Wer hat Lust eine Partei mit mir zu gründen?

Ja, mir geht es auf den Sack, dass so viele nur den Quatsch
aus der Presse nachplappern, ohne die tatsächlichen Ursachen
zu begreifen.
War aber nicht böse gemeint :smile:

Hallo Frank!

Ich verstehe was du meinst, aber nicht jeder Mensch in diesen Land ist in wirtschaftlichen oder politischen Zweigen tätig. Kannst du ein Auto zerlegen und wieder zusammen setzen? Ich nicht. Jeder in seinem Fachbereich…

Das kann aber nicht bedeuten, dass die Leute nicht mehr sagen dürfen, was sie denken. Wenn jemand für einen Hungerlohn arbeiten geht und mit seiner Familie am Existenzminimum kratzt, interessieren ihn die Ursachen für die schlechte Lage an der Börse oder die Argumente für die Ökosteuer (nur als Beispiele) einen Scheiß.

Im ürbigen hat fast niemand Zeit, alle Wirtschaftsmagazine zu lesen und an der Abendschule noch eine wirtschaftliche Fortbildung zu machen, um den Umfang des ganzen Geschehens zu begreifen. Die Medien sind nunmal die Informationsquelle Nr. 1, auch wenn nicht alles stimmt was da gebracht wird. Wer hat also Recht?

Es ist genau dieser Punkt, warum Politik, Wirtschaft und Bevölkerung soweit voneinander weg sind wie nie. Man trifft Entscheidungen, die nicht erläutert werden, geschweige denn dass jemand nach der Meinung der Menschen fragt. Denn: die haben ja eh keine Ahnung!

Auch in diesem Forum muss es zulässig sein, dass Leute mitdiskutieren, die nur halb soviel Ahnung haben wie du. Betroffen von der Situation sind alle, und nicht immer ist nur eine Meinung oder Darstellung richtig.

Gruß,Peter

PS: War auch nicht böse oder persönlich gemeint, aber Demokratie heißt ja nicht Macht der Experten :wink:

Ich liebe das praktische Beispiel. Eine Spielart direkter
Demokratie, mindestens direkter Einflußnahme auf das
Geschehen, läßt sich in den Gemeinden beobachten. Von einer
politisch interessierten Bevölkerung würde ich erwarten, sich
die öffentlichen Gemeinderatssitzungen anzuhören und
Bürgersprechstunden wahrzunehmen, um auf das unmittelbare
Lebensumfeld von den Schulen bis zu den Straßen direkten
Einfluß auszuüben. Das alles interessiert bestenfalls 1% (!!)
der Bevölkerung, unmittelbar abzulesen an durchschnittlichen
Besucherzahlen und Anzahl der Bürgeranfragen. Die meisten
Menschen haben nicht einmal eine vage Vorstellung vom Aufbau
des Gemeinwesens und seinen Institutionen. Der Verstand geht
über Schlagerträllerei, Formel-1 und Fußballvereine nicht
nennenswert hinaus, jedenfalls könnte man keine Diskussion
über Gewerbesteuerhebesatz, Vermögenshaushalt und
Schlüsselzuweisungen aus dem Landesetat führen, geschweige
denn, darüber Abstimmungen durchführen lassen. „Die“ (wer das
ist, weiß niemand) müßten mehr Arbeitsplätze schaffen. In
solchen Statements erschöpft sich Volkes Stimme, die Stimme
von mehrheitlich wirtschaftlichen Analphabeten.
Mit direkter Demokratie triebe man die Schwächen einer
Demokratie auf die Spitze.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang!

Das Volk erwartet etwas von „denen“, und das zu Recht. Es hat „die“ gewählt, eben weil „die“ mehr von der Materie verstehen. Nun sieht das Volk aber, wie „die“ nach der gewonnen Wahl sparen, sparen, sparen und bekommt das zu spüren. Das Volk versteht das aber, weil die Verschuldung nicht weiter zunehmen darf und und und.
Nach Jahren sagen „die“ aber, dass die Verschuldung nun aber trotzdem auf neuem Rekordniveau ist und wollen noch mehr Geld vom Volk und längere Arbeitszeiten. Die doofen und ungebildeten Deutschen verstehen das jetzt nicht ganz und bekommen aber keine wirklichen Verbesserungsvorschläge, die ihnen nicht an die Tasche gehen würden. Für Begründungen und Mitbestimmung sind sie ja eh zu doof.

