Wer hat Lust eine Partei mit mir zu gründen?

Würde man allen (!!) unternehmen
verbieten, Gewinn zu erwirtschadften, würde die Wirtschaft
auch funktionieren, sogar wesentlich besser.

hier ist der punkt erreicht, an dem man nicht weiterkommt.

„verboten“ müssen normalerweise nur dinge werden, bei denen
die gefahr besteht, daß sie begangen werden, also ein antrieb
besteht. damit räumst du wenigstens ein, daß es einen antrieb
gibt, güter zu erwerben bzw. „gewinn zu machen“ was dasselbe
ist.

Verboten im Sinne von abgeschafft, nicht untersagt. Es geht ausschliesslich um die Existenz fiktiven Kapitals. Wenn das durch Staaten nicht mehr besichert werden würde, gäbe es keinen Kapitalismus. Dieses Wirtschaftssystem ist ein Kunstgeilde, nichts natürliches.
Nur wird dir das nicht gesagt, das verbietet die bürgerliche Ideologie.

Gruß
Frank

Den PC haben dessen Lohnsklaven hergestellt, die dadurch
erpresst werden, weil er weiss, dass sie täglich was zu essen
brauchen.

aha und von was lebt der unternehmer? von luft und liebe?
versagt er, hat er nur nicht nichts mehr zu essen, sondern
auch noch einen schuldenberg.

Von was lebt der Unternehmer ? Als Kapitalist sicher nicht von seiner eigenen Arbeit. Oder glaubst Du Hundt kann ewinen seiner 1300 Arbeiter ersetzen? Un was passiert mit dem Arbeitnehmer wenn die Firma pleite geht ? Der wartet erst auf seinen Lohn , Rennt dann nach Konkursgeld um demnächst nach einem Bewerbungsmaraton mit 331 Euro zu Hause zu sitzen.

wenn ich mich recht erinnere, ist dieses gebilde vor einigen
jahren zusammengebrochen, nachdem ihnen massenweise die leute
davongelaufen sind. erinnerst du dich an die züge durch
österreich?

ZUgegeben der erste realexistierende Sozialismus auf deutschem Boden hatte Schwächen. Aber was bitteschön ist mit den Sozialismuskonzepten danach. DDR Bürger waren fähig aus Fehlern zu lernen und es gab den Wunsch einen Sozialismus neuer, offener Prägung auf deutschem Boden zu schaffen.
Diese Bestrebungen sind aber aus dem westlichen Teil mit massiver Propaganda abgewürgt worden. Daran erinnert sich natürlich niemand mehr.
Im übrigen vor 61 hat die BRD 2 Mio hochqualifizierte Arbeitskräfte aus dem Osten „abgesaugt“ Ich will damit nicht den Bestand der Mauer rechtferigen, aber dieser parasitäre Wesenszug des westlichen, kapitalistischen Systems wird viel zu gern vergessen

Gruß Stefan

Hallo Stefan!

Das Streben nach Gewinn ist nicht nur über den Abbau von
Arbeitsplätzen möglich.

Niemand baut Arbeitsplätze ab, die er zur Realisierung betriebliche Ziele braucht. Wenn ein Unternehmen aber Arbeitskräfte beschäftigt, deren Arbeitsergebnisse sich nicht verkaufen lassen, sitzt ein Stümper auf dem Chefsessel, denn er gefährdet das gesamte Unternehmen. Ein Bäckermeister, der mit seinen Gesellen mehr Brötchen produziert, als verkauft werden können, hat die Lohnkosten der Gesellen zu tragen und muß froh sein, wenn ihm jemand seine Produkte als Schweinefutter entsorgt.

