Widerstand der zivilen Bevölkerung im 3.Reich

Hallo,Stephanie,

kurzer Beitrag : ich glaube, es gab für viele „Durchschnittsbürger“ die Möglichkeit von Hilfestellung-im-Kleinen. Eine Tante von mir, Bäckersfrau, berichtete mir, wie sie in der Zeit der Judenverfolgung Juden u.a. mißliebigen Bürgern(Kommunisten z.B.), die keine Lebensmittelkarten hatten, durch die Hintertür Brot gegeben hat. Das geschah natürlich heimlich, nachts und es durfte nicht darüber geredet werden. I.

Pressefreiheit im 3. Reich?

Am 1. 9 1939, veröffentlicht am 7. 9. 1939

Gut ein Jahr später bringt die „Funkschau“ eine Bastelanleitung für einen starken Weltempfänger.
http://www.radiomuseum.org/funkschau/1941/funkschau_… .

Gruß

Pavel

Dieser Weltempfänger ist seinem technischen Prinzip („Superhet“) nach abhörsicher. Das Audion („Volksempfänger“) hingegen strahlt Funkwellen auf der Frequenz des momentan empfangen werdenden Senders ab, und zwar gerade beim Empfang schwacher Signale von entfernten Sendern.

Gruß

Pavel

Das erzähl doch mal einem deutschen Juden,
der sich mit gar keinen oder gefälschten Papieren illegal in
irgend einem Land außerhalb Deutschlands aufgehalten hat und
nur deshalb überlebt hat, weil er eben nicht abgeschoben
wurde.

Ach wie süß. Du kannst diese Vergleicherei nicht lassen. Natürlich ist sie nur erlaubt, wenn sie DEINEN Interessen dient. Aber sofort aufregen, wenn ANDERE solche Vergleiche bringen, nicht wahr?

Gruß
dataf0x

Tellerränder und selektive Schutzrechte
Wenn du nicht das sagen wolltest, was ich in meinem vorherigen Posting schrieb, dann stell es doch richtig.

Dein Versuch, mich persönlich anzugreifen, macht den Inhalt deiner Postings jedenfalls auch nicht besser.

Weitere Beleidigungen von dir bitte wie üblich an meine E-Mail Adresse für die Ablage P.

Ansonsten versuch dich doch nur mal ein einziges Mal mit dem Gedanken anzufreunden, du könntest das Recht und den Schutz, den du Juden zugestehst, auch allen anderen Menschen zugestehen. Du wirst sehen, plötzlich sieht die Welt ganz anders aus.

Gruß
Marion

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Wo es massiven Widerstand gab
Hallo Stephanie,

das Traurige ist, dass massiver Widerstand der deutschen Bevölkerung durchaus möglich war.

http://www.ralf-arndt.de/zulassung1.html

Ein Auszug daraus:
Als es im Mai 1941 dann noch zusätzlich zur Abschaffung des Himmelfahrtstages als gesetzlichem Feiertag und zum Verbot von Bittgängen und Wallfahrten an Werktagen kam, regte sich offener Widerstand. Ein Landrat berichtete am 31. Mai aus dem oberfränkischen Ebermannstadt:

„Der größte Teil der ländlichen Bevölkerung hängt immer noch treu an seiner Religionsgemeinschaft. Alle Versuche, die Treue zu erschüttern, stoßen auf eisigkalte Ablehnung, zum Teil erzeugen sie Mißstimmung und Haß. Die Feier des […] Himmelfahrtstages sowohl durch die evangelische wie auch durch die katholische Bevölkerung war eine einzige geschlossene Demonstration gegen das staatliche Verbot. […Die staatliche Maßnahme R.A.] wird nur als Vorwand betrachtet für eine allmähliche immer weitergehende Aufhebung der christlichen Feiertage überhaupt, im Zuge der völligen Ausrottung der christlichen Religionsgemeinschaften. Diese Ansicht wird neue Nahrung erhalten, wenn die Entschließung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus wegen der Entfernung der Kruzifixe usw. aus den Schulhäusern in der nächsten Zeit immer mehr an die Öffentlichkeit sickert.“

Die nationalsozialistischen Beamten versuchten in Bayern die Schulkreuze abzuschaffen. Wegen des Widerstands der Bevölkerung liess sich Dies nicht allgemein durchsetzen.

