Hallo:
Denke das religiöse und kulturelle Koordinatensystem schiebt
uns in eine Ausrichtung. Ob das religiöse jetzt noch mit
Glauben behaftet ist oder nicht, ist dabei nicht entscheidend.
Da würde ich dir widersprechen, denn die Auswirkungen der
Färbung des Koordinatensystems empfinde ich als um so
schwerwiegender, je organisierter eine Glaubensgemeinschaft
ist.
Stimme Dir zu, trifft aber auf jede Gemeinschaft zu, mit oder ohne Religion, mit oder ohne Glauben
Bitte definiere für mich doch mal deine Vorstellung von Glaube
und den Unterschied zu Religion, du schriebst letzlich etwas,
dass man religiös sein kann, aber nicht glaubt…
Christlicher gLAUBE HEISST (sehr kurz gefasst): Erkennen und Bekennen das man ein Sünder ist, das der sündlose Jesus, Gottes Sohn dafür am Kreuz gelitten hat, für jeden der dieses Geschenk/Gnade annimmt. Er hat also bezahlt für unsere Sünden, damit wir erlöst/frei durch diese Annahme werden. Dazu gehört das Bereuen und sich zur Umkehr entscheiden (neu geboren werden).
Was es braucht zB. um ein religiöser Katholik zu sein, weisst Du ebenso wie ich und das diese beiden Sachen meist nicht deckungsgleich sind, leuchtet Dir sicher auch ein.
Stimmt und die Wertvorstellungen bei uns im Westen ist auch
nicht gläubig, bestenfalls religiös, gegenwärtig esotherisch
behaftet.
Die heutigen Wertvorstellungen entstammen aber den Inhalten
der religiösen Vorstellungen unserer Altvorderen.
Praktisch fast nicht der Glaubensvorstellung und sogar nur teilweise der religiösen Vorstellung. Oder findest Du die überwiegende Wertvorstellung im Bereich der Abtreibung entstammmt einer religiösen Wertvorstellung?
(…)
Das ist nicht ganz richtig, da in der jüdische Kultur und
Religiösität nie Kannibalismus vorkam und deswegen das Ritual
keine Abwandlung davon sein kann.
Ach, nicht? Aber Menschenopfer, ohne sie zu essen (AT, Isaak
soll seinen Sohn Opfern, in letzter Sekunde darf ein ein
Substitut nehmen)).
Issak war ebnso überrascht, weil ihm kein solcher Fall bekannt war und Gott oder seine Kultur dies vorher auch noch nie tat. Schliesselich musste er es auch nicht tun
Und wenn ich - ganz unchristlich- an das
Abendmahl denke, und das Sprüchlein dazu, dann kommt mir
nunmal die Assoziation eines rituellen Kannibalismus.
Inkorporation des heiligen Geistes/Jesu Körper durch Verzehr.
Da hab ich Verständnis mit dieser Assoziation, aber das besagte Anwandeln hat wirklich keinen Zusammenhang.
Wenn Du vorher die Grundlage des Glaubens liest, dann ist das Abendmahl vieleicht auch für Dich verständlich. Wir sollen sein Blut annehmen, dh seinen Tod für unsere Sünden annehmen und er soll in der Form des heiligen Geistes in uns leben.
Der tatsächlich grad
abgeurteilte Kannibale widerspricht unserem heutigen
Koordinatensystem, er ist ‚abnormal‘.
Stimmt, so wie zB. die Abtreibung, welche ethisch,
wissenschaftlich und christlich klar einen Menschtötung ist,
bei uns heute normal ist, unserem Koordinatensystem
entspricht.
Ich lese daraus: Abtreibung ist ‚abnormal‘. Meinst du das so?
Nein, meinte damit das wir zwar den Kanibalen als abnormal empfinden (dazu muss ein mensch getötet werden) aber die Abtreibung schon als normal ansehen, auch wenn dazu auch ein mensch, wenn auch ein Ungeborener, getötet werden soll.
Stimme Dir voll zu, ausser das eben vieles religiös gelebt und
nicht Glauben gelebt ist, ein 2" ist also beerechtigt.
Dazu meine Frage oben. Wo ist für dich der Unterschied?
siehe oben
*urgks* O.K., das ist so eine christliche AGB, ich denke aber,
auch ein ‚vielleicht‘ ist angebracht. Ich kann das nicht
glauben, aber ich bezweifel auch nicht, dass andere Menschen
das als tröstend für sich empfinden. Dann bin ich wohl
Agnostiker, wie Branden das weiter unten erwähnte.
Es ist nicht eine AGB sondern ein Entscheid der auf einem
inneren Wissen beruht,
Inneres Wissen? Ich glaub, dass ist der Unterschied in unserer
Sichtweise.
Man kann nur Wissen was man gesehen oder erlebt hat und deshalb kann oder wird da schon ein Unte^rschied sein. Denke Du weisst auch Sachen, weil du sie gesehen oder erlebt hast, die ich nicht wissen kann.
welcher durch die Berührung Gottes oder
durch ein Zeichen/Wunder ausgelöst wird.
