Urteil:Lehrer dürfen kein religiöses Kopftuch

da rennen pfarrer rum und erzählen
den schülern was von der bibel. für mich sehr bedenklich.

[…]

aus der islamischen welt in die
christliche welt […]

könntest du diesen widerspruch bitte aufklären. wieso findest du es „bedenklich“ daß in einer „christlichen welt“ „pfarrer mit bibeln“ herumlaufen?

lehitraot.

na hätte mir nicht gedacht daß ich für den islam hier mal ne lanze breche…

(Nicht nur) für mich ist das Kopftuch in erster Linie ein
Symbol der Unterdrückung der Frau. Ich würde mich nicht
besonders wohl dabei fühlen, wenn meine Tochter eine Lehrerin
hätte, die so ein Kopftuch tragen würde.

das kreuz ist auch symbol der unterdrückung der frau. unter diesem zeichen wurden hexen verbrannt. und gewisse kipatragende juden sind auch nicht grade berühmt für ihre frauenfreundliche interpretation heiliger texte. nein nein, DAS ist kein argument!

Wer sich als Staatsbeamter in Deutschland anstellen lässt,
muss auf die Grundlagen unserer Verfassung schwören. Kann das
wirklich ein überzeugter Moslem?

soweit ich weiß muß man bei gericht auf die bibel schwören. und da stehen kreuze rum (zumindest sehe ich das so in filmen). somit kann nichtmal ein atheist einen eid ablegen.

Meines Wissens ist der Islam
deshalb anders (im Verhältnis zum Staat) zu beurteilen als
bsw. das Judentum und das Christentum (die Buddhisten od. ä.
), weil er eine bestimmte Gesellschaftsform will.

das stimmt nicht. jede religion will gesellschaftliche veränderung. der unterschied liegt in der säkularisierung der gesellschaft. in afghanistan gibt es eben 99% religiöse und 1% säkuläre menschen. klar daß dort steinigen für ehebruch eine mehrheit findet, während in israel schwule paare eine lebensgemeinschaft eintragen lassen dürfen. nicht der islam ist das rückständige, sondern wie damit umgegangen wird. das einzige halbwegs westliche islamische land ist die türkei. bezeichnenderweise kein arabisches land.

Wer bereit ist, auf unsere Verfassung zu schwören,
und damit die westlich-demokratischen Grundrechte anerkennt,
der kann von mir aus auch Beamter werden.

religionsfreiheit ist auch ein grundrecht.

Manchmal geraten
Grundrechte in Konflikt miteinander und es ist nicht immer
leicht, dann abzuwägen, welches schwerer wiegt.

ich finde wenn eine muslimische lehrerin schülerinnen zurechtweist, weil sie sich „unanständig kleiden“, dann bricht sie das gesetz. nur weil andere alles mögliche in ein kopftuch interpretieren, ist das noch kein gesetzesbruch. siehe oben. man könnte auch sagen das kreuz als folterwerkzeug, symbol eines menschenopfers und zeichen jahrtausendelanger verfolgung und ausrottung anderer kulturen hätte eigentlich längst wegen verfassungswidrigkeit verboten gehört. neeeein dann kommt der christliche aufschrei, „das ist ja das symbol der liiiiiebe“. tja meine lieben, eine muslimin benutzt eben auch muslimische interpretationen ihrer kopftücher und keine sonstigen.

… schon schwierig…

grüße
lehitraot.

Ich würde es nicht mal tolerieren sondern würde mein Kind von
so einer Frau nicht unterrichten lassen wollen. (btw. ich
würde mein Kind auch nicht von katholischen Nonnen
unterrichten lassen wollen).

akzeptiert.

nur: was ist mit anderen ideologien/lebensformen die du nicht magst, die man aber nicht an der kleidung sofort sieht? zb. könnte ein lehrer ja ein rechtsextremer sein, oder ein zoophiler oder ein kommunist oder ein big brother fan (gaaaanz schlimm das!)? was dann?

gepannt auf antwort :smile:
lehitraot.

Nicht die Deutschen Gerichte sind intolerant, sondern die
Muslime, die hier in Deutschland zwar ihre eigenen
Vorstellungen verwirklichen möchten, aber die eingestammten
Vorstellungen wegklagen wollen.

*ironie on*

wie recht du doch hast.
ich finde die ganzen moslems genauso scheiße wie du. anpassen sollen die sich, oder sie fliegen. wo kommen wir da hin? wir haben schließlich unsere eigene kultur in UNSREM land und das ist eben kein moslemland! und außerdem, diese rückständige kultur die die haben. bedrohlich für unsre kinder! kopftücher und sprengstoffgürtel!

