Das alles ist rundweg Käse.
Gehen wir es an:
Bestand:
Deutschland: 3,3%. Quelle: https://www.deutschlandatlas.bund.de/DE/Karten/Wie-wir-uns-bewegen/111-Elektroautos-Pkw-Bestand.html
Weltweit: Marktentwicklung Europa + International | VDA Genau lesen! Löst man die nur ideologisch moitivierte Verquickung von BEVs und Hybriden (die ja Verbrenner sind) auf, sieht man den nachlassenden Absatz der BEVs. Die 5% Marktanteil sind ebenfalls erwähnt.
Entwicklung im Vgl zu PHEV: Electric car use by country - Wikipedia Hier bei “History” erkennt man, dass BEVs rückläufig sind und Hybride wachsen.
Plug-In- und Mildhybride sind keine BEV, sondern Verbrenner
Schnitt: Von den “110 Km/h” bist du ja nun weg, es geht nun noch um einen “anständigen Schnitt” bei dir. Klar, denn ein Schnitt von 110 erfordert eben angesichts von Pausen, die ja, wie du selbst zugibst (und dann schönredest) beim BEV mehr Zeit in Anspüruch nehmen als beim Vebrenner, während der aktiven Fahrt eine vergleichsweise hohe V, die man mit dem BEV dauerhaft gar nicht fahren kann. Wenn ich mit meinem Reisemobil in Deutschland einen Schnitt von 11 fahren will, liegen da schon auch mal 160-280 Km/h an. Dabei tanke ich alle 300-600 Km für 10 Minuten inklusive Kaffekauf, je nachdem, wie es passt.
Regelmäßig fahre ich in D völlig entspannt und ohne teure Tickets (in den letzten 10 Jahren 1 x falsch Parken) Scnitte von 120 tagsüber und 140 nachts. Dabei überschreite ich die 200 Km/h nicht, bei langen Limits fahre ich um die “10 plus”. Das habe ich zu Anfang mit dem Taycan auch so gemacht und lag dann nach 250 Km bei 10%. Da war der Wagen neu. Heute, nach knapp 3 Jahren, besitzt er noch 85% Kapazität.
Über Tanken muss ich, wenn ich mit dem alten Diesel fahre, wie viele Europäer ihn gerne nutzen, auch auf Langstrecken eigentlich gar nicht nachdenken. Entweder findet sich alle 20 Km eine Tankstelle, oder ich werde müde. Denn die 1.300 Km am Stück, die man damit in limitkastrierten Ländern fahren kann, möchte ich an einem Tag gar nicht zurücklegen. Aber 800 Km durchaus mal. Mit dem o.g. Taycan müsste ich auf einer solchen Strecke voll geladen starten, 2 x nachladen und am Ziel unbedingt eine Lademöglichkeit vorfinden.
Schon mein alter Benziner, den ich im Sommer gerne fahre, schafft bei zügiger Fahrweise locker 600 Km. In limitkastrierten Ländern auch 750-800. Das ist eine wunderbare Geschichte, denn ich tanke, wenn der Körper sowieso eine Pause benötigt. Mit meinen 53 Jahren ist das nicht alle 250, sondern alle 400-500 Km der Fall und dann reichen mir 10 Minuten auch völlig aus.
Welches Automodell fährst du denn? Viel mehr Reichweite als beim Porsche ist auf dem Markt nicht käuflich erwerbbar. Deine angegebene Km-Zahl ist nur möglich, wenn du einen Lucid für 100.000 Euro fährst. Dies sei dir selbstverständlich gegönnt, aber als Blueprint für die E-Mobiulität taugt so etwas nicht. Du schreibst natürlich auch clever. “Wo erlaubt”, “kurze Abschnitte” usw. Am Ende bist du fast immer mit 100-110 langgeschlichen, nehme ich an.
Zur Akkukapazität. Bislang ist Li-Ion am weitesten verbreitet. Diese Akkus degradieren zum Einen abhängig von Ladezyklen, von Schnallladezyklen und zum Anderen über die Zeit.
