Walrettung aktuell

Ich tippe auf Schüssler-Salze

Zum Glück am Ende nicht. Manche hatten sogar schon überlegt, wie das Tier von seinem Leiden zu erlösen sei. Einige der wenigen Optionen sei " in die Luft sprengen" gewesen.
Seien wir froh, dass auf manche Expertenmeinungen nicht gehört wurde. Wenn es stimmt, dass sogar das Netz im Maul Unsinn hat, hat er eine Chance.

Schlechte Erfahrungen mit “in die Luft sprengen" …

Du sprichst wie ein schlechter Pastor. Warum sollen wir froh sein?
Wichtig ist, dass Wale nicht aussterben, dass man etwas gegen die Überfischung der Ostsee tut, dass man sich über viel zu warme Temperaturen vieler Meere sorgt.
Das Schicksal eines Tieres ist dagegen ziemlich unwichtig.

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Dem Wal geht es gut.
der Wal sei „sehr lebendig“ und „singt im Moment sehr viel vor sich hin“.
hört man.

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Aber nicht jede Aussage eines Wissenschaftlers ist eine wissenschaftliche Aussage. Und eine Meinungsäußerung erst recht nicht. Zumal ja jeder, nur weil er mit Meeresbiologie zu tun hat, „sichere“ Aussagen machen kann über die Gesundheit und Überlebenschance eines Wales, von dem sie nichts anderes gehört (!) haben, als daß er „gestrandet“ sei? Dasselbe dann auch von Tierärzten (verschiedener Fachrichtungen): Für Ärzte gilt eigentlich allgemein die Maxime „keine Ferndiagnose!“. Die Nachrichten waren aber voll von Ferndiagnosen „Wal ist totkrank“, „höchstens ein paar Tage Überlebenschance“ usw. als noch niemand (!) sich an das Tier heranwagte (es erfordert nämlich ein Menge praktischer (!) Erfahrung, weil es sonst lebensgefährlich ist).

Ich hab aus bestimmten Interessen (beruflicher Art) das Geschehen seit Mitte März mit den zur Verfügung stahenden Mitteln verfolgt. Die Timeline über diese 6 Wochen: Das Massenphänomen psychologisch und soziologisch nix Neues. Aber WIE sich dieses Massenphänomen in diesem Fall entwickelte und warum, war interessant. Aber ansonsten ist da viel geschehen, was mit Sicherheit noch ein Nachspiel haben wird. Dazu gehört vor allem die Interaktion zwischen Ministerium und Meeresmuseum Starlsund einerseits und den verschiedenen Aktivitäten andererseits, die das Tier befreien wollten (insbesondere, als es einer schon nach einer Woche tatsächlich geschafft hatte - was dann durch Intervention des Museums vermasselt wurde).

Die Strandung von Walen verschiedener Genera sind zwar auch in Europa geradezu alltäglich (warum dürfte inzwischen jedem bekannt sein, der auch nur entfernt mal seine Nase in das Problem vertieft hat). Das sind meist Schweinswale (max 1,80 m, max. 80 kg). Aber Wale dieser Größe wie hier jetzt aus der Famile Bartenwale werden selten beobachtet. Und wenn, dann stranden die auch nicht ausgerechnet in unmittelbarer Nähe von Touristenörtlichkeiten. Die zu allererst propagierte Absicht, das Tier einfach liegen zu lassen war als Kristallisationskern von Konflikten vorprogrammiert: Nach den Experten-Ferndiagnosen „totkrank, lebt noch ein paar Tage“ - zu deutsch: „Vor den Augen und Ohren Tausender Zuschauer das Tier allmählich verrecken lassen“, was dann aber von denselben Personen als „in Würde (sic!) sterben lassen“ kolportiert wurde. Dazu kam die Legende (ebenfalls von „Experten“), es sei technisch unmöglich, das Tier da (Timmendorfer Strand) weg zu holen. Und da setzte dann das ein, was ich schon schrieb „Alle sagen, es geht nicht - bis einer kommt, der das nicht weiß und macht es“.