Viele Menschen, die Gemeinderatssitzungen besucht haben, sahen, wie träge und entscheidungsunfähig deutsche Politik sein kann, wie wenig sie dort selbst bewirken konnten. Kein Wunder, dass es nur wenige interessiert. Der um sich greifende Analphabetismus reicht jedoch gerade noch dazu, vor seinen Akten und Kontoauszügen zu sitzen und seinen Kindern zu erklären, dass es dieses Jahr wieder keinen Auslandsurlaub gibt. Im übrigen ist Papi´s Job so unsicher wie nie.

Die Deutschen bekommen mehr von der Politik und Wirtschaft mit, als man denkt, und zwar am eigenen Leib, überall. Sie begreifen dafür sicher nicht den ganzen Umfang der Verflechtungen, aber was sie sehen, reicht ihnen. Das trällern von Fußballliedern am Samstag ist vielen die einzige Freude in der Woche, viele von ihnen haben einmal studiert. Die Menschen haben übrigens auch längst mitbekommen, wie in Politik und Wirtschaft über ihre Intelligenz gedacht wird. Das Echo muss man vertragen können.

Ich denke, viele Politiker und Wirtschaftsbosse haben Angst, durch mehr Mitbestimmung an eigener Macht einzubüßen.

Gruß, Peter (der es liebt, mit der Stimme eines Analphabeten zu sprechen)

Hallo Peter!

Das kann aber nicht bedeuten, dass die Leute nicht mehr sagen
dürfen, was sie denken. Wenn jemand für einen Hungerlohn
arbeiten geht und mit seiner Familie am Existenzminimum
kratzt, interessieren ihn die Ursachen für die schlechte Lage
an der Börse oder die Argumente für die Ökosteuer (nur als
Beispiele) einen Scheiß.

Darum gehts ja nicht, sondern ums selber denken.
Nun haben Ossis den Vorteil, dass sie zwei konträre Wirtschaften miterleben und haben. Da braucht mir keiner zu erzählen, was möglich ist oder nicht.
Hier wird einem von den Medien die Tasche vollgehauen, dass sich die Balken biegen. Schlimmer als zu Ostzeiten.
Die Leute bringen es fertig, ihr Selbstwertgefühl restlos wegzuschmeiassen - leben vielfach am Existenzminimum und jammern mit ihren Ausplünderrern, weil die dieses Jahr ne Milliarde weniger verdient haben. Sorry - aber da greif ich mir nur noch an den Kopf. Wieso kriegen das die Leute nicht mit, dass sie hier von hinten bis vorn verarscht werden? Da ist doch Pisa nur die Spitze des Eisberges.
DAS ärgert mich am meisten.

Im ürbigen hat fast niemand Zeit, alle Wirtschaftsmagazine zu
lesen und an der Abendschule noch eine wirtschaftliche
Fortbildung zu machen, um den Umfang des ganzen Geschehens zu
begreifen. Die Medien sind nunmal die Informationsquelle Nr.
1, auch wenn nicht alles stimmt was da gebracht wird. Wer hat
also Recht?

Reicht es, um eins und eins zusammenzuzählen? Mehr braucht es nicht, um diese Verarsche zu erkennen.

Es ist genau dieser Punkt, warum Politik, Wirtschaft und
Bevölkerung soweit voneinander weg sind wie nie.

Dass die Klassen in diesem Land weiter auseinanderdriften, ist logisch und bekannt.

Man trifft
Entscheidungen, die nicht erläutert werden, geschweige denn
dass jemand nach der Meinung der Menschen fragt. Denn: die
haben ja eh keine Ahnung!

Ja, Deppen braucht die Nation, die lassen sich einfacher lenken.
Was sollen die vernünftig erklären? Dass sie dich noch intensiver ausbeuten möchten, weils für die dritte S-Klasse noch nicht reicht? Das wäre wenigstens ehrlich.

Auch in diesem Forum muss es zulässig sein, dass Leute
mitdiskutieren, die nur halb soviel Ahnung haben wie du.
Betroffen von der Situation sind alle, und nicht immer ist nur
eine Meinung oder Darstellung richtig.

Nicht Meinung - Ursachen darstellen und Fakten analysieren. Aber keine Tatsachen verdrehen. Ne Meinung soll sich jeder selbst bilden.

PS: War auch nicht böse oder persönlich gemeint, aber
Demokratie heißt ja nicht Macht der Experten :wink:

Nein, Demokratie heisst hierzulasnde Kapitalherrschaft, stellvertretend für das dafür zu (angeblich) dumme Volk.

