Wintertips für Autofahrer

Servus, du hattest den etwas sarkastischen Tenor meiner Antwort wohl nicht bemerkt. Wie o.a. hab ich die Batterie meines derzeitigen japaners noch nicht ausgebaut, auch nicht auf die Waage gestellt. Meine zwei schellen zieh ich mit Schraubenschlüssel fest, nicht mit Schraubendreher, da hast du Recht. Aber schon beim ersten Urlaub als das Auto noch neu war, war nach 4 Wochen die Batterie leer l.

Aber Mal ehrlich, ich wollte hier keine kfz leere anfangen. Eigentlich wollte ich nur ein paar Wintertipps aus meiner eigenen Lebenserfahrung geben. Und die meisten Tipps aus meinem Ursprungsposting waren wohl nicht falsch.

Dass ich jetzt für Dinge, die heute baulich bedingt bei neuen Autos anders sind, aufs Rad geflochten werde hatte ich nicht erwartet.

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Blöde Frage: wir reden bei Dir aber immer noch von Hamburg in Deutschland und nicht in Kanada oder Südafrika?

Ja. Das Hamburg zwischen Elmshorn und Lüneburg.

Entschuldige, das mit den 30 cm war nur so hingesagt von mir.

Ich gehe davon aus, dass die Behörden aufgrund von Wetterprognosen vernünftiger Weise sich für Schulschließungen und Warnungen entschieden haben. Aber die psychische und mediale Dynamik, die das entwickelt, ist halt lustig.

Hallo,

ich finde es gerade interessant, was aktuell so alles als “Katastrophe” bezeichnet wird. Vor 30 Jahren wäre das ein vielleicht für den Norden etwas ungewöhnlicher aber nicht besonders außergewöhnlicher Wintereinbruch gewesen. Auch das man/frau vielleicht mal einen Tag zu Hause bleibt, wäre nichts besonderes, sondern einfach nur angepasstes Verhalten gewesen.

Wer wissen will, was im Norden eine richtige Winterkatastrophe war, sollte sich vielleicht mal eine der Dokus anschauen, die sich derzeit in den 3. Programmen von NDR und MDR mit dem Winter 78/79 beschäftigten, der wirklich das gesamte Leben über mehrere Tage lahmgelegt hat und auch viele Todesopfer (wohl vor allem in Meck-Pom) gefordert hat.

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Von Katastrophe hat m.W. niemand gesprochen, der einigermaßen seriös ist. Sehr wohl wurde davor gewarnt, dass sich die Verhältnisse 78/79 punktuell wiederholen könnten (!). Ein Teil des Problems liegt halt darin, dass manche Medien zwischen „es könnte so kommen“ (was dann meistens einige Tage vorher so formuliert wird - aber das auch mit den entsprechenden Einschränkungen) und „es wird so kommen“ nicht mehr unterscheiden und der Schlagzeilen/Klicks willen, Texte raushauen, die einfach mit dem, was wirklich von den Wetterdiensten (und da rede ich nicht von so Stümpervereinen wie Wetter Online) veröffentlicht haben, nichts zu tun haben.

Das hat natürlich auch Einfluss darauf, wie Wettermeldungen von der Bevölkerung bewertet und ernst genommen werden und deswegen sterben immer noch Menschen, weil sie auf Campingplätzen von reißenden Bächen weggerissen oder beim Fußballspielen vom Blitz erschlagen werden.

Im Sauerland, wo wir Winter und auch ordentliche Minusgrade kennen, sind die Schulen zum größten Teil geschlossen. Weg zur Arbeit war auch eher meeeh, glatt und Schneeverwehungen. Ich habe mit den Schulschließungen kein Problem, wer möppert denn wohl am Lautesten, wenn etwas wegen des Wetters 1 Schulbus schwer verunglückt?
Und das obwohl ich die Generation vin, deren Schulweg steil bergauf ging, 3 m Schnee normal und Gummistiefel noch aus Holz waren (das ist natürlich nicht ernst gemeint!).

Ansonsten: gut die Hälfte der heutigen Verladungen ist ausgefallen, wegen Wetter. Intermodalcontainer nach Hamburg kommen dort an, wenn sie ankommen, man traf keine Aussage. Trailer gen UK sind verspätet, weil Wetter, auf der Straße wie auch auf der See (Tunnel ist keine Alternative, geht nach Nordengland/Schottland).
Ich rede hier nicht von 1 oder 2 LKW sondern von weitaus mehr :wink:
Überrascht nicht wirklich (es ist Winter! Im Januar!) ist aber auch nicht so außergewöhnlich.

Ansonsten: vielleicht einfach mal durchatmen, genügend Zeit einplanen, nicht nur die knackigen Schlagzeilen lesen sondern auch mal das Organ zwischen den Ohren benutzen

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Mein Lieblingskunde (Spedition) hat den LKW-Verkehr in seinen nördlichen Niederlassungen(Hamburg, Bremen) sowie einigen im Osten eingestellt.

Beim Rest läuft alles, nur die A45 wird langsam dicht und ob die Ganzzüge des Kombiverkehrs, die täglich von Norditalien ins Bergische Land starten, in der erwarteten Zeit ankommen ist fraglich.

Meine Güte, Winter halt.
Ich erinnere mich an lange Abende, die ich auf der A45 bei LÜD verbringen durfte. Vollgesperrt, weil LKW 1 auf der rechten Spur hängen blieb, LKW 2 dann überholte und die mittlere Spur blockierte, bis dann LKW 3 dasselbe Spiel mit der linken Spur machte.

