Ausschluß der Gegenargumente
Hi,
Falls Du Interesse haben solltest, Dich mit dem Ende der DDR
wirklich zu beschäftigen,
ich habe mich mit dem Ende der DdR schon beschäftigt, als sie noch gar nicht am Ende war. Daher war es auch kein Problem für mich, bereits Anfang 1990 vorherzusagen, was wir heute erleben und was Edgar Most (Mitglied im Beraterkreis der Bundesregierung) sehr treffend wie folgt beschreibt: „Zugespitzt könnte man sagen, der Osten verdummt, er verarmt und er vergreist.“
sei Dir Stefan Bollingers
Aufsatzband anempfohlen
http://www.bundesstiftung-rosa-luxemburg.de/Bib/Pub/…
Das hört sich aber sehr zielorientiert an:
„In einer tiefen Krise begann am 7. Oktober 1989 das letzte, 41. Jahr der DDR. Für kurze Zeit stand die DDR ihren humanistischen und sozialistischen Idealen am nächsten. Endlich wurde das Volk politisch aktiv, erlernte den aufrechten Gang. Aus dem Niedergang des administrativ-zentralistischen Sozialismus wurde ein emanzipatorischer Aufbruch versucht, der aber im Sog der Krise und eines übermächtigen westdeutschen Alter ego endete. Der revolutionäre Aufbruch '89 setzte demokratische und zivilgesellschaftliche Potentiale frei, die zwar im weiteren untergingen, aber Testfall für künftige Emanzipationsbewegungen sind. Mit der Entscheidung einer Mehrheit der DDR-Bürger für die deutsche Einheit und den Verzicht auf Experimente bekam Bonn die fatale Chance, sein Modell den Ostdeutschen überzustülpen. Historiker, Soziologen, Journalisten, Politik- und Wirtschaftswissenschaftler aus beiden deutschen Landesteilen und Österreich legen dazu Detailstudien vor. Sie decken Ursachen und Zusammenhänge des Scheiterns der staatssozialistischen DDR wie auch des Aufbruchsversuchs auf. Das letzte Jahr der DDR ist zugleich das erste des vereinten Deutschlands. Viele heutige Probleme wurden damals angelegt. Nicht erst 1989 begann eine gemeinsame Geschichte, die nur über Jahrzehnte die entgegengesetzter Wege war. Noch ist der emanzipatorische Impuls von 1989 in der gesamtdeutschen Gesellschaft nicht aufgenommen.“
im übrigen ist ja wohl allgemein bekannt, daß der real
existierende Sozialismus nur dem Namen nach Sozialismus war.
Das ist eine bekannte „Ausrede“. Der Untergang der DdR ist für die Verfechter des Sozialismus´ nie ein Argument dafür, daß das System nicht funktionieren kann, weil die DdR den Sozialismus gar nicht richtig praktizierte. Als Contra-Argument wird es also nicht gelten gelassen, ebenso wenig wie alles andere, was irgendwie heute als gültig akzeptiert wird. Komischerweise wird von allen anderen verlangt, den Postulaten der Befürworter des Sozialismus´ einfach Glauben zu schenken, ohne daß dafür, daß der Sozialismus funktionieren kann, weder eine positive praktische Erfahrung, noch einen guten Grund gibt.
Gruß,
Christian