Ist hart, aber ist so.

Gruß
Frank

Ich glaube, ich habe dich völlig fehlinterpretiert. Ich denke nämlich ganz genauso. Das Problem ist, dass den verstehenden und selbstdenkenden Menschen trotzdem kein Mitentscheidungsrecht eingeräumt wird - aus gutem Grund wie man weiß.

Leider müssen die Menschen mit ansehen, wie Großkonzerne, die in diesem Jahr nicht den Rekordgewinn vom Vorjahr toppen können, zur Erreichung dieses Zieles wieder mehrere Tausend entlassen oder zumindest länger arbeiten lassen bei weniger Lohn. Es ist eine Frechheit ohne Gleichen.

Was ich meinte ist, dass die Meinung der Menschen viel zu oft als doofes Stammtischgequatsche abgetan wird, nur weil sie nicht so fachmännisch vortragen wird und gerne Argumente aus der Zeitung zitiert werden.

Ich habe selbst beide Systeme erlebt, doch nun werden beide Seiten von der Politik und den Medien gegeneinander aufgestachelt. Die wirklich Schuldigen an der Schuldenmisere bleiben im Amt und machen weiter tumbe Vorschläge.

Selber denken reicht in diesem Land nicht mehr aus, dadurch ändert sich nichts, auch nicht bei der nächsten Wahl. Was bei solch einer politischen Lage passieren kann, wenn das Volk ausgenutzt und verarscht wird, hat die Geschichte der Welt schon unzählige Male aufgezeigt. Ich jedenfalls habe bereits meine persönlichen Konsequenzen im Bezug auf bestimmte Konzerne gezogen. Leider ist der Boykott das einzige Mittel, was zunächt bleibt, auch wenn die Beschäftigten wahrscheinlich wieder die Bauernopfer sind…

Gruß, Peter

Was gibt es, was speziell ich persönlich nicht besser machen
könnte, als die Dorfschullehrer im Parlament?

Wenn Du im Parlament wärest, könntest Du es vielleich tauch,
aber UD bist nicht drin und beschäftigst Dich somit nicht mit
den anliegenden Themen. Der Mensch im entsprechenden Parlament
jedoch schon und ist er eindeutig für eine Teilnahme an
Abstimmungen zu diesem Thema qualifizierter als Du.

Hallo!

Der Abgeordnete ist wahrscheinlich qualifizierter, so wie ich in meinem Beruf qualifizierter bin als er. Er kennt die Abläufe, und zu den einzelnen Entscheidungen hat er sicher mehr Hintergrundwissen zur Verfügung als in den Medien berichtet wird. Wir alle wissen aber, dass viele Abgeordneten diese fetten Akten meist nicht oder nicht vollständig lesen, ergo wahrscheinlich nicht wirklich besser informiert sind als Stern- oder Spiegel-leser. (Muss ja nicht auf alle zutreffen)
Ist aber eh egal, weil die persönliche Entscheidung des Abgeordneten praktisch dem Fraktionszwang unterliegt, und die ganze Entscheidungsfindung dann meist parteipolitischen Spielchen oder der kurzzeitigen Erhaltung oder Schaffung von Wählerstimmen dient.

Wer der Meinung, das könnten die Deutschen nicht? Mindestens genauso gut oder schlecht! Der Abstimmungssaal als Hintergrund von Klügel und Machenschaften.
Sorry, damit hat der Abgeordnete alle Vorteile wieder wett gemacht und ich bin nun der Meinung, dass ich die Entscheidung nach Einarbeiten besser getroffen hätte.

Gruß, Peter

Hallo Peter!

Leider müssen die Menschen mit ansehen, wie Großkonzerne, die in diesem Jahr nicht den Rekordgewinn vom Vorjahr :toppen können, zur Erreichung dieses Zieles wieder mehrere :Tausend entlassen oder zumindest länger arbeiten :lassen bei weniger Lohn.

So verschieden die Aufgaben von Wirtschaftunternehmen sein mögen, eine Aufgabe hat keines davon, nämlich möglichst viele Menschen zu beschäftigen. Wenn die Unternehmensziele mit weniger Beschäftigten als zuvor erreicht werden können, MUSS sich das Unternehmen von Beschäftigten trennen. Schließlich haben alle Unternehmen ein gemeinsames Ziel, nämlich Gewinn zu erwirtschaften.