Nach 6-12 Jahren ist ein Li-Ion-Autoakku bei unter 80% angelangt und somit nach allgemeiner Lesart ein Garantiefall bzw. defekt.
Dass man auch bei 50% Kapazität nach 14 Jahren mit dem Auto noch fahren kann, ist klar. Aber halt nicht mehr mit einer für die große Mehrheit erforderlichen Reichweite.
Hinzu kommt, dass die Kapazität exponentiell abnimmt.
Somit sind natürlich auch diese völlig utopischen Kilometer-Laufleistungen Käse, denn bei Tesla, die ja inzwischen seit bald 14 Jahren mit dem Modell S in D auf dem Markt sind, sieht man, dass kaum einer von deren Motoren länger als 300.000 Km hält. Meist ist nach 250.000 Km Ende. Das ist also vergleichbar mit einem Verbrenner. Die Akkus halten diese Laborwerte in der Praxis mit -30° - +40°C und häufigem Schnellladen auch niemals aus. Somit bleibt ein BEV nach 8-12 Jahren teurer Kernschrott, während ein Verbrenner nach 12 Jahren bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 13.000 Km nochmal 10 Jahre vor sich hat.
Das alles ist nichts Neues und reine Physik. Im Kleinen kann man dies bei Smartphones beobachten, die auf eine viel kürzere Lebensdauer diese Symptome gut nachvollziehbar aufzeigen. Die Ursache für die kürzere Lebensdauer sind hier das schlechtere Lademanagement und häufigere hohe Temperaturen.
Zum Gebrauchtmarkt: hier zu behaupten, das würde funktionieren, ist ideologischer Unsinn. Kein freier Händler nimmt ein BEV zu einem auch nur einigermaßen sinnvollen Preis in Zahlung. Die großen Leasinggeber bleiben reihenweise auf den Autos sitzen und bekommen sie nur mit riesigen Abschlägen und ewigen Garantien auf Akkus, die dann nach wenigen Jahren so richtig Geld kosten, wieder los. Frage mal den BMW- oder Porsche-Händler deines Vertrauens, wie das mit Taycan, ix7 usw aussieht. Unser Taycan wurde uns, 3-jährig mit 60.000 Km, für 35.000 Euro nach Leasingende angeboten. Neupreis: 240.000 Euro.
Deshab verdient im Übrigen auf kein Unternehmen außer Tesla Geld mit BEVs.
Ford, Stellantis und VW schreiben gerade Milliardenbeträge aus dem BEV-Abenteuer ab. Ich dacht, du bist irgendwo mit ansatzweise Bezug zu Wirtschaft tätig. Wenn du dich nicht völlig aus dem Spiel schießen möchtest, solltest du somit schleunigst damit aufhören, solcherlei Käse zu behaupten.
Dass VW den gepülanten Umstieg auf Elektro beendet hat und Porsche wieder voll auf Verbrenner setzt, ist auch kein Geheimnis.
Natürlich werden parallel noch BEVs verkauft. Schließlich stoppt man die Produktion nicht sofort. Wichtig dabei ist, dass der Trend zurück zum Verbrenner klar ist. Siehe auch den steigenden Anteil des PHEV (Hybrid, also Verbrenner) gegenüber dem BEV (nur Akku betrieben).
Wenn du nun alle paar Monate mal eine mittlere Strecke von unter 600 Km mit deinem BEV in den Urlaub fährst, ist das ja ganz nett. Da kann man sich auch Zeit lassen, mit Lade-Apps spielen, defekte Säulen abklappern und die Kosten sind nicht so wichtig.
Wenn aber mit dem Auto zur Arbeit fahren und dabei neben 8 Stunden beim Kunden noch 800 Km fahren will, kann man das vollkommen vergessen.
Ich mache das ja nun oft genug und bin eigentlich der Idee des elektrisch betriebenen PKW gegenüber sehr positiv eingestellt, habe ich doch eine PV, Stellplätze und ein weitgehendes Kurzstrecken-Profil.