Es gibt andere Möglichkeiten, als nur über den Preis zu verkaufen. Diese Möglichkeiten haben gleichzeitig den Vorzug, daß die Beschäftigten solcher Unternehmen nicht mehr ohne weiteres austauschbar sind. Es mag abgegriffen klingen, aber der Weg heißt Klasse statt Masse. Also Produkte, die sich über ihre besondere Qualität oder ihre besonderen Eigenschaften vom Wettbewerb abheben. Wer z. B. Schuhe produziert, muß sich am 50 €-Preisniveau von Handelsketten orientieren. Sonst kauft das Zeug keiner. Wer aber Maßschuhe produziert, kann 1.000 € pro Paar verlangen und braucht qualifizierte Mitarbeiter, statt angelernter Leute, die nur immer die gleichen Handgriffe beherrschen und deshalb beliebig austauschbar sind. Wer solchen Weg nicht gehen kann oder will, muß billiger sein als der Wettbewerb oder seinen Laden schließen.

Permanente Kostenminimierung und Profitmaximierung, dabei
immer die Konkurrenz unterbieten?

Siehe oben. Entweder billig oder mit Know-how für auskömmliche Preise die Besonderheit. Dabei muß jeder Unternehmer selbst wissen, welchen Weg er geht. Das gilt auch für abhängig Beschäftigte. Mit steigender Qualifikation fällt i. d. R. das Risiko, beliebig austauschbar zu sein. Das sollte sich aber seit einem halben Jahrhundert herumgesprochen haben.

Bleibt am Ende nur einer :übrig ? Gehört der dann nicht :längst schon der Hausbank ?

So weit kommt es nur selten, denn Banken verleihen Geld, haben aber nicht das geringste Interesse, sich als Unternehmer mit der Produktion von Schuhen oder Damenschlüpfern zu befassen. Sobald ein Kreditnehmer nicht genügend Gewinn erwirtschaftet, um Investitionen zu tätigen oder auch nur die laufenden Kosten zu decken, er also ausschließlich mit dem Geld der Bank wirtschaftet, dreht die Bank den Geldhahn zu.

Und das der Arbeitnehmer sein Gehalt pünktlich bekommen will?

Das ist das gute Recht jedes AN. Aber beantworte Dir selbst diese Frage: Würdest Du eine Arbeitskraft beschäftigen, Dich dafür mit allen möglichen Verwaltungsaufgaben und Abgaben beschäftigen, wenn am Monatsende kein Cent übrig ist, wenn also Dein Beschäftigter gerade so viel Geld einbringt, wie er kostet? Würdest Du dann nicht lieber faul am Strand liegen und Dir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, als letztlich nur Geld zu tauschen, ohne daß etwas übrig bleibt?

Die Aussicht auf Gewinn ist nun einmal die Triebfeder, sich ins Büro zu setzen, bei einzelnen Aufträgen ein hohes Risiko einzugehen, sich mit allen erdenklichen Widrigkeiten zu beschäftigen.

Oder frage Dich, ob Du Dich selbständig machen würdest, wenn vorhersehbar nicht mehr heraus kommt, als Du einsetzt.
Falls Du mit ja antwortest, hast Du augenblicklich einen Job auf Lebenszeit. Ich bezahle alle Auslagen und Du hast freie Kost und Logis! Ach, das willst Du womöglich nicht? Du willst noch Geld zur freien Verfügung? Und weshalb soll ein Unternehmer nichts zur freien Verfügung haben? Weshalb soll er für seine Tätigkeit keinen Unternehmerlohn erhalten? Sein Lohn ist der Gewinn, in Deiner Sprache Profit.

Gruß
Wolfgang

Hallo littlefool,

Hi maxet - bitte nicht foo d , sondern foo l :smile:

es war halt schon spät …

Was gibt’s denn in Dresden (war leider noch nie da) Schönes?
Schicke es Dir aber auch ohne „Gegengeschenk“ :smile:

Da Du Kunst Studierst, kann ich mal nach einer Großpostkarte vom Fürstenzug schauen
(Gesamtansicht:
http://www.dresden-bilder.de/dd/fuerstenzug.html
Hintergrund:
http://www.wentzlau.de/burgen/dresdimpr/fuerstzug.htm)))
oder falls du eher auf moderneres stehst aus Chemnitz ein Ausstellungsplakat von
Picaso et les femmes oder
der aktuellen Toulouse-Lautrec (hoffe Schreibweise stimmt)

Ciao maxet.