Wie Du vielleicht bemerkt hast, mied ich das Wort „Konzern“, denn die Aussagen sind Selbstverständlichkeiten der Existenz jedes Betriebs unabhängig von seiner Größe. Hintergründe solchen Handels sind nicht Gier, Klassenkampf o. ä., sondern das Bestreben, das Unternehmen zu erhalten. Reagiert man nämlich nicht auf verzichtbare Personalkosten, ist die Kasse absehbar leer und das Unternehmen geht komplett den Bach herunter.

Ich bemerke das Unverständnis gegenüber solchen Zusammenhängen besonders ausgeprägt bei vielen Menschen in den neuen Bundesländern. Hier will mancher nicht begreifen, weshalb der kleine Krauter mit seiner Bäckerei oder Kfz-Werkstatt nicht einfach zwei, drei Leute mehr einstellt. Daß der Inhaber dann voraussichtlich binnen weniger Monate Antrag auf Insolvenzeröffnung stellen müßte, weil er das Geld für die Gehälter nebst allen Kosten nicht erwirtschaften kann, scheint schwer vermittelbar zu sein, obwohl es keinen grundsätzlichen Unterschied zur privaten Haushaltskasse gibt. Da wiederum sieht jeder ein, daß man das Geld nicht für Verzichtbares verplempern darf, will man über die Runden kommen. Was für den kleinen Krauter gilt, gilt in gleicher Weise auch für den Riesenbetrieb.

Und was haben die Leute mit ihrer altbacken-verquasten Ideologie zu bieten?

Gruß
Wolfgang

Hallo Rudi,

  1. Lockerung des Kündigungsschutzes. --> Unternehmen müssen
    Geld verdienen können. Wenn Unternehmer Angst davor haben
    müssen, daß eine eingestellte Person nur sehr schwer wieder zu
    kündigen ist, dann lassen sie es. Müssen andere halt mehr
    dafür arbeiten. Auch ist es besser wenn die Staatskasse
    entlastet wird dadurch, daß „Arbeitslose“ 3 oder 6 Monate
    arbeiten. Die Vermutung, daß mit einer Lockerung des
    Kündigungsschutzes schlagartig Massen entlassen werden ist
    eine Milchmädchenrechnung.

und was soll das bringen? Unternehmen müssen Geld verdienen dürfen. Ich kanns nicht mehr hören. Da wird schon los gejammert, wenn der Gewinn mit x-Millionen doch soooo wenig ist. Vorstandsgehälter werden satt bezahlt, von den ganzen Vergünstigungen mal ganz zu schweigen, aber wenns drum geht den Arbeitnehmern Lohnerhöhung zu geben, dann ist absolut nix drin, nein, dann müssen wir entlassen. Wann kapieren Unternehmer eigentlich, dass der Arbeitnehmer auch derjenige ist, der den ganzen Kram konsumieren soll?
Arbeitslose sollen auch 3 oder 6 Monate arbeiten… okay, warum nicht, aber das versaut den Lebenslauf dermaßen, dass man nie wieder nen anständigen Job kriegt.

Grüße

Sarah

warum nicht wieder Monarchie *zwinker
Hallo Leute,
ein Maul durchzufüttern wäre doch wesentlich billiger als diese Unmengen von Politikern, und die ganzen Ruhestandsgehälter, der bisher jemals in Ämter gewesenen. Ich frage mich sowieso… wieviele Personen müssen einen Politiker oder a.D. finanzieren?

nur mal so, nicht ganz ernst gemeint, am Rande

Grüße

Sarah

Hallo Ware Wolfgang,

Ich bemerke das Unverständnis gegenüber solchen Zusammenhängen
besonders ausgeprägt bei vielen Menschen in den neuen
Bundesländern. Hier will mancher nicht begreifen, weshalb der
kleine Krauter mit seiner Bäckerei oder Kfz-Werkstatt nicht
einfach zwei, drei Leute mehr einstellt. Daß der Inhaber dann
voraussichtlich binnen weniger Monate Antrag auf
Insolvenzeröffnung stellen müßte, weil er das Geld für die
Gehälter nebst allen Kosten nicht erwirtschaften kann, scheint
schwer vermittelbar zu sein, obwohl es keinen grundsätzlichen
Unterschied zur privaten Haushaltskasse gibt. Da wiederum
sieht jeder ein, daß man das Geld nicht für Verzichtbares
verplempern darf, will man über die Runden kommen. Was für den
kleinen Krauter gilt, gilt in gleicher Weise auch für den
Riesenbetrieb.

