Vegane Rohkost - Fortsetzung aus anderem Brett

Hallo zusammen,

da meine Frage, ob eine extreme Ernährung zu einer Mangelernährung führen kann, die dann schon eine Art von Körperverletzung darstellen könnte in eine Diskussion über Ernährungsweisen mündete, würde ich gern diese Teildiskussion hier fortführen.

Im besagten Fall ernährt sich eine Familie seit nunmehr 3 Jahren streng Rohkost-vegan. Meine Befürchtung ist nun, dass die drei Töchter (nun 6, 8 und 10 Jahre alt) sowie das ungeborene Kind dadurch Schden erleiden können. Die Kinder sind sehr dünn, blass und meines Erachtens seit nunmehr 3 Jahren so gut wie nicht gewachsen, obwohl sie zuvor kerngesund waren (wuchsen normal, waren schlnk aber nicht mager, sahen einfach gesund und glücklich aus). Die Eltern sind in diesen drei Jahren merklich gealtert (vom Aussehen her, sehen jetzt mindestens 10 - 15 Jahre älter aus).

Nun interessieren mich Eure Meinungen zu dieser Ernährungsweise inklusive empirischer Untersuchungen über Probleme, die hierbei auftreten können. Ich habe mich auch schon mit diesem Thema beschäftigt, vor allem durch Gespäche mit den Eltern. Leider haben wir in bestimmten Punkten doch sehr kontroverse Ansichten, die durch unterschiedliche Veröffentlichungen alle unterlegbar sind.

Also, her mit wirklich wissenschaftlichen Untersuchungen und persönlichen Erfahrungen!!

Grüße, Nina

Hallo Nina!

Als ich Deine Frage unter „Polizei und Kriminalistik“ las, drängte sich mir der Verdacht auf, daß Leute mit fremd erscheinenden Gewohnheiten „weggebissen“ werden sollen. Der eine bevorzugt eben mit Engerlingen gespickte, geröstete Ratte, während ein anderer lieber in eine Mohrrübe beißt.

Sieh Dich einmal im Kindergarten oder in der Schule um. Kämst Du auf die Idee, Eltern der Körperverletzung zu bezichtigen, die ihre Kinder offenkundig fehlernähren und mästen? Die (fr)essen Unmengen Fleisch und Fettes und das ist dann in Ordnung? Weil sie sich genau so wie alle anderen ernähren, nur eben ein bißchen zu reichlich?

Der Mensch ist nun einmal ein Alles(fr)esser. Eine einseitige Ernährung, welcher Art die Einseitigkeit auch immer ist, kann zu Mangelerscheinungen führen. Bei Obst und Gemüse handelt es sich aber um ein recht breites Spektrum. Von Einseitigkeit würde ich nicht von vornherein reden. Allerdings habe ich keine nennenswerten Kenntnisse des menschlichen Stoffwechsels, aber immerhin einige Kenntnisse verschiedener Lebensgewohnheiten von Menschen auf diesem Globus. Es gibt Menschen, die leben nur von Fisch und je nach Gegend und Gewohnheit kann das verdammt einseitig sein. Dann gibts ein paar hundert Millionen Menschen, die hauptsächlich Reis verspeisen. Und schließlich gibt es etliche Leute, deren fast ausschließliche Nahrung aus einem aufgeschnittenen Weizenbrötchen mit einer fetttriefenden Frikadelle besteht. Das Wörtchen „fast“ rührt daher, weil die Abwechselung in einem gelegentlichen Schokoriegel besteht. Innerhalb dieser Bandbreite der Ernährungsgewohnheiten dürften die Rohkost- und Körnerfutterverwerter noch vergleichsweise dicht am Bereich vernünftiger Ernährungsweise liegen.

Jetzt kommt bestimmt der erhobene Zeigefinger nebst zig Gutachten und bestimmt wird der Mangel an bestimmten Spurenelementen, Eiweißen und Fetten aufgeführt, der ganz und gar unmöglich zu substituieren sei. Das mag alles sein, aber die Erfahrung lehrt, daß Mangelerscheinungen auftreten können, aber nicht unweigerlich auftreten müssen. Insgesamt wird man vermutlich zum Ergebnis kommen, daß wir noch viel zu wenig über den menschlichen Stoffwechsel wissen. Aber so viel darf man vermuten: Die vegan lebenden Familienmitglieder werden eher nicht an durch Übergewicht verursachten Gelenkerkrankungen leiden, sie werden ein geringes Diabetesrisiko haben und ein geringes Risiko, an Herz-Kreislauferkrankungen zu sterben. Dafür sehen die Leute vielleicht nicht ganz so rosig aus wie jemand, der ein bißchen zu klein für sein Gewicht ist.

Ich gebe gelegentlich der Gier nach einem schieren Stück Fleisch in der Pfanne nach. Wenn ich mir aber vor Augen halte, was mit Tieren angestellt wird, um Nahrung daraus zu machen, kann ich Vegetarier und Veganer verstehen.