*ironie off*

jaja man sollte aufpassen was man in anderen brettern so von sich gibt. das gilt für einige in diesem thread!

lehitraot.

Hallo.

Und das Verhüllen und somit für viele auch das Unterdrücken
von Frauen gehört eben nicht dazu.

Das stimmt - wir tendieren eher zum Unterdrücken von Frauen
durch Ent hüllen ebendieser *g*

Unfug. Unterdrückt wird hier niemand. Höchstens verfälscht
dargestellt.

Das petze ich in Feminismus …

Kein Problem!

Grüße,

Mathias

Hi!

Weshalb sollten man sich in Deutschland andauernd die
Unterminierung der eigenen Kultur vorschreiben lassen?

Knapp daneben gedacht! Die Urteilsbegründung spricht nicht von
Kultur, sondern davon, das Schüler ein Recht darauf hätten,
«nicht dem Einfluss einer fremden Religion, auch in Gestalt
eines Symbols, ausgesetzt zu werden».
„fremde Religion“ ist sehr individuell. Z.B. kann ein
Unglübiger sich dem Anblick eines Kreuzes am Hals einer
Lehrerin nicht entziehen => Demonstrativchristen haben im
Schuldienst nichts verloren. Gut so ! der nächste Schritt zur
Säkularisierung.

Das Kopftuch steht für den Isalm, das Kruzifix für
Christentum.
Direkt vergleichbar sind beide in diesem Zusammenhang jedoch
nicht, denn das Kreuz repräsentiert einen Teil unserer Kultur.

…also meine Kultur repräsentiert diese indizierungswürdige
Stück abstossender Gewaltdarstellung mit Sicherheit nicht!
Kopftuch steht IMHO für : Landfrau über 67 ;-}

Das ist wohl Interpretationssache. Zumal die betreffende Dame sicherlich jünger ist…

Entweder die Leute passen sich unserem System an, oder sie
fahren eben wieder nach Hause.

Also aus meiner Sicht hast eigentlich du, bzw. Leute mit
ähnlicher Denke ein Problem mit unserem System.

Das kommt eben darauf an, wie man unser System sieht.

Grüße,

Mathias

Genau das will ich eben nicht!

Grüße,

Mathias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Günter,

da sind wir wohl verschiedener Meinung. Ich sehe durchaus eine Gefahr für den Weltfrieden. Das zeigt sich schon allein darin, dass fast überall auf der Welt, wo es Krieg oder kriegsähnliche Zustände gibt, radikale Moslemgruppierungen beteiligt sind.
Und gerade durch das Ziel der Vorherrschaft des Islam wird der heilige Krieg „gerechtfertigt“. Kein Wunder, dass es gerade innerhalb dieser Religion so viele radikale Anhänger gibt, die zu allem bereit sind. Ich vergesse niemals die Bilder aus vielen islamischen Ländern, wo die Menschen nach dem 11. September Freudentänze auf den Straßen vollführt haben. Das zeigt doch ganz deutlich, dass das Leben eines „Ungläubigen“ nichts wert ist und der tausendfache Tod öffentlich bejubelt werden darf. Für mich ist das pure Verblendung und darf auf keinen Fall unterschätzt werden.

Ich sehe in diesem Brett, dass Du an vielen Fronten „kämpfst“ und wahrscheinlich keine Lust mehr auf diese Diskussion hast. Ich bin auch überall dabei, auch wenn ich eher selten etwas schreibe :smile:.

Viele Grüße
Sarah

soweit ich weiß muß man bei gericht auf die bibel schwören.
und da stehen kreuze rum (zumindest sehe ich das so in
filmen). somit kann nichtmal ein atheist einen eid ablegen.

du guckst zuviele amerikanische filme.
In deutschland wird nur geschworen. wer jedoch möchte kann den eid durch die Glaubensformel bekräftigen. (So wahr mir gott helfe)
Und die Kreuze wurden schon vor Jahrzehnten aus den Gerichtsälen verbannt.

religionsfreiheit ist auch ein grundrecht.

Hier ist doch der alte Rechtskonflikt, daß zwei Grundrechte sich angeblich widersprechen. tun sie aber nicht. die Dame kann sein was sie will in ihrer Religion, aber als „neutraler“ Staatsdiener kann sie nicht beamte werden.

gruss
winkel

Nicht die Deutschen Gerichte sind intolerant, sondern die
Muslime, die hier in Deutschland zwar ihre eigenen
Vorstellungen verwirklichen möchten, aber die eingestammten
Vorstellungen wegklagen wollen.