Na logisch greift sich jeder Ossi an den Kopf, wenn er sehen muß, wie man in diesem Land Entropie verwaltet, welche die Erde längst exportiert hat. Dazu mußt du mir einen einzigen vernünftigen Grund nennen!!
Welchen Sinn, ausser vielleicht die Wirtschaft absichtlich an die Wand zu fahren, hat es, dem Markt seiner Tauschmittel zu berauben? Nein, die erwarten noch, dass sie dadurch mehr Umsatz machen - aua!!
Das begreifen Dreijährige im Osten, im Westen vermutlich nichtmal die Ökonomen.

Und was haben die Leute mit ihrer altbacken-verquasten
Ideologie zu bieten?

Welche Leute? Ich? Wissenschaft z.B.
Wenn man sich natürlich nicht mit den theoretischen Grundlagen materialistischer Dialektik, dem geistigen Handwerkszeug, beschäftigt und das immer noch mit rein formaler Logik verstehen will, bleibts Ideologie, da unverstanden. So wirst du sicherlich auch nicht verstehen, dass die Weltwirtschaft einbricht, weil die Entropieblase genau dann platzen muß, wenn weniger Mehrwert hergestellt als vom Kapital vernichtet wird. Danach ist eine kapitalistische Wirtschaft ausgeschlossen. Die Anfänge darfst du in Argentinien studieren. Möchtest du so leben?
Hab übrigends ne schöne Zusammenfassung in Anettes Philosophiestübchen gefunden: http://www.thur.de/philo/zins.htm

Gruß
Frank, Mensch, keine Ware.

Hallo Wolfgang.

nochwas von Anettes Philosophistübchen: http://www.thur.de/philo/sozware.htm
Das unterschreibe ich glatt!

Gruß
Frank

Hallo Mirijam aka littlefood,

PS: ich kann Dir gerne mal das „Abstimmungsbüchlein“ der
letzten eidgenössischen Abstimmung schicken, wenn Du Dich
dafür interessierst (es liegt hier noch bei mir im Wohnzimmer
herum)

Wenn Wolfgang kein Interesse hat, würde ich das Angebot annehmen. Ich bin nämlich auch für direkte Demokratie in D nach dem Schweizer Modell (Bundes, Landes und Kommunalebene je nach Finanz- und Gesetzesrahmen). Da ich auch viel Gegenwind in dem Sinne von Wolfgang bekomme, bin ich auf der Suche nach Gegenargumenten. So was handfestes (ausser der Seiten der bundesverwaltung) wär mir da sehr willkommen.

Ciao maxet.
Adresse würde ich per Mail mitteilen !
Üvberleg Dir ein Gegengeschenk (was aus Dresden ?)

Hallo Rainer,

So, Du hast mich so weit. Ich möchte bei der nächsten Wahl im
den Gemeinderat. Ich wohne zwar erst seit 8 Jahren hier, aber
ich habe keine Feinde. :wink: Die Leute mögen mich, oder wissen
nichts von mir.
Gib mal Tipps! Wie funktioniert das?

Die genaue Verfahrensweise ist Ländersache, google sollte mit Kommunalwahl gesetz Saarland bzw. über saarland.de Ergebnisse liefern.

Prinzipiell müssen im Parlament(Gemeinderat) vertretene Parteien sich nur anmelden. Dort aufgestellt zu werden sind auch für Newcomer scheinbar rel. leicht (vgl. der Schröder Watschenmann, Eintritt 02/2004 und schon Kandidat für Landkreis).
Als Einzelkanditat bzw. als nicht im Gemeinderat vertetene Gruppierung muss man man i.d.R. Unterschriften im Bereich von 0,5 - 1 o/oo der wahlberechtigten Bevölkerung bringen.

Ciao maxet.

Das Problem ist, dass den verstehenden
und selbstdenkenden Menschen trotzdem kein
Mitentscheidungsrecht eingeräumt wird - aus gutem Grund wie
man weiß.

Warum sollten sie auch ? Das politische System und das Kapital haben sich auf Kosten anderer doch blendend eingerichtet. Und die Schaffung von Systemstabilität ist nun mal erste und wichtigste Aufgabe eines Systems.

Leider müssen die Menschen mit ansehen, wie Großkonzerne, die
in diesem Jahr nicht den Rekordgewinn vom Vorjahr toppen
können, zur Erreichung dieses Zieles wieder mehrere Tausend
entlassen oder zumindest länger arbeiten lassen bei weniger
Lohn. Es ist eine Frechheit ohne Gleichen.