Gruß
Wolfgang

Hallo Nina,

Wolfgang hat schon viele kluge Gedanken zu Deiner Frage geäußert (ist auf jeden Fall einen Stern wert), ich möchte noch etwas zur Rohkost ergänzen:

Eine Ernährung, die „nur“ aus Getreide, Obst und Gemüse besteht, ist grundsätzlich nicht verkehrt (für Joghurt müßte allerdings auch keine Kuh sterben). Rohes Obst und Gemüse ist allerdings recht schwer verdaulich, in Mengen nur geeignet für Menschen mit starker Konstitution, die vielleicht auch noch etwas Gewicht verlieren wollen. Es gab mal einen Herrn Wandmaker, Unternehmer mit Geld, der durch Rohkost gesund geworden ist. Er hat diese Kostform dann beibehalten und Bücher darüber geschrieben, hatte viele Anhänger. Langfristig mußte er aber feststellen, dass diese Rohkostdiät zu anderen Problemen führen kann und hat sie wieder aufgegeben (einige Anhänger haben das allerdings nicht mitbekommen).

Rohes Getreide hingegen halte ich für gesundheitsschädlich: viele Getreide schützen sich durch Gifte vor Freßfeinden. Diese Gifte sind in gekochtem oder lange eingeweichtem Getreide nicht mehr gefährlich. Gekochtes Getreide ist das hochwertigste Nahrungsmittel, dass wir haben. Kochen ist für uns auch nicht mehr unnatürlich, der Mensch kennt Getreide seit ca. 40000 Jahren, benutzt Feuer seit ca. 1000000 Jahren.

Ein weiterer Nachteil von Rohkost ist, dass sie „kalt“ macht. Die Chinesische Medizin kennt erwärmende und abkühlende thermische Wirkung von Speisen, kaum jemand benötigt über einen längeren Zeitraum nur Kaltmachendes. Rohkostvegetarier werden oft frieren, ein Schlachter hingegen, der sein bester Kunde ist, geht im Winter mit T-Shirt spazieren und schwitzt dabei noch (außerdem hat er allerdings stinkende Schweißfüsse, irgendwo muß das Zeugs ja raus). „Kälte“ kann in der Chinesischen Medizin eine Ursache für Gesundheitsstörungen sein.

Noch ein paar kurze Anmerkungen:

Fleisch muß nicht sein, besser ist es ohne, man sollte es sich aber nicht krampfhaft verkneifen, das bringt nur Streß.

Milch und Sahne wirken eher ungünstig (unpopuläre Ansicht, ich weiß), vergorene Milchprodukte (außer Kefir) sind aber sehr wertvolle Nahrungsmittel.

Dass Du Dich um Deine Bekannten sorgst, ehrt Dich, und Du hast auch recht damit, dass sich eine gesunde Ernährung auch in einem gesunden Aussehen widerspiegeln sollte. Wenn sie dazu übergehen würden, einen größeren Anteil ihrer Nahrung zu kochen, wäre dies ein großer Schritt hin zu einer wirklich gesunden Ernährung.

Viele Grüße

Peter

Hallo Wolfgang,

weils gerade so schön passt, hier mal ein Bericht über Beeinflussung, Drogen und Co:
http://www.chscene.ch/ccc/congress/1997/0004/

Gruß
Frank

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Hallo Nina,

Hallo Peter,

Eine Ernährung, die „nur“ aus Getreide, Obst und Gemüse
besteht, ist grundsätzlich nicht verkehrt (für Joghurt müßte
allerdings auch keine Kuh sterben).

Das seh ich auch so!!
Rohes

Obst und Gemüse ist allerdings recht schwer verdaulich, in
Mengen nur geeignet für Menschen mit starker Konstitution, die
vielleicht auch noch etwas Gewicht verlieren wollen. Es gab
mal einen Herrn Wandmaker, Unternehmer mit Geld, der durch
Rohkost gesund geworden ist. Er hat diese Kostform dann
beibehalten und Bücher darüber geschrieben, hatte viele
Anhänger. Langfristig mußte er aber feststellen, dass diese
Rohkostdiät zu anderen Problemen führen kann und hat sie
wieder aufgegeben (einige Anhänger haben das allerdings nicht
mitbekommen).

Sowas dachte ich mir schon!

Rohes Getreide hingegen halte ich für gesundheitsschädlich:
viele Getreide schützen sich durch Gifte vor Freßfeinden.
Diese Gifte sind in gekochtem oder lange eingeweichtem
Getreide nicht mehr gefährlich. Gekochtes Getreide ist das
hochwertigste Nahrungsmittel, dass wir haben. Kochen ist für
uns auch nicht mehr unnatürlich, der Mensch kennt Getreide
seit ca. 40000 Jahren, benutzt Feuer seit ca. 1000000 Jahren.

Ein weiterer Nachteil von Rohkost ist, dass sie "kalt" macht.
Die Chinesische Medizin kennt erwärmende und abkühlende
thermische Wirkung von Speisen, kaum jemand benötigt über
einen längeren Zeitraum nur Kaltmachendes. Rohkostvegetarier
werden oft frieren, ein Schlachter hingegen, der sein bester
Kunde ist, geht im Winter mit T-Shirt spazieren und schwitzt
dabei noch (außerdem hat er allerdings stinkende Schweißfüsse,
irgendwo muß das Zeugs ja raus). "Kälte" kann in der
Chinesischen Medizin eine Ursache für Gesundheitsstörungen
sein.

