Wo braucht die Natur und Umwelt in Deutschland Wölfe?

Mehr als hundert Jahre sind wir gut ohne sie ausgekommen. Haben wir deswegen etwa zuviele Rehe und Hasen, unter denen die Wlfe aufräumen müssten? Nein, haben wir nicht, und wenn es doch einmal mehr werden sollten, freuen sich die Berufs- wie die Hobby-Jäger dass sie mehr erlegen dürfen.

Je länger die Wölfe aber hier leben, umso mehr finden sie heraus, dass es viel, viel einfacher ist, ein Schaf, eine Ziege, oder ein Kalb zu schlagen als Rehe oder Hasen, denn die erstgenannten können nicht so schnell wegrennen wie die letztgnannten,

Und so werden die Klagen von Landwirten und Schäfern immer lauter und immer mehr und die Forderungen nach Schadensersatz immer höher werden.

Oder?

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Es gibt schlicht keinen vernünftigen Grund, die Wiederansiedlung eines Spitzenprädators zu fördern. Allerdings gewinne ich momentan den Eindruck, dass das Fehlen eines vernünftigen Grundes nicht nur kein Hindernis, sondern zwingend erforforderlich ist, um in diesem Land irgendetwas zu tun.

Die hiesige Natur ist nicht gut ohne die Wölfe ausgekommen, denn eigentlich sind sie ein wichtiger Teil des hiesigen Ökosystems.

Rehe, Hirsche und insbesondere Wildschweine, die drei wichtigsten Beutetiere des Wolfes, haben sich übermäßig vermehrt, und zwar in einem solchen Ausmaß, dass inzwischen Wildschweine regelmäßig ganze Felder verwüsten und sich fröhlich durch Städte spazieren. Rehe und Hirsche wiederum sorgen für starke Verbissschäden, was das natürliche Gleichgewicht und Biodiversität des Waldes zerstört und die Erosion fördert.

Anders als menschliche Jäger tötet der Wolf zudem nicht die hübschesten Beutetiere, sondern die alten, kranken und schwachen. Dadurch sorgt er dafür, dass der jeweilige Bestand deutlich gesünder und weniger anfällig für Krankheiten (z.B. Schweinepest) ist. Der Wolf gilt deshalb als „Gesundheitspolizei“ des Waldes.

Während ein menschlicher Jäger das erschossene Beutetier aus dem Ökosystem entfernt, frisst es der Wolf in der Regel nicht zur Gänze auf. Die Reste des Kadavers dienen als Lebensgrundlage für zahlreiche weitere Spezies, wodurch das Ökosystem vielfältiger und stabiler wird.

Schafe und Ziegen lassen sich problemlos effektiv schützen, in dem Elektrozäune und vor allem Herdenschutzhunde eingesetzt werden, die speziell für diesen Zweck gezüchtet wurden und sich viele Jahrhunderte lang bewährt haben. Außerdem werden Landwirte für Verrissschäden entschädigt. die Einzigen, die unter der Anwesenheit von Wölfen „leiden“, sind die Jäger.

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Na dann komm mal bei mir vorbei. Da wirst du die Kaninchneplage sehen. in einen Wohngebiet in meiner Nähe wird Jährlich gezielt jagt auf die Kleinen Buddler gemacht, die geren auch mal unter den Gehwegen tolle Höhlen bauen. Was zur folge hat, dass diese ein sacken und ständig nach gearbeitet werden muss.

Hallo,

Diese Frage kann mit einem eindeutigen „vielleicht“ beantwortet werden.

Die Diskussion um die Wölfe polarisiert. Sie wird aus meiner Sicht in der Regel von sehr bequemen Menschen geführt. Und dabei werden jede Menge Vorurteile aufgefahren und ausgebreitet. Auch Deine Sätze sind ein gutes Beispiel dafür.

Da haben wir zum einen „die Städter“. Die werden ganz rührselig wenn sie an das Tier aus dem Märchen denken und seine Rückkehr in die Umwelt. Es bestätigt sie in ihrer bequemen Lebensweise, schließlich geht die Umwelt nicht kaputt, sondern es siedeln sich ja wieder einst ausgerottete Tiere an.