Aber die BEVs sind sogar für mich privat von der Reichweite her unbrauchbar (auch wenn es dabei meist nur um Komforteinbußen bzw. 2-3 Stunden mehr Zeitaufwand auf langen Strecken gehen mag). Außerdem zu teuer im Kaufpreis und in der Abschreibung, s. kurze Lebensdauer.
Geschäftlich ist das, wie beschrieben, noch schlimmer. Die Kosten treten hier zwar in den Hintergrund, weil es weitgehend egal ist, ob mein Auftraggeber nun 3.500 oder 2.700 Euro Leasingrate bezahlt, aber die verlorene Zeit kostet und alle viel zu viel Geld.
Ich weiß, dass ihr die-hard Elektrojünger das aktuell nicht verstehen wollen werdet. Aber das sind nun einmal die Fakten und aus diesem Grund kauft auch weltweit kaum jemand ein BEV, wenn er nicht, wie in Chinas Metropolen, muss.
Hier noch eine Richtigstellung zu BYD: https://auto-institut.de/automotiveinnovations/emobility/cam-electromobility-report-2026-innovationsstaerkste-automobilhersteller-im-bereich-der-elektromobilitaet-bev/
Du hattest ja anderes behauptet. Voilá!
Dass die relativ hohen Zulassungszahlen in Deutschland auf EIgenzulassung, Mitarbeiterleasing und Mitnahmeeffekte aufgrund der verringerten Neidsteuer (geldwerter Vorteil) basieren und mindestens 1/3 der BEV-Nutzer beim nächsten Fahrzeug wieder auf Verbrenner umsteigt, sollte ja klar sein. Oder etwa nicht? Na dann schlage ich vor, sich diesbzgl. einmal schlau zu machen.
Es gibt schon Gründe jenseits der von euch angenommen “Dummheit des Diesel-Dieters”, weshalb der weltweite BEV-Bestand bei ca. 5% liegt. Trotz vieler Jahre höchster Subventionierung durch zahlreiche Staaten, flaniert von Fahrverboten für einen Gutteil des Verbrennerbestandes.
Das BEV ist nämlich aufgrund seiner eigenen systemischen Schwächen (Reichweite, Ladezeit, Gewicht, Preis, Lebensdauer) schon eine Sackgasse.
Hinzu kommt, dass für einen flächendeckenden BEV-Bestand von auch nur 50% in Deutschland, was ca. 25 Mio. PKW wären, nicht ansatzweise genügend Kapazitäten bei erzeugtem Strom und Netzkapazität vorhanden sind.
Auch bei diesem Punkt verbietet sich im Übrigen eine Durchschnittsbetrachtung bzgl. EEG / PV, denn die meisten Autos müssen nachts geladen werden. Die Europäer wohnen meist in MFHs ohne bzw. ohne elektrifizierbare Parkplätze und bei Lidl können halt auch nicht alle laden.
In meinem Ortsteil mit ca. 30 EFHs gibt das Netz 3 Schnelllader her.
Bevor nun die Speicher kommen: vergesst es. 1 Kw für 700-1.000 Euro, Haltedauer 10-15 Jahre, unter 20 Kw braucht man, im EFH wohl gemerktg, gar nicht anzufangen. Das ist somit, wie das teure BEV an sich, ein Thema für die 5% Menschen in Deutschland, die so leben, jung genug für diese Investitionen sind um den Break-Even irgendwann vielleicht nochz zu elreben und bereit sind, die ganzen Nachteile im Alltagsbetrieb auf sich zu nehmen. Dies passt dann ja auch wieder zum Bestand an BEVs von 5%.
Wie beim Anschalten der AKWs hat man die Sache, mal wieder, nicht zuende gedacht. Man subventioniert die selbsternannte Elite und der Rest schaut in die Röhre. Deshalb ist übrigens auch die AfD bei 30%.Aber dies steht auf einem anderen Blatt.