Noch ein paar kurze Anmerkungen:

Fleisch muß nicht sein, besser ist es ohne, man sollte es sich
aber nicht krampfhaft verkneifen, das bringt nur Streß.

Meine Rede!! Eine andere Freundin ist auch Vegetarier. Dennoch bekommen die Kinder gelegentlich Fleisch und Wurst, dann aber von nem Bio-Bauern. Nun will die älteste (12 Jahre alt) von sich aus kein Fleisch mehr, da sie den Eindruck hat, dann ihr Hausschwein Fritz (lebt seit 4 Jahren in nem Stall hinter dem Haus) auf dem Teller zu haben. Das finde ich dann auch in Ordnung, da es dann die eigene Entscheidung ist, wenn diese auch von der Mutter als Vorbild mit beeinflusst wurde. Wenn sie aber Lust auf etwas Fleisch oder Wurst hat, bekommt sie das auch. Der Körper hat also noch die Möglichkeit, bestimmte Bedürfnisse zu signalisieren, die dann auch befriedigt werden.

Milch und Sahne wirken eher ungünstig (unpopuläre Ansicht, ich
weiß),

warum eigentlich, das habe ich nie verstanden. Könntest Du da nochmals Deine Meinung dazu schreiben?

vergorene Milchprodukte (außer Kefir) sind aber sehr
wertvolle Nahrungsmittel.

Dass Du Dich um Deine Bekannten sorgst, ehrt Dich, und Du hast
auch recht damit, dass sich eine gesunde Ernährung auch in
einem gesunden Aussehen widerspiegeln sollte. Wenn sie dazu
übergehen würden, einen größeren Anteil ihrer Nahrung zu
kochen, wäre dies ein großer Schritt hin zu einer wirklich
gesunden Ernährung.

Das und die Möglichkeit oder das Angebot an die Kinder, Fleisch zu essen, wenn sie es wollen. Denn vor allem Kinder haben noch ein recht gutes Gespühr dafür, was sie brauchen und was nicht. Das geht dann meist mit entsprechenden Ess- und Verhaltensweisen mit der Zeit verloren.

Viele Grüße

Grüße zurück

Peter

Nina

Hallo Nina,

ich bin immer sehr vorsichtig damit, mit meinen subjektiven, einheitsbreigeprägten Meinungen, Ansichten und Wahrnehmungen anderer Menschen Verhalten und Ideologie in Frage zu stellen, zumal von uns „Die Wahrheit“ niemand kennt.
Immerhin ist das, was wir als „normal“ einstufen immer nur das, was wir täglich um uns herum erleben und was die breite Masse akzeptiert. Dass das eine wahnsinnige Illusion sein kann, sich darauf zu verlassen, dass die Masse das Richtige tut, fällt vielen Menschen leider oft erst in Extremsituationen auf.

Aber wie auch immer…

Die einzige Studie, die es zum Thema Rohkost meines Wissens nach gibt, ist „Die Giessener Rohkoststudie. Ernähren sich Rohköstler gesünder?“ von Carola Strassner, erschienen bei Books on Demand ISBN 3932977041 Buch anschauen.

Lebensgeschichten und Erfahrungsberichte von Roh- und Urköstlern findest Du unter entsprechenden Suchbegriffen über Google, bspw. in Foren. Hier nur eine kleine Auswahl; über diese Seiten sind viele weitere Seiten, Foren und Informationen unterschiedlichster Qualität zu finden:
http://www.urkostmitbrigitte.de
http://www.rohkostfreunde.de

lg gundja

hallo nina,

nur ein Teil von den Stimmen, die ich gegen solche Ernährung fand:

Frisch, roh und belastet

Von Udo Pollmer

Für viele gesundheitsbewusste Verbraucher bedeutet „frisch” so viel wie „roh”. Rohkost verheißt maximale Frische. Noch gesünder ernährt sich, so das Credo der aktuellen Aufklärungskampagnen, wer dabei Obst, Gemüse und Sprossen bevorzugt. So vermeidet der Beratene ganz nebenbei Salmonellen auf Hähnchen, Listerien im Rohmilchkäse und BSE im blutigen Steak – glaubt er jedenfalls. Da die Medien regelmäßig mit neuen Horrormeldungen aufwarten, gilt seine Sympathie dem handgestreichelten Biogemüse, das ohne chemischen Kunstdünger gedeihen darf.
In der Tat greift der Öko-Bauer statt zum Nitrophoska Blau zum Naturprodukt: Laut Bio-Verordnung beispielsweise zu „Exkrementen von Insekten” oder „Guano”, also Vogelschiet, der aus Chile nach Deutschland verschifft wird. Und dann gibt’s noch den ganz normalen Mist aus dem Allerwertesten eines Nutzviehs. Der enthält natürlich auch all die unerwünschten Bazillen, die vorher den Tierarzt auf den Plan riefen. Die logische Folge: Man findet die Erreger später auch auf dem Gemüse. Wird es roh genossen oder gar gekeimt, erfreuen wir uns wahrhaft lebendiger Nahrung. Beispielsweise werden EHEC-Bakterien von der Pflanze aus dem Dung aufgenommen und ins Gewebe eingelagert. Inzwischen hat sich unter Hygienikern die Erkenntnis durchgesetzt, dass pflanzliche Rohkost genauso viele Lebensmittelinfektionen hervorruft wie tierische Produkte, die bisher ihre ungeteilte Aufmerksamkeit gefunden hatten.

