Warum beten Menschen zu Gott?

Warum beten Menschen eigentlich zu Gott?
Was ist eure Meinung dazu?*

Hallo Merrick

ein Ertrinkender klammert sich an einen Strohhalm,
in Kriesgebieten und Kriegszeiten wird und wurde mehr gebetet.

Ich hab da ein Problem:

Spreche ich zu Gott, hält man mich für fromm,
zählt als etwas gutes.

wenn Gott zu mir spricht:
nennt man mich Schizophren,

du würdest sicher sagen:
er leidet unter einer dissoziativen Idenditätsstörung.

Ich würde eher sagen, daß es gott nicht gibt,
als zu glauben, daß er sich gleichgültg verhält.
wir Menschen sind nun mal so verrückt,

einen wurm können wir nicht erschaffen,
aber Götter duzenderweise.

also lass ichs sein, und bekomme auch keine weiße Jacke.

ich bin Gott sei dank Atheist :wink:

Gruß Franz B.

Hallo Fini,
ich habe nichts gegen Gemeinschaftsgebete. Nur diese Art zu beten wird von Religionsvorbetern propagiert. Ich bin immer wieder überrascht, wenn ich feststelle, dass vielen der Mut fehlt allein zu beten und zu formulieren. Wenn Moses diesen Mut nicht gehabt hätte, gäbe es keine „Zehn Gebote“
Viele Grüsse
Rüdiger

Du bestest, steigst die Leiter rauf und dann aber doch wieder
runter?

Dann traust Du IHM aber wenig zu… :wink:

Grüße

Hallo Didi,
es geht um mich. Ob ich mich zur Nachlässigkeit hinreißen lasse oder nicht. Wir sind nun mal das Geschöpf, das sich entwickeln soll. Ich meine, wir erhalten bei dieser Entwicklung Hilfestellung. Wir können nicht erwarten, dass der Schöpfer unsere Nachlässigkeiten ausbügelt. Wo bliebe da der Lerneffekt? Wo die Entwicklung? Neben der Evolution des Körpers, gibt es nach meiner Auffassung auch eine Evolution des Geistes.
Viele Grüsse
Rüdiger

Hallo,

das Beten zu Gott/Göttern scheint im Wesen des Menschen zu stecken.
In allen Kulturen der Menschheit wurde immer irgenwas/irgendwer angebetet.

Vielleicht ist das Bedürfnis zu Beten im Unterbewusstsein verankert.
Hat es der Schöpfer vielleicht dort " eingebaut"? :smile:
Das Unterbewusstsein ist m.E. ziemlich unerforscht.

So wie der Mensch im Unterbewusstsein viele Schutzfunktionen hat, die
ihn vor Schaden bewahren, gehört vielleicht auch das Beten dazu.
Sozusagen als letzte " Option".
Ich hab schon davon gehört, dass selbst sogenannte „Ungläubige“ in
bestimmten Situationen das Beten „gelernt“ haben.

Gründe für das Beten gibt es sicherlich mehr, als Sterne im Universum.
Ich persönlich (wenn ich bete) bedanke mich hauptsächlich.
Beim Bitten beschränke ich mich darauf mir „Kraft“ zu geben, eine
bestimmte Sache durch zu stehen.

Alles andere hab ich schon.

Gruß Peter

HAllo,

ich schätze, hier geht Einiges durcheinander.
Zunächst einmal hat Sucht immer irgendwie mit Spiritualität zu tun, wobei man aber Spiritualotät nicht mit Religion gleichsetzen darf.

Alkohol, NIkotin, Drogen - es weiß ja jeder, daß die ungesund sind und das Leben verkürzen. Und meist agieren Süchtige auch ein wenig aus dem Gefüjl heraus „Das Leben ist beschissen, die Welt ist schlecht und keiner versteht mich.“
Und in jedem Fall steht hinter der Forderung, seiner Sucht zu entsagen, auch die Frage nach dem „Warum“. Und die ist saugemein. Warum sollte ich länger leben wollen? - das ist letztlich ja auch immer die Frage nach dem Sinn des Lebens.
Natürlich liegt es dann nahe, an diese Stelle Gott zu setzen in irgendeiner Form. Das höhere Wesen der AA oder die direkte Anlehnung an den christlichen Glauben beim Blauen Kreuz - es sind Versuche, die Leute zu motivieren. Die Droge als Lebensinhalt wird durch Gott ersetzt - das funktioniert. Und es ist von der Sache her auch nichts dagegen zu sagen, ich kenne viele Leute von da, das sind tolle Kumpel.

