… frei von Risiko - daher planbar.
Hallo Frank,
der Glauben an die Planwirtschaft entstammt einer Zeit mit
anderer, deutlich einfacherer Wirtschaftsstruktur. Man plant
eine bestimmte Menge herzustellender Güter, Ersatzteile,
Nahrungsmittel. Fällt einem Menschen ein neues Design oder ein
völlig neuartiges Produkt ein, paßt es nicht in den Plan und
wird folglich nicht realisiert. Dieser Effekt ist in allen
Planwirtschaften der Welt zu beobachten. Sie sind unfähig,
Innovationen zeitnah umzusetzen.
Das ist wohl ein Witz???
In diesem Land ist es so, dass Innovationen JAHRE benötigen, was früher in Tagen umgesetzt werden konnte.
Dss dabei zentralistischer Schwachsinn war, liegt nicht an einer planbarten Wirtschaft. Zentralistisch läuft dieses Land hier auch nur, ohne staatliche FöMi geht nix.
Das Element des
risikobereiten Unternehmers, der seine Lücke sieht oder auch
nur ahnt und danach produziert, fehlt. Jede Planwirtschaft
erzeugt eine Volkswirtschaft, die den Marktbedürfnissen stets
um viele Jahre hinterher hinkt.
Belege will ich sehen, dass das an der Planbarkeit der Wirtschaft liegt. Das ist schlicht Unfug Wolfgang.
Vergleiche das nicht immer mit den kommunistischen Aristokraten in der DDR. „Freies Unternehmertum“ und AWT sind kein Widerspruch. Nur halt die Kapitalbildung.
Eine Planwirtschaft kann zeitlich begrenzt vernünftig sein.
Wenn alles fehlt, Rohstoffe und Güter knapp sind und die
Versorgung der Bevölkerung mit dem Notwendigsten nicht
gesichert ist, macht ein Plan Sinn, der Kraft und Ressourcen
auf die ärgsten Lücken konzentriert. Eine Kriegswirtschaft ist
eine Art Planwirtschaft. Man kann sich dabei nicht leisten,
Rohstoffe und Arbeit in Luxusgütern zu binden und lenkt das
Verfügbare in Rüstungsproduktion.
Die Knappheit hatte ja wohl politische Hintergründe. Das gibts heute nicht mehr.
Einen Mangel an Gütern aller Art gibt es in Europa nicht. Im
Gegenteil, wir haben gesättigte Märkte.
Nein, Überakkumulationskrise ist das richtige Wort. Das Geld fehlt am Markt, es rotiert an der Börse als fiktives Kapital, damit die Schuldenblase nicht platzt. Kommt nie wieder in den Warenkreislauf - es ist weg!
Dabei ist ein Plan,
wie man das alte Zeugs weiter produziert, so ziemlich das
Letzte, was weiterhilft.
JEDE Firma in diesem Land, versucht zu mindest zu planen. Nur geht das oft schief, wenn ich nicht den entsprechebnden Einfluß für meine Planungssicherheit habe.
Der Rest eiert nur rum und geht irgendwann pleite.
Wir brauchen keinen trägen Plan von
oben, wir brauchen Leute mit Ideen, die ihre Vorstellungen mit
der Kenntnis des jeweiligen Marktes zügig realisieren.
Wo steckt denn das Problem?
Jedes
Unternehmen beobchtet dabei genau seine Käuferschichten und
deren sich wandelnde Bedürfnisse und reagiert entsprechend
oder erzeugt mit neuen Produkten neue Bedürfnisse.
Falsch - es akkumuliert sein Kapital. Die Deckung von Bedürfnissen ist dabei nur Mittel zum Zweck.
Einem Unternehmen ist es scheiss egel, ob du genug zu essen kaufen kannst. Wenn in der Region nicht genug Geld da ist, gibts auch nur das billigste und nötigste. Oder warum gibts es hier in Wiederau keinen Supermarkt?
Es liegt in der Natur der Sache, daß mit Planwirtschaft kein
Wettbewerb zu realisieren ist.
Wieder Unsinn. Wieso das?
Den gabs sogar in der DDR! Nur halt nicht im Sinne animalischer Beutesuche.
Damit sind aufgeblasene, träge
Strukturen mit altertümlichen Produkten die zwingende Folge.
Sieht man in D deutlich, richtig. Sowas gabs noch nichtmal im Osten und da haben wir schon über die Bürokratie gelacht.
Das ist deshalb bestenfalls eine Volkswirtschaft für den
abgeschotteten Markt, weil ihr die Wettbewerbsfähigkeit fehlt.
Wieso?
Erst der Wettbewerb macht Produkte immer besser. Mit Plan und
ohne Wettbewerb landet man bei solchen Produkten wie dem Trabi
in der DDR. Deshalb gab und gibt es auf diesem Globus keine
einzige Planwirtschaft, die je auf einen grünen Zweig gekommen
ist.
Das ist Unsinn. Im Prinzip waren das alles Riesenkonzerne, auf dem kapitalistischen Markt subszident wirtschaftend, jeder für sich. Die ökonmomischen Voraussetzungen für eine planbare Wirtschaft fehlten, die bringt erst die Globalisierung mit sich.
Wer Planwirtschaft propagiert, muß ehrlicherweise dazu sagen,
daß er eine träge Wirtschaft will, die geeignet ist,
elementare Grundbedürfnisse zu befriedigen und ansonsten
weitgehend auf dem Niveau ihrer Entstehung verharrt.
Das ist Unsinn. Dass das sehr wohl anders sein kann, hat man unter Ulbricht in der DDR noch erlebt oder den dreißigern in der SU. Danach wurde es von der Bürokratie abgewürgt.
Das ist aber einer planbaren Wirtschaft nichts eigenes. Nur durchgesetzt in einem Land kann sie nicht funktionieren.
Selbst der IWF plant. Nur halt nicht kapitalfrei, weshalb es auch zum Kollaps kommen muß, zwangsläufig.
Gruß
Frank