Ich habe kein inneres Wissen, nur die Gewißheit, dass sich mir
noch kein Wunder gezeigt hat. Und auch kein Gott hat mich
berührt.
Das meinte ich mit der obigen Aussage. Ist normal, geht den meisten so. Aber das kann man ändern, denn „und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan“. Du kannst darum ehrlich beten und ich bin überzeugt, Jesus Christus wird Dir antworten.
Ist aber schwierig zu
erklären, ähnlich wie das Gefühl auf einer Achterbahn man auch
schwer erklären kann, smile. Wichtig ist aber, dass es in den
seltesten Fällen etwas mit tröstend zu tun hat, bzw deshalb
ausgelöst wurde.
Ich habe da aber schon häufiger von Christen gehört, dass es
sie tröstet. Aber O.K., als Auslöser würde ich eher die Suche
nach innerem Frieden und Ausgeglichenheit nach einem Trauma
vermuten.
Das stimmt schon, aber in den meisten Fällen ist man schon Christ wenn man durch den Glauben Trost bekommt. Nur in sehr wenigen Fällen wird man Christ dadurch dass man Trost bekommt. Auslöser kann das von Dir geschriebene sein, oder das Gefühl, dass es noch etwas gegeben könnte, oder die Frage, gibt es Gott und die anschliessende Beschäftigung damit. Wenn Du Christen kennst, kannst du mit Ihnen auch mal an eine Veranstaltung oder Kurs oder Gottesdienst gehen. Da erfährst du auch mehr und kannst oft auch Fragen stellen.
Ob Du Agnostiker bist oder nicht, kann ich nicht beurteilen.
Ich finde die Beschreibung von Branden:
„Agnostiker; jemand, der über bestimmte metaphysische bzw.
religiöse Dinge keine feste Ansicht hat.“
Hast recht, könnte auf dich zutreffen. Beschäftige Dich damit, bist du diese Gewissheit bekommst. Bin fest überzeugt, dass u sie bekommen wirst, wenn du Dixch damit beschäftigst.
für mich ganz passend, da sich das im Laufe meines Lebens
immer gewandelt hat. Flexibilität im Geiste und Dogmen
hinterfragend.
Finde ich gut, hinterfragte auch immer alles und hintzerfrage auch heute noch viel. Manchmal bekommt man aber eine klare und unmissverständliche und einleuchtende Antwort auf die „hintere Frage“.
Sicher ist, dass Du das obgenannte nicht glauben kannst, da Du
Dich nicht damit auseinader gesetzt hast, sei es zB im Gebet,
oder durch einen Kurs.
Oha, da wittere ich doch eine klitzekleine Unterstellung.
Stimmt, war eine kleine Unterstellung, wenn auch nicht eine bewusste, sorry
Ich habe in meiner Jugend angefangen, mich intensiv damit
auseinanderzusetzen, wer ich bin und wohin ich will, und nie
damit aufgehört, in mich zu horchen. Ich habe bisher keinen
Lenker gefunden (noch gebraucht), der mein Schicksal führt,
sondern für mich erkannt, dass ich, wenn ich weiss, was ich
will, es auch erreichen kann.
Wenn Du Gott hören willst, musst Du ihn auch ansprechen. Ist wie vor einer gegensprechanlage, erst wenn du auf das Knöpfchen drückst (und dazu noch auf das richtige) besteht die Möglichkeit, dass Du gegenüber was hörst und wenn Du lange genug drückst, wirst Du wwas hören.
Welcher Mensch sagt schon ja zu etwas,
das er nicht kennt?
*Boinggg* Unterstellung!
Ich sage zu so vielem JA, das ich nicht kenne. Nie hätte ich
so kurdische Küche, Nacktbaden oder meine Holde schätzen und
lieben gelernt. Nein im Ernst, ich *kenne* zwar das
Christentum nicht so, wie du es wahrscheinlich schätzt, doch
das ethisch-moralische Weltbild (Nächstenliebe, Vergebung,
Toleranz,etc), die das NT vermittelt, hat mein entschiedenes
JA!
Du warst derjenige der Fragte, was der Unterschhied von Religion und Glaube ist… smile.
Ausserdem ist das ethisch-moralische Weltbild so gut es auch ist, nicht das entscheidende, können auch nicht Christen haben. dASD ENTSCHEIDENDE IST ALLEIN DIE bEZIEHUNG ZU jESUS cHRISTUS und der weg dazu habe ich oben ganz grob beschrieben.
Und zum Abschluss zitiere ich hier mal den Eckard, der im
anderen Thread weiter oben schrieb:
Wer glaubt, lebt bequemer. Er ist von einem großen Teil der
Eigenverantwortlichkeit befreit.
Oh da stimme ich überhaupt nicht zu.
So long
Beat