Warum leiden Unschuldige?

Moin Eli,

Im Judentum kommt alles von G’tt. Er ist einzig und Einer. Es
gibt bei uns keine Aufteilung in gut und böse als zwei Mächte
die miteinander ringen. Alles kommt von G’tt.

Zusätzlich ist alles zum Guten. Letztlich gibt es nichts, was
schlecht oder böse wäre und es ist alleine unser Problem, dass
wir eine begrenzte Sicht haben und nicht die Dinge dahinter
oder eben alles sehen und erfassen können. Dadurch sehen bzw.
erleben wir Dinge die für uns nicht verständlich sind. Die uns
als Leid erscheinen. (Ähnlich deinem Beispiel mit der
Wiedergeburt.)

Warum gibt es dann im Judentum so viele Gebote ? (Von denen viele das alltägliche Leben betreffen ?).

Gruß
Marion

Hallo Malte,

Nein, sie greift an - alle, die ihr nicht folgen. Lies nochmal
nach… VOn wegen, irgendwas habe für alle zu gelten, und am
Tag des jüngsten Gerichts werden wir alle geholt und so…

Wenn Gott sich für so toll hält, kann ich dazu (zu ihm)) nur eines sagen:
„Bring it on!“
[Übersetzung etwa: "Butter bei die Fische! Schnacken kann jeder!]

Grüße,

Anwar

Matthäus wusste schon Bescheid…
Hi,

Nein, sie greift an - alle, die ihr nicht folgen. Lies nochmal
nach… VOn wegen, irgendwas habe für alle zu gelten, und am
Tag des jüngsten Gerichts werden wir alle geholt und so…

Wenn Gott sich für so toll hält, kann ich dazu (zu ihm)) nur
eines sagen:
„Bring it on!“
[Übersetzung etwa: "Butter bei die Fische! Schnacken kann
jeder!]

Das hab ich der Rassistin dort unten ja auch erzählt.
Naja, aber sie und ihre Freundin checken’s halt nicht.
Kann passieren. In diesem Sinne verbleibe ich mit

Matthäus 7, Vers 21-23

Hallo Marion.

Warum gibt es dann im Judentum so viele Gebote?

Hier wechseln wir ja wieder von der Welt zu der besonderen Beziehung zwischen einem Mensch und G’tt. Nichts anderes drücken diese Mitzwot erst einmal aus, als eine Beziehung zu G’tt.

Warum es soviele sind? Nu, anfänglich war es nur eines, dann kamen ein paar dazu und bei Noach waren es schon sieben (wenn man die Individuellen einmal weglässt). Und bei den Juden sind es letztlich 613. Was lerne ich daraus? Um so weiter der Mensch sich von G’tt wegbewegt um so mehr Stützen braucht er, um wieder zu Ihm zu kommen.

(Von denen viele das alltägliche Leben betreffen ?).

Welche betreffen deiner Meinung nach nicht den Alltag?

Scholem,
Eli

Warum lässt Du alles unsortiert auf Dich abfärben ?

Unsitten anderer zueigenmachen ?

Gruß
Merkur

Hiho :smile:

Bisher habe ich mir das gar nicht vorgestellt.

Ja wie jetzt? Das würd mich aber schon interessieren.

Was wäre dir den lieber?

Also für den Fall der Fälle wäre 'ne Statuenfigur nicht zu verachten.
Dazu natürlich völlige Unversehrtheit. Und am besten im Zustand
meiner höchsten körperlichen Fitness. Keine Ahnung wann ich den
hatte oder noch haben werde *g*. Das müßte dann die Sammelab-
teilung des Paradieses herausfinden.

Ansonsten habe ich darüber bislang nichts gelernt, gehe auch
davon aus, dass es hierzu im Judentum kaum bis keine konkreten
Vorstellungen gibt. So ist das ganze ja nicht unproblematisch,
denn was ist z. B. mit Verletzungen die man früh erfahren hat?

Ebend. Darauf zielt ja gerade meine Frage. Würden sich nur „Seelen“
im Paradies treffen, hätten wir das Problem von amputierten
Gliedmaßen schonmal erledigt. Aber in welchem Zustand befindet
sich dann die „Seele“. Oder ist die pure Seele evtl. zu allen
Altersstadien gleich?

