Walrettung aktuell

Servus, jetzt verweise ich nochmal auf die Rettung des buckelwals vor der australischen Küste. Leine auf Slip um die Fluke (oder hinter den Finnen um den Körper, wie sies genau gemacht haben, habe ich nicht recherchiert), ein paar hundert Meter vom Strand wegziehen und dann freilassen. Und er ist weg geschwommen.

Um die Fluke: der Wal wird rückwärts gezogen.

Hinter die Finnen: der Wal wird vorwärts gezogen.

Jedenfalls hat diese Rettung nur 10 h gedauert.

Und wie bereits erwähnt: damals wusste keiner, ob der Wal überlebt hat, nur dass er weg geschwommen ist.

Slip heißt eine seemaennische befestigungsart, die ohne weiteren Kontakt vom Schiff aus leicht gelöst werden kann.

Lg

Sorry ich meinte natürlich nicht hinter den Finnen, sondern hinter den flippern.

Ich bin mir sicher, dass sich die Situationen 1:1 vergleichen lassen. Von daher wäre wahrscheinlich gut, wenn Du die Hotline anrufen könntest, die die Landesregierung bestimmt für Leute geschaltet hat, die wertvolle Ratschläge parat haben. Bluewin.ch, die Bild und Ippen-Media haben das Thema zwar auch schon aufgeworfen, aber es kann ja nicht schaden, wenn noch ein paar zusätzliche Leute bestätigen, dass die Vorgehensweise in Australien die bessere wäre.

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Seit das Geschehen da an der Ostsee publik wurde, tauchen Unmengen von Meeresbiologen als „Experten“ auf bzw. werden von den TV-Sendern als
„Experten“ aufgegriffen und präsentiert. Und weitgehend wird geglaubt, die wären allein deshalb schon fach- und sachkundig im Kontext Cetacea und auch aktuell informiert über das, was vor Ort mit dem gestrandeten Buckelwal geschehen ist und akturell geschieht.

Der von dir erwähnte

scheint ein besonders „kundiges“ Exemplar gewesen zu sein: Nachdem ab 14. April das von den oft genug erwähnten beiden Sponsoren zusammengestellte Team seine Arbeit aufgenommen hatte (nachdem wochenlang nach der zweiten Strandung überhaupt nichts getan worden war - aus lange bekannten Gründen) sind alle notwendigen und rein technisch möglichen Untersuchungen durchgeführt worden! Auch die Haut (mit u.a. ihren Schädigungen durch den zu geringen Salzgehalt der Ostsee) wurde, und wird nach wie vor, behandelt. Sogar Blutproben wurden entnommen: Ein, wie man weiß, höchst lebensgefährliches Unterfangen. Die aus Hawaii eingeflogene Veterinärin Jenna Wallace hat bei diesem Wal sogar mehrmals Blutproben entnommen.

Und es wurden auch die - soweit auf die Schnelle erstellbar - Resultate bekannt gemacht: Das Tier hat keine auf diesem Wege erkennbare Krankheit! Und daß es offenbar auch fit ist zum Schwimmen, hat es ja am letzten WE bewiesen, als es sich - begünstigt durch das vorübergehende Hochwasser - im Morgengrauen auf und davon gemacht hat und über eine Stunde lang herumgeschwommen ist, bis es - möglicherweise durch einen Fehler der „Guides“ - leider wieder auf einer Sandbank gelandet ist. Diesmal so, daß das ursprünglich geplante Rettungsverfahren technisch nicht mehr durchführbar ist und nun ein anderes Verfahren ausgeklügelt wurde.

Ich hab mich an die Formulierung deiner Frage gehalten.

Woher wissen diese „Fachleute“, wie die normale Atemfrequenz eines Wales in Ruhe ist?

Und in der konnte ich keine Ironie erkennen. Wieso sollte man ausgerechnet von Buckelwalen nicht die Ruhe-Atemfreqenz (es sind übrigens im Mittel 5 Min) wissen? Diese Tiere kennt man doch nicht erst seit vorgestern :thinking:

Die Ruheatmung hat ein solches Tier nur auf See und wenn es nicht auf Jagd ist. Bei einer Strandung ist selbstverständlich Stress angesagt. Deshalb beobachtet man bei diesem Tier hier hin und wieder bis zu 2 Min.