Dann gibts da die Jäger, die mal Angst um „Ihren“ Wildbestand haben und mal ganz gerne einen Wolf einfach aus Trophäengier schießen wollen.

Dann gibts die Schäfer, ein offenbar aussterbender Beruf, der (wie viele andere alte oder handwerkliche Berufe auch) schlecht bezahlt wird. Die sind die Bequemlichkeit gewohnt, ohne Jäger leben zu können und müssen plötzlich umdenken. Einige würden umdenken wollen, allerdings gibt es keine Lösungen, ihnen das Leben mit dem Wolf etwas einfacher zu machen.

Tja und dann gibt es da noch die anderen Bauern, denen ein paar Kälber gerissen wurden, die ebenfalls das recht bequeme Leben gewohnt waren.

Ja, ich weiß, dass meine Beurteilung der Protagonisten sehr polemisch formuliert ist. Aus meiner Betrachtung der Berichte und meinen Gesprächen mit Bauern sind die aber (fast) alle ebenso polemisch.

Es stellt sich nicht die Fragen „brauchen wir den Wolf?“. Er ist da. Wir stellen ja auch nicht die Frage „brauchen wir die Kraniche?“.

Die Frage ist viel mehr: wie gehen wir mit dem Wolf und seinen Konsequenzen um? Ja, natürlich könnte man sich auf die Position stellen „der Mensch ist die Krone der Schöpfung, der kann, darf und muss die Natur regulieren“ und alle Wölfe abschießen.

Man könnte sich aber auch überlegen, welche potentiellen Schäden können Wölfe anrichten, wie kann man sie verhindern und/ oder ausgleichen?

Man könnte zum Beispiel für Schäfer die Anschaffungen von Herdenhunden und Eseln steuerlich erleichtern (sowie deren Futterversorgung). Man könnte ein System entwickeln, durch das Schäden schnell und unbürokratisch ausgeglichen werden. Achso, das macht man ja schon. 2017 haben die Länder dafür etwa 2 Millionen Euro ausgegeben.

Vor allem, und das ist der wichtigste Punkt, sollte man von der polarisierenden Berichterstattung - ach nee, Berichte werden in dem Zusammenhang ja oft gar nicht erstattet - von der polarisierenden Propaganda weg kommen und sich wieder auf einem möglichst wissenschaftlichen Niveau der Diskussion einfinden.

Wie viele Nutztiere werden gerissen? Wie hoch sind die Schäden? Werden diese Schäden auf die denkbar beste und schnellste Weise durch die Gesellschaft ausgeglichen?

Wie teuer sind Präventionsmaßnahmen? Wie stark können wir damit die Schäden eindämmen?

Wie groß ist die Population? Welchen Anteil an der Population haben Nutztierrisse? Wie viel Population kann die Gesellschaft aushalten, bevor die Schäden ein unhaltbares Maß annehmen?

Und noch Hunderte unaufgeregte Fragen mehr. Aber mit unaufgeregten Fragen und einer möglichst wissenschaftlichen Antwort können Zeitungen und Fernsehsender nicht so viel Werbung verkaufen. Polemik und Propaganda füllen die Kassen schneller. (Bei diesen Sätzen muss ich gerade an die wissenschaftliche Betrachtung von Dr. Mario Barth zum Thema Stickoxid denken. Ja, der vorhergehende Satz trieft vor Sarkasmus.)

Grüße
Pierre

Der Grund für das enorme Anwachsen der Wildschweinpopulation ist keineswegs die Abwesenheit des Wolfes sondern vielmehr milde Winter, die Art der in den letzten Jahren bevorzugt angebauten Feldfrüchte sowie die Konditionierung, sich in Dörfern und auch Städten im Überfluss mit Nahrung versorgen zu können, abgesehen von den Deppen, die Wildschweine gezielt füttern.
Wir brauchen den Wolf hier für gar nichts.