Moin datafox,

Aha, Kapitalismus und Ausbeutung sind sind also die
Voraussetzungen des menschlichen Lebens ?

umgekehrt.
die menschliche natur ist die voraussetzung für kapitalismus.
alles andere scheitert notwendigerweise.

Die menschliche Natur besteht als deines erachten in dem Streben andere auszubeuten und deren Arbeitskraft für eigene Interessen zu nutzen ?
Dann sind Kunstschaffende, Menschenfreunde und Leute die nicht raffend leben Störfälle der Natur/ Mutationen ?

Moin,

Obwohl mir klar ist, wie sinnentleert Diskussionen mit
Ideologen i. d. R. zu sein pflegen, frage ich Dich, worin die
Ausbeutung besteht, wenn Arbeit mit Geld entlohnt wird?

Meinst Du die Frage ernst ? Der Arbeitgeber realisiert den Mehrwert des Endproduktes. Er bildet davon Rücklagen zur Neuinvestionion in SEINE Produktionsmittel, schöpft SEINEN Gewinn ab und zahlt von dem Rest den wertschaffenden Arbeitnehmer aus. Das nennst Du nicht ausbeutung ???

Welche

Alternative gibt es? Siehst Du die Notwendigkeit eines
Unternehmens, Gewinn zu erwirtschaften? Falls nein, wovon
sollen Produktentwicklungen, Daseinsvorsorge und Investitionen
aller Art bezahlt werden?

Eine Notwendigkeit Gewinn zu erwirtschaften besteht sicher nicht.
Obgleich ich sie nicht verteufeln will. Das Abschöpfen von Gewinnen
sehe ich jedeoch nicht als gerechtfertigt an. Produktionsmittel sollten allen Wertschaffenden eines Betriebes gehören.

Gruß

Stefan

Hey Maxet,

Da Du Kunst Studierst,

Ich studiere zwar nicht Kunst sondern Geschichte, macht aber nichts. :smile:Mein Dozent würde sich über ein schönes Bild in unserem Büro freuen - außerdem passt es von daher, da zumindest der Bau des Stallhofs und spätere Umbauten in der Frühen Neuzeit erfolgten (mein Themengebiet).

Also wenn Du was Nettes findest, sehr gerne!
(Alles weitere, würde ich mal sagen, per Email, so langsam läuft die Unterhaltung doch sehr ins Off Topic :smile:

Grüße,

Mirjam

Ja, sorum steht das in der Bildzeitung, damit du das glaubst.

falsch. die geschichte lehrt uns das. und erzählungen vom
kommunismus im reagenzglas - kibbutz sagt dir was? sehr
spannend zuzuhören wie diese strukturen von innen heraus
zerbröselt sind. schuld daran ist die menschliche natur. ich
hätte auch gern eine welt, in der alle alles teilen und lieb
sind. aber leider…

Du schmeiasst auch gern dein Selbstwertgefühl weg und bleibst
gerne Ware?

ideologisches geschwätz. ob angestellter oder unternehmer,
beide sind in gleichem maße abhängig von anderen menschen und
ihrer willkür und ihren oft eigenartigen wünschen
ausgeliefert: der angestellte dem chef, der chef dem kunden!

Falsch !!!
Der Mensch hat eben ein unbändiges Freiheitsstreben und den Willen sich selbst zu verwirklichen bzw das Streben nach Glück.
und im Neoliberalismus soll das für große Teile der Bevölkerung plötzlich nicht mehr gelten ???
Gruß Stefan

Hallo Wolfgang, hallo datafox,

Mal abgesehen davon, daß ihr Frank und mir permanent Ideologie vorwerft, drehen wir uns um den einzelnen Betrieb doch etwas im Kreis.
Wir sind eben davon überzeugt, daß der Kapitalist sich etwas aneignet was ihm nicht gehört und ihr haltet ihn für einen guten armen Menschen.