*ironie on*

hinter "ironie on* den eindruck von mir zu erwecken, daß ich Muslime nicht mag, ist der gleiche Trick wie 1930, denn mit dem haben die Nazis angefangen „Stimmung“ gegen Juden zu machen. Dachte nicht daß das auch ein beliebtes Mittel von dir ist.

wie recht du doch hast.
ich finde die ganzen moslems genauso scheiße wie du. anpassen
sollen die sich, oder sie fliegen. wo kommen wir da hin? wir
haben schließlich unsere eigene kultur in UNSREM land und das
ist eben kein moslemland! und außerdem, diese rückständige
kultur die die haben. bedrohlich für unsre kinder! kopftücher
und sprengstoffgürtel!

*ironie off*

jaja man sollte aufpassen was man in anderen brettern so von
sich gibt. das gilt für einige in diesem thread!

Aha intolerant kann man also nur als Deutscher sein! die anderen wollen nur ihre Lebensart ausdrücken.

Ich stelle mir vor, ich sitze in Saudi-Arabien und reibe mir permanent die Nase. Ob ich diese Toleranz auch einklagen kann?
weiß nicht.

Oder ich stelle mir, ich will in Israel ein Sahneschnitzel haben. Kann ich das auch einklagen?

Oder ich stelle mir vor, daß ich in Japan, mein Gegenüber auslache, weill er immer Ja sagt, aber er nix macht. Kann ich dann von ihm Erfüllung einklagen?

Wir deutschen sind ja so ausländerfeindlich, weil wir Teile unserer Kultur schützen und bewahren wollen.

Ihr wißt doch wirklich nicht mehr, wie ihr eure verschrobenen Vorstellungen argumentieren wollt. einige bedenkenswerte Einwände macht ihr selbst mit diesen überzogenen ansprüchen lächerlich.

(auweia, ich hör jetzt schon wieder die Glocken bimmeln: Der Jude ist selbst schuld am Antisemitismus, hab ich damit wahtrscheinlich gesagt) Aber euch interessiert ja nicht was die Menschen hier sagen, euch interessiert ja nur ob ihr wieder was Ausländerfeindliches oder Antisemitisches finden könnt.

Das ist mehr als geistige Onanie.

winkel

Also wenn keine Kruzifixe in Klassenzimmern,
dann auch keine Kopftücher.

Es hängen im Klassenzimmer ja auch keine Kopftücher,

dein Argumentationsstil ist betrachtenswert, ich mach mal im selben Stil weiter um dir zu zeigen wie doof das ist:

" und schon garnicht mit islamischen Frauen dran. "

Es geht hier um die Symbole, nicht ob sie hängen gehen oder stehen oder liegen. Aber Abdriften in Diskussion und das Einführen von solchen spielereien lenkt von der eigenen Argumentationsschwäche ab. Übrigens sehr beliebtes Spiel von Goebbels.

winkel

moin lehi

nur: was ist mit anderen ideologien/lebensformen die du nicht
magst, die man aber nicht an der kleidung sofort sieht? zb.
könnte ein lehrer ja ein rechtsextremer sein, oder ein
zoophiler oder ein kommunist oder ein big brother fan (gaaaanz
schlimm das!)? was dann?

solange der Lehrer sein Privatleben und sein Auftreten in der Schule auseinanderhalten kann, soll er meintewegen sein was er will :smile:

wer das nicht kann, weil ihm irgendein Aspekt seines Lebens soooo wichtig ist, dass er sich auch dann nicht davon trennen kann, wenn er Kindern ein möglichste neutrales und unvoreingenommenes Weltbild vermitteln soll, der hat an einer Schule als Lehrer IMHO nichts zu suchen. Und zwar gilt das tatsächlich generell. Ich würde auch nicht wollen, dass Lehrer mit Parteiaufklebern in der Schule erscheinen, oder in Skinhead-Montur etc.

Was ein Lehrer in seiner Freizeit macht ist wie gesagt was anderes und wenn man durch sein Auftreten und seinen Unterricht keine „Gesinnung“ erkennt, dann ist mir das auch wirklich egal.

Gruss
Marion

Moin Herbert :smile:

Warum denn? Tut mir leid, ich versteh’s wirklich nicht. Meine
Großmütter haben noch Kopftuch getragen und die waren keine
Moslime. In Italien tragen Katholikinnen teilweise immer noch
Kopftuch wenn sie in die Kirche gehen.

Ich denke diese Frauen hätten aber kein Problem damit gehabt, ihr Kopftuch abzusetzen, wenn es der Beruf erfordert.

