Hallo,
Die Frage ist, wo „Beschimpfung“ anfängt. Nur weil sich die
Christen ausgerechnet Jesus ausgesucht haben, darf man ihn
nicht mehr lächerlich machen? Über Napoleon gibt es tausende
von Satiren und Witze und das ist in Ordnung? Und Helmut Kohl
ist (AFAIK) der meistkarikierte Mensch Deutschlands. Da sehe
ich irgendwie keinen Unterschied.
Davon abgesehen, dass ich mich auch über diverse Satiren bzgl. Politikern aufregen kann, wenn diese ehrverletzend werden (und egal welcher Coleur): Wie groß wäre wohl der Aufschrei - zu Recht -, wenn ein Film in die Kinos kommt, in dem Mohammed „durch den Kakao“ gezogen wird?
In einer Tageszeitung erschien einmal eine Glosse, die als solche auch deutlich erkennbar war, die sich über den Rat von Mullahs, Fernseher zu zerstören, weil sie Erdbeben auslösen, lustig machte. Letzter Satz: [der kluge Mullah weiß längst]: „Allah ist groß, Allah ist mächtig, er hat einen Arsch von drei Meter sechzig.“ (Quelle: Ethik im Redaktionsalltag, Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses-Deutscher Presserat (Hg.), ISBN 3896694693 Buch anschauen)
Über diesen „Kinderreim“ beschwerte sich der Islamrat der Bundesrepublik beim Presserat, der die Beschwerde für begründet erklärte und gegen die Zeitung einen Hinweis aussprach - ganz klar also, „das ist nicht in Ordnung“. Das sollte für Jesus auch gelten…
So long
Christian