Was sagt euch das?

Gruß
Carlos

Moin Carlos,

Was sagt euch das?

Dass man offenbar unterscheiden muss zwischen „Widerstand“ aus purem Egoismus, weil jemand selbst betroffen war, und Widerstand, beim welchem sich ein selbst nicht Betroffener für andere einsetzte, und dadurch erst Gefahr lief, in das Fadenkreuz der Nazis zu geraten.

Ich denke es ist offensichtlich, dass dies zwei völlig andere Baustellen sind.

Gruß
Marion

hallo Iris,
Du sprichst es aus - warum wurden die vorhandenen Chancen so wenig genutzt.
Warum hat man sich im 3.Reich am Vermögen und den Sachwerten ( und den beruflichen Stellen… und den wirtschaftlichen Positionen…) der Juden bereichert. Wer hat die zivile Bevölkerung dazu genötigt oder gar durch Drohungen dazu gezwungen, das Mobiliar der verschleppten Judenfamilen für billigstes Geld aufzukaufen zum Beispiel, wie es in HH geschah?
Was alles ist geschehen in der Grauzone des menschlichen Verhaltens. Was an Denunziation, Gleichgültigkeit, Rachsucht, Neid, Gehässigkeit, Schadenfreude, Karriere- und Bereicherungssucht und wohin führte das für unzählige Einzelschicksale. Ich glaube, daß diese Grauzone primäre Wegbereiterin war, die ganz maßgeblich möglich machte, daß den Juden und anderen Naziopfern geschah, was ihnen geschah. Wer von der Enteignung der Juden profitiert hatte, war oft keineswegs mehr imstande, sich gegen die Naziideologie und -praxis zu stellen.
So erklärt sich jedenfalls mir auch, daß dasselbe auch in anderen (besetzten) Ländern möglich war, wo Einheimische denunzierten und Juden auslieferten, in Ländern, die sich nicht auf die Naziideologie beriefen, und mich würde in diesem Punkt ein Ländervergleich interessieren. I.

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Sevus!

kurzer Beitrag : ich glaube, es gab für viele
„Durchschnittsbürger“ die Möglichkeit von
Hilfestellung-im-Kleinen. Eine Tante von mir, Bäckersfrau,
berichtete mir, wie sie in der Zeit der Judenverfolgung Juden
u.a. mißliebigen Bürgern(Kommunisten z.B.), die keine
Lebensmittelkarten hatten, durch die Hintertür Brot gegeben
hat. Das geschah natürlich heimlich, nachts und es durfte
nicht darüber geredet werden. I.

Es ging auch anders: eine alte Ingolstädterin berichtete mir, dass gleich nach der Reichsprogromnacht auch in Ingolstadt vor den jüdischen Geschäften SA-Wächter standen, die die arischen Bürger davor schützen wollten, bei Juden einkaufen zu müssen. Die bestimmt nicht besonders aufklärerisch eingestellten Ingolstädter Provinzbürger gingen daraufhin extra zum jüdischen Bäcker…
Was den allerdings nicht davor bewahrte, eines Tages verschwunden zu sein. Nicht ins KZ, er schaffte es ins Ausland.

Merke: Ein bayerischer Sturschädel muss nicht zwangsläufig was Negatives sein…

VG
Christian

Ansonsten versuch dich doch nur mal ein einziges Mal mit dem
Gedanken anzufreunden, du könntest das Recht und den Schutz,
den du Juden zugestehst, auch allen anderen Menschen
zugestehen.

Das ist DEINE Fantasie, weil DU mich in eine bestimmte Schublade steckst.
Mir gehts gar nicht um „Schutzrechte von Juden“ (die Zeiten sind vorbei), sondern um geschmacklose Vergleiche und usurpierte Ähnlichkeiten durch illegale Einwanderer oder gar islamischen Terroristen, die sich hier als „die neuen Juden“ aufbauen und damit unangreifbar werden.

Gruß
dataf0x

Mir gehts gar nicht um „Schutzrechte von Juden“ (die Zeiten
sind vorbei), sondern um geschmacklose Vergleiche und
usurpierte Ähnlichkeiten durch illegale Einwanderer oder gar
islamischen Terroristen, die sich hier als „die neuen Juden“
aufbauen und damit unangreifbar werden.

