Wie kann ich mich wieder mögen?

Die Frage ist wirklich ernst gemeint.Bin mit mir z. Zt. sehr am hadern, hab viel falsch gemacht,gönne mir nichts Gutes, um mich auch noch zu bestrafen, obwohl ich genau weiß, dass das falsch ist, und beschimpfe mich auch noch in Gedanken. Schlimm ist, dass ich anderen Menschen gegenüber, auch mir nahestehenden, ebenfalls keine guten Empfindungen entgegenbringe, oft auch sehr unangenehm bin, ich aber weiß, dass sich das eigentlich gegen mich richtet. Habe sehr negative Gedanken, und das lähmt.Es heißt ja, man fühlt, wie man denkt, und liebe deinen nächsten, wie dich selbst. Wie kann ich diese Theorie in die Praxis umsetzen? Danke für Ratschläge!

Hallo,

vielleicht könnte es helfen, dich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Solange deine Gedanken nur um dich selber kreisen, wirst du anderen wenig anzubieten haben.

Möglicherweise gelingt es dir ja, mehr Energien darauf zu verwenden, nett zu anderen Menschen zu sein, als dir selbst Leid zu tun? Manchmal ist auch Selbsthass nur eine Form von Selbstmitleid.

Schöne Grüße,
Jule

Hallo,

Du kannst anfangen wieder mehr ins Gleichgewicht zu kommen, indem Du den Gedanken immer entwas entgegensetzt, also z. B. morgens beim Autofahren: „FAHR DOCH DU DEPP…aber einen tollen Schlitten fährst Du.“
Oder: „WAS DER WIEDER RUMLABERT…aber meinem Freund hat er neulich toll geholfen“.
Hört sich wenig an, bringt aber die negative Energie wieder ins Gleichgewicht…viel Spaß.
Außerdem überlege mal, wie Deine Eltern mit Dir umgegangen sind. Haben sie Dich bestärkt oder eher gehemmt? Falls das zweite der Fall ist, kannst Du auch in Gedanken sagen: „Das kommt eigentlich nicht von mir, das ist mal wieder Papa, wie er leibt und lebt. Aber das ist sein Problem…nicht meins“
LG

mit Sport!
und das meine ich auch ernst.
Hallo,
Sport entstreßt, macht optimistisch und verhilft einem zu sehr realistischen Selbsterfahrungen: was geht und was geht nicht, tut mir gut - tut mir nicht gut…
Egal welchen Sport du treibst, die Regelmäßigkeit macht es aus.
Grüße
oppo

gönne mir nichts Gutes, um mich auch noch zu bestrafen

Was Du berichtest, hört sich nach einer Form von Autosadismus an, nur hilft einem ein pauschaler Beurteilungsversuch nie wirklich weiter. Wenn es Dir nicht liegen sollte, ohne tiefere Ursachenforschung etwas ändern zu wollen (Verhaltenstherapie), dann wende Dich vielleicht an Freuds Richtung der Tiefenpsychologie. Der Psychoanalytiker wird Dich unterstützen, die wahrscheinlich in der Kindheitssituation liegende Herkunft Deiner Schwierigkeiten aufzudecken und anhand solcher Diagnose ein für Dich geeignetes therapeutisches Konzept zu entwickeln.

Hallo! (:

Ich würde dir ein paar Fragen gerne stellen: 1.) Ärgert dich was an dir selber?
2.) Hat dir jemand was gesagt, dass dich zu deinem eigenen Feind gemacht hat?
3.) Hast du eine Person mit der du das beredest bzw. aufklärst?

Ich wollte dich das fragen, weil das zu anderen Punkten bzw. Bereichen hinführen würde. Natürlich gibt es keine Person die wirklich keine Sache über sich selber ärgert. Und diese meisten Sachen fallen nicht immer demjenigen/derjenigen selber auf, denn man wird entweder damit beleidigt oder man bekommt es direkt ins Gesicht gesagt.
Ich würde mal sagen, versuch das zu ändern. Jede Person verdient das Beste. Denn jede Person ist viel Wert. (:

Viel Glück!

Hallo,

danke für deine Antwort. Dein letzter Satz hat mich sehr nachdenklich gemacht; mir wird auch rückgemeldet, dass ich mich bemitleide. Ich fühle mich ziemlich in mir gefangen. Aber ich muß mich schon wichtig nehmen (bin ja der wichtigste Mensch in meinem Leben), aber nicht in dem Sinne, wie du ja richtig schreibst,
dass meine Gedanken nur um mich kreisen und ich mich auch immer vergleiche. Leider habe ich mich sehr zurückgezogen, und das tut mir auch nicht gut. Es fällt mir echt schwer, nett zu anderen zu sein. Fast genieße ich es, wenn andere sehen, wie schlecht es mir geht. Ist das nicht verrückt? Aber das will ich ja nicht wirklich. Habe mich schon mit der Psyche viel beschäftigt, vielleicht zu viel? Aber wohl das, was wichtig für mich ist, nicht wirklich für mich umgesetzt und daran ganz ernshaft gearbeitet.

Hallo,

danke für deine Antwort. Das Problem liegt in mir selbst. Das hat mit Beleidigungen anderer nichts zu tun. Letztlich liegt es an meinem Lebensweg.
Sind halt ein paar sehr markante Punkte, wo ich nicht unbedingt gut gehandelt habe und mir geschadet habe. " Hätte ich doch "–dies verfolgt und lähmt mich regelrecht; klar ist das Vergangene nicht zu ändern, aber…Das zu akzeptieren, nach vorn zu schauen und vor allem im Jetzt zu leben–das ist das größte Problem.

Liebe Grüße!

Hallo Jule,

diesen Tipp:

vielleicht könnte es helfen, dich selbst nicht so wichtig zu
nehmen.

finde ich für den UP nicht sonderlich förderlich!
Denn zum einen scheint er mir sehr verstrickt in alte Muster, die er auf diese Weise sicherlich nicht los wird.
Zum anderen geht es m.E. darum, dass er lernt, sich selbst zu lieben. Dazu muss man sich wichtig nehmen!

Und ganz allgemein finde ich, dass jeder Mensch gleich wichtig ist, wieso sollte er also anderen Menschen mehr Aufmerksamkeit schenken als sich selbst? Auch: wie sollte das -rein psychologisch- funktionieren, wenn man so verstrickt ist?

Gruß,
jeanne