Und was ist mit der eigenen Frau oder gar wenn man mehrmals
verheiratet war? Wird man seinen Partner in dem Alter sehen,
in dem man selber verstorben ist? Und wie altert der Körper
überhaupt, wenn es keinen Tod mehr gibt?

Wenn es tatsächlich unendlich weiter geht, muß das Altern komplett
gestoppt sein.

grüße, rené

Und das soll keine Extremsituation sein ??

Merkur

Das sagt die Richtige…

Warum lässt Du alles unsortiert auf Dich abfärben ?

Unsitten anderer zueigenmachen ?

Lenk nicht ab - Du hast ein Verhalten von Annika angeprangert, da solltest Du nachbohren. Immerhin hat sie Dich „Großmeisterin der Esoterik“ ja auch schon beschimpft… Du nimmst scheinbar gar nicht bis sehr selektiv wahr… Außerdem habe ich lediglich ein rhetorisches Mittel angewandt. Ganz banal. Ich mache mir nicht zueigen, ich führe vor.

Hallo Eli,

Welche Teile des Gesetzes hat Jesus aufgehoben?

Mh, sollten wir dazu nicht ein neues Thema eröffnen?

ich glaub, Du hast Recht, das ist ein anderes Thema.

Ich weiss jetzt nicht genau, was er (wenn überhaupt) im
Orginal gesagt hat und dieses ist hier wesentlich. Aber diese
Stelle würde ich eben nur auf die Torah beziehen, zumindest
wenn von Gesetz die Rede ist. Hinzu kommt aber für mich noch
die mündliche Lehre, welche Jesus an anderen Stellen immer
wiedergibt oder sich darauf bezieht. Hier erleichert er aber
zum Teil soweit, dass für mich eben das Gesetz nicht mehr
erfüllt wird (z. B. Ährenlesen am Schabbat).

Das stimmt, Jesus war an einigen Stellen der Meinung, dass die mündlliche Überlieferung vom eigentlichen Sinn des Gebotes abwich.

Aber darüber reden wir vielleicht an einer anderen Stelle.

Gruss Harald

Hallo datafox,

sondern den Christen aus den Gojim „nicht
auferlegt“.

das ist dasselbe was juden denken.
jetzt bin ich verwirrt.

was verwirrt Dich daran?

ich dachte die 10 gebote usw. gelten
im christentum?

Jesus hat uns nur zwei Gebote aus dem Tenach ans Herz gelegt.

Matth.22
36 Lehrer, welches ist das größte Gebot in dem Gesetz?
37 Er aber sprach zu ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. 38 Dies ist das größte und erste Gebot. 39 Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

Wenn Du aber die 10 Gebote auf ihren Sinn untersuchst, läßt sich jedes diesen beiden unterordnen.

Später hat Jesus noch ein drittes Gebot hinzugefügt (Joh.13)
34 Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt.
35 Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

Gruss Harald

1 „Gefällt mir“

Ich weiss jetzt nicht genau, was er (wenn überhaupt) im
Orginal gesagt hat und dieses ist hier wesentlich. Aber diese
Stelle würde ich eben nur auf die Torah beziehen, zumindest
wenn von Gesetz die Rede ist. Hinzu kommt aber für mich noch
die mündliche Lehre, welche Jesus an anderen Stellen immer
wiedergibt oder sich darauf bezieht. Hier erleichert er aber
zum Teil soweit, dass für mich eben das Gesetz nicht mehr
erfüllt wird (z. B. Ährenlesen am Schabbat).

Shalom, Elimelech,

zu dem, was Du anführst, habe ich eine Verständnisfrage: ich meine mich zu erinnern, in einer Vorlesung zu der Stelle gehört zu haben, daß es beim Ährenlesen am Sabbat um eine Auslegung des Verbotes gin, am Sabbat zu ernten und zu dreschen: galiläische Rabbinen sollen das Ährenlesen am Sabbat erlaubt haben, judäische dagegen verboten. So sei also dieses Gespräch zwischen Jesus und den Pharisäern nichts anderes als ein Lehrgespräch um die richtige Auslegung gewesen, ohne Haß und Animositäten. Weißt Du mehr darüber?

