Warum so zimperlich?

Hallo,

Die Frage ist, wo „Beschimpfung“ anfängt. Nur weil sich die
Christen ausgerechnet Jesus ausgesucht haben, darf man ihn
nicht mehr lächerlich machen? Über Napoleon gibt es tausende
von Satiren und Witze und das ist in Ordnung? Und Helmut Kohl
ist (AFAIK) der meistkarikierte Mensch Deutschlands. Da sehe
ich irgendwie keinen Unterschied.

Davon abgesehen, dass ich mich auch über diverse Satiren bzgl. Politikern aufregen kann, wenn diese ehrverletzend werden (und egal welcher Coleur): Wie groß wäre wohl der Aufschrei - zu Recht -, wenn ein Film in die Kinos kommt, in dem Mohammed „durch den Kakao“ gezogen wird?
In einer Tageszeitung erschien einmal eine Glosse, die als solche auch deutlich erkennbar war, die sich über den Rat von Mullahs, Fernseher zu zerstören, weil sie Erdbeben auslösen, lustig machte. Letzter Satz: [der kluge Mullah weiß längst]: „Allah ist groß, Allah ist mächtig, er hat einen Arsch von drei Meter sechzig.“ (Quelle: Ethik im Redaktionsalltag, Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses-Deutscher Presserat (Hg.), ISBN 3896694693 Buch anschauen)

Über diesen „Kinderreim“ beschwerte sich der Islamrat der Bundesrepublik beim Presserat, der die Beschwerde für begründet erklärte und gegen die Zeitung einen Hinweis aussprach - ganz klar also, „das ist nicht in Ordnung“. Das sollte für Jesus auch gelten…

So long
Christian

Hallo,

Ich möchte auch anmerken, dass für Hindus Kühe heilig sind und
ich mir jetzt gleich ein Steak reinpfeiffe, Du kannst schonmal
die Staatsanwaltschaft kontaktieren… :smile:

Ich verstehe nicht, warum Du Dich Atheist oder Agnostiker
nennst. Was Du hier tust, lässt sich am besten mit „stumpfer
Provokation“ in Verbindung bringen, die einem Atheisten
fernliegen dürfte.

Ähm… Ein Steak zu essen ist „stumpfe Probokation“? Da kann
ich inhaltlich nicht ganz folgen.

Yep, das war’s…wird etwas zu kindisch.

Gruss
tigger

Hallo,

Es ist mir ja auch egal und ich wettere hier ja auch nicht
gegen die Feiertage, sondern dagegen, dass eine Religion, die
in ihrer Geschichte gemordet, gebrandschatzt, geplündert,
gefoltert etc. pp. und sich von all diesen Taten NICHT
ausreichend distanziert hat,

Wenn Du Atheist ist bist, der das Göttliche ja verneint, dann solltest Du eigentlich wissen, was Du verneinst. D. h., Du solltest wissen, worum es geht. Und wenn Du das wüsstest, würdest Du hier nicht behaupten, dass es die Religion war, die diese Dinge getan hat. Es war eine von extremen Menschen geführte Kirchenorganisation, die sich in der irrigen Annahme fand, dass sie das Richtige im Sinne der Religion tun würde. Soweit ich weiss, hat aber keine Weltreligion Grausamkeiten der Erfüllung ihres Glaubensziels vorangesetzt.

Gruss
tigger

z.B. ist heute ein
kirchlicher Feiertag, der aber auch für mich, als
nicht-Kirchenmitglied verbindlich ist.

daran ist aber nicht die kirche schuld sondern der staat - dieser macht nämlich die gesetze!

gegen staatliche santktionierte feiertage bin ich übrigens auch. außer dem nationalfeiertag darf es keinen staatlichen feiertag geben.

gruß
dataf0x

Hi,

Für mich als Agnostiker/Atheist

Wat denn nu? Entweder bist Du Agnostiker oder Atheist.

Gruss
tigger

daran ist aber nicht die kirche schuld sondern der staat -
dieser macht nämlich die gesetze!

Ich denke in Deutschland war die Kirche schon daran beteiligt, dass es eben diese Gesetze zu den Feiertagen gibt.

gegen staatliche santktionierte feiertage bin ich übrigens
auch. außer dem nationalfeiertag darf es keinen staatlichen
feiertag geben.

Vielleicht noch den einen oder anderen historischen begründeten Feiertag, so könnte ich mir z.B. in Deutschland auch einen Europa-Feiertag vorstellen.

Grüße,

Anwar

Hallo,

nicht ausreichend distanziert - was heißt das denn für dich?
bestimmst du das?

Na, ich denke, dass eine Religion, die immer noch Massenmörder als heilige verehrt, sich wohl eindeutig nicht genug distanziert. Über die evangelischen Kirche ist es schwieriger zu urteilen, da diese keine so festgefügte Struktur hat (wie die katholische). Aber einen irgendwie gearteten Ausgleich, für das von der Kirche angerichtete Unheil hat es auch nur höchst selten gegeben, auch in der ev. Kirche.

christ sein kann auch heißen: zivilcourage zeigen, sich vor
schwache stellen, ja - und auch, sich politisch zu engagieren
für frieden und gerechtigkeit.