Das Schlimme ist doch, daß „die Menschen“ es sich immer noch „ansehen“.
Jammern und trotzdem passiv bleiben ist wie den Dieben die Beute nach Hause tragen.

Selber denken reicht in diesem Land nicht mehr aus,

Aber es ist ein Anfang ! Eigentlich offensichtlich Lügen werden ja gar nicht mehr als Lügen erkannt ! Her Hundt denkt sich im Luxushotelzimmer bei Champagner und Cohiba irgendeinen Mist aus. Der wird dann durch die Presse gedreht bis es jeder glaubt und schließlich von Regierungsparteien in abgeschwächter Form als „das kleinere Übel“ durchgedrückt.

dadurch
ändert sich nichts, auch nicht bei der nächsten Wahl.

Nach den Umfragen zu urteilen nicht. Vielleicht lebe ich ja in einem Land mit lauter Masochisten, die sich heimlich wünschen vom Kapital und seinen Knechten gedemütigt und ausgenutzt zu werden.

Gruß
Stefan

Hallo,

So verschieden die Aufgaben von Wirtschaftunternehmen sein
mögen, eine Aufgabe hat keines davon, nämlich möglichst viele
Menschen zu beschäftigen. Wenn die Unternehmensziele mit
weniger Beschäftigten als zuvor erreicht werden können, MUSS
sich das Unternehmen von Beschäftigten trennen. Schließlich
haben alle Unternehmen ein gemeinsames Ziel, nämlich Gewinn zu
erwirtschaften.

Ach ja ?
Basiert diese Ansicht nicht vielmehr darauf, daß auf der einen Seite
Menschen arbeiten/produktiv sind, während auf der anderen Seite
jemand steht, der FÜR SICH ARBEITEN LÄSST und daher die Beschäftigten in erster Linie als KOSTENFAKTOREN sieht !?
Glauben Sie, eine genossenschaftlich geführter Betrieb würde es für seine Aufgabe halten, einen Teil der Eigentümer auf die Straße zu setzen ?

Hintergründe
solchen Handels sind nicht Gier, Klassenkampf o. ä., sondern
das Bestreben, das Unternehmen zu erhalten. Reagiert man
nämlich nicht auf verzichtbare Personalkosten, ist die Kasse
absehbar leer und das Unternehmen geht komplett den Bach
herunter.

Schon mal was von motivierten und zufriedenen Mitarbeitern gehört ?
Eine Politik des „hire & fire“ zur Aufwertung eines irrealen Börsenkurses wird auf Dauer sicherlich auch zum Abwandern kreativer Köpfe im Unternehmen führen.

Ich bemerke das Unverständnis gegenüber solchen Zusammenhängen
besonders ausgeprägt bei vielen Menschen in den neuen
Bundesländern. Hier will mancher nicht begreifen, weshalb der
kleine Krauter mit seiner Bäckerei oder Kfz-Werkstatt nicht
einfach zwei, drei Leute mehr einstellt. Daß der Inhaber dann
voraussichtlich binnen weniger Monate Antrag auf
Insolvenzeröffnung stellen müßte, weil er das Geld für die
Gehälter nebst allen Kosten nicht erwirtschaften kann, scheint
schwer vermittelbar zu sein, obwohl es keinen grundsätzlichen
Unterschied zur privaten Haushaltskasse gibt. Da wiederum
sieht jeder ein, daß man das Geld nicht für Verzichtbares
verplempern darf, will man über die Runden kommen. Was für den
kleinen Krauter gilt, gilt in gleicher Weise auch für den
Riesenbetrieb.

Es ist interessant festzustellen, daß Sie Lohnkosten für „verzichtbar“ halten und deren Zahlung als „verplempern“ begreifen. Gestatten Sie daher die Frage, ob Sie sich ihre Arbeitskraft noch vergüten lassen?
Wenn ja, sollten Sie dies schleunigst bemängeln. Ihr Arbeitgeber wird Ihren Beitrag zur Steigerung seiner Rendite sicherlich zu schätzen wissen.

Und was haben die Leute mit ihrer altbacken-verquasten
Ideologie zu bieten?

Ist es für Sie Ideologie Lüge beim Namen zu nennen ?

Gruß Stefan

Moin Frank!

Nein, ich WEISS, dass es Unsinn ist, sich in diesem Parlament
zu beteiligen, weil schon die Gerundlagen fehlen, etwas
vernünftig auf die Reihe zu bringen. In einer in die
Weltökonomie eingebundenen Wirtschaft kann ich lokal so gut
wie nix regeln.