Im vorliegenden Fall ist das Tuch aber Symbol einer bestimmten Weltanschauung (welcher auch immer) die von der Trägerin offensichtlich so wichtig genommen wird, dass ihr ein auch nur temperorär Verzischt auf das öffentliche demonstrieren dieser Weltanschauung anscheinend nicht möglich ist.

Öffentliches Demonstrieren einer bestimmten Weltanschauung hat meiner Meinung nach in Schulen, die ein möglichst objektives, unvoreingenommenes Weltbild vermitteln wollen, nichts zu suchen, es sei denn, jemand möchte genau das. Dann kann er sein Kind ja auf eine weltanschaulich geprägte Schule schicken.

Diese Gesetz ist für alle gleich, egal welcher Abstammung oder
Religion jemand angehört. Krutzifixe in bayrischen
Schulzimmern fallen genau so darunter wie muslimische
Kopftücher oder Buddhistische Mönchskutten.

Ich finde das übertrieben. Wenn jemand ein religiöses Symbol
trägt, dann ist das für mich höchstens ein Zeichen, daß er/sie
sich zu dieser Religion bekennt. Es zeigt schon von einer
gewissen Intoleranz, wenn man sich daran stört.

Gegenfrage: Warum besteht jemand darauf in einem Raum, der von Weltanschauung möglichst frei bleiben sollte, öffentlich die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion, Weltanschauung etc. zu demonstrieren ? Für mich zeigt es schon von einem gewissen Zwang, wenn jemand anscheinend nicht in der Lage ist, darauf zu verzichten und Zwang stört mich immer.

Ich denke, wenn es hier wirklich nur um das befolgen religiöser Zwänge gegangen wäre, dann hätte sich sicherlich eine Lösung gefunden. Wenn es dieser Frau zum Beispiel nicht gestattet ist, ihr Haar zu zeigen, hätte sie eine Perücke tragen können. Wenn jemand unbedingt ein gewisses Symbol mir sich rumtragen muss, dann vielleicht so, dass es nicht gleich offensichtlich ist etc.

Ich vermute viel eher, hier sollte ein Präzedenzfall geschaffen werden. Stell dir nur mal vor, man hätte hier eine Ausnahme gemacht, dann würde sich doch wohl jeder Lehrer, der für eine bestimmte Weltanschauung eintritt denken, wenn die darf, dann ich aber jetzt auch…und ja, man müsste dann allen Lehrere erlauben, ihre Weltanschauung öffentlich zu demonstrieren.

Das ist aber dann nicht mehr das, was ich einen weltanschaulich neutralen, unvoreingenommenen Raum nenne, in dem ich mein Kind unterrichtet werden lassen möchte.

Wenn er/sie

die Kinder überzeugen versucht, dann ist das was anderes.
Religiöse Symbole in Klassenzimmern haben so lange niemanden,
auch Angehörige anderer Religionen nicht gestört, warum jetzt?

Wenn sich jemand dadurch gestört fühlt, dann müsste dieses Kreuz verschwinden, genau wie die Kreuze aus den Klassenzimmern in Bayern. Wenn du denkst, niemand habe sich vorher an religiösen Symbolen gestört, dann irrst du vermutlich. Nur war es bislang so, dass eben die überwiegende Mehrheit der SChüler christlich war und sich somit auch nicht an chritslichen Symbolen stört.

Nur ist die Welt mitlerweile vielfältiger geworden. Insofern finde ich es korrekt und konsequent wenn man postuliert, dass religiöse Symbole in einem „wertneutralen“ Raum prinzipiell nichts zu suchen haben. Dadurch drückt man meiner Meinung nach auch den Respekt vor anderen Religionen aus, in dem man alle gleich behandelt.

Diskriminierung findet statt, wenn man einer bestimmten Religion eine Sonderstellung einräumt. Grade dies wurde aber mit dem Urteil verhindert und darüber bin ich sehr froh.

„postitiv diskriminiernd“ wäre, wenn man für diese Frau eine
Sondergenehmigung erteilen würde, weil sie aus Afghanistan
stammt. Das macht man aber grade nicht. Sie wird genau so
behandelt, wie jeder andere Lehramtsanwärter in Deutschland
auch.

Sehe ich nicht ganz so. Würde ich erst sehen, wenn man einer
Lehrerin das Tragen eines Kreuzes verbietet.

Vielleicht gibt es nur keine deutsche Lehrerin, die wegen dem vermeintlichen „Recht“ im Unterricht ein Kreuz zu tragen, durch sämtliche Gerichte zieht. Ein tatsächliches Gerichtsurteil diesbezüglich gab es allerdings wegen Kreuzen in bayrischen Klassenzimmern.