Resistent dank Frischkost

Dummerweise haben auch die pflanzlichen Erreger ihre Tücken. Warum? Weil erkrankte Tiere mit Antibiotika behandelt werden. Sobald die Mittel ihr segensreiches Werk vollendet haben, werden sie ausgeschieden und gelangen zum größten Teil in die Gülle. Das Tier ist mittlerweile frei davon. In der Gülle aber werden viele Medikamente von den reichlich vorhandenen Mikroorganismen wieder in ihre aktive Form umgewandelt. Damit herrschen optimale Bedingungen für die Entwickung resistenter Keime. Wenn die Mixtur auf den Acker kommt, sorgen die Antibiotika dafür, dass sich die pflanzliche Keimflora für die schützenden Resistenzgene interessiert. Dies ist wohl der Grund dafür, warum Personen, die viel Frischkost zu sich nehmen, mehr resistente Keime in ihrem Darm beherbergen als solche, die zu Fertiggerichten greifen.
Wenn wir allerdings die Risiken bewerten wollen, die von blinden Passagieren auf unserer Nahrung ausgehen, dann macht ein anderes typisches und ebenso frisches Gesundheitsprodukt den gekeimten Sojasprossen oder der leckeren Muschel den ersten Platz unter den hygienisch riskantesten Speisen streitig. Es ist der Shooting-Star unter den rohen Genüssen: Sushi. Denn der meiste Fisch stammt immer noch aus freier Wildbahn und kann von den unter-schiedlichsten Parasiten befallen sein. Allein in Japan werden durch rohen Fisch jährlich bis zu 2000 Fälle von Heringswurmkrankheit diagnostiziert. Dazu kommt eine nicht unerhebliche Dunkelziffer anderer Parasitosen.

Frische um jeden Preis?

Über die Anzahl der Betroffenen in Europa darf spekuliert werden. Denn Parasiten aus dem Meer sind den Medizinern nicht einmal dem Namen nach bekannt. Diagnostische Möglichkeiten fehlen vielfach, ebenso wirksame Medikamente. Gewöhnlich heißt die (Fehl-)Diagnose Darmkrebs oder Blinddarmentzündung. Die Stunde der Wahrheit schlägt meist erst dann, wenn der Chirurg bei der Operation nichts findet und aus Neugier so lange sucht, bis er es irgend-wo zucken sieht oder ein verwurmtes Organ sichtet. Die Entfernung des befallenen Gewebes ist vielfach lebensrettend.
Bei rohem Fisch ließe sich die Parasitengefahr durch einmaliges Tiefgefrieren weitgehend bannen. Aber dann entspräche er nicht mehr dem Frische-Ideal unserer Zeit. Denn wer isst schon gerne rohen Fisch, der eigentlich aus dem Tiefkühlfach kommt?
Dadurch dass die Welt zusammenrückt, dass andere Länder nur noch wenige Flugstunden entfernt sind, dass die Menschen mobiler werden und der internationale Warenaustausch zunimmt, haben es auch Krankheitserreger und Parasiten leichter, innerhalb von Stunden andere Kontinente und damit neue Lebensräume zu erreichen. Der Hang zum frischen und damit zum rohen Produkt, das vermeintlich „besser” ist, wird sich als Türöffner für zahlreiche neue Krankheiten erweisen. Gewiss, unser Immunsystem braucht Training und die ständige Auseinandersetzung mit Keimen, um fit zu bleiben. Das aber ist kein Grund, um Vorsichtsmaßnahmen zu ignorieren, die das Einschleppen und die Verbreitung von Seuchen verhindern könnten.

Ich halte jede Form der Mangelernährung für bedenklich!

strubbel
C:open_mouth:)

@strubbel (off topic)

strubbel
C:open_mouth:)

Neue Frisur?

Gruesse, Elke

=8^)

frage
Hi Peter!

Wieso „nicht Kefir“ ?

LG
Siân

hallo nina,

Hallo strubbel,

nur ein Teil von den Stimmen, die ich gegen solche Ernährung
fand:

Vielen Dank dafür!! Solche Infos habe ich gesucht!!!

Ich halte jede Form der Mangelernährung für bedenklich!

dito

strubbel
C:open_mouth:)

Grüße, Nina

Milch und Sahne wirken eher ungünstig (unpopuläre Ansicht, ich
weiß),

warum eigentlich, das habe ich nie verstanden. Könntest Du da
nochmals Deine Meinung dazu schreiben?

Hallo Nina,

Kuhmilch gilt als ideal für Kälber, die bis zu 50 kg in ihrem ersten Lebensmonat zunehmen und in diesem Zeitraum auch schon umherlaufen. Sie unterscheidet sich in ihrer Zusammensetzung von menschlicher Muttermilch, ist eben für die anatomischen Besonderheiten und Bedürfnisse einer kleinen Kuh gedacht. Unterschiede liegen z.B. im Kalziumgehalt (Kuh braucht viel für schnelles Wachstum der Knochen), Phosphorgehalt (Mensch braucht viel für Wachstum und Entwicklung des Gehirns), Proteingehalt (Kasein der Kuh für Säugling schwerer verdaulich), ph-Wert und Gehalt an Mikroorganismen, die sich im Darm ansiedeln und für Verdauung und Immunsystem zuständig sind (im Bereich Verdauung gibt es ja doch einige Unterschiede …).