Aber richten wir den Blick doch mal auf die Volkswirtschaft.
Auf der einen Seite ein Heer von Arbeitslosen ( die systemstabilisierend mit Minimalgeldern abgespeist werden)
und auf der anderen Seite eine Anzahl von Betrieben, die immer weiter rationalisieren.
DEr Staat unterstütz diesen Prozeß auch noch, weil die Abschaffung von Arbeitsplätzen abgabentechnisch belohnt wird. Und da muß zunächst einmal angesetzt werden. Wie wäre es mit einer WErtschöpfungsabgabe zur Finanzierung der Sozialsysteme? WEiterhin halte ich es doch für unnatürlich, daß wenige immer mehr arbeiten, andere dafür gar nicht und gesellschaftlich wünschenswerte Arbeit nicht stattfindet.
Da sich Rationalisierung nicht umkehren lässt, schlage ich eine radikale Verkürzung der zulässigen Wocharbeitszeit vor.
Tja, mir fiel noch ne Menge mehr ein, aber ich muß noch konsumierengehen :wink:
Ach ja Vergesellschaftung von Banken und hochkonzentriertem Finanzkapital muss sein.

Na logisch greift sich jeder :open_mouth:ssi an den Kopf, wenn er :sehen muß, wie man in diesem :Land Entropie verwaltet, :welche die Erde längst :exportiert hat. Dazu mußt du :mir einen einzigen
vernünftigen Grund nennen!!

Ist das die Antwort, die Du einem mittelständischen
Unternehmer gibt, falls er Dich fragt, wie er hier und jetzt
sein Unternehmen aus einer schwierigen Lage befreien kann?

Der Unternehmer muß einige Mitarbeiter entlassen, weil nicht
genügend Aufträge vorhanden sind oder weil automatisiert
werden muß, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Und Du sagst, er
solle keine Mitarbeiter entlassen, dafür sagst Du Deinen
eingangs zitierten Spruch auf. Und was glaubst Du wohl, was
dann passiert? Glaubst Du, der Betrieb überlebt mit Deinem
Spruch?

Stelle Dir vor, der Unternehmer kann mit Maßnahmen nicht bis
zur Weltrevolution o. ä. warten, er muß vielmehr sofort
reagieren, weil sonst alle Arbeitsplätze über den Deister
gehen. Sagst Du ihm, er soll alles zum Teufel gehen lassen, er
soll keine Arbeitsplätze retten, soll nicht automatisieren?

Wie ich Dich einschätze, wirst Du alles Erdenkliche zitieren,
Links aufschreiben, aber niemals auf die konkrete
Problemstellung eingehen.

Gruß
Wolfgang

Hallo Stefan!

Produktionsmittel sollten allen Wertschaffenden eines
Betriebes gehören.

Wunderbare Idee! Dann aber bitte keine Halbheit. Dann gibts auch kein Festgehalt, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Dann gibt es kein Geld, wenn nicht genug erwirtschaftet wurde. Dann muß der AN bereit sein, seinen gesamten Besitz bis zum Dach über dem Kopf in den Ring zu werfen, sobald es dem Unternehmen verkratzt geht.
Es würde wohl so manchem schmecken, weich gebettet mit Festgehalt zu sein und Beteiligung natürlich nur, wenn es etwas zu verteilen gibt. Nee, mein Teuerster, so läuft der Hase nicht.

Gegen Miteigentum ist absolut nichts zu sagen, dann aber bitte auch richtig und mit allen Konsequenzen. Es gab schon viele Versuche in dieser Richtung. Die ersten, die massiv querschießen, sind Gewerkschaften. Dann wären sie nämlich ihren Einfluß in den Betrieben los, weil die Mitarbeiter plötzlich ganz anders denken. Letztlich scheitern solche Modelle an den Mitarbeitern. Gewinnbeteiligung hört sich gut an. Es könnte aber auch negative Gewinne geben, sprich Verluste. Daran will sich keiner beteiligen.