Aber es ist nicht mein Weg. Das Problem ist nämlich bei mir und vielen anderen, daß sie nicht oder nicht recht an Gott glauben. Oder aber, wie bei mir, daß ich dem ollen hernn nicht einfach die Verantwortung für mein Keben in die Schuhe schieben will. Das ist mir zu billig, schließlich habe ich gesoffen und nicht Gott. Also ist es auch allein meine Aufgabe, damit fertig zu werden. ER gibt mir höchstens die Chance dazu - aber finden und nutzen muß ich die schon selber.
Und damit sind wir wieder bei der Frage nach dem Sinn des Lebens. Da ist keine Hölle die droht und kein Himmel, der lockt. Also ershalb dann? EInfach, weil das Leben schön ist. Weil jeder Tag neu ein Erlebnis ist mit vielen kleinen Wundern. Und weil es einfach Spaß macht, ohne Alkohol und ohne Drogen durchs Leben zu gehen. Und weil es auch Spaß macht, anderen Menschen zu helfen oder ihnen eine Freude zu machen - dann kann man sich nämlich mitfreuen.
So bollig und einfach kann es sein - auch ohne Jagd nach Reichtum und nem guten Posten. Und auch ohne Jagd nach der ewigen Seeligkeit.
Und das Wichtigste dabei: Ich entscheide selber. Ich bin frei - frei vom Zwang jeder Droge und frei vom Dogma des Glaubens. Und das ist herrlich.

Eins zum Schluß: Natürlich kann es sein, daß die Kirche doch recht hat. Na und? Das wird doch dann ganz einfach: Entweder nimmt mich Gott so, wie ich bin, oder er läßt es bleiben. Entweder er verzeiht mir meine Fehler und Irrtümer und ist ein gütiger Gott, dann lande ich eh im Himmel. Oder er ist ein kleinlicher Erbsenzähler, der echt Wert drauf legt, daß man ihn von früh bis spät anbetet - dann habe ich dort eh nichts zu suchen und gehe freiwillig in die Hölle. Denn ich werde keinem dienen, der am Arsch geleckt werden will - auch keinem Gott.

Gernot Geyer

Ein schönes Gefühl ist das bestimmt, das bestreite ich nicht.

Wenn du tatsächlich davon ausgehst, das der
Kontakt zu Gott ein schönes Gefühl ist, warum versagst du es
dir dann?

Süchte sind meist Ausdruck emotionaler Defizite und
Suchtkranke versuchen diese über ihre Sucht zu kompensieren.

Von dem Ansatz, den auch viele Selbsthilfegruppen verfolgen,
diese Süchte durch eine andere Droge, nämlich
Gott/Spriritualität/Wunschdenken zu substituieren, halte ich
rein gar nichts. Auch das ist letztlich nur ein Herumdoktern
an den Symptomen.

Nein danke, da greife ich lieber weiterhin zu Alkohol, zu
Nikotin und in die Tastatur meines Notebooks.

Vielen Dank, lieber Gernot, für deine Antwort.

Wobei, wenn ich sie richtig verstehe, deine Antwort eigentlich bereits die Voraussetzung meiner Frage zurückweist, und damit meine Frage sinnlos macht (siehe den fett markierten Teil oben im Zitat).

Verstehe ich dich richtig so?
Mancher Mensch hat ein ‚emotionales Defizit‘ … dieses drückt sich in vielen Fällen (auf der Ebene eines Vermeidungsverhaltens erster Ordnung) in Suchtverhalten aus … welches dann (als Vermeidungsverhalten zweiter Ordnung) mit ‚Spiritualität‘ bekämpft wird … Da dieses zweite Vermeidungsverhalten anders als die Sucht der ersten Ebene den Stachel des emotionalen Defizits nicht mehr spüren lässt, lehnst du es ab?

Ich dachte ursprünglich, du wolltest sagen, das Beten könnte an sich für jeden Menschen ein ‚schönes Gefühl‘ sein, nachdem du es aber anscheinend hier dann doch eingrenzt auf Menschen mit ‚emotionalen Defiziten‘ (da die Schönheit des Gefühls beim Beten in deiner Antwort ja scheinbar nur in der Funktion der Abwehr von erstens der Sucht und zweitens des Defizits auftaucht), passt meine Frage schlicht nicht mehr zur Antwort.