Der Begriff „Rassistisch“ ist in diesem Zusammenhang im
günstigsten Fall albern, im schlechtesten Fall Polemik.

… oder ein wenig übertrieben

Naja, ist schon merkwürdig. Wenn manche Leute hier stilistisch in die unterste Schublade greifen dann ist das „ein wenig übertrieben“. Bei anderen fällt die Reaktion da schon ganz anders auch.

Gruss
Marion

hi lehi,

das kreuz ist auch symbol der unterdrückung der frau. unter
diesem zeichen wurden hexen verbrannt. und gewisse
kipatragende juden sind auch nicht grade berühmt für ihre
frauenfreundliche interpretation heiliger texte. nein nein,
DAS ist kein argument!

ist es doch und habe ich weiter unten als antwort auf eli ausgeführt. Nochmal zum Mitschreiben: Wir reden hier nicht davon, irgendjemand irgendetwas zu verbieten. was die leute zu hause machen ist ihr ding.

Wer sich als Staatsbeamter in Deutschland anstellen lässt,
muss auf die Grundlagen unserer Verfassung schwören. Kann das
wirklich ein überzeugter Moslem?

soweit ich weiß muß man bei gericht auf die bibel schwören.
und da stehen kreuze rum (zumindest sehe ich das so in
filmen). somit kann nichtmal ein atheist einen eid ablegen.

quatsch, hat winkel schon beantwortet. beamte schwören zudem auch nicht vor gericht, sondern vor ihrem arbeitergeber oder einem stellvertreter. ohne bibel.

das stimmt nicht. jede religion will gesellschaftliche
veränderung. der unterschied liegt in der säkularisierung der
gesellschaft.

nein, darum geh es nicht. es gibt hier einen qualitativen unterschied, den ich offensichtlich nicht richtig deutlich machen kann. „mein reich ist nicht von dieser welt“ sagt christus. der koran entwickelt jedoch ein eigenes gesellschaftliches konzept. das macht die bibel nicht. es gibt kein christliches strafgesetzbuch. aber es gibt bsw. die scharia.

Wer bereit ist, auf unsere Verfassung zu schwören,
und damit die westlich-demokratischen Grundrechte anerkennt,
der kann von mir aus auch Beamter werden.

religionsfreiheit ist auch ein grundrecht.

arghh…lies doch mal meinen Text! Genau das habe ich geschrieben! Es gibt hier einen Grundrechtekonflikt. Aber die westlich-demokratischen Grundrechte müssen anerkannt werden. Du darfst bsw. nicht deine Mädchen beschneiden lassen, auch wenn du meinst, das sei deine Religion. Das widerspricht den Grundrechten in der Verfassung. (und ist zudem Straftatbestand). Religionsfreiheit ja, aber im Rahmen von Recht und Gesetz!

ich finde wenn eine muslimische lehrerin schülerinnen
zurechtweist, weil sie sich „unanständig kleiden“, dann bricht
sie das gesetz. nur weil andere alles mögliche in ein kopftuch
interpretieren, ist das noch kein gesetzesbruch.

natürlich ist es kein „gesetzesbruch“. niemand verbietet kopftücher.

siehe oben.

man könnte auch sagen das kreuz als folterwerkzeug, symbol
eines menschenopfers und zeichen jahrtausendelanger verfolgung
und ausrottung anderer kulturen hätte eigentlich längst wegen
verfassungswidrigkeit verboten gehört.

in schulen hat’s auch nix zu suchen. (selbst in bayern geht das nicht mehr ohne weiteres)

neeeein dann kommt der

christliche aufschrei, „das ist ja das symbol der liiiiiebe“.

ich weiß, du wirst es hartnäckig weiter nie verstehen wollen:smile:, aber auch nicht alle christen sehen im kruzifix ein symbol der liebe, bsw. die reformierten. nochmal für die ösis unter uns: es gibt nicht nur katoliken auf der welt.:smile:

tja meine lieben, eine muslimin benutzt eben auch muslimische
interpretationen ihrer kopftücher und keine sonstigen.
… schon schwierig…

jeder mensch muss sich auch damit auseinandersetzen, wie er auf andere wirkt, und was hinter einem symbol steht, dass man unbedingt tragen will. bwt verbietet es ihr ja niemand zu, es tragen. sie kann nur nicht lehrerin an einer staatlichen schule werden. sie ist längst lehrerin an einer privatschule. es gibt also natürlich auch kein berufsverbot, wie hier einige polemisch behaupten.

grüße,

barbara

da rennen pfarrer rum und erzählen
den schülern was von der bibel. für mich sehr bedenklich.