Da würde ich Dir doch widersprechen. Schau z.B. mal nach Venezuela.
Freilich, bei Beibehaltung der Einbindung in die Weltwirtschaft, wie sie gegenwärtig besteht, wird das wohl nichts werden. Aber, wie man an Venezuela sieht, ist das nicht zwingend.
Das es anders geht und das Globalisierung nicht notwendigerweise weltweiter reiner Kapitalismus heißt ist hierzulande leider viel zu wenig bekannt.

Beispielsweise könnte man eine dauerstabile Wirtschaft nicht
nur um der Wirtschaft Willen, sondern als Mittel zum ZUweck
nach AWT beteiben.

Ja, Wirtschaft ist doch eigentlich zur Befriedigung von Bedürfnissen da und nicht der Mensch zur Befriedigung der Wirtschaft. Bedauerlicherweise vergessen das immer wieder einige. Bei den Wirtschaftsgrößen wundert mich das auch nicht, aber bei den anderen…

sind wir weiterhin der
Eigendynamik dieser Wirtschaft unterworfen. Sklaven eigenen
Unvermögens

…und aufgrund einer Rationalisierungsmaßnhme ziemlich bald arbeitslos
:wink:

Gruß Stefan

Moin Frank,

mir fallen da wenigstens zwei Parteien ein, die sich darauf
berufen. …

Ja, berufen tun sie sich darauf. Sein tun sie´s aber nicht.
Ein bürgerlicher Wahlverein ist prinzipiell etwas
staatstragendes. Damit geht die Willkür einer Herde Deppen
weiter.

Versteh ich Dich richtig : Linke Partein = staatstragende bürgerliche Wahlvereine ?
Damit bist Du dann wohl bei der Revolution als einzigem Ausweg. Diese Option ist m.E. aber eher theoretischer Natur, weil dafür eine Machtfrage positiv zu beantworten wäre. Im Gedankenspiel : Ein Staatsystem, welches sich in seiner Existenz ernsthaft bedroht sieht, würde (auch wenn die Verfassung noch anderes vorschreibt) zu militärischen Mitteln greifen. Folglich bräuchte man militärisches Potential. Und da sind wir dann in der Utopie…
Der Weg zur Veränderung geht also nur durch die Parlamente.
Und da können eben nur Parteien hingelangen.
Klar, an denen die es gibt, gibt es viel zu kritisieren, aber ohne ihr Vorhandensein?
Wie willst Du linke Alternativen zu diesem weitverbreitenen neoliberalen Gesülze in die Gesellschaft tragen.
Zum Beispiel die PDS vor und nach 2002. Da sind die bundesweiten Kommunikationsmöglichkeiten weitgehend weggebrochen. Da gibt es Alternativvorschläge zur herrschenden Politik, über die aber gesellschaftlich nicht einmal mehr diskutiert wird, weil das Ignorieren möglich geworden ist.

Gruß Stefan

Hallo Rudi,

Ich denke Unternehmen müssen Geld verdienen können. Ein zu
strenger Kündigungsschutz ist eine Hemmschwelle für
Neueinstellungen. Es ist meiner Meinung nach noch immer besser
für 3, 6, oder 12 Monate Beschäftigung zu haben, als daß durch
die Arbeitslosigkeit die Staatskasse belastet wird.

Also eine permanent verfügbare Arbeitskräftereserve, die den Unternehmer nichts kostet? Nach Bedarf morgens einstellen und abends wieder rausschmeissen. Und bei Nichtbedarf erfolgt die Besoldung dieser Reserve durch die Arbeitslosenversicherung.
Wie praktisch … für den Unternehmer.

Unternehmen wollen und müssen Geld verdienen, somit ist die
Beschäftgung von Mitarbeitern in das unternehmerische Risiko
miteinzukalkulieren. Werden hier Schwellen abgebaut, ist
meiner Meinung nach auch mehr Beschäftigung möglich.

oder eben weniger.
Nebenbei kann man die Löhne noch drücken, wenn man mit Weiterbeschäftigung lockt.
Über den Einsatz von Leiharbeitern besteht heute schon die Möglichkeit sich der temporär eingesetzten Arbeitskräfte schnell und einfach wieder zu entledigen. UNd was passiert ?
DEr Nettolohn für den gleichen Arbeitsplatz sinkt. Ein weiterer Arbeitgeber verdient. Und bestehende Arbeitsplätze wandern auf den Zeitarbeitsmarkt. Nur von Mehrbeschäftigung keine Spur.