Ich bin im übrigen der Meinung, und ich denke, die läßt sich erhärten, daß Jesus in allem, was er tat, auf dem Boden der Torah stand. Übrigens auch Paulus - der war nicht ein vorweggenommener Luther, sondern er hatte als geborener Jude und „gelernter“ Pharisäer eine profunde Kenntnis der Midraschim und hat - z. B. im Galaterbrief - auf dem Boden dieser Überlieferungen auch argumentiert. (Aber das ist sicher auch ein Spezialthema, möglicherweise zwischen uns.)

Shalom - Rolf

Und das soll keine Extremsituation sein ??

süße,

du hast recht. ich habe die bindestriche vergessen:

ISBN 3-406-41989-5 Buch anschauen

besser?

grüße,
f.

mensch leute - hier ist ja richtig stimmung in den
mensch leute - hier ist ja richtig stimmung in den zeilen (über dieser).

wer-weiss-was.de ist eben die interessanteste zeitung, die der markt einem ins haus bringt:smile:

„…:Gott gibt es nicht…“

das ist seit 2000 jahren hinlänglich bewiesen. sonst würde der sich schon heftigst gewehrt haben, bei denen, die ihm buße tun wollen ihrer vergehen!

schade eigentlich das es gott nicht gibt, der würde schon sich gehörig gehör verschaffen, was ihm so aufgebürdet wurde!

1 „Gefällt mir“

Antworte ich mir halt selber :smile:

Also dafür daß die meisten Gläubigen (?) irgendwie ins Paradies
oder ähnliches wollen, haben aber recht wenige die Neugier darauf,
wie das denn konkret aussehen könnte. Darüber macht man sich doch
Gedanken? Selbst ich als ungläubiger habe mir als Kind immer überlegt,
wie das denn wohl funktionert.

grüße, rené
PS:
„Sind sie eigentlich Schizophren?“
„Wer? Wir?“

Matth.22
36 Lehrer, welches ist das größte Gebot in dem Gesetz?
37 Er aber sprach zu ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. 38 Dies ist das größte und erste Gebot. 39 Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten
lieben wie dich selbst.
40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die
Propheten.

hmmm… schon komisch. dieselben zwei haben auch wir als die „zusammenfassungen“ aller gebote gelernt (ich meine jetzt einen jüdischen unterricht!). das eine in bezug auf die gebote, die man für gott macht, und das andere für die, die auf die menschen bezogen sind. „daran hängt das gesetz“ (gesetz soll wohl tora heißen). ja, so hab ich das auch gehört. vielleicht ist das aber auch gar nicht „komisch“, denn immerhin zitiert hier jemand mit gebildetem jüdischen hintergrund die tora :wink: was soll also schon raus kommen? sicher nichts hinduistisches :smile:

gruß
datafox

Guten Morgen, Harald,

gewiß hast Du recht mit dem, was Du schreibst. Allerdings hat Jesus damit nicht die 10 Gebote außer Kraft gesetzt: in der Bergpredigt (Ich weiß, Du kennst die Stelle, ich schreib sie aber trotzdem nochmal hin - für die anderen -: Matth. 5, 17-48) nimmt er das Zehnwort auf, interpretiert es und verschärft es nicht unerheblich.
Das zwiefache Gebot der Liebe ist der Angelpunkt, der archimedische Punkt gewissermaßen, der Thora und überhaupt des Tenach: „In diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten“ (Matth. 22, 40)
Damit sind sie aber nicht aufgehoben.