[…]

aus der islamischen welt in die
christliche welt […]

könntest du diesen widerspruch bitte aufklären. wieso findest
du es „bedenklich“ daß in einer „christlichen welt“ „pfarrer
mit bibeln“ herumlaufen?

hallo,

ich schrieb, daß ich es bedenklich finde, daß pfarrer in der schule! mit der bibel rumlaufen und damit eben ihre weltanschauung in der schule öffentlich machen.

grüße
matthias

Hallo Matthias,

du hast das Recht auf freie Meinungsäußerung. Der Staat hat
die Pflicht, alle Bürger nach dem Gesetz als gleich zu
betrachten. Sonst wäre es keine Demokratie.

wobei manche gleicher als andere sind, aber ok.

Im übrigen könnte

man da genauso argumentieren wie du und den ehemaligen
DDR-Bürger die Loyalität zur deutschen Demokratie absprechen,
weil sie mit ihr noch nicht sehr lange leben.

genau das ist aber ja auch passiert.
(loyal zu deutschland an sich sind sie doch aber, so oder so)

Und wenn ich mir

das Verhalten einiger „Ossis“ anschau, scheinen sie wirklich
noch nicht in der westlichen Demokratie angekommen zu sein.
(nur weil das ja dein ursprünglicher Vergleich war)

kurzes beispiel?

Sorry. Das widerspricht erstmal den Grundlagen unserer
Demokratie (gleichheitsgrundsatz bsw.), Matthias, da bist du
weniger loyal als Frau Ludin:smile:.

mh, ok. wenn das so also nicht geht, dann geht eben auch keine dt staatsbürgerschaft.

lass es mich mal stark übertreiben. ein russe wird von den amis eingebürgert. dort erhält er ausbildung usw., wird irgendwann beamter (wenn es da sowas gibt), steigt auf und darf irgendwann den koffer mit dem roten knopf tragen. was wird wohl passieren, wenn sich die beiden staaten mal wieder verkrachen? welche loaylität wird er wohl haben? die des geburtsrussen oder die des amis laut ausweis?

genauso sehe ich das in dem fall dieser frau und allen anderen vergleichbaren fällen.

ich hoffe, du verstehst meine bedenken trotz demokratie?

grüße

matthias

Moin Marion :smile:

Warum denn? Tut mir leid, ich versteh’s wirklich nicht. Meine
Großmütter haben noch Kopftuch getragen und die waren keine
Moslime. In Italien tragen Katholikinnen teilweise immer noch
Kopftuch wenn sie in die Kirche gehen.

Ich denke diese Frauen hätten aber kein Problem damit gehabt,
ihr Kopftuch abzusetzen, wenn es der Beruf erfordert.

Im vorliegenden Fall ist das Tuch aber Symbol einer bestimmten
Weltanschauung (welcher auch immer) die von der Trägerin
offensichtlich so wichtig genommen wird, dass ihr ein auch nur
temperorär Verzischt auf das öffentliche demonstrieren dieser
Weltanschauung anscheinend nicht möglich ist.

Nun, vielleicht kann man es ja so sehen: Wenn jemanden seine Religion gebietet sich auf eine gewisse Weise zu kleiden, dann ist das noch keine Demonstration einer Weltanschauung. Nein, ich will auch nicht, daß mein Sohn von anderen missioniert wird, wenn er dabei nicht ausweichen kann wie in einer Schule. Wenn ich jemanden begegne und er/sie trägt ein na sagen wir, buddhistisches Symbol nehme ich (noch) nicht an daß er/sie mich zu etwas überreden will.

Was anderes wäre es natürlich, wenn besagte Lehrerin den Kindern muslimische Gedanken näherbringen würde. Da könnte man mit Recht etwas dagegen haben.

Öffentliches Demonstrieren einer bestimmten Weltanschauung hat
meiner Meinung nach in Schulen, die ein möglichst objektives,
unvoreingenommenes Weltbild vermitteln wollen,

Ehrlich, tun sie das? Ein Freund von mir ist Moslem. Ich habe mit ihm seine kleine Nichte aus dem Kindergarten abgeholt. Damals war Nikolaustag und natürlich hat seine Nichte von diesem Mann geschwärmt. Meinen Freund hat das schon ein wenig gestört…

nichts zu
suchen, es sei denn, jemand möchte genau das. Dann kann er
sein Kind ja auf eine weltanschaulich geprägte Schule
schicken.

Stimmt schon, aber das Tragen eines Kopftuches ist für mich noch keine Zuschaustellung einer Weltanschauung. Kann, aber muß nicht. Genau wie das Tragen einer Kippa oder eines Kreuzes. Wie viele tragen diese religiösen Symbole ohne einen Gedanken an die jeweilige Religion ‚zu verschwenden‘?