Oder hältst du doch eine Schönheit des Gefühls beim Gebet für möglich, das über die reine Abwehr von Defiziten hinausgeht?
Bzw anders formuliert: Muss man jedem Betenden eine emotionales Defizit bzw. die Substitution von Suchtverhalten unterstellen?

Anschlussfrage: Warum liegt dir scheinbar so viel daran, dass der Stachel im Fleisch, also das emotionale Defizit bzw. die Sucht als dessen Kompensation, sicht- und spürbar bleibt.

Und: gilt dies auch (weil du Psychotherapie selbst angesprochen hast) beispielsweise für solche psychotherapeutischen Verfahren, deren Zielsetzung ebenfalls nicht über das von dir kritisierte „Herumdoktern an Symptomen“ hinausgeht, oder gilt deine sehr allgemein gehaltene Aussage nur für ein ‚spirituelles Herumdoktern‘. Falls letzteres, warum?

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Hallo Candide,

Ein schönes Gefühl ist das bestimmt, das bestreite ich nicht.

Wenn du tatsächlich davon ausgehst, das der
Kontakt zu Gott ein schönes Gefühl ist, warum versagst du es
dir dann?

Vielen Dank, lieber Gernot, für deine Antwort.

Wobei, wenn ich sie richtig verstehe, deine Antwort eigentlich
bereits die Voraussetzung meiner Frage zurückweist, und damit
meine Frage sinnlos macht (siehe den fett markierten Teil oben
im Zitat).

Verstehe ich dich richtig so?

Nein, da hast du mich vermutlich nicht ganz richtig verstanden:

Mancher Mensch hat ein ‚emotionales Defizit‘ … dieses drückt
sich in vielen Fällen (auf der Ebene eines
Vermeidungsverhaltens erster Ordnung) in Suchtverhalten aus
… welches dann (als Vermeidungsverhalten zweiter Ordnung)
mit ‚Spiritualität‘ bekämpft wird … Da dieses zweite
Vermeidungsverhalten anders als die Sucht der ersten Ebene den
Stachel des emotionalen Defizits nicht mehr spüren lässt,
lehnst du es ab?

Ich dachte ursprünglich, du wolltest sagen, das Beten könnte
an sich für jeden Menschen ein ‚schönes
Gefühl‘ sein, nachdem du es aber anscheinend hier dann doch
eingrenzt auf Menschen mit ‚emotionalen Defiziten‘ (da die
Schönheit des Gefühls beim Beten in deiner Antwort ja
scheinbar nur in der Funktion der Abwehr von erstens der Sucht
und zweitens des Defizits auftaucht), passt meine Frage
schlicht nicht mehr zur Antwort.

Oder hältst du doch eine Schönheit des Gefühls beim Gebet für
möglich, das über die reine Abwehr von Defiziten hinausgeht?
Bzw anders formuliert: Muss man jedem
Betenden eine emotionales Defizit bzw. die Substitution von
Suchtverhalten unterstellen?

Beten kann für Leute, denen es etwas bedeutet, ein schönes Gefühl sein. Das Bedürfnis zu Beten muss beim Betenden auch nicht notwendigerweise auf ein emotionales Defizit schließen lassen. Das habe ich ja gar nicht behauptet. Man kann ja auch einen schönen Rotwein oder eine Zigarre genießen, ohne dass man sich deswegen gleich dem Verdacht aussetzt, man habe ein emotionales Defizit und wolle dies damit kompensieren.

Eine Suchtgefahr geht allerdings wie von Alkohol und Nikotin auch von Religiosität aus, wie man an religiös motivierten Selbstkasteiungen bis hin zu (Selbst-)Mordattentaten sieht.

Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Alkoholiker oder Narcotics Anonymous setzen Gott bzw. Spiritualität gezielt als Substitutionsdroge ein. Dagegen sage ich nichts, wenn es den Leuten hilft und wenn es zu ihnen passt.

Zu mir passt das allerdings nicht:

Ich halte Gottglauben letztlich für etwas Infantiles , was in der Vorstellung von Gott, dem Vater ja auch sehr hübsch zum Ausdruck kommt. Aber wem’s gefällt, dem werde ich sein Kuscheltier natürlich nicht wegnehmen. Nur, für mich ist das nichts: Weder als Genussmittel, das ich unter Kontrolle hätte, noch als Droge, die meine anderen Süchte substituiert (also als Mittel zum Verstecken meiner emotionalen Defizite, die ich gewiss habe).