Gruß
Stefan

Basiert diese Ansicht nicht vielmehr darauf, daß auf der einen
Seite
Menschen arbeiten/produktiv sind, während auf der anderen
Seite
jemand steht, der FÜR SICH ARBEITEN LÄSST

ohgott was sollen diese tiefroten ideologischen aussagen? wie kommst du nur darauf, daß ein unternehmer „für sich arbeiten läßt“ und „nicht produktiv ist“? weißt du was es bedeutet selbstständig zu sein - vor allem am anfang? kein fixes gehalt, keine 7 tage urlaub am stück, arbeitszeiten oft bis in die abendstunden. wenn du nachhause kommst kannst du nicht einfach abschalten, und wenn du mal für 10 tage auf urlaub bist, dann fährt das bimmelnde handy mit… denn vor allem heißt das eins: *verantwortung* für das eigene gehalt UND für ein paar familien und deren arbeitsplätze usw usf. geht man pleite, verlieren auch ANDERE ihren arbeitsplatz, weil DU versagt hast. meinst du das ist einfach? ist es nicht! wenn niemand sich trauen würde ein unternehmen zu gründen, dann gäbe es nichts.

gruß
datafox

Hallo Stefan!

Glauben Sie, eine genossenschaftlich geführter Betrieb würde
es für seine Aufgabe halten, einen Teil der Eigentümer auf die
Straße zu setzen ?

Auch ein genossenschaftlicher Betrieb hat nur die Wahl, Gewinn zu erwirtschaften oder unterzugehen. Fragen der Rechtsform und Organisationsstruktur sind dabei zweitrangig. Wenn Du das nicht glauben magst, schau Dir genossenschaftliche Betriebe an, deren Spektrum von Banken bis zu den Nachfolgern der ehemaligen LPGs im Osten reicht. Diese Betriebe müssen in (fast) genau gleicher Weise rechnen und handeln wie jeder andere Betrieb. Das „fast“ bezieht sich auf Unternehmen, in denen nur die Anteilseigner/Inhaber arbeiten. Wenn es dort schlecht läuft, ist die Sache ganz einfach, dann gibts nämlich kein Geld oder weniger Geld. Dieses Spiel, das sich jeder Unternehmer selbst auferlegen muß, kann man mit keinem Angestellten machen. Der will sein festes Gehalt haben und fragt nicht, woher es kommt. Wird das Gehalt nicht gezahlt, läuft er zum Anwalt/Gericht und nötigenfalls ist der Unternehmer sein privates Dach über dem Kopf los, um die Gehälter zahlen zu können. So ein Unternehmer ist aber selbst Schuld an seiner Lage, er hätte nämlich rechtzeitig Mitarbeiter entlassen können/müssen. Schließlich ist genau dafür die Arbeitslosenversicherung da, damit eben niemand ins Bodenlose stürzt. Wieder mit der kleinen Einschränkung, daß es ohne weiteres für den in Not geratenen Unternehmer keine soziale Absicherung gibt.

Gruß
Wolfgang

Hallo Frank!

Na logisch greift sich jeder :open_mouth:ssi an den Kopf, wenn er :sehen muß, wie man in diesem :Land Entropie verwaltet, :welche die Erde längst :exportiert hat. Dazu mußt du :mir einen einzigen
vernünftigen Grund nennen!!

Ist das die Antwort, die Du einem mittelständischen Unternehmer gibt, falls er Dich fragt, wie er hier und jetzt sein Unternehmen aus einer schwierigen Lage befreien kann?

Der Unternehmer muß einige Mitarbeiter entlassen, weil nicht genügend Aufträge vorhanden sind oder weil automatisiert werden muß, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Und Du sagst, er solle keine Mitarbeiter entlassen, dafür sagst Du Deinen eingangs zitierten Spruch auf. Und was glaubst Du wohl, was dann passiert? Glaubst Du, der Betrieb überlebt mit Deinem Spruch?

Stelle Dir vor, der Unternehmer kann mit Maßnahmen nicht bis zur Weltrevolution o. ä. warten, er muß vielmehr sofort reagieren, weil sonst alle Arbeitsplätze über den Deister gehen. Sagst Du ihm, er soll alles zum Teufel gehen lassen, er soll keine Arbeitsplätze retten, soll nicht automatisieren?

Wie ich Dich einschätze, wirst Du alles Erdenkliche zitieren, Links aufschreiben, aber niemals auf die konkrete Problemstellung eingehen.

Gruß
Wolfgang