Wie gesagt, warum sollte ich beruhigt sein, nur weil es in
einem anderen Land nicht sicherer ist? Dürfen wir über das
Klima in unserem Land nicht mehr reden, weil anderswo Krieg
ist? Brauchen wir über Wirtschaft nicht mehr reden, weil
andereswo die Leute hungern?
Doch klar! Die Hitze der Diskussion legt bloß nahe, über ein
Hochspielen der Situation der Juden in Dtld. die Taten der
Juden in Israel herabspielen zu wollen.
Aha. Warum sollte ich daran ein Interesse haben, wenn mich nur das erste direkt betrifft? Zum Hochspielen solltest Du dir vielleicht vorstellen, das selbst bei einem Prozent Antisemiten in Deutschland den Juden immer noch eine deutliche Mehrheit gegenüber steht. Aus diesem Grund nehmen wir die Sache natürlich anders war und ich hoffe immer noch, dass man hier Verständnis für eine Minderheit aufbringt, welche in diesem Land nicht immer so gute Erfahrungen gemacht hat. Womit ich jetzt niemanden etwas vorwerfen will, sondern nur verdeutlichen, dass bei uns andere Überlegungen angestellt werden.
Woanders hier wurde schonmal gefragt, was eigentlich der ZdJ
zum israelisch-palästinensischen Konflikt sagt.
Ich verstehe nicht, warum er dazu verpflichtet wäre und du darauf hinweisen musst, wenn er Zustände hierzulande kritisiert oder zur Diskussion stellt. Er ist eine Organisation von Juden, welche in der BRD leben - und eben nicht in Israel.
Und zu den Untersuchungen ist mir noch eingefallen, daß mich
mal interessieren würde, wieviel Prozent aller israelischen
Staatsbürger latent deutschfeindlich sind. Und latent
palästinenserfeindlich bitte auch.
Was hat das mit dem Thema zu tun? Du (und nicht ich) willst du deutlich vom Thema ablenken. Das Thema hier ist Antisemitismus in Deutschland und hier in www und nicht Israel. Davon abgesehen wüsste ich ehe nicht, was ich (und noch weniger lego oder andere) mit Rassismus in Israel zu tun hätte.
(Aus reinem Interesse, nicht um evtl. vorhanden Antisemitismus
zu verharmlosen.)
Dann mache ein neues Thema im Bereich Ausland auf.
Wo habe ich jemanden beschimpft für Kritik an Israel?
Ging es hier um Kritik an Israel?
Ich glaube, es ging um Kritik an Friedmann.
Eben. Deine Unterstellung, war aber das man für Kritik an Israel beschimpft wird.
Hast Du o.g. Satz nicht gesagt, sinngemäß?
Ja und im Zusammenhang entsteht da keine Schuldfrage daraus.
Wenn habe ich hier als Antisemitien bezeichnet? Jetzt wird es
aber spannend.
Ich korrigiere mich: „latenter Antisemit!“. Lies Dir nochmal
deine Beiträge durch, Du wirst es finden.
Selbst das habe ich niemanden vorgeworfen, sondern mich nur auf Argumente bezogen. Warum man diese wiederum verwendet ist eine andere Frage und solange sich der Betreffende nicht dazu äussert, könnte ich hier nur spekulieren.
Beispiel:
„Mit Auge um Auge muss in Israel schluss sein.“ Ein normaler Satz welcher oft im Zusammenhang mit Israel fällt. Dieser Satz enthält aber dennoch ein antisemitsches Klischee, nämlich das die Juden rachsüchtig wäre, was in letzterm Zusammenhang immer mit diesem Satz ausgedrückt wird. Darauf kann man nun hinweisen, sagt aber damit nichts über die Kritik noch den Kritisieren aus. Meistens ist es völlig unbekannt, dass es diesen Antijudaismus aufgrund dieser Steller gibt und das Jude die Stelle ganz anders auslegen.
Ich sehe Friedmann nicht als Kritiker. Kritik sollte
sachbezogen sein.
Solange der Kritisierte die Sachebene nicht verlässt, hast Du recht. Aber die Unterstellung Friedman würde mit seiner Art Antisemiten schaffen, ist für mich kein Sachargument mehr oder siehst Du das anders?
Kannst Du den Absatz da oben näher ausführen, bitte? Ich
möchte da nur ungern was reininterpretieren, was Du nicht
meinst.
Meinst Du das:
Ich giesse Öl ins Feuer - naja, jetzt geht es mir hier wohl
langsam so wie Friedman. Die Kritiker sind die Ursache und
nicht der Anlass der Kritik.
Was muss man da hineininterpretieren? Es ist ja hier wohl so, dass wir nicht darüber diskutieren, warum es soviel latenten Anitsemitismus gibt und was man dagegen tun kann, sondern warum wir durch diese Feststellung jemanden beleidigen. Nicht die Ursache - latenter Antisemitismus - wird kritisiert, sondern die Kritiker - welche darauf hinweisen.
Schalom,
Eli