Hallo Kristian,
Ich seh an der grafischen Darstellung der UniGlobals nur, wie
außerordentlich problematisch eine Altersverorgung in Fonds
wäre.
(Als Ergänzung evtl., als „Hauptträger“ völlig ungeeignet!)
Nicht übel, diese Feststellung.
Punkt 1: Risikodiversifikation. Ein halbwegs normal denkender Anleger streut seine Gelder.
Punkt 2: Was ist dann geeignet?
Nur 3 Szenarien aufgrund der graf. Darstellung:
Beisp.1) Ab Beginn (1961) setzt ein z.B. 35 Jähriger seine
Altersversorgung auf das UniGlobal-Pferd - Auszahlung 30 Jahre
später, also 1991 = etwas besseres Sparbuchniveau!
Beisp.2) Jemand der im Jahre 2000 noch 100% (nennen wir es mal
so) hatte und sich auf seine auf seine Pensionierung im Jahre
2003 gefreut hatte, konnte dann leider in diesem Jahr nur noch
50% entgegennehmen! (Natürlich hätte ein Profi evtl auf
„Renten“ umgechanged, oder oder oder). Der normale
Kleinanleger unternimmt zu 95% eben nichts!
Beisp.3) Seit 10 Jahren hätte man ein Nullsummenspiel - seit 5
Jahren kräftigen Gewinn.
Punkt 1: die anderen 43 Jahre?
Punkt 2: Stellen wir uns vor, dass wir zum Geburtstag einen niegelnagelneuen 911er bekommen haben (ist ein ziemlich flottes Auto von Porsche, ersatzweise kann auch der Polo von Oma herhalten). Und am Ende der ersten Ausfahrt nähern wir uns der heimischen Garage (ersatzweise kann auch das Haus genommen werden).
gehen wir nun vom Gas, wenn sich die Kofferraumklappe (der 911 hat vorn den Kofferraum) hochwölbt oder aber kurz davor? Beim Polo natürlich die Motorhaube 
Warum sollte der normale Kleinanleger das anders machen? Wer 20, 30 oder 40 Jahre Erfahrung mit Aktienfonds gesammelt hat, weiß, dass diese Dinger manchmal komische Kurven schlagen. Umso wichtiger ist es doch, frühzeitig damit zu beginnen und nicht kurz vor der Rente erst den Turbo zu zünden!
Wer natürlich 30 Jahre lang mit Informationen kurz gehalten wurde, kann natürlich ganz gut ins offene Messer laufen.
Also nichts sakrosanktes für die Altersversorgung (hier brauch
ich eben zu einem bestimmten Zeitpunkt die Kohle und zwar
narrensicher) sondern eher Beiwerk mit etwas
Spielbankanstrich.(und wenn jetzt ab 2009 noch die
Abgeltungssteuer hinzukommt… im Gegensatz zu den
gewaltigen Steuergeschenken bei Versicherungsprodukten!)
Was ist besser, 5% steuerfrei oder 8% steuerpflichtig?
Im übrigen, die Spitze des UniGlobal ist wieder sehr weit oben
(wie 2000 als der Absturz erfolgte). Wer sagt denn, dass
danach wieder eine schnelle Erholung einsetzt?
Was müsste denn passieren, dass dies eintritt?
Oder dass es
gar keinen Absturz gibt, dafür eine 30jährige bessere
Seitwärtsbewegung, wie zwischen 1961 - 1991? Fragen über
Fragen!
An dieser Stelle habe ich mir erlaubt, ganz herzhaft zu schmunzeln.
Wenn wir uns diese Darstellung in 30 Jahren ansehen, werden wir verblüfft feststellen, dass im Zeitraum von 1977 - 2007 offensichtlich eine Seitwärtsbewegung stattgefunden hat.
Wie ist das möglich?
Es liegt einfach an der Darstellung! In manchen Charts lässt sich eine logarithmische Darstellung anwählen. Zur Verdeutlichung, haben wir eine schnurgerade Rendite von 8% über diese 30 Jahre, ergibt das in einem Chart wie oben eine ansteigende Kurve. In der logarithmischen Darstellung aber eine Gerade.
Oder anders ausgedrückt: 1961 100€ angelegt ergeben bei einer Rendite von 100% also einen Ertrag von 100€. Was glauben Sie, wird man in 30 Jahren davon sehen, wenn im Diagramm eine Summe von 100.000€ dargestellt werden muss?
Es nützt nichts, im Wohnzimmer ein Klavier stehen zu haben, wenn man darauf nicht spielen kann.
Eines ist FÜR MICH allerdings unstrittig - wer derzeit in den
UniGlobal investiert, der muss schon sehr viel Selbstvertrauen
haben!
Das steht außer Frage. Wenn ich dieses Geld in 5 Jahren wieder benötige. Ist es eine Form der AV, die ich in 20 oder 30 Jahren benötige, ist es nicht das Selbstvertrauen sondern das Wissen um die Anlageform, die mich zu diesem Schritt bewegt. ( mich! )
Dirk:beziehe dich bitte nur (wenn überhaupt) auf den
UniGlobal! Danke!
Wie nett, dass mir die Option gelassen wurde, meine bescheidene Meinung zu äußern. Aber trotzdem: mein Favorit ist es nicht, ich trauer immer noch der DWS TopRente hinterher, die mangels Provisionszahlung nicht sooo gut lief und infolgedessen wohl eher seltener vermittelt wird.