Diese Gesetz ist für alle gleich, egal welcher Abstammung oder
Religion jemand angehört. Krutzifixe in bayrischen
Schulzimmern fallen genau so darunter wie muslimische
Kopftücher oder Buddhistische Mönchskutten.

Ich finde das übertrieben. Wenn jemand ein religiöses Symbol
trägt, dann ist das für mich höchstens ein Zeichen, daß er/sie
sich zu dieser Religion bekennt. Es zeigt schon von einer
gewissen Intoleranz, wenn man sich daran stört.

Gegenfrage: Warum besteht jemand darauf in einem Raum, der von
Weltanschauung möglichst frei bleiben sollte, öffentlich die
Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion, Weltanschauung
etc. zu demonstrieren ? Für mich zeigt es schon von einem
gewissen Zwang, wenn jemand anscheinend nicht in der Lage ist,
darauf zu verzichten und Zwang stört mich immer.

Vielleicht ist es ja keine Demonstration ihrer Weltanschauung. Ich denke, sie trägt ihr Kopftuch auch dann, wenn ihr niemand begegnet.

Ich denke, wenn es hier wirklich nur um das befolgen
religiöser Zwänge gegangen wäre, dann hätte sich sicherlich
eine Lösung gefunden. Wenn es dieser Frau zum Beispiel nicht
gestattet ist, ihr Haar zu zeigen, hätte sie eine Perücke
tragen können. Wenn jemand unbedingt ein gewisses Symbol mir
sich rumtragen muss, dann vielleicht so, dass es nicht gleich
offensichtlich ist etc.

Ok, hmm, ich bin wohl schon ein wenig älter, und für mich ist das Kopftuches nicht unbedingt ein Symbol. Wie gesagt, damals haben ältere Frauen darunter ihr oft unfrisiertes Haar versteckt.

Ich vermute viel eher, hier sollte ein Präzedenzfall
geschaffen werden.

Kann natürlich sein…

Stell dir nur mal vor, man hätte hier eine
Ausnahme gemacht, dann würde sich doch wohl jeder Lehrer, der
für eine bestimmte Weltanschauung eintritt denken, wenn die
darf, dann ich aber jetzt auch…und ja, man müsste dann
allen Lehrere erlauben, ihre Weltanschauung öffentlich zu
demonstrieren.

Das ist aber dann nicht mehr das, was ich einen
weltanschaulich neutralen, unvoreingenommenen Raum nenne, in
dem ich mein Kind unterrichtet werden lassen möchte.

Das will ich auch. Es ist natürlich nur meine Anschauung, aber so lange jemand nur offen durch ein Symbol zu einer Religion bekennt, bleibt für mich der weltanschaulich neutrale, unvoreingenommene Raum unangetastet. Er ist ohnehin Illusion, siehe weiter unten.

Wenn er/sie
die Kinder überzeugen versucht, dann ist das was anderes.
Religiöse Symbole in Klassenzimmern haben so lange niemanden,
auch Angehörige anderer Religionen nicht gestört, warum jetzt?

Wenn sich jemand dadurch gestört fühlt, dann müsste dieses
Kreuz verschwinden, genau wie die Kreuze aus den
Klassenzimmern in Bayern. Wenn du denkst, niemand habe sich
vorher an religiösen Symbolen gestört, dann irrst du
vermutlich. Nur war es bislang so, dass eben die überwiegende
Mehrheit der SChüler christlich war und sich somit auch nicht
an chritslichen Symbolen stört.

Wir hatten auch Angehörige anderer Religionen in unserer Klasse. Vielleicht irre ich mich wirklich, aber ich kann mich nicht erinnern, daß sich jemand an dem Kreuz gestört hat.

Nur ist die Welt mitlerweile vielfältiger geworden. Insofern
finde ich es korrekt und konsequent wenn man postuliert, dass
religiöse Symbole in einem „wertneutralen“ Raum prinzipiell
nichts zu suchen haben. Dadurch drückt man meiner Meinung nach
auch den Respekt vor anderen Religionen aus, in dem man alle
gleich behandelt.

Wie oben schon gesagt, der wertneutrale Raum ist eine Illusion, schon allein wegen Oster-, Nikolaus- und Weihnachtsfeiern. Das heißt jetzt für mich sicher nicht, daß man solche Feiern nicht abhalten sollte. Ich denke, mit ein wenig Toleranz und Fingerspitzengefühl kann man das schon in den Griff bekommen, ohne daß sich jemand benachteiligt fühlt.