Das Weitere war dann ein Spiel der Kräfte: Die eine Seite befasst sich mit den technischen und tiermedizinischen Fragen einer Befreieung, die andere Seite (Minister und Meeresmuseum) verhandeln über den Verkauf des Kadavers und leistet im Wesentlichen Beiträge von Verhinderung, Verboten, Klage-Drohungen, Verzögerungen durch Einforderung von Anträgen (was international als beoners lächerlich angesehen wurde), Genehmigungsverfahren usw.: Minister, der sich. als es opportun wurde bei den späteren Aktivitäten (permanent als „die Initiative“ kolportiert) wie „Saulus“ zum „Paulus“ verwandelte und sich inzwischen als der große Retter feiern lässt …

Absurditäten auf beiden Seiten: In dem Massenphänomen (es waren in den Kamera-Kanälen die ganzen Tage bis zu 180000 User live(!) online) gab es ebenso skurrile und absurdeste psychische Phänomene (auf die sich natürlich die ansonsetn uninteressierte Öffentlickeit besonders genüsslich stürzte), wie auch unter den Kritikern dieser Show, die zwar in keiner Weise mitkriegten, was eigentlich passierte und daran auch nicht interessiert waren, von Wal-Strandungen und den damit assoziierten Problemen nicht den Schimmer einer Ahnung hatten, die aber genau Bescheid wussten (wir wissen ja: Dunning-Kruger-Effekt), was zu tun wäre und was nicht zu tun wäre und warum das bescheiert ist, was die da machen …

Und auch jetzt geht das Expertentheater mit ihren „wissenschaflich fundierten“ Aussagen weiter. Es sind wieder (teils sogar dieselben!) Experten (aus dem Bereich Meeresbiologie), die anfangs „keine Überlebenschance, ist totkrank, lebt nur noch ein paar Tage“ wussten, wissen jetzt „keine Überlebenschance, ist zu schwach, er wird nicht schwimmen können“ …

Ist wie im echten Leben: Die einen handeln, die andern überlegen, ob es möglich ist. Und wenn das „möglich“ durch erfolgreiches Handeln ad absurdum geführt wurde, überlegen sie weiter, ob es sinnvoll sei.

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Die Lösung ist nah:

Wal Timmy gerettet? Neuer Plan – Poel und Dänemark werden gesprengt - WELT Wal Timmy gerettet? Neuer Plan – Poel und Dänemark werden gesprengt - WELT

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Es war von 30 kg Zinksalbe die Rede, als zum ersten Mal nach vier Wochen mit dem Tier physisch Kontakt aufgenommen wurde - durch das Team, das jetzt das Szenarium zum Erfolg gebracht hatte.

Wobei auch da der Minister ebenfalls wieder eine unrühmliche Rolle gespielt hatte

Deswegen trieben die beiden Pottwale 2016 freundlicherweise auch an der kaum besuchten Ostspitze von Wangerooge an, weswegen man einem dann auch die Ehre zuteil werden ließ, sich als Skelett vor dem Nationalpark-Haus ausgestellt zu werden. Medienrummel blieb jedenfalls seinerzeit weitgehend aus - vielleicht auch, weil (Fern)diagnosen damals wegen des ziemlich eindeutigen Zustandes entbehrlich waren.

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Das eine schließt das andere nicht aus.
Aber für dieses eine Tier macht es den Unterschied!

Oder lässt du auch angefahrene Katzen, Hunde am Strassenrand liegen?
Warum überhaupt mit Haustieren zum Tierarzt gehen. Gibt ja genug, oder gar zuviel.

Und warum Rehkitze vor Ernte-Maschinen retten. Hauptsache, die sterben nicht aus.

Warum den (zu) kleinen Igel im Garten füttern, warum den verirrten Teichmolch zum Gartenteich bringen…

Die sind doch einzeln ziemlich unwichtig. Es geht nur ums große Ganze.

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So ist es. Es sterben ständig unzählige Tiere in der Natur, ohne dass Menschen es merken. Und niemand ist darüber traurig, komischer Weise.

P.S.: Was ich bei @raketenbasis besonders kritisiere, ist seine pseudopastorale Haltung „wir sollten…“, die jemandem, der ständig manipulativ schreibt, so gar nicht zusteht.

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Kann leider deinen mutmaßlichen Ironiemodus nicht entziffern :innocent:

Ich schrieb von Bartenwalen (deren Strandungen in diesen Gebieten recht selten sind). Das ist eine andere Unterordnung der Cetacea, zu der Pottwale gehören. Die stranden in der Nordsee öfter, u.a. weil sie in Schulen leben.