Was ich nicht möchte, ist, dass Kinder gezwungen werden suchtgefährdende Mittel zu nehmen. Ob Kinder das Genussmittel / die Droge Gott nehmen wollen, das ist allein ihre Entscheidung. Man würde sie ja auch nicht zwingen , an einem Schnuller zu nuckeln, man würde ihnen einen solchen allenfalls anbieten.

Anschlussfrage: Warum liegt dir scheinbar so viel daran, dass
der Stachel im Fleisch, also das emotionale Defizit bzw. die
Sucht als dessen Kompensation, sicht- und spürbar bleibt.

Weil ich meine, dass man möglichst die Ursachen und nicht die Symptome einer Krankheit heilen sollte.

Und: gilt dies auch (weil du Psychotherapie selbst
angesprochen hast) beispielsweise für solche
psychotherapeutischen Verfahren, deren Zielsetzung ebenfalls
nicht über das von dir kritisierte „Herumdoktern an Symptomen“
hinausgeht, oder gilt deine sehr allgemein gehaltene Aussage
nur für ein ‚spirituelles Herumdoktern‘. Falls letzteres,
warum?

Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, ob ich diese Frage richtig verstehe. Vielleicht beantwortet sie ja dennoch Folgendes:

Spirituelle Erfahrungen habe ich auch; meist unter Drogeneinfluss. Ich bin mir aber selbst in diesem Zustand immer bewusst, dass dies nur Hirngespinste sind.

Gruß Gernot

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Hallo,

wieso drückt Sucht ein emotionales Defizit aus?
Nach meinen Erfahrungen ist es eher anders herum. Die Leute werden süchtig, gerade weil sie emotional reagieren in einer Zeit, in der das nicht gefragt ist. Sie finden keinen anderen Weg, um ihre Emotionen ausleben zu können.

Natürlich braucht jeder Mensch irgendein Weltbild. Und wenn er nicht an Gott glaubt - dann glaubt er ja auch etwas. Dann glaubt er nämlich an eine Welt, in der ein Gott keinen Platz hat. Und selbst wenn er an ein höheres Wesen glaubt, dann muß er dies noch lange nicht im Sinne unserer christlichen Kirchen tun.
Mir zum Beispiel erscheint eine Anbetung Gottes sinnlos. Was ich denke und glaube, das weiß der bekanntlich auch so. Und wer so groß ist wie Gott, der ist darüber moralisch erhaben, ob ihm die Menschen zu Füßen liegen. Die einzig aktable Form des Betens wäre dann noch die Bitte um Hilfe. Nur… er hat schon mal den Daumen dazwischengehalten bei mir - sonst wäre ich längst tot. Das wäre einfach unbescheiden, da mehr zu wollen, ich habe schon mehr bekommen, als ich je zu hoffen gewagt hätte. Nun ist es an mir selber, was draus zu machen. Ich kann nämlich die verantwortung für mein Leben nicht wegschieben - auch nicht zu Gott.

Sicher kann man das auch anders sehen. Ich würde mich da auch nie über einen ehrlich Gläubigen lustig machen. Wenn jemand meint, daß es sein Leben erleichtert - dann bitte. Aber das ist dann ein völlig anderer Lebensansatz als der Meinige.

Ich habe wirklich viel nachgedacht darüber, was wirklich zählt im Leben. Und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, daß das Wichtigste die eigene innere Zufriedenheit ist. Die aber entsteht nur, wenn ich ,it mir und meinem gwissen im Reinen bin. Die Instanz der Bewertung sind ja dabei einzig die Anforderungen, die ich an mich selber stelle.
Darüber, wie die aussehen sollten und könnten, kann man ganze Romane schreiben - dazu ist hier nicht der Raum.
Aber ganz offensichtlich gibt es auch eine Zufriedenheit jenseits des üblichen christlichen Glaubens - und damit auch ohne Anbetung eines Gottes. Und ich denke nicht, daß man die eine oder sie andere Variante da einfach abqualifizieren sollte.

Gernot Geyer

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Lieber Harald Zauner

Hallo Gandalf,

Letzteres sagt wer?

dann beweis mir, daß es einen Gott gibt.

bitte nicht Indizien mit Beweisen verwechseln.

