bedeutung hatten und haben, die sie hatten und haben, ist doch durch archäologische Befunde nicht zu widerlegen!? Das wäre eine heftige Katagorienverwechslung. Zwischen mythischer Vergangenheit und historischer Vergangenheit zu unterschieden ist erst eine viel viel spätere Entwicklung der Geistesgeschichte. Und selbst danach, wenn der Unterschied also gedacht werden konnte, tut er zwar manchmal weh - aber das ist doch allein das Problem der Wortwörtlichkeitsgläubigen. Aber Mytheme werden doch nicht dadurch annihiliert oder bedeutungslos!

Und Verbrechen der Christen, die ihre Wurzel in diesem Wörtlichkeitswahn haben, werden auch nicht dadurch sinnloser und grauenhafter, daß Archäologen diese Wörtlichkeit widerlegen. Und auch nicht weniger sinnlos und grauenhaft.

In der Bibel wird bewusst die Unwahrheit erzählt! Sakral oder nicht! Und diese Unwahrheit musste geglaubt werden. Sakral oder nicht!
Andernfalls konnte man schnell sein Leben verlieren. Sakral
und nicht sakral.

Es gibt weit und breit keinen Beleg dafür, daß dort bewußt die (historische!?) Unwahrheit erzählt wurde - selbst bei Finkelstein & Silberman nicht.

Grüße

Metapher

PS: tanak, tanakh, tenach: Die Sammlung der jüdischen Schriften (ungefähr das, was die Christen dann AT nannten). Akronym aus _T_orah, N’viim (Propheten) und _K_ituvim (die Hagiographa).

Hallo Metapher,

auch wenn Du mich nicht persönlich angesprochen hast, gehe ich davon aus, daß Du damit meinen beitrag gemeint hast.

>>>b. sollte man bzgl Märchenliteratur zwischen unterschiedlichen Gattungen unterscheiden können. 1001-Nacht z.B. oder Andersen, Hauff haben eine ganz andere Funktion als die Gruppe der bei Grimm zu findenden sog. „Verwandlungs“-Märchen, die auf ältere Schichten von Initiationsritualen und andewre archaische Psychologien zurückzuführen sind.

Hi Metapher!

Das vorherige lasse ich zunächst mal links liegen.

Es gibt weit und breit keinen Beleg dafür, daß dort
bewußt die (historische!?) Unwahrheit erzählt wurde -
selbst bei Finkelstein & Silberman nicht.

Ich weiß wohl, dass es in der Fachliteratur an solch extremen Aussagen wie der meinen fehlt. Und ich denke, dass die Gründe dafür einsichtig sind.

In der tendenziös gestalteten Geschichte vom Turmbau von Babel und in der Geschichte vom Ende Belsazars sehe ich zwei absichtliche Geschichtsfälschungen. Ich brauche etwas Zeit, um das darzulegen.

Und ich werde ab morgen bis Montag nicht zu Hause sein.
Wenn am Dienstag noch Interesse dafür besteht, mache ich mich an die Ausarbeitung meiner Gedanken.

Gruß Fritz

1 „Gefällt mir“

hallo,

Israel Finkelstein und Neil Silberman sind Handlanger der
Palästinenser?

nur weil einer silberstein heißt, bedeutet das noch nicht, daß er deswegen pro-israelisch einzuordnen ist. die gesamte friedensbewegung, das israelische linke spektrum sowie ausländische jüdische linke zählen als „handlanger der palästinenser“. so sehen das zumindest ein großer teil der „durchschnittlichen israelis“. nach einigen jahren kann ich das schon beurteilen wie das hier abläuft.

aber ist schon klar, daß diese leute natürlich von den „politisch korrekten“, den globalisierungs- und kolonisierungsgegnern, sowie natürlich von pathologischen antisemiten, als „musterjuden“ herumgereicht werden. soweit ich weiß ist es aber nicht derselbe finkelstein wie der mit der holocaustindustrie. obwohl ähnliche mechanismen rund um dieses buch ablaufen.

wird aber offtopic. wir sollten nach auslandspolitik umziehen.

gruß datafox

Exodusmythos.

hallo,

anscheinend ist dir der sinn des mythos an und für sich nicht klar. es geht gar nicht um historische wahrheit, sondern um identitätsstiftung. aus der binnensicht spielt es gar keine rolle, ob der exodus jemals tatsächlich so stattgefunden hat oder nicht. diese frage spielt höchstens für archäologen eine rolle, nicht aber für die, für die er tatsächlich stattgefunden hat und immer noch stattfindet. der „exodus“ spiegelt eine jüdische (und nach deinen angaben auch aztekische und sonstige…) befindlichkeit wieder. auch wenn es nie einen auszug aus ägypten gab, wird weiter der pesachfest weltweit gefeiert werden wie bisher und für alle juden als identitätsmerkmal erhalten bleiben. geschichtsforschung ist irrelevant.

übrigens spielt es auch für die legitimation des staates israels keine rolle, ob der exodus und die biblische landnahme jemals stattgefunden haben. staaten werden durch internationale anerkennung legitimiert. gebietseroberungen ergeben sich durch gewonnene kriege. legitime grenzen werden durch abkommen erreicht. der emdgültige status der grenzen ist noch offen. wer was anderes behauptet ist ein religiöser fanatiker. zu denen gehören aber auch leute wie du, die meinen durch widerlegung der schriften (AUCH eine art interpretation) eine illegitimität von gebietsansprüchen ableiten zu können.

gruß datafox

grade die bibel ist ein wunderbares stück *weltliteratur*!

Das ist auch so ein Vorurteil seit Jahrhunderten vor- und
nachgebetet, von dem man abkommen müsste.

und das von einem, der sie nichtmal lesen kann :stuck_out_tongue:
deine meinung akzeptiere ich. akzeptiere auch meine.

datafox

Beste datafox,

ich höre mir dein Kläffen gern weiter an, lese was du zum Statt Israel und seiner Daseinsberechtigung daher redest, obwohl das ganz und gar und überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat. Und was es in Israel für Krähenwinkler gibt, ist hier auch irrelevant.
Und glaub mir, deine Belehrung, was Mythos sei, habe ich so nötig wie einen Kropf und vierzehn Hühneraugen.

Aber das verbitte ich mir:

und das von einem, der sie nichtmal lesen kann :stuck_out_tongue:

Fritz

Aber das verbitte ich mir:

und das von einem, der sie nichtmal lesen kann :stuck_out_tongue:

tut mir leid. ich wußte nicht, daß du hebräisch lesen kannst. nehme ich zurück.

gruß datafox