WENN es das heißt,m ist es gut. Leider habe ich es meistens eher nicht so erfahren.

ich empfinde dein bild von der christlichen religion als
schwarz und hasserfüllt. keinesfalls distanziert.

Ich habe nirgends behauptet distanziert und neutral zu diesem Thema zu stehen. In der Tat hab ich viele, sehr viele schlechte Erfahrungen mit Christen gemacht (von denen Du dann wieder behaupten wirst, dass das gar keine „Christen“ seien…).

darf ich
fragen, ob du christlich sozialisiert bist - oder irgendwie
religiös sozialisiert?

Ich habe religiös einen ziemlich gemischten Hintergrund. Der arabische Teil meiner Familie ist „selbstverständlich“ muslimisch, meine Mutter ist Atheistin und meine restliche deutsche Familie „selbstverständlich“ christlich. Wenn man von so vielen Leuten umgeben ist, die alle „selbstverständlich“ einer Religion angehören, wird einem ganz besonders klar, dass dahinter (im Regelfall) kein eigener Entschluss steht, sondern blinde Gesellschaftshörigkeit. Wenn man dann noch auf Unverständnis, Hass und Intoleranz stößt, weil man sich lieber selbst orientieren möchte, dann tut das ein weiteres, um das Bild von diesen Religionen zu festigen.
Als Ausnahme möchte ich hier ausdrücklich die Zeugen Jehovas erwähnen, die mir nie mit dieser arroganten Intoleranz begegneten, sondern als ausgeglichene und friedvolle Gläubige begegneten, die das Recht der privaten Religionsentscheidung und -ausübung sehr hoch zu schätzen wussten (wohl deshalb, weil sie selbst zu Weilen dafür so hart kämpfen mussten (und noch immer müssen, wie mein Artikel weiter unten belegt)).

also, soweit ich weiß, wurde haloween aus irland nach amerika
gebracht - inwiefern es dann nach deutschland „zurückkam“,
erkläre mir mal bitte…

Die Tag/Nachtgleiche ist in so gut wie allen älteren Religionen wichtig. Halloween selbst ist ein keltisches Fest. Kelten lebten auch in Deutschland.

und solange du keine wicca bist, verstehe ich auch nicht,
wieso du dich so für halloween einsetzt:smile:…

War nur ein Beispiel, das ich besonders lächerlich fand (hatte ich ja schon ausgeführt).

Grüße,

Anwar

Hallo,

Wenn Du Atheist ist bist, der das Göttliche ja verneint, dann
solltest Du eigentlich wissen, was Du verneinst. D. h., Du
solltest wissen, worum es geht. Und wenn Du das wüsstest,
würdest Du hier nicht behaupten, dass es die Religion war, die
diese Dinge getan hat. Es war eine von extremen Menschen
geführte Kirchenorganisation, die sich in der irrigen Annahme
fand, dass sie das Richtige im Sinne der Religion tun würde.

Allerdings besteht eine Religion auf Erden nunmal primär aus ihren menschlichen Anhängern.

Soweit ich weiss, hat aber keine Weltreligion Grausamkeiten
der Erfüllung ihres Glaubensziels vorangesetzt.

Sagen wir mal die Bibel und der Koran sind da durchaus ambivalent in ihren Äußerungen.

Grüße,

Anwar

Hallo,

Lies meine letzte Antwort bitte ganz bewusst. Ich habe Dich
gefragt, wie Du Dich fühlen würdest.

Wenn ich mich so massiv in das Leben anderer einmischen würde, dann würde ich jedem das Recht zugestehen, mich zu karikieren.

Grüße,

Anwar

Hallo,

Wat denn nu? Entweder bist Du Agnostiker oder Atheist.

Ich bin Agnostiker, vermute aber, dass es keinen Gott gibt. Habe dafür leider noch keine griffige Bezeichnung gefunden. Vielleicht bis Du behilflich?

Grüße,

Anwar

Danke!

sag mal wiviele Männer haben eigentlich Deine Mutter gevögelt,
bevor sich Dein Vater ihrer erbarmte?

Ja, das sind Christen, wie ich sie kenne. Danke, dass Du meine Argumentation so eloquent unterstreichst.

Anwar

Hallo,

Arghhh…es ist ziemlich davon auszugehen, dass die Verfasser
des GGs den jüdisch-christlichen Gott und nicht irgendeinen
ägyptischen Krokodilgott meinten.

Ich hatte es bisher eher so interpretiert, dass der Gott in der Präambel ein allgemeiner, wohlwollender Schöpfer ist, nicht ein ganz genau definierter Gott einer Glaubensgemeinschaft. Aber darüber zu diskutieren wäre wohl ein ganz anderes Thema.

Hätte ich das irgendwo geschrieben? Interpretiere doch bitte
nicht einfach etwas in meine Texte hinein, was dort nicht zu
finden ist. Du kannst nicht über etwas Dein Unverständnis
äußern, was es gar nicht gibt.