Diskriminierung findet statt, wenn man einer bestimmten
Religion eine Sonderstellung einräumt. Grade dies wurde aber
mit dem Urteil verhindert und darüber bin ich sehr froh.

„postitiv diskriminiernd“ wäre, wenn man für diese Frau eine
Sondergenehmigung erteilen würde, weil sie aus Afghanistan
stammt. Das macht man aber grade nicht. Sie wird genau so
behandelt, wie jeder andere Lehramtsanwärter in Deutschland
auch.

Sehe ich nicht ganz so. Würde ich erst sehen, wenn man einer
Lehrerin das Tragen eines Kreuzes verbietet.

Vielleicht gibt es nur keine deutsche Lehrerin, die wegen dem
vermeintlichen „Recht“ im Unterricht ein Kreuz zu tragen,
durch sämtliche Gerichte zieht.

Nein, vermutlich nicht. Aber sicher eine Menge die Kreuz tragen ohne daß sich jemand (und ich sicher auch nicht) aufregt. Nur sollte man da nicht mit zwei Maßen messen.

Ein tatsächliches
Gerichtsurteil diesbezüglich gab es allerdings wegen Kreuzen
in bayrischen Klassenzimmern.

Finde ich, wie gesagt, ein wenig übertrieben.

Der Begriff „Rassistisch“ ist in diesem Zusammenhang im
günstigsten Fall albern, im schlechtesten Fall Polemik.

… oder ein wenig übertrieben

Naja, ist schon merkwürdig. Wenn manche Leute hier stilistisch
in die unterste Schublade greifen dann ist das „ein wenig
übertrieben“. Bei anderen fällt die Reaktion da schon ganz
anders auch.

Aja, ich möchte es so formulieren: Man sollte schon sehr vorsichtig sein, wenn man jemanden einen solch schweren Vorwurf macht. Man kann ja sagen: ‚Diese Äußerung könnte man rassistisch auslegen‘ und dann schauen, wie der/die andere dazu steht.

Servus
Herbert

wenn ein deutscher sich in Deutschland ungerecht behandelt
fühlt, und sich mit einem Ausländer oder Zuwanderer vergleicht
und die Ungerechtigkeit beschreibt, dann ist er Rassist.

Dieses habe ich so nicht gesagt und ich war auch zuerst verwirrt, weil ich mich in dieser Aussage nicht wiederfinde.

Also reicht es deiner Meinung nach, deutscher zu sein und sich
mit Ausländern zu vergleichen um Rassist zu sein?

Nein, da obiges ja nicht meine Meinung ist.

Ich bitte dich, änder mal dein Denken!

Würde ich so denken, hast Du sicherlich recht und ich hätte obigen Text nicht anders kommentiert, aber … *g*

es ging mir darum, dass hier ein Unrecht besteht (was ich nie bestritten haben) und dieses aber nicht konkret benannt wird (Vergleich Ost- und Westländer), sondern zu Lasten einer ehemaligen Ausländerin beschrieben wird. Nicht die Ungleichheit zwischen Ost- und West wird dadurch zum Problem, sondern das ehemalige Ausländer hier andere Rechte haben als gebürtige Deutsche. Dieses nenne ich Rassismus, weil es unterschlägt, dass die Ungleichheit genauso auch zwischen gebürtigen Deutschen besteht.

PS. So wurdest Du auch von anderen verstanden.

Diese Gesetz ist für alle gleich, egal welcher Abstammung oder
Religion jemand angehört.

Eben. Aber im Fall der Verbeamtung wurde hier etwas anderes behauptet. Es wurde so dargstellt, als gebe es hier ein anderes Recht. Und dieses nenne ich immer noch Rassismus, weil nämlich dem Recht dieses egal ist und es nur darauf ankommt, in welchem Land man wohnt und Lehrer werden will. Mit der afghanischen Herkunft von Frau Ludin hat dieses nichts zu tun.

Der Begriff „Rassistisch“ ist in diesem Zusammenhang im
günstigsten Fall albern, im schlechtesten Fall Polemik.

Ich habe ihn so nie verwendet, sondern in obigem Kontext. Anscheind wurde dieses hier nicht richtig verstanden und ich hoffe nun ist es etwas klarer geworden?

Schalom,
Eli

… so habe ich es aber nicht gemeint. Ich bezog mich auf die Schilderung der Ungerechtigkeit bei der Verbeamtung und das so getan wurde, als würden hier ehemalige Ausländer anders behandelt. Dem ist nicht so. Der eigentliche Grund wurde aber nicht benannt.

Schalom,
Eli