Ja, die Tiere waren ziemlich ramponiert. Wenn ich recht erinnere waren sie nach zwei Tagen tot.

Also weil es von Anfang an (in Timmendorf) ein völlig anderes Szenarium war (es gab ja mehrfache, für jeden erkennbare Beweise, daß das Tier recht fit schwimmen konnte), entwickelte sich - vorausahnbar - der Hype. Letztlich mitverursacht und sogar unbeabsichtigt angefeuert durch Ferndiagnose-Experten (u.a. im Meeresmuseum Stralsund), die das Tier in aller Öffentlichkeit langsam verrecken „in Würde sterben“ lassen wollten.

Da gibt es ja die uralte, sicherlich jedem bekannte Fabel von dem Kind am Meeresstrand. Die Ebbe hat unzählige Seesterne stranden lassen. Es ist fleißig dabei die Tiere aufzuheben und ins Wasser zurückzuwerfen. Ein „alter Mann“ beobachtet das und er erklärt dem Kind den üblichen Sermon: Wie unsinnig dieses Unterfangen sei. Es sterben andauernd an den Meeresstränden unzählige Seesterne usw. das sei der Gang der Natur usw. und die paar Tiere, die das Kind jetzt rette, machen an dem Drama keinen Unterschied.

Das Kind zeigt dem Alten den Seestern, den es gerade in der Hand hält. „Für den hier“, sagt es, „macht es einen Unterschied“ - und wirft ihn ins Meer zurück.

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Der Wal hat sich jetzt so sehr an sein Schwimmdock gewöhnt, dass er da garnicht mehr raus will.
Da gibt es jetzt schon wieder Stimmen, die da sagen, dass er verkehrt herum in die Barge geschwommen ist. Woher sollte er das auch wissen?
Er sagt sich wahrscheinlich, wenn ihr mich schon abschleppt, dann bitte bis vor meine Haustür.

Frei nach Hamlet:

Du kannst noch nicht mal unfallfrei drei Sätze hier im Forum lesen - und glaubst ernsthaft, du könntest mich lesen?

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Ja, ist er endlich.

Nachdem das Tier mit einem Schiff in die Nordsee gebracht worden war, ist der Wal endlich frei. Wo er sich nun aufhält, ist unklar.

Ganz gut, dass man seine Position nicht bestimmen kann.
Auch wenn er gesundheitlich angeschlagen sein sollte: So kann er ohne Störungen in seinem natürlichen Raum sterben (oder sich erholen), egal was andere noch rummeckern.

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Genau, es bleibt alles mysteriös und nicht durchschaubar. Ständige Streitigkeiten in der Rettungsgruppe (wirkt sehr unseriös), die Geldgeber distanzieren sich plötzlich von der Aktion, die Rettungs-Gruppe gibt keine Informationen, es gibt kein Filmmaterial von der Freilassung des Wals (obwohl heute doch ständig alles gefilmt wird), jemand spricht von Vitaldaten, obwohl es die gar nicht geben kann….

Auch wenn man die Ereignisse nicht en detail so weit wie möglich verfolgt hat: Die meisten Medien, die darüber berichteten, haben eigentlich deutlich genug werden lassen, warum es kein Filmmaterial von den Vorgängen bei der endgültigen Freilassung gibt.

Und auch, warum sich

von genau diesen Vorgängen bzw. Handlungen: Die Kapitäne und die Schiffscrew haben eigenmächtig und entgegen den vertraglichen Vereinbarungen gehandelt. Die Mitglieder des Rettungsteams wurden ausgesperrt.

Warum sollte es die nicht geben können? Wenn du damit die Aussage eines Greenpeace-Menschen meinst, dass ein GPS-Tracker keine Vitaldaten senden könne, so halte ich das für ziemlichen Quatsch. Selbst viele Consumer-Produkte für den Einbau in den Pkw können neben dem Standort auch andere Daten senden, z.B. Temperatur und Feuchtigkeit.

Ja können sie…aber nicht aus Salzwasser heraus und wenn sie verwendbare Vitaldaten schicken, dann gingen auch GPS Daten …

Es ist also wahrscheinlicher, dass man gerade mit Gewalt das Märchen des glücklich lebenden Wals aufrecht erhalten will, statt zuzugeben, dass er verklappt wurde

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