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Zwei slowakische Studien aus den 90er und 2000er Jahren zeigen, dass die slowakischen Wolfsrudel ihre Gebiete weitgehend oder vollständig frei von der Schweinepest halten. (…) Und obwohl menschliche Jäger versuchten, diese Aufgabe zu übernehmen, zeigen die beiden Studien, dass Wölfe, insbesondere ganze Wolfsrudel, wesentlich erfolgreicher dabei waren, die Krankheit in Schach zu halten. Dies unterstreicht die wichtige Rolle, die der Wolf für ein gesundes Ökosystem spielt.

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@KamikazeKatze und @Pierre
100% Zustimmung :+1:

vor kurzem gab es einen Bericht im österr. Fernsehen (ich glaube es war am ServusTV) über die Herausforderungen des Rückkehrs vom Wolf.
Ein wirklich sachlicher Bericht der sämtliche Argumente von Pro und Contra aufzeigte.
Falls wer Interesse daran hat - ich such ihn gerne für euch raus. Einfach melden.

Hier jetzt die ganzen Pros und Contras aufzuzeigen und gegenüber zu stellen würde ein paar Stunden in Anspruch nehmen - zumal immer wieder von beiden Seiten plumpe Gegenargumente kommen die meist nur auf subjektiven Ansichten basieren.

Eine Aussage von einem Vertriebler, der Schutzzäune gegen Wölfe verkauft, blieb bei mir stark im Gedächtnis:

Wölfe haben ein extrem großes Territorium. Wenn sie nicht gerade ein neues Rudel bilden (wenn die Welpen erwachsen Werden werden sie Eigenständig und gründen ein neues Rudel), bleiben sie meist auch in diesem Territorium.

Dies ist ein äußerst wichtiger Umstand der zu beachten ist, denn:
Wenn 1x ein Wolf den Elektrozaun „geküsst“ hat, geht er nicht mehr dort hin! Das ist in unzähligen Fällen sogar dokumentiert und gefilmt worden. Der Wolf merkt sich das! Zaun = Strom = tut weh.
Der Wolf wird nie wieder versuchen, die Herdentiere innerhalb des Zaunes anzugreifen.

Was passiert jetzt aber, wenn wir den Wolf abschießen oder gleich das ganze Rudel entfernen?
Es kommen neue Wölfe! Die kennen noch keinen Schutzzaun und werden wieder versuchen ein Herdentier zu reißen.

Dieses Spiel lässt sich immer und immer wiederholen, ODER - man lässt den Wolf in Ruhe, entfernt ihn nicht, und lebt gemeinsam neben den Wolf in Frieden.

Ähnliche Resultate gibt es mit den Herdenschutzhunden. Ein sehr effektiver Schutz für die Herdentiere, denn auch hier merkt sich der Wolf „hoppala, diese Herdentiere werden von einem weitaus größeren und stärkeren bewacht!“

Und dass die Wölfe den Herdenschutzhund gezielt jagen - wie so oft fälschlicherweise behauptet - passiert auch nicht, da die Vermeidung von Konflikten in der Natur des Wolfes liegt. Zu groß wäre die Gefahr einer Verletzung die in der Wildnis meist zum Tode führt.
(Anmerkung nebenbei: deswegen haben selbst die domestizierten Haushunde noch immer die sogenannten „Beschwichtigungssignale“)

Den Wolf also gebietsweise zu entfernen bringt also genau gar nichts. Im Gegenteil, neue Wölfe siedeln sich an und die Spiele beginnen von vorne.

Um Frieden gewährleisten zu können ist genau das Gegenteil zu tun. Schutzmaßnahmen errichten (Zäune, Herdenschutzhunde, usw…) und die Wölfe NICHT abschießen, damit das Rudel welches weiß „Zaun, Hund = schlecht“ weiterhin in deren Territorium bleibt.

Die Sorge, dass Wöfe zu viele Wildtiere (Hirsche, Rehe, Wildschweine, Hasen usw…) reißen habe ich nicht. Ich lebe selbst am Land und kenne viele Jäger. Die haben zu kämpfen ihrer Abschussquote nachzukommen.
Hat man also ein Jagdrevier, in dem auch der Wolf jagt, braucht man nichts weiter zu tun, als die Abschussquote anzupassen. Dann darf/