Dann mach doch bitte einen neuen Thread im Brett Paranoia, Weltverschwörung und Fantasy auf.

Hier ist das Brett Geschichte und das Thema lautete „Widerstand im 3. Reich“.

Cheers
M.

Servus, Griaß Eing!
Widerstand gab es. Beispiele in denen Juden vor dem sicheren Tod geholfen wurde gibt es viele (leider viel zu wenige) Schindlers Liste ist ein Zeugnis davon. Auch die Biographie von Marcel Reich Ranicki. Und viele mehr. Auch meinem Vater wurde geholfen.
Ich möchte aber auf ein anderes Thema lenken, auf die Hilfe von außen.
Sehr vielen Juden hätte man helfen können. Ganz einfach, in dem man sie in anderen Ländern aufgenommen hätte. Hätte es damals Israel schon gegeben, viele tausende (Millionen?) hätten überlebt. Stattdessen hat man sie zurück in den sicheren Tod geschickt. Ich möchte jetzt keine Länder rausstreichen, Tatsache: hätte es nur eines gegeben das bereitwillig aufgenommen hätte, für viele wäre es anders ausgegangen.
Worum es mir nicht geht ist eine Anklage (schuld sind natürlich die Nazis), worum es mir geht ist die Politik unserer Länder im hier und heute. Nein, natürlich kann man das Schicksal der Juden damals mit heutigen Asylanten vergleichen. (@ Datenfuchs) aber immer noch gibt es Menschen die in ihren Ländern ihre politische Einstellung mit dem Tod bezahlen müssen. Nicht immer ist es einfach einen Nachweis für die Gefahr der Rückkehr zu führen. Freilich gibt es auch Menschen die das Asylrecht missbrauchen, aber mein Eindruck ist folgender: Z. B. Österreich macht es sich vielfach zu einfach.
Man mag zu unseren Ländern, zu Europa stehen wie man will, aber in punkto Menschenrechte hat es große Fortschritte gegeben. Aber jemanden abweisen bei dem man wissen kann, dass es für ihn/sie den Tod bedeutet, oder auch nur bedeuten kann widerspricht dieser Philosophie. Für viele Überlebende war wichtig: aus der Geschichte lernen, damit so viele nicht umsonst gestorben sind. Vielleicht ist es das was wir heute aus der Geschichte lernen können.
Servus
Herbert

Sagt mir nichts
Hallo Carlos,

wenn das alles so einfach wäre und ein paar aufgebrachte bayerische Katholiken mal so einfach den Aufstand gegen das Regime hätten Proben können, hätten sich ja genauso gut die deutschen Juden 1933 zum Widerstand formieren können und alles wäre vielleicht ganz anders gekommen… Du siehst dein Vergleich hinkt an allen Ecken und Enden.

Auch Bismarck oder das DDR-Regime waren im Kampf gegen den Klerus weitestgehend gescheitert, ohne daß man deshalb gleich auf eine innere Schwäche der Systeme schließen kann. Immerhin hatten die deutschen Christen das Ausland hinter sich, so daß keine Regierung gegen sie hätte wirklich vorgehen können, ohne außenpolitisch in die totale Isolation zu geraten.

das Traurige ist, dass massiver Widerstand der deutschen
Bevölkerung durchaus möglich war.

http://www.ralf-arndt.de/zulassung1.html

Ein Auszug daraus:
Als es im Mai 1941 dann noch zusätzlich zur Abschaffung
des Himmelfahrtstages als gesetzlichem Feiertag und zum Verbot
von Bittgängen und Wallfahrten an Werktagen kam, regte sich
offener Widerstand. Ein Landrat berichtete am 31. Mai aus dem
oberfränkischen Ebermannstadt:

„Der größte Teil der ländlichen Bevölkerung hängt immer noch
treu an seiner Religionsgemeinschaft. Alle Versuche, die Treue
zu erschüttern, stoßen auf eisigkalte Ablehnung, zum Teil
erzeugen sie Mißstimmung und Haß. Die Feier des […]
Himmelfahrtstages sowohl durch die evangelische wie auch durch
die katholische Bevölkerung war eine einzige geschlossene
Demonstration gegen das staatliche Verbot. […Die staatliche
Maßnahme R.A.] wird nur als Vorwand betrachtet für eine
allmähliche immer weitergehende Aufhebung der christlichen
Feiertage überhaupt, im Zuge der völligen Ausrottung der
christlichen Religionsgemeinschaften. Diese Ansicht wird neue
Nahrung erhalten, wenn die Entschließung des Bayerischen
Staatsministeriums für Unterricht und Kultus wegen der
Entfernung der Kruzifixe usw. aus den Schulhäusern in der
nächsten Zeit immer mehr an die Öffentlichkeit sickert.“

Die nationalsozialistischen Beamten versuchten in Bayern die
Schulkreuze abzuschaffen. Wegen des Widerstands der
Bevölkerung liess sich Dies nicht allgemein durchsetzen.

Was sagt euch das?

Gruß
Carlos

Hallo Carlos,

wenn das alles so einfach wäre und ein paar aufgebrachte
bayerische Katholiken mal so einfach den Aufstand gegen das
Regime hätten Proben können, hätten sich ja genauso gut die
deutschen Juden 1933 zum Widerstand formieren können

Wie kommst du darauf, daß die das wollten? Die waren doch überzeugt, dass sie mindestens genauso „gute Deutsche“ waren wie ihre Nachbarn!

Das war ja auch ein Grund für die antisemitische Ausrichtung speziell des deutschen Faschismus: Anders als in Italien, Spanien und Osteuropa konnte man keinen national-klerikal bzw. religiös ausgerichteten Faschismus aufbauen, weil erstens in D zwei grosse Konfessionen existierten, die nicht unter einen Hut zu bringen waren, und zweitens schon ein Nationalismus vorhanden war, der AUCH von der jüdischen Bevölkerung mitgetragen wurde. Also musste noch mehr als in anderen Ländern die rassistische Schiene gefahren werden. Das haben die meisten Juden zu spät gemerkt…

Auch Bismarck oder das DDR-Regime waren im Kampf gegen den
Klerus weitestgehend gescheitert,

Das DDR-Regime? Gescheitert? Doch nicht darin, die Kirchen zu marginalisieren!!

ohne daß man deshalb gleich
auf eine innere Schwäche der Systeme schließen kann. Immerhin
hatten die deutschen Christen das Ausland hinter sich, so daß
keine Regierung gegen sie hätte wirklich vorgehen können, ohne
außenpolitisch in die totale Isolation zu geraten.

Bitte um Beweise/ Beispiele!

VG
Christian

Hallo,

Du siehst dein
Vergleich hinkt an allen Ecken und Enden.

Nur das dies nicht mein Vergleich war.
die ursprüngliche Ausgangsbehauptung war: _Nach meinem Wissensstand gab es im 3.Reich kaum Chancen und Möglichkeiten der zivilen Bevölkerung gegen den Antisemitismus des NS-Regimes zu handeln.

Der Knackpunkt war, dass die Bevölkerung durchaus Chancen und Möglichkeiten hatte. Widerstand war möglich, wenn die Menschen nur gewollt hätten.

Gruß
Carlos_

Hallo Christian,

Auch Bismarck oder das DDR-Regime waren im Kampf gegen den
Klerus weitestgehend gescheitert,

Das DDR-Regime? Gescheitert? Doch nicht darin, die Kirchen zu
marginalisieren!!

Versucht haben Sie es, geschafft aber nie. Der einzige größere Erfolg war (wenn ich mich jetzt nicht irre) die Spaltung der gesamtdeutschen in eine west- und ostdeutsche Kirche.

ohne daß man deshalb gleich
auf eine innere Schwäche der Systeme schließen kann. Immerhin
hatten die deutschen Christen das Ausland hinter sich, so daß
keine Regierung gegen sie hätte wirklich vorgehen können, ohne
außenpolitisch in die totale Isolation zu geraten.

Bitte um Beweise/ Beispiele!

Wenn man z.B. den Zeitraum 1933-45 betrachtet, hätte ein Konflikt zwischen NSDAP und katholischer Kirche das Verhältnis zu den Verbündeten (Italien, Ungarn, Kroatien usw.) und Neutralen (Vatikan, Spanien, Irland, Argentinien usw.) belastet. Einen weiteren Kriegsgegner hätte man deswegen wahrscheinlich nicht bekommen, allerdings war Hitler sehr viel an einem guten Verhältnis zu diesen Staaten gelegen.