Muttermilch ist sicher das beste natürliche Lebensmittel, daß die Natur bereithält - für Säuglinge derselben Art. Bis sie Zähne haben. Warum sollten Erwachsene also überhaupt Milch zu sich nehmen?

„Milch ist gesund“ ist für die meisten Menschen eine so feststehende Tatsache, daß sie gar nicht darauf kommen, einmal unvorbelastet über dieses Thema nachzudenken.

Übrigens ist die Sitte, Säuglingen Kuhmilch zu geben, noch nicht sehr alt, wahrscheinlich nur ca. gut 200 Jahre (wer Berichte vor 1793 kennt, bitte melden). Außerdem ist davon auszugehen, daß die Menschen früher in der Regel nur vergorene Milchprodukte zu sich genommen haben - unsere Milch hält sich doch nur, weil sie (mindestens) pasteurisiert und gekühlt wird.

Das Reduzieren von Nahrungsmitteln auf ihre Inhaltsstoffe mag ich nicht nachvollziehen, daraus läßt sich meines Erachtens wenig auf ihre Wirkung im Körper schließen. Es gibt immer auch so etwas wie Bioverfügbarkeit, die zur Zeit nur von wenigen Fachleuten beachtet wird. Die Inhaltsstoffe von Kuhmilch aufzuzählen und dann zu sagen: davon sollten wir laut WHO täglich soundsoviel mg zu uns nehmen, also ist Milch gesund, halte ich aus verschiedenen Gründen für einen falschen Ansatz.

Bis auf sehr wenige Ausnahmen (mal ein Eis o.ä.) haben meine Kinder (16 u. 20 Jahre) keine Milch oder Sahne bekommen, nur Sauermilchprodukte, das hat ihnen absolut nicht geschadet, im Gegenteil! In praktisch allen Rezepten kann man Milch durch Sauermilchprodukte ersetzen; selbstgebackener Apfelkuchen mit Schmand - ein Genuß.

Vergorene Milchprodukte wirken anders auf uns, das fängt schon mit dem Einfluß auf das Milieu im Magen an. Gewünschte bzw. gezielte Vergärung ist ein Veredelungsprozeß, der Milchprodukte für uns auch leichter verdaulich macht.

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Sauermilchprodukten und die ungünstige von Milch wird u.a. von Dr. Dr. J. Kuhl in seinem Buch „Eine erfolgreiche Arznei- u. Ernährungsbehandlung gut- u. bösartiger Geschwülste“ beschrieben.

Zum Schluß noch etwas aus einer ganz anderen Ecke: Ich hatte einen Freund und Lehrer, der sehr erfolgreich Menschen behandelt und beraten hat. Er war davon überzeugt, daß die ungünstige Wirkung von Milch auf den Magen durch den Magenmeridian (Linie im Körper, auf der Akupunkturpunkte liegen), der direkt am Knie verläuft, auf das Knie übertragen werden kann. Er hat bestimmte Knieprobleme durch Akupunktur, aber auch die Empfehlung, keine Milch oder Sahne mehr zu trinken, erfolgreich behandelt.

Viele Grüße

Peter

Hi Sian,

vorweg: es gibt auch milchfreien Wasserkefir als Gärgetrank (weißt Du wahrscheinlich), dieser ist hier nicht gemeint.

"Milch"kefir wurde ursprünglich im Kaukasus aus Stuten- oder Ziegenmilch hergestellt, dem aus Ziegenmilch wurden größere Heilkräfte zugeschrieben. Im ihm tummelten sich gesunde Milchsäurebakterien und andere hilfreiche Mikroorganismen.

Industrieller Kefir wird aus Kuhmilch hergestellt und hat einen anderen Besatz von Mikroorganismen. Während andere Sauermilchprodukte zwar auch von den Herstellern verändert wurden, aber immer noch sehr positiv für uns sind, hat sich die Massenherstellung des Kefirs offensichtlich negativ auf seine Bekömmlichkeit ausgewirkt. Vielleicht, weil er am meisten verändert wurde.

Diese Ansicht bzw. Beobachtung teile ich mit Menschen aus meinem Freundeskreis, die sich zum Teil wissenschaftlich (Mikroorganismen), zum Teil im Bereich der Heilkunde mit diesem Thema beschäftigt haben.

Anstatt mir jetzt Tag und Nacht Gedanken über anerkannte wissenschaftliche Beweise zu machen, kaufe und empfehle ich einfach keinen Kefir, es gibt ja genug andere vergorene Milchprodukte :smile:

Viele Grüße

Peter

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Von Udo Pollmer

den würde ich immer mit VIEL Vorsicht genießen, und eher unter Sensations-Journalismus verbuchen.