Und daß Buckelwale bis zu 30 min den Atem anhalten können beim gelegentlichen Tieftauchen, hat mit der „normalen“ Atemfrequenz ja nichts zu tun.

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Nun, da du dich soviel besser auskennst, solltest unbedingt du da anrufen.

Sorry, aber über medizinische Werte des wals konnte ich bisher nichts finden. Lg

Sorry, vergessen: der buckelwal vor Australien hatte nur 10 Tonnen und wurde nicht nach 24 Tagen, sondern am selben Tag befreit und ist auch nicht 4 Mal gestrandet.

Von daher natürlich absolut nicht vergleichbar. Der Wal war einfach schlauer oder schlicht gesünder als “unserer”. Aber wieso sollte man sich Rat von erfolgreichen walrettern aus Australien oder Sri Lanka oder Neufundland holen, wenn wir deutschen sowieso alles besser wissen und man auch noch ein Politikum daraus machen kann.

Lg

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Wie ich bereits erwähnte:

Warum Du hier nun wiederholst Ratschläge erteilst und Leute zitierst, die offensichtlich selber keine Ahnung haben, was da los ist, ist mir ein Rätsel. Zumal nun mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass es nicht hilfreich ist, sich aus der Distanz und in völliger Unkenntnis sowohl der Sachlage als auch der Biologie der Tiere zu dem Thema zu äußern.

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Wie o.a. habe ich nur auf den Beitrag eines Senders, der dem Wal übrigens niemals einen Namen gegeben hat, hingewiesen. Über die Glaubwürdigkeit dieses Mannes habe ich nicht zu befinden. Du aber auch nicht.

Lg

Du meinst, es kommt nur auf die Masse an und nicht auf Strömungsverhältnisse, Topografie des Meeresbodens usw.?

Vielleicht macht man das ja und hat einfach nur vergessen, Dich um Hinweise zu bitten.

Dass der Mann offensichtlich Unsinn geredet hat, wenn er nicht gerade spekulierte, hatten wir eigentlich schon geklärt.

Nun, ich weiss nicht, ob wir beide den gleichen Beitrag desselben Mannes gesehen haben. Zur Zeit findet man auf vielen Kanälen “Experten", die sich äußern.

Schönen Abend

Ich kenne das, was Du zitiert hast und das war eine Mischung aus Spekulation und Unsinn.

Ja, dass das ein Problem ist, hatten wir ebenfalls bereits thematisiert. Mehrfach.

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Ohmann, jetzt hat “Timmy” sogar schon einen eigenen wikipedia-Eintrag …

Und die halbe Welt lacht sich kaputt über die deutschen Walretter.

Potzblitz. Der Pottwal, der 2016 auf Wangerooge strandete, hat keinen bekommen. OK, der hat es ja auch nicht überstanden, wohnt aber als Skelett sehr prominent vor dem Nationalpark-Haus.

Gut, dass es nicht nur in Deutschland Millionen Walexperten gibt. Wissen die denn auch, dass die Ostsee in der Gegend nur ein paar Meter tief ist und der gemeine Buckelwal sowieso schon an vielen Stellen Gefahr läuft, sich zumindest bei Niedrigwasser den Bauch wund zu scheuern?

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Frage:

Ist es normal/üblich, dass Peilsender für Meerestiere nicht unter Wasser funktionieren?:thinking:

Ja. Normalerweise werden Tiere mit Peilsendern versehen, um ihre Migration zu beobachten. Da reicht es völlig aus, wenn die Daten nur dann übermittelt werden, wenn das Tier an die Wasseroberfläche kommt. Der Vorteil hier ist auch, dass der Akku viel länger hält, da der Sender unter Wasser in einen Sparmodus wechselt.

Peilsender, die man auch unter Wasser orten kann, sind afaik auch nur auf kurze Strecken tauglich, da sie mit Schallwellen arbeiten. Das bringt im offenen Meer meistens eher wenig.

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Sie funktionieren schon. Nur ist es normal, daß Funksignale das Wasser nicht durchdringen können, oder bestenfalls nur für kurze Entfernungen. Oft nur wenige Meter. Das liegt an der Physik der Funkwellen, bzw des Wassers. Auch mit U-Booten kann nur per Funk kommuniziert werden, wenn sie aufgetaucht sind.

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Oder sie VLF-/ELF-Schleppantennen benutzen. Für einen Wal sind mehrere hundert Meter lange Antennen aber wahrscheinlich eher lästig.

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