Bei allem Respekt: Bist du nicht dabei, ein Minenfeld zu betreten? Ist es als Glaubender nicht besser, auf eben diesen Glauben zu stützen und die Atheisten und Agnostiker da zu lassen, wo sie sind? Im Bereich der rein intellekuellen Vorstellungswelt und der Argumentationsketten?
Glaube, was du glauben willst, aber bisher hat noch in jeder Diskussion ein Gläubiger gegenüber einem Nicht-Glaubenden den kürzeren gezogen, wenn es um den Aufbau einer Indizienkette ging, an deren Ende die Wahrscheinlichkeit stand, mit der Gott existiert oder nicht existiert.
Das lag - bisher jedenfalls - nie in der Person der Diskutanten, sondern immer im Diskussionsgegenstand begründet.
Musste dies nur kurz loswerden, als ich deine Antwort auf Gandalfs Posting las.
Viele Grüße und schönen Abend noch
Voltaire

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Lieber pebez


Hat es der Schöpfer vielleicht dort
" eingebaut"? :smile:

Wenn es das „Gottesgen“ oder eine Zentrale Anlaufstelle im Gehirn geben würde, an dem sich Religiosität sammelt, dann würde sich Gott m. E. endgültig von den Menschen verabschieden. Ein Wesen, das seine Schöpfung zwingt, ihm per Hardware zu huldigen, betet sich letztendlich selber an.
Viele Grüße
Voltaire

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Hallo Voltaire,

Bei allem Respekt: Bist du nicht dabei, ein Minenfeld zu
betreten?

das ist mein Spezialgebiet *g*

Ist es als Glaubender nicht besser, auf eben diesen
Glauben zu stützen und die Atheisten und Agnostiker da zu
lassen, wo sie sind? Im Bereich der rein intellekuellen
Vorstellungswelt und der Argumentationsketten?

Besser für wen?
Aus meiner Sicht ist es besser, auf mögliche Irrtümer hinzuweisen. Es ist doch nicht falsch, wenn man seine Argumentationskette von Zeit zu Zeit überprüft.

Glaube, was du glauben willst, aber bisher hat noch in jeder
Diskussion ein Gläubiger gegenüber einem Nicht-Glaubenden den
kürzeren gezogen, wenn es um den Aufbau einer Indizienkette
ging, an deren Ende die Wahrscheinlichkeit stand, mit der Gott
existiert oder nicht existiert.

Kurz gesagt steht am Ende die Frage: Zufall oder Planung?
Und ich glaube eben nicht an den Zufall.

Gruss Harald

Hallo Ruediger,

ich habe nichts gegen Gemeinschaftsgebete. Nur diese Art zu
beten wird von Religionsvorbetern propagiert.

ja, z.B. von Jesus:
Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.“ (Matt.18,19)

Und dass es funktioniert lesen wir hier:
Und als Petrus zu sich gekommen war, sprach er: Nun weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich aus der Hand des Herodes errettet hat und von allem, was das jüdische Volk erwartete. Und als er sich besonnen hatte, ging er zum Haus Marias, der Mutter des Johannes mit dem Beinamen Markus, wo viele beieinander waren und beteten.“ (Apg.12,11-12)

Gruss Harald

Hallo Harald,

Und ich glaube eben nicht an den Zufall.

eben!
Glauben.
Du glaubst an einen Gott, ich glaube nicht.
Zu mehr werden wir nicht kommen und mehr wollte ich mit meiner ersten Antwort auch nicht sagen.

Alles andere sind verschwendete Worte.

Gandalf

Lieber Gernot!

Ein schönes Gefühl ist das bestimmt, das bestreite ich nicht.

Beten kann für Leute, denen es etwas bedeutet, ein schönes
Gefühl sein.

Verstehe ich dich richtig so?

Nein, da hast du mich vermutlich nicht ganz
richtig verstanden:

Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, ob ich diese Frage richtig
verstehe. Vielleicht beantwortet sie ja dennoch Folgendes:

Bevor wir jetzt in drei weiteren Repliken erst unser gegenseitiges Missverstehen korrigieren müssen, verschieben wir unsere Diskussion besser auf eine andere Gelegenheit.

Wünsche dir einen schönen Abend!