Ich hatte mein Unverständniss über Deine Aufzählung geäußert. Und die gibt es!

Ich habe lediglich gesagt, dass
eine Gesellschaft, die der Kirche Doppelmoral vorwirft,
zunächst mal prüfen sollte, ob sie sich nicht selbst in
mancher Hinsicht doppelmoralisch verhält.

Ich verhalte mich nicht doppelmoralisch (jedenfalls nicht in einer der von Dir aufgezählten Arten), darf ich jetzt weiterkritisieren? :smile:

Dass ich damit
irgendein doppelmoralisches Verhalten in irgendeiner Weise
gerechtfertigt hätte, wäre mir völlig fremd.

Sorry, hatte ich so verstanden. Wenn das nicht der Fall war: Entschuldigung.

Grüße,

Anwar

Hallo,

Davon abgesehen, dass ich mich auch über diverse Satiren bzgl.
Politikern aufregen kann, wenn diese ehrverletzend werden (und
egal welcher Coleur): Wie groß wäre wohl der Aufschrei - zu
Recht -, wenn ein Film in die Kinos kommt, in dem Mohammed
„durch den Kakao“ gezogen wird?

Nachdem schon Winnetou durch den Kakao gezogen wurde kann mich nichts mehr Schrecken. Eine Persiflage über Mohammed - a la „Life of Brian“ zum Beispiel - fände ich vielleicht ganz lustig.

„Allah ist groß, Allah ist mächtig, er hat einen Arsch von
drei Meter sechzig.“

„Arsch“ ist einfach nur ein vulgäres Wort. Wenn man das stilistisch noch etwas verbessern würde, könnte ich das lustig finden.

Grüße,

Anwar

Hi Ronny,

ich weiß nicht, vielleicht sitze ich ja auf dem Schlauch,
aber irgendwie kann ich nicht so richtig nachvollziehen,
welchen Abbruch es den Lehren und der Idee des Christentums
(sprich Jesus`Lehren)
getan hätte, wäre der Meister verheiratet gewesen,
wie es sich für einen richtigen Rabbi auch so gehört hätte.

Angel

Hiho :smile:

Jeder Mensch hat das Recht, verarscht zu werden. JEDER, ob tot,
lebendig, oder noch in der Mache.

Grüße, René

Hi,

Ich bin Agnostiker, vermute aber, dass es keinen Gott
gibt. Habe dafür leider noch keine griffige Bezeichnung
gefunden. Vielleicht bis Du behilflich?

Dann bist Du kein Agnostiker mehr sondern bereits latent atheistisch

Um was geht es hier eigentlich?
hallo

ich habe unten in diesem thread schon mal gepostet, in der hoffnung, dass sich eine spannende diskussion entwickelen koennte.

leider herrschen hier vor allem beschimpfungen vor, allerdings ist mir gar noch nicht klar geworden, auf was? ich habe dan browns buch nicht gelesen, da es ein keine ernstzunehmende abhandlung ist. allerdings habe ich mich sonst mit dem thema beschaeftigt und finde es ein spannendes gebiet ueber das sich eigentlich ohne grosse emotionsanwallungen diskutieren lassen sollte.

ich habe mir gestern den film angesehen (leider verpasste ich die ersten 30 minuten). es handelte sich um die widerlegung einiger behauptungen von dan brown. so what???

wie bitte schoen, wurde jesus in den dreck gezogen? ich habe mir ja wirklich muehe geben, aber leider keinen leisesten hinweis darauf gefunden…

konsternierte gruesse
coco

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Dann bist Du kein Agnostiker mehr sondern bereits latent
atheistisch

Das wollte ich damit ausdrücken.

Grüße,

Anwar

Gegenfrage: Warum?

Ist es notwendig, jemanden in seinem Glauben zu verletzen?

Warum verletzte ich dich in deinem Glauben? Heißt Glaube nicht Vertraun? Und kann
Vertrauen so leicht verletzt werden?

Ist es nicht vielmehr ein Zeichen absoluter Intoleranz gerade
von Menschen, die sich ach so tolerant dünken, Gruppierungen
durch den Kakao zu ziehen, die sie nicht verstehen können?

Wer zieht den einzelnen durch den Kakao?

Ist das nicht der Anfang von Diskriminierung?

Wo ist der Anfang von Intoleranz?

Denk mal drüber nach.

Dito

Liebe Grüße
Ronny

ich glaube nicht, daß die anhänger

von religionen für die pubertären komplexe anderer sich
beschimpfen lassen müssen.

Warum beschimpft jemand die Anhänger einer Kirche??? Und warum regt sich jeder
darüber auf??? Is es nicht eher so, dass hier ein klein bisschen Intolleranz
anderen (nicht gläubigen Menschen) entgegen gebracht wird? Ich bin der Meinung,
dass man das weder als Beschimpfung gelten lassen kann noch als Beleidigung. Es
wird keiner persönlich in seiner Glaubensauswirkung beleidigt oder behindert.
Also was soll der Terz?

lg ronny