Gruß
Wolfgang

Hallo Stefan!

und auf der anderen Seite eine Anzahl von Betrieben, die immer weiter rationalisieren.

Ratio -> Vernunft. Die Betriebe handeln vernünftig. Das soll falsch sein?

Der Staat unterstützt diesen Prozeß auch noch, weil die
Abschaffung von Arbeitsplätzen abgabentechnisch belohnt wird.

Das stimmt schlicht nicht.
Richtig ist allerdings, daß für nicht vorhandene Mitarbeiter Löhne und Abgaben entfallen. Aber wie soll das anders gehen? Willst Du die Abgabenlast der verbliebenen Mitarbeiter erhöhen?

Wie wäre es mit
einer WErtschöpfungsabgabe zur Finanzierung der Sozialsysteme?

Jedes Unternehmen zahlt gewinnabhängige Steuern. Was denn noch?

… schlage ich
eine radikale Verkürzung der zulässigen Wocharbeitszeit vor.

Solche Ideen stammen aus der Zeit, als das Hamburger Arbeitsamt täglich per Radio verlauten ließ, daß sich soundsoviele Hafenarbeiter zur Frühschicht in der Admiralitätsstraße einfinden mögen.

Begrenzte Wochenarbeitszeiten haben wir seit sehr langer Zeit und diese Begrenzung treibt seltsame Blüten. Man muß zur Kenntnis nehmen, daß sich nur ständig wiederholende, austauschbare Arbeit beliebig teilen läßt. Niemand käme auf die Idee, etwa am Werk eines Bildhauers oder Kunstmalers durch eine andere Person weiterarbeiten zu lassen, wenn der Künstler Feierabend gemacht hat. In gleicher Weise ist es unmöglich, die Arbeit von Konstrukteueren oder Entwicklern beliebig zu teilen. Weil Gewerkschaften und Betriebsräte in etlichen Unternehmen die Wochenarbeitszeit eingehalten wissen wollten, wurden ganze Entwicklungsabteilungen ausgegliedert und verselbständigt. Viel Arbeit ging und geht an Selbständige und manchem Mitarbeiter großer Firmen wurde die Kündigung nahe gelegt, damit er sich selbständig macht und endlich so lange arbeitet, wie er will und kann.

Wir machen unseren Standort mit den versimpelnden Ideen der Arbeitszeitverkürzung kaputt. So etwas konnte man beim ameisenhaften Heer der Blaumannträger vertreten, aber nicht in einer Wirtschaft, die unbedingt auf das nicht austauschbare Produkt und den nicht austauschbaren Spezialisten angewiesen ist.

Es ist noch nicht lange her, als Anhänger uralter Wirtschaftsstrukturen eine Maschinensteuer verlangten, um Automatisierungen zu erschweren. Diese Leute wollten nicht sehen, daß kein Mensch mit Handarbeit gegen Maschinen arbeiten kann, weder hinsichtlich gleichbleibender Qualität, noch hinsichtlich der Kosten.

Gruß
Wolfgang

Hallo Stefan!

Produktionsmittel sollten allen Wertschaffenden eines
Betriebes gehören.

Wunderbare Idee! Dann aber bitte keine Halbheit.