_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _

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Und dass es funktioniert lesen wir hier:
"Und als Petrus zu sich gekommen war, sprach er: Nun
weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel gesandt und
mich aus der Hand des Herodes errettet hat und von allem, was
das jüdische Volk erwartete. Und als er sich besonnen hatte,
ging er zum Haus Marias, der Mutter des Johannes mit dem
Beinamen Markus, wo viele beieinander waren und
beteten.
" (Apg.12,11-12)

Gruss Harald

Hallo Harald,
es ist schön, wenn du dich in der Bibel auskennst. Darum geht es nicht. Wenn ich eingangs eingestand, dass ich auch bete, bevor ich auf den Apfelbaum steig, dann mache ich eine eigene Erfahrung. Ein Zitat aus der Apostelgeschichte oder den Evangelien sagt einem persönlich nicht viel. Wer betet, macht seine eigenen Erfahrungen, die kann er weiterreichen. Es ist ja schon toll, wenn es dazu kommt. Wie mache ich denen Mut, die nicht beten? In dem ich sage, versuch es und du wirst mit der Zeit selbst erfahren, was es für dich bedeuten kann. Allerdings Gott nur auffordern, was er für einen erledigen soll - das funktioniert nicht. Das ist auch eigene Erfahrung.

Viele Grüsse
Rüdiger

*
Hallo Franz,
dass ist das Wunderbare, auch Atheisten kommunizieren mit Gott und danken mitunter. Es ist überhaupt nicht neu, dass Atheisten Gott schon näher kamen, als die von der Religion besessenen. Weshalb kümmerst du dich darum, was von dir gedacht wird? Im glauben an gott geht immer nur um dich und ihn. Entweder du erfährst etwas oder es entsteht Schweigen. Die Frage ist suchst du und hälst du auf der suche durch oder ist die angelegenheit nach dem ersten misslungenen versuchen erledigt?
Viele Grüsse
Ruediger

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Ruediger,

es ist schön, wenn du dich in der Bibel auskennst. Darum geht
es nicht.

richtig, darum geht es nicht.

Ein Zitat aus der Apostelgeschichte oder den
Evangelien sagt einem persönlich nicht viel. Wer betet, macht
seine eigenen Erfahrungen, die kann er weiterreichen.

na ja, macht es einen Unterschied, ob es in der Bibel steht oder mir jemand anders davon erzählt? Was zählt ist die eigene Erfahrung.

Wie mache ich denen Mut,
die nicht beten? In dem ich sage, versuch es und du wirst mit
der Zeit selbst erfahren, was es für dich bedeuten kann.

Das stimmt.
Aber das gemeinsame Gebet ist keine Erfindung irgendwelcher „Religionsvorbeter“. Es ist genauso eine Erfahrung.

Allerdings Gott nur auffordern, was er für einen erledigen
soll - das funktioniert nicht. Das ist auch eigene Erfahrung.

Das ist auch von Fall zu Fall unterschiedlich.
Ich kann Gott bitten, die Dinge zu „erledigen“, die ich selber nicht beeinflussen kann.

Gruss Harald

Weil es ihnen offensichtlich gut tut
Hallo!
Sonst täten sie es ja nicht.
Weil sie die Hoffnung haben, dass sich dadurch auch nur irgendwas verbessert. Und wenn es nur guttut, sich mal ausgesprochen zu haben.

Schadet ja auch keinem. Solange nicht das Handeln unterbleibt vor lauter Vertrauen in die Erhörung der Gebete.

Das sind meine Vermutungen, warum Menschen beten. Kann richtig damit liegen oder auch falsch und möchte keinem zu nahe treten mit meiner Ansicht.

Ich selber bete nicht, weil ich der Meinung bin, Gott ist entweder machtlos, böse oder ein Sadist. Sonst wäre die Welt eine andere. Haben wir hier auch schon lang und breit diskutiert.

Grüße
kernig

Hallo Kernig!

Schadet ja auch keinem. Solange nicht das Handeln unterbleibt
vor lauter Vertrauen in die Erhörung der Gebete.

Also, solange du nicht für jemand anderen betest oder, wenn du es doch tust, es ihn nicht wissen lässt, schadet es wohl nicht.

Ich habe aber unlängst von einer Studie gelesen, dass Kranke, die wussten, dass andere Menschen für ihre Gesundheit beteten, langsamer genasen als Kranke in einer Vergleichsgruppe, die sich von solch gut gemeinter „ Fürsorge ” unbelastet wähnten.

„Gut gemeint” ist eben das Gegenteil von „gut”.

Gruß Gernot

Fürbitten schaden Kranken
Hier noch zwei Links dazu:
http://www.sueddeutsche.de/,tt10m1/wissen/artikel/76…
http://www.forum-pfarrblatt.ch/archiv/2007/forum-nr-…