Alles Gute wünscht
Michael

P.S. bin an einer weiteren Diskussoion über Udo Pollmer NICHT interessiert, jeder darf selbst nachforschen und sich seine Meinung selber bilden

P.P.S. eine vegane Ernährung halte ich auch nicht für gesund

Hi Peter!

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Liebe Grüße
Siân

Von Udo Pollmer

den würde ich immer mit VIEL Vorsicht genießen, und eher unter
Sensations-Journalismus verbuchen.

hallo micha, das finde ich gut! man sollte immer kritisch sein. ich wünschte, das würdest du immer so handhaben.
wenn kritik an deinem glauben geäußert wird, reagierst du ablehnend.

strubbel
#:open_mouth:)

viel text-andere gesichtspunkte
hallo nina,

einige weitere betrachtungsweisen, nicht(!) aus ernährungswissenschaftlicher sicht:

Rohkost-Extremismus
Spricht man einen Rohkost-Extremisten auf den offensichtlichen Nonsens seiner extremen und fanatischen Lebensgestaltung an, so kontert dieser in der Regel mit Verschwörungstheorien:
Da gibt es die Verschwörung der Nahrungsmittelhersteller, die Verschwörung der Ärzte und Mediziner, die Verschwörung der Arzneimittelhersteller, die Verschwörung der Metzger und Bäcker und so weiter und so fort.
All diese Verschwörungen, die offenbar aufgrund des Einwirkens dunkler Mächte von der Erde Besitz ergriffen haben, bleiben dem „normalen“ Menschen verborgen. Nur die Rohköstler haben diese Verschwörungen durchschaut.

Und weil sie dies durchschaut haben und die Wahrheit über diese Verschwörungen verbreiten, werten sie jede Kritik am praktizierten Extremismus und seinen oft fanatischen Ansprüchen gegen die Welt und den Mitmenschen umgehend als einen Angriff von Seiten der „Verschwörer“.

Einige dieser Verschwörungen, die besonders gravierend sind, müssen schon vor einigen hunderttausend Jahren begonnen haben, denn:
Den Rohkost-Propheten zufolge ist der Mensch nicht an „denaturierte Nahrung“ (= erhitzte, gelagerte/konservierte oder mechanisch zubereitete Nahrung) angepasst.
Und ohne diese Verschwörungen hätte sich der Mensch gar nicht erst von seiner Ur-Natur entfernt, hätte keine Zivilisationen entwickelt, die ja allesamt „unnatürlich“ sind.
Spätestens wenn man die obskure Trennung zwischen der willkürlich und rabiat postulierten Natur-Entwicklung einerseits und der widernatürlichen Zivilisation andererseits hinterfragt, stammeln sich Rohkost-Extremisten, sofern sie überhaupt auf eine solche einfache Frage eingehen, die absurdestes Antworten zusammen.
Was aber macht für einen Menschen den Rückzug auf einen solch exklusiven (oder besser: „isolierten“) Standpunkt so attraktiv?
Die Ernährung, das Essen und Trinken, hat zweifellos eine bedeutende soziale Dimension.
Was wäre also besser geeignet, um eine exklusive soziale Position gegenüber all den anderen Dummköpfen und Schlechtmenschen einzunehmen, als die fanatische Weigerung, sich an den gegebenen Ernährungsformen zu beteiligen?

Überhöht: „Ihr seid dumm oder schlecht – ihr esst und trinkt falsch, ich bin intelligenter und moralischer, ich esse und trinke richtig!“
Dass unsere Esskultur über Fastfood und TV-Dinner, über Chemiezusätze und Industrialisierung an Qualität verloren hat, und dass der Verlust dieser Qualität auch im Hinblick auf Gesundheit und Wohlbefinden negativ zu Buche schlägt, ist unstrittig und bedarf eigentlich keiner besonderen Erwähnung mehr.
Ratschläge zu einer gesunden Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst und Salaten, frischem Gemüse, wenig Fleischprodukten, etc., und besonders die Forderung nach körperlicher Aktivität im Sport oder bei der Arbeit, gibt es genug. Da wäre es wünschenswert, wenn diese Ratschläge beherzigt würden.
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kann durch eine Ernährungsumstellung und sportliche Betätigung und körperliche Ertüchtigung so manches Wehwehchen, so manche Befindlichkeitsstörung geheilt werden.

Aber beim Rohkost-Extremismus geht es gar nicht um gesunde Ernährungsformen.
Es geht um extreme Weltanschauungen, die ein „Ernährungs-Dogma“ als Vehikel benutzen, um totalitäre, sektiererische und manchmal sogar faschistoide Ideologien zu transportieren.
Rohkost-Extremismus bedeutet: ausschließlich unbehandelte Nahrung ist gestattet. Da gibt es die unterschiedlichsten Strömungen, vermittels derer der Rohkost-Extremist seine Exklusivitaät auch innerhalb der „großen Rohkost-Bewegung“ dramatisieren kann:

Rohfleisch essende Rohkost-Extremisten, Getreide essende Rohkost-Extremisten und die Veganen Rohkost-Extremisten", die man nicht mit kochenden Vegetariern verwechseln darf…

Jedes Vorzeichen beansprucht dabei für die eigene Ernährungsweise Exklusivität und die jeweils allen anderen überlegene Moral und Technologie.
Dabei bewirken die extremen Rohkost-„Diäten“ keinerlei gesundheitliche Besserstellung gegenüber einer gesunden und ausbalancierten Vollwertkost.

