Guten Tag,
Ich bin mal so mutig und frage Euch hier in diesem Forum, weil ich mich schon länger frage, wie ich einem mir schon seit langem vertrauten Menschen helfen kann?
Dieser Mensch (wbl., ca. 50 Jahre) hatte eine schwere entbehrungsreiche Kindheit. Sie war, wie so viele Kinder der 50er Jahre ein ungewolltes Kind. Die Eltern mussten arbeiten, das Kind wurde ab dem 4. Monat bis zum 3. Lj. in Wochenkrippen aufbewahrt, danach zur Tante „evakuiert“ und erst im frühen Jugendalter zurück zur Ursprungsfamilie, wo es nicht dazu gehörte und trotzdem seine noch kindliche Arbeitskraft als Aschenputtel ausgebeutet wurde. Im weiteren Lebensverlauf, leistete diese jetzt schon ältere Frau sehr viel Arbeit, oft auch unterbezahlt.
Seit ihrer Geburt machte sie sehr viele schmerzhafte Erfahrungen mit Menschen, spürt in sich einen über Jahrzehnte währenden Mutterhass und eigentlich überhaupt Hass auf andere Menschen.
Dann so Mitte der 90er Jahre begann sie sich dem Leistenmüssen zu verweigern und fühlt in sich bis heute eine große, fast unstillbare Bedürftigkeit.
Diese Frau ist intelligent, gut ausgebildet und auf manchen Gebieten ein Genie.
Doch ihr Problem ist, dass sie mit dem, was sie kann, anderen nicht helfen will!
Sie hasst die Menschen so sehr, dass sie denen nicht helfen will.
In ihr scheint es mehrere Seelen/Programme zu geben, wie den immens starken Hass und das Nichthelfenwollen.
Sie blieb seit Mitte der 90er viele Jahre bewusst zu Hause, obwohl sie hätte arbeiten gehen können, doch sie ließ sich gewollt vom Staat versorgen, in dem Bedürfnis, dass andere ihr mal Gutes tun, für sie arbeiten.
Nur dieses nicht Helfenwollen und somit nicht Arbeitenwollen, ist gegen die Natur. Normalerweise, wenn es keine Stütze geben würde, müsste sie verhungern und ich denke, da tickt noch mind. ein drittes Programm: Selbstzerstörung.
Betonen möchte ich noch, dass ich diese Frau nicht als krank oder einer Therapie bedürftig erlebe. Über alles, was ich hier schrieb, ist sie sich bewusst und das ist für mich ein Zeichen dafür, dass sie gesund ist. Außerdem hasst sie auch Psychologen und Pädagogen.
Meine Fragen:
- Wie kann diese Frau ihren Hass erlösen?
- Wie kann diese Frau aus ihrem „Programm“ Nichthelfenwollen und somit nicht Arbeitenwollen aussteigen?
- Wie geht bzw. geht überhaupt eine Bedürftigkeit zu befriedigen, die ihre tieferen Ursachen in dem frühkindlichen Mangel an Zuwendung und Liebe hat?
Hoffentlich überfordere ich die Möglichkeiten der Wissensvermittlung in diesem Forum nicht.
Ich möchte dieser Frau, meiner Freundin gerne in unseren Gesprächen besser helfen und bin Euch sehr dankbar für Eure Ideen und Anregungen.
Vielen Dank
Es grüßt Euch sehr freundlich
Vanessa 