Gruß

Hallo Carlos

Der Knackpunkt war, dass die Bevölkerung durchaus Chancen und
Möglichkeiten hatte. Widerstand war möglich, wenn die Menschen
nur gewollt hätten.

Dein Beispiel beschrieb aber lediglich eine Art passiven Widerstand der Katholiken gegen den halbherzigen Versuch einiger Nationalsozialisten die Rechte der Kirche zu beschneiden: die Menschen murrten und ignorierten vielleicht ein paar Verordnungen in dem sie trotzdem Himmeltag feierten oder Kreuze in öffentlichen Gebäuden beließen, aber ehrlich gesagt besonders aufregend klingt das nicht. Jeder Castor-Gegner ist heute ein größerer Widerstandskämpfer…

Aber es ging ja um die Widerstandsmöglichkeiten gegen den Antisemitismus des NS-Regimes. Hätten nun alle den von dir beschriebenen Widerstand geleistet wären sie z.B. weiter zum jüdischen Arzt gegangen oder die Juden hätten einfach weiterhin die jetzt nur noch für Arier bestimmten Kinos besucht, wären sie vielleicht erfolgreich gewesen. Spätestens aber bei der Verhaftung und Deportation von Verfolgten hätte man aber zum aktiven Widerstand übergehen müssen und hätte damit seine Leben und vielleicht auch das seiner Familie riskiert. Und dieses Risko würden damals wie heute nur sehr wenige Menschen eingehen und somit kam es nur zu den bereits von Stephanie erwähnten Aktionen von Einzelnen bzw. von kleinen Gruppen.

Gruß

Hallo,

Versucht haben Sie es, geschafft aber nie. Der einzige größere
Erfolg war (wenn ich mich jetzt nicht irre) die Spaltung der
gesamtdeutschen in eine west- und ostdeutsche Kirche.

soll ich jetzt lachen?
Noch 1973 gingen in meiner Klasse von 18 Schülern 14 zur Konfirmation in die Kirche, einer war katholisch und 3 feierten nur die Jugendweihe.
Etwa 15 Jahre später bei meinem Verwandten im selber Ort waren in der gleichen Schule und Kirche von über 20 Schülern nur 4 zur Konfirmation bereit, von denen 2 vorher erst noch getauft werden mußten.
Das zeigt doch wohl, daß es der DDR sehr wohl gelungen war, die Kirche zu einer Minderheitenrinrichtung zu degradieren, den 4 von 20 ist nun wirklich keine berauschnede Größe.

Gernot Geyer

Hallo Gernot,

du wirst lachen, aber im Westen gingen die Zahlen ebenfalls zurück und dieser Trend hält bis heute an.

Natürlich ist der Rückgang in der DDR extremer verlaufen. In vielen ländlichen Gegenden (und besonders im Eichsfeld) war das Christentum aber noch weit verbreitet, in der Stadt hatte es die Kirche da schon schwerer. 1989 waren aber immerhin noch 25% evangelisch und 5% katholisch. Diese Zahlen decken sich ungefähr mit den deinigen (20:4), ich halte aber 30% für keinen besonders schlechten Schnitt.

Gruß

soll ich jetzt lachen?
Noch 1973 gingen in meiner Klasse von 18 Schülern 14 zur
Konfirmation in die Kirche, einer war katholisch und 3
feierten nur die Jugendweihe.
Etwa 15 Jahre später bei meinem Verwandten im selber Ort waren
in der gleichen Schule und Kirche von über 20 Schülern nur 4
zur Konfirmation bereit, von denen 2 vorher erst noch getauft
werden mußten.
Das zeigt doch wohl, daß es der DDR sehr wohl gelungen war,
die Kirche zu einer Minderheitenrinrichtung zu degradieren,
den 4 von 20 ist nun wirklich keine berauschnede Größe.

Gernot Geyer

Im Moment arbeitet man ja auch daran, die Kirche zu einer Minderheiteneinrichtung zu degradieren. Ich hoffe, daß das einigen was sagt.

Gruß, Infotalk

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