Ganz im Gegenteil.

Der Ernährungs-Extremismus erzeugt erwiesenermaßen Mangelerscheinungen, die sich auf Dauer zu permanenten Krankheitszuständen und deutlichen Störungen der allgemeinen körperlichen und geistigen Verfassung entwickeln können und besonders bei Kindern verheerende Folgen haben können.
Aufgrund dieser einfachen Tatsachen genügt die Ernährungsweise dem Rohkost-Extremisten schon bald auch nicht mehr als Grundlage für seinen Exklusivitäts-Anspruch.
Er weitet diesen auf unterschiedlichste Aspekte der Lebensgestaltung aus, wie z.B. Kleidung, Musik, Religion, Sexualität, Berufsbilder, politische Ansichten, u.s.w. u.s.w.
Wie allen paranoiden Egomanen geht es den Rohkost-Gurus, sofern nicht verantwortungslose Geschäftemacherei im Vordergrund ihrer Aktivitäten zur „Rettung der Menscheit“ steht, um „Einflussnahme“.

Da sie aber offensichtlich unfähig sind, sich in gegebenen Normen und Werten mit Kompetenz und Fähigkeit im alltäglichen Spiel der Kräfte zu entfalten, nehmen sie Zuflucht zu einer Position außerhalb der Gesellschaft, die sie „bekehren“ möchten.

Dort wo sich Menschen um sie scharen, die mit ähnlichen psychologischen oder sozialen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, werden sie zur „Führer-Figur“.
Wie in sektiererischen Kreisen allgemein üblich, besteht die Argumentation der eigenen Überlegenheit zumeist darin, alle anderen ins Unrecht zu setzen und sich „Feindbilder“ zu schaffen – als nützliche Grundlage für eine „Opfer- oder Märtyrer-Dramatisation“, die den Anspruch, der „bessere Mensch“ zu sein auch dann noch stützt, wenn das „Helfer- oder Retter-Syndrom“ sich als unzulänglich herausstellen sollte.

Rohkost-Extremismus beruht auf fantasierten Vorgaben und Behauptungen mit meist religiösem, esoterischem Charakter.
Die Basisbehauptungen, die Prämissen wurden den Gurus offenbart und sind in der Regel nicht nachvollziehbar und prüfbar, sondern setzen schlicht einen „Glauben an…“ voraus.
Die Versprechungen des Rohkost-Extremismus bezüglich der Heilung aller Krankheiten und Lösung aller Probleme (immer vorausgesetzt, man folgt dem jeweiligen Guru ohne Einschränkung), sind UNHALTBAR.

Es darf gesagt werden, dass sie letztendlich BETRÜGERISCH sind, insoweit sie offen oder verdeckt gemacht werden.

Sie sind VERANTWORTUNGSLOS, insoweit sie den Menschen davon abhalten, sich wirklich kompetente Hilfe zu suchen statt an oft schweren Krankheiten selber herumzudoktern.

Nicht nur dass Rohkost-Extremismus unhaltbare Versprechen bezüglich der Heilung und der körperlichen und geistigen Gesundheit des Menschen abgibt – darüber hinaus führt Rohkost-Extremismus mit größter Wahrscheinlichkeit zu dauerhaften Beeinträchtigungen des Gesundheitszustandes.

Von einer „geistigen Klarheit“ oder auch nur einer ausgeglichenen Gemütsverfassung kann angesichts des bei Rohkost-Extremisten andauernden Spannungszustandes zwischen (gesellschaftlicher, menschlicher) Realität einerseits und Utopie andererseits nicht die Rede sein.

So kennzeichnet den Rohkost-Extremisten seine kognitive Dissonanz: die Unfähigkeit, mit Ansichten und Tatsachen, die seinen fanatischen Vorstellungen nicht entsprechen, umzugehen und diese einfach auszublenden, hinwegzuerklären oder hinwegzulügen.
Der Rohkost-Extremist kann mit den Widersprüchlichkeiten seiner Weltanschauung nicht umgehen und weigert sich daher, diese zur Kenntnis zu nehmen.

Wer ihm diese Widersprüche aufzeigt, gehört zu den „Feinden“, die besiegt werden müssen. So wird der Rohkost-Extremist zum erbitterten Feind aller Kritik und jeglichen Anspruchs auf Rechtschaffenheit und Ehrlichkeit in der Argumentation des Für und Widers seiner Weltanschauung und seines Menschenbildes.

Man kann nun aber zur Relativierung anführen, dass diese Merkmale und Erscheinungen nicht nur auf den Rohkost-Extremismus zutreffen.
In der einen oder anderen Form findet man sie in jeder extremistischen Geisteshaltung, welche die eigene – angeeignete oder aufgeprägte – Weltanschauung und das eigene Menschenbild für die „einzig wahre“ Anschauung hält, und diese Exklusivität gegen jede andere Anschauung vom Menschen und seinem Leben zu verteidigen sucht.