Gruß - Rolf

Guten Morgen, René,

wenn Dir keiner antwortet, will ich es mal tun.
Über die jüdischen Vorstellungen von der Auferstehung (Wieso "Wieder"auferstehung? Bist Du denn schonmal auferstanden?) kann ich Dir nichts sagen, da ist Elimelech der Befugte.
Du sprichst vom Paradies. Wenn ich recht sehe, hat Jesus nur einmal vom Paradies gesprochen, wenn er die Zukunft in der Gegenwart Gottes meinte: am Kreuz nämlich, als er dem einen Mitgekreuzigten sagt: Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein. In dem Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus (Lukas 16, 19ff) spricht er von Abrahams Schoß. Sonst spricht Jesus immer vom Reich Gottes. Daß dieses Reich Gottes das Paradies sei, geht zurück auf die Vorstellung, daß am Ende aller Zeiten, wenn Gott wieder sein wird „alles in allem“ (1. Kor 15, 28), wieder der Zustand herrschen wird, der unmittelbar nach der Schöpfung geherrscht hat: „Und siehe, es war sehr gut!“ Und dann folgt ja die Geschichte vom Paradies und vom Sündenfall. In der Bibel ist aber nirgendwo beschrieben, wie das Paradies am Ende der Zeiten aussehen wird.
Auferstehung also: Lies einmal 1. Korinther 15, da schreibt Paulus, daß wir „unverweslich“ auferstehen werden. Die Sache mit der Seele lassen wir mal weg; ich vermute, daß da griechisches Gedankengut in die christliche Theologie eingedrungen ist. Die Griechen haben sich ja viele und tiefe Gedanken über die Unsterblichkeit der Seele gemacht, und am Schluß dann auch noch Cicero „De immortalitate animi“.
Ich kann es nur sehr unanschaulich ausdrücken, weil ich es mir nicht vorstelle (ich will mir „kein Bildnis“ machen): ich glaube nicht an die Unsterblichkeit der Seele, sondern an die Unsterblichkeit der Verantwortung. Gott wird uns irgendwann einmal zur Verantwortung ziehen und uns dazu beim Namen nennen. Ich weiß nicht, wieviele René Mevissen es gibt, nehmen wir mal an vier, und wenn Gott „René Mevissen“ sagt und Dich meint, wirst Du wissen, daß Du gemeint bist, und alle anderen werden wissen, daß sie nicht gemeint sind (und umgekehrt). Das ist für mich Auferstehung: meinen Namen (über die Bedeutung des Namens wmüßten wir noch mal ganz lange reden) und damit mein ganzes Sein und Wesen für alle Zeit aufgehoben zu wissen in der Güte und Gegenwart Gottes.
Ich weiß, daß das sehr abstrakt ist, so richtig protestantisch, aber plastischer kann ich’s nicht machen.

Ich wünsch Dir einen schönen Tag - Rolf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Unwissende Zwischenfrage
Hi!

Übrigens auch Paulus - der war nicht ein
vorweggenommener Luther, sondern er hatte als geborener Jude
und „gelernter“ Pharisäer eine profunde Kenntnis der
Midraschim und hat - z. B. im Galaterbrief - auf dem Boden
dieser Überlieferungen auch argumentiert.

Oh? Paulus war Jude?
Ich dachte immer, Saulus war Römer bis zu seiner Bekehrung. Oder waren das zwei verschiedene Menschen?

Interessierte Grüße,
Michaela

Guten Morgen, Michaela,

aber sicher war Paulus Jude. Zuerst nannte er sich Saulus = Saul =
hebräisch Scha-ul. Erst nach seiner Bekehrung nannte er sich Paulus. Das geht darauf zurück, daß in der Zeit, in der sehr viele Juden nicht mehr in Israel, sondern in den Ländern rund ums Mittelmeer wohnten, diese Juden zwei Namen hatten: einen jüdischen und einen griechischen oder römischen. Den jüdischen benutzten sie im Verkehr mit ihren Glaubensgenossen, den anderen im Verkehr mit den Griechen, Römern oder wem immer.
Und da Paulus nun eben auch diese beiden Namen hatte, konnte er vom einen zum anderen Namen wechseln und auf diese Weise deutlich machen, daß er mit seiner Bekehrung eine neue Identität angenommen hatte.
Freilich hatte Paulus das „römische Bürgerrecht“, das er von seinen Eltern geerbt hatte. Das war ein rechtlicher Status, der seinem Besitzer bei juristischen Auseinandersetzungen (vor allem in Strafverfahren) besondere Rechte. Die werden wichtig in dem Prozeß gegen Paulus, der in Apostelgeschichte 22-26 berichtet wird. In Apg 22, 25 beruft sich paulus ausdrücklich auf sein römisches Bürgerrecht. Spannende Geschichte!

Ich wünsch Dir einen schönen Tag - Rolf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“