Ich denke, der bruchpilot hat dass hier etwas unverstanden rübergebracht. Nicht umsonst hab ich dir das Manifest als Lektüre empfohlen, da steht das nämlich richtig drin.
Der Kapitalismus schafft das Privateigentum ab, nicht „die Kommunisten“. Es geht um die Rechtslage hier nach bürgerlichem Recht, die dich dazu ermächtigt, über dein eigenes Eigentum frei zu verfügen und damit das Risiko einzugehen, daraus Gewinn zu erzielen. Es geht um die Moral nach bürgerlichem Eigentumsrecht - das hier verständlich zu diskutieren, sprengt sicherlich den Rahmen.
Deshalb nur soviel: dieses bürgerliche Eigentum wird es später nicht mehr geben können. In einer Ökonomie nach Arbeitswerttheorie hat Eigentum nur noch den Charakter seines Gebrauchswertes. Da es durch das Kapital eh konzentriert und alle enteignet wurden, werden die Produktionsmittel als Gemeineigentum deklariert und deren Besitz (nicht Eigentum) verpflichtet letztlich. Das wurde beispielsweise in einer DDR nicht konsequent umgesetzt, dort war es mehr oder weniger anonymes Eigentum (aber auch nicht im Sinne einer Aktiengesellschaft).

Gruß
Frank

Hallo Stefan!

und auf der anderen Seite eine Anzahl von Betrieben, die immer weiter rationalisieren.

Ratio -> Vernunft. Die Betriebe handeln vernünftig. Das
soll falsch sein?

Durch die Wandelung vo fixem Kapital (der Betrieb, die Maschine) in variables Kapital (Geldkapital) durch dessen Besicherung durch den Staat als fiktives Kapital ist dieses fiktive Kapital identisch mit dem Wertverfall des fixen Kapitals. Kapital = Verwaltung von Entropie, die von der Erde längst exportiert wurde.
Das nennst du intelligent?
Ich frag mal Branden, ob er noch bissl Haldol übrig hat… :smile:

Der Staat unterstützt diesen Prozeß auch noch, weil die
Abschaffung von Arbeitsplätzen abgabentechnisch belohnt wird.

Das stimmt schlicht nicht.

Doch, das ist korrekt. Der Staat besichert in seiner Eigenschaft als Stzaat, der nicht bilanzierungspflichtig und dadurch bis in alle Ewigkeit verschuldbar ist, fiktives Kapital (Entropie).

Richtig ist allerdings, daß für nicht vorhandene Mitarbeiter
Löhne und Abgaben entfallen. Aber wie soll das anders gehen?
Willst Du die Abgabenlast der verbliebenen Mitarbeiter
erhöhen?

Nein, Zettel sammeln verbieten - schon ist das Geld wieder uim Warenkreislauf, wo es hingehört. Als Tauschmittel.

Wie wäre es mit
einer WErtschöpfungsabgabe zur Finanzierung der Sozialsysteme?

Jedes Unternehmen zahlt gewinnabhängige Steuern. Was denn
noch?

Wenn die unbedingt Kapital bilden wollen, sollen sie auch für den Rest die Kosten tragen. Mit ihrem Kapital vernichten sie ja den Wert der Arbeit der Arbeitenden. Das wäre völlig gerecht.

… schlage ich
eine radikale Verkürzung der zulässigen Wocharbeitszeit vor.

Das gibt das System eh vor, weil die Arbeit hie nicht mehr bezahlbar ist.

Gruß
Frank

Hallo Frank!

… werden die Produktionsmittel als
Gemeineigentum deklariert und deren Besitz (nicht Eigentum)
verpflichtet letztlich.

Erkläre mir mal bitte den Unterschied von „Gemeineigentum“ und „anonymen Eigentum“. Für das persönliche Eigentum setzen sich die Menschen ein. Sie putzen ihr Auto in der Freizeit und reparieren ihr Haus. Kein Mensch macht so etwas an Dingen, bei denen er nicht ganz persönlich und mit seiner Familie alleiniger Nutznießer ist. Oder gehst Du los und putzt in Deiner Freizeit die versifften Scheiben an der Bushaltestelle?

Wenn es keinen Anreiz durch Gewinn zur freien persönlichen Verfügung gibt, was sonst sollte einen Menschen bewegen, Verpflichtungen durch Besitz zu übernehmen? Wie bringst Du einen Menschen dazu, mit ganzer Kraft, nötigenfalls 100 Stunden pro Woche, für das Funktionieren eines Betriebes zu sorgen? Da geht etwas kaputt oder es wird dringend eine Verbesserung gebraucht oder was auch immer, was bringt einen Menschen dazu, nicht einfach Feierabend zu machen?