Ich muss morgen da wieder hoch. Der Tank wird mindestens halbvoll sein, eine Decke habe ich sowieso im Auto, etwas zu knabbern ist stets dabei und auch Hygienepapier gehört dazu.

Fünf Stunden, bis sich die Bergungsfahrzeuge vom THW durchgearbeitet haben - das war mein Rekord. Die schleppen die LKW nach rechts, schaffen eine freie Bahn für Räumfahrzeuge und dann kann es wieder losgehen. Hinter der Schutzplanke gab es dann auch jede Menge Zitronen- und Schokoladenschnee.

Was ich mich heute gefragt habe, und zwar als ich problemlos etwas steilere und schneebedeckte Bergstrassen mit guten Winterreifen hoch und auch wieder runter gefahren bin:

Auf der (Beispiel) Köhlbrandbrücke sollen massenhaft Autos an den Steigungen Probleme gehabt haben, sie wurde deswegen gar gesperrt? Ja, könnte das daran liegen, dass die mit ungeeigneten Reifen unterwegs sind und ist das nicht gesetzlich geregelt, dass sie dann eben nicht fahren dürfen?

Muss man nicht, wenn man schon keine Winterreifen drauf hat das Auto dann eben stehen lassen?(Rhetorische Frage, ja , man muss.)

Servus,

der

war in den ersten Tagen tatsächlich eine ziemlich deutsche Angelegenheit: Die Dänen, bei denen Schnee genauso ungewohnt ist wie in Schleswig-Holstein, haben einige fast museumsreife LKW mit Räumschilden, die ihnen die US Army dagelassen hatte, ausgemottet und - das ging, weil der Schneefall nicht überraschend kam - mit Beginn des Schneefalls begonnen zu räumen. Auf der deutschen Seite wurden zu diesem Zeitpunkt bereits die Kompetenzen geklärt und die ersten Anträge gestellt.

Am 4. Tag der Katastrophe konnte man auf der dänischen Seite bis zur Grenze auf ordentlich geräumten Straßen (zwischen Schneewänden auf beiden Seiten) fahren, bis dann exakt auf der deutschen Grenze auch eine Schneewand quer zur Straße diese versperrte und ein Mitarbeiter des Zivilschutzes einen zu einem provisorischen Autoabstellplatz und zu Fuß in eine zur Notunterkunft eingerichteten Sporthalle dirigierte.

So isches noch au wieder

Moit

MM

War das nicht vor ein paar Tagen wegen Vereisung?
Wir hatten hier auch gefrierende Nässe, da machst du auch mit besten Reifen gar nichts mehr an Steigungen.
Spikes würden helfen, aber die sind den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben vorbehalten.

Möglich, dann wäre der Gedanke ein anderer: Warum wurde da nicht gestreut? So viele Steigungen gibt´s ja nicht in Hamburg.

Wenn man Salz auf genug Eis streut, bekommt man zunächst Wasser auf Eis. Es gibt kaum etwas, das noch glatter ist und bis das Salz dazu führt, dass sich das ganze Eis in Wasser verwandelt hat, stehen schon die ersten Fahrzeuge quer.

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Ja nur komisch, dass die das hier unten immer gut schaffen…

Da ich weder das hier unten noch das das kenne, kann ich dazu nichts sagen.

Ein langer Satz ohne Inhalt, aber gut, ich schrieb von

Muss ich noch die Geodaten liefern?

Hier wird präventiv gestreut, bevor sich überhaupt Eis bildet. Fakt ist, dass hier das beschriebene Szenario nahezu nie eintritt, geht also.

Nein. „Hier“ ist präzise genug.

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Kann man natürlich auch so machen, wenn die Argumente alle sind.

Um es in eine einfache Sprache zu packen: Das Wo ist komplett irrelevant.

Anscheinend wurde nicht präventiv gepökelt.
Eventuell hatte man die Wetterlage falsch eingeschätzt.

Klar ist: So eine Brücke ist prädestiniert für eine schnell abkühlende Fahrbahn.
Da kann man mit Salzsole eigentlich ganz wirkungsvoll vorsorgen.

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Erzähl das mal einem Straßenmeister, der ein paar Jahrzehnte Winterdienst auf dem Buckel hat.

Hauptsache ordentlich gezetert, nicht wahr?

Natürlich habe ich keine Argumente. Woher auch? Es gibt ja keine ausformulierte These, für oder gegen die man Argumente haben könnte.

Ich wollte darauf hinaus, dass sich Behauptungen „die hier können dieses und jenes viel besser als die dort“ bei näherer Betrachtung als wenig zutreffend herausstellen und das oft ganz banal daran liegt, dass die Sachverhalte nicht vergleichbar sind. Mir fehlt aber das Interesse, das weiter zu vertiefen, zumal Deine Tonlage schon wieder kurz vor schrill ist.

Das Problem bei einer so exponierten Brücke ist, dass frühzeitig ausgebrachtes Salz einfach weggeblasen wird und Wind gab es in Hamburg dieser Tage ja auch reichlich. Ob Hamburg für die wenigen Lagen dieser Art schon dafür ausgerüstet ist, statt Salz Sole auszubringen, weiß ich nicht, fand aber auch keine positiven Hinweise.

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