Dies führt bis hin zu dem faschistoiden Verlangen, andere Realitäten, Lebensplanungen und -gestaltungen, andere Ziele und Wünsche real zu vernichten.
Auch hier gibt Rohkostprophet Franz Konz in seinem ausdrücklich formulierten Ziel, die sog. „Schulmedizin“ auszulöschen ein beredtes Beispiel.

Darin ist er an Eindeutigkeit seinem Kollegen Burger sogar noch voraus. Dieser fordert lediglich, die gegebene gesellschaftliche Norm und Moral des Schutzes von Kindern vor Missbrauch und Ausbeutung auszutauschen gegen seine „Moral“ des sexuellen Missbrauchs und der rigorosen Ausbeutung von Kindern und Proselyten.

Und tatsächlich ist Rohkost-Extremismus nur ein Phänomen einer Entwicklung, die unter dem Begriff der „esoterischen Verblödung“ und des „NewAge-Sektierertums“ immer mehr Menschen zumindest besorgt, oft aber auch zornig macht, und genauso oft in schallendes Gelächter ausbrechen lässt und zu bösem Sarkasmus animiert.
zitat ende

quelle: solidinfo

es ist also m.m. nach genauso blösinn, nur rohkost zu essen, wie ausschließlich fett wie bei der atkinsdiät zu sich zu nehmen.
allerdings ist es sicherlich den eltern überlassen, wie sie ihr kind ernähren.
du kannst nämlich nicht nachweisen, ob die kinder mit anderer kost gesünder ausshen würden.
solange sie dich nicht missionieren…

strubbel
Q:open_mouth:)

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Hallo,
ich habe jetzt nicht alles gelesen, möchte aber anmerken dass Veganer immer vom Vitamin B 12 Mangel bedroht, sind weil dieses Vitamin eben nur in tierischen Produkten vorkommt.
Wenn kein Vitamin B 12 zusätzlich zugesetzt wird kommt es nach 3 - 4 Jahren zu Mangelerscheinungen, bei Kindern wesentlich schneller.
B 12 braucht man für die Blutbildung und für den Aufbau und die Funktion des Nervengewebes - auch des Gehirns!
Symptome: Appetitverlust, Gewichtsabnahme, Blutarmut
Störungen des Zentralnervensystems mit Missempfindungen der Haut und im Extremfall Lähmungen.
Bei Kindern kann sich Vitamin B 12 Mangel auch in erhöhter Bereitschaft zu Krampanfällen äußern.

Hallo,
ich habe jetzt nicht alles gelesen, möchte aber anmerken dass
Veganer immer vom Vitamin B 12 Mangel bedroht, sind

Hallo Sue, da hast Du recht

weil dieses Vitamin eben nur in tierischen Produkten vorkommt.

Das stimmt nicht ganz, und manchmal habe ich den Verdacht, die Schlachterinnung hat dieses Gerücht mit viel Geldmitteln verbreitet. B 12 wird auch durch Darmbakterien hergestellt - stand sogar schon in meinem Schulbuch von 1967 (ich sehe aber noch ganz rüstig aus für mein Alter). Dieses kann sogar besser aufgenommen werden als mit der Nahrung zugeführtes B 12 (Bioverfügbarkeit).

Wenn kein Vitamin B 12 zusätzlich zugesetzt wird

Vitamine zusetzen ist der falsche Weg (s.o., Bioverfügbarkeit). Kluge Veganer sollten sich deshalb um ein vernünftiges Gärgetränk kümmern, um damit die entsprechenden Mikroorganismen zu sich zu nehmen, die dann für sie tätig werden. Sollten sie jedoch den Verzehr von lebenden Bakterien und Edelhefen aus ethischen Gründen ablehnen, kann man ihnen auch nicht mehr helfen …

Sie können aber immer noch das Glück haben, ungewaschenes, mit Fäkalien gedüngtes Gemüse zu bekommen - hier treffen sich unsere Meinungen wieder, oder?

Viele Grüße

Peter

ich habe jetzt nicht alles gelesen, möchte aber anmerken dass
Veganer immer vom Vitamin B 12 Mangel bedroht, sind weil
dieses Vitamin eben nur in tierischen Produkten vorkommt.

stimmt nicht. Viel B12 enthaelt zum Beispiel Sauerkraut. Algen auch etc
Nur sind das keine Produkte die bei den meisten Menschen haeufig auf dem Speiseplan stehen.

,

Eine Ernährung, die „nur“ aus Getreide, Obst und Gemüse
besteht, ist grundsätzlich nicht verkehrt (für Joghurt müßte
allerdings auch keine Kuh sterben).

Das seh ich auch so!!

egal ob du es nun so siehst oder nicht: es ist anders.
Die kuh stirbt vielleicht nicht wegen dem einen Joghurt, aber die meisten ihrer Artgenossen leiden unter der staendigen Milchabgabe. Rieseneuter, Babys weggenommen etc
Im Endeffekt werden die Jungtiere, die fuer die Milchproduktion geboren werden muessen, dann getoetet (und ich habe auch schon gesehen wie ein paar Tage alte Kaelber in Mexico in eine Grube gedraengt wurden und einfach abgeknallt bzw angeschossen wurden und dann verreckt sind) und die Kuh auch wenn sie ausgedient hat und ihre Euter nicht mehr hergeben, obwohl sie weit unter ihrer Lebenserwartung ist.