Der Mensch nach Deinen Vorstellungen handelt ohne persönliches Gewinnstreben. Er ist eine Fata Morgana.

Gruß
Wolfgang

Hallo Frank!

… werden die Produktionsmittel als
Gemeineigentum deklariert und deren Besitz (nicht Eigentum)
verpflichtet letztlich.

Erkläre mir mal bitte den Unterschied von „Gemeineigentum“

Genossenschaft

und
„anonymen Eigentum“.

societe anonym, S.A., Aktiengesellschaft

Für das persönliche Eigentum setzen sich
die Menschen ein. Sie putzen ihr Auto in der Freizeit und
reparieren ihr Haus. Kein Mensch macht so etwas an Dingen, bei
denen er nicht ganz persönlich und mit seiner Familie
alleiniger Nutznießer ist. Oder gehst Du los und putzt in
Deiner Freizeit die versifften Scheiben an der Bushaltestelle?

Es geht um den Begriff des bürgerlichen Eigentums!!
Du redest nur von Besitz. Auch ein geleastes Auto wirst du pflegen, genau wie dein finanziertes Haus. Solange eine Zession drauf liegt, bist du aber nicht Eigentümer, nur Besitzer.

Wenn es keinen Anreiz durch Gewinn zur freien persönlichen
Verfügung gibt, was sonst sollte einen Menschen bewegen,
Verpflichtungen durch Besitz zu übernehmen? Wie bringst Du
einen Menschen dazu, mit ganzer Kraft, nötigenfalls 100
Stunden pro Woche, für das Funktionieren eines Betriebes zu
sorgen? Da geht etwas kaputt oder es wird dringend eine
Verbesserung gebraucht oder was auch immer, was bringt einen
Menschen dazu, nicht einfach Feierabend zu machen?

Selbstverwirklichung. Freie Entfaltung der Persönlichkeit.
Es wird dir mehr geben, die Früchte deiner Arbeit zu bestaunen und stolz darauf sein zu können, als neidisch auf deine S-Klasse mit dir im Zwist lebende Nachbarn. Wetten wir?

Der Mensch nach Deinen Vorstellungen handelt ohne persönliches
Gewinnstreben. Er ist eine Fata Morgana.

Wieso ohne persönlichen Gewinn? Die Rede war bei mir immer von nicht selbstgenutztem, sprich zur Ausbeutung verwendetem Eigentum. Bürgerlichem halt.
Gewinn an Gebrauchsweerrten ist doch gerade mit ein Ziel - schaffst du das hier? Du vielleicht, die Mehrzahl immer weniger. Wie gehts eigentlich dinen Kindern, die mal arbeiten, wenn du nicht mehr kannst? Hast du keine? Zu teuer?
Im Osten hatten die Mädels in der Regel mit 20 das erste, weil sie diese Zukunftssorgen nicht kannten.
Wolfgang - weiterdenken ist gefragt.

Gruß
Frank

Hallo Frank!

Würdest Du heiraten, wenn Du vorher wüßtest, daß sich in Richtung Sex nichts abspielt?

In etwa vergleichbar unsinnig wäre es, menschlichem Tun die Triebfeder des Gewinnstrebens zu nehmen. Selbstverwirklichung, Anerkennung o. ä. können zwar auch Motive sein, aber allemal schwächer als zusammen mit Gewinnstreben, das auch noch mit weitgehender Entscheidungsfreiheit gepaart ist.

Wie Erfahrung und Ergebnisse zeigen, hat sich der mit Anstecknadeln und Urkunden geehrte sozialistische Mensch in seinem Kampf um Planerfüllung weitgehend dem Schlendrian hingegeben.

Gruß
Wolfgang

Gewinne als solche
Hi,

Eine Notwendigkeit Gewinn zu erwirtschaften besteht sicher
nicht.
Obgleich ich sie nicht verteufeln will. Das Abschöpfen von
Gewinnen
sehe ich jedeoch nicht als gerechtfertigt an.

dann laß uns doch einmal gemeinsam überlegen: Ein Mensch hat 100.000 Euro, egal woher. Nun hat er zwei Alternativen. Erste Alternative: Er legt das Gel bei irgendeiner Bank an und bekommt dafür einen Zinssatz von 3-4%. Zweite Alternative: Er beteilgt sich an einem Unternehmen, das keinen Gewinn macht.

Bei Alternative 1 hat der Mann sicher 103.000-104.000 Euro. Bei Alternative 2 hat er im besten Fall 100.000 Euro und im schlimmsten Fall 0 Euro, weil der Laden nämlich pleite ist.

Banalitäten wie Inflation, Bildung von Gewinnrücklagen (d.h. Stärkung des Eigenkapitals) usw. lasse ich mal außen vor.

Ein Verzicht auf Gewinn bedeutet, daß ein Unternehmen über kurz oder lang ohne Kapital darsteht, mithin pleite ist. Im deutschen Mittelstand wird das Eigenkapital heute mit durchschnittlich 5% verzinst. Eigentlich gehören alle die Unternehmer, die eine Verzinsung von Eigenkapital von unter 3% akzeptieren, aus wirtschaftlicher Sicht verdroschen, denn sie könnten ohne Risiko eine höhere Verzinsung bei einer Festgeldanlage etc. erzielen.

Ist jetzt klar, warum das Erzielen Gewinn absolut notwendig sind?

Gruß,
Christian

Hi,

Ist jetzt klar, warum das Erzielen Gewinn absolut notwendig
sind?

Nö, überhaupt nicht.
Da gibt es den Hans. Der Hans geht arbeiten und kriegt dafür Geld. Weil der Hans sparsam ist, sammelt er so 100.000 und spart diese.
Nun stell dir vor, alle Menschen entziehen dem Markt Geld als Tauschmittel und legen es fein säuberlich in ihren Keller, weil es da Kinder kriegt und aus den 100.000 in einem Jahr 103.000 sind.
Ok, die Wirtschaft leidet darunter erheblich, unter dieser Konsumverweigerung, muß ggf neues Geld auf den Markt bringen, aber die Menschen denken ´lieber ein Jahr sparen und dann mehr bunt bedruckte Zettel haben´ als sich irgendwelche Gebrauchsgüter u.ä zuzulegen.
Das führt dazu, dass die Menschen dem Markt noch mehr Kohle entziehen, wegen dem Hans als Vorbild, die Schulden jedoch dennoch bedient werden müssen.
Das wäre doch absolut bekloppt, oder?
Ist es auch. Denn genau diesen Zuwachs an Zetteln garantiert der Staat. Das nennt sich dann fiktives Kapital. Z.B. als Kapitalisierung durch Wechsel (Zahlungsverschiebung in die Zukunft entlang einer imaginären Zeitachse, die es garnicht gibt).
http://www.mlwerke.de/me/me25/me25_481.htm

Gruß
Frank

XXX für Anfänger
Eigentlich sollte es ein Gesetz geben, daß den Gebrauch von Begriffen wie VWL und BWL durch Unbedarfte verbietet. Analog zu „Wiener Schnitzel“ und „Schnitzel Wiener Art“ böte sich da ein Alternativbegriff wie „SWL“ (Scheinwirtschaftlehre) für die betroffene Personengruppe an.

Ich schreib mal an Clement. Obwohl: Der wäre nach Dir der zweite, der unter dieses Gesetz fallen würde.

Schwieriges Problem.

Gruß,
Christian

Statt Sternchen …
… volle Zustimmung.
Eine Partei, die so an die Politik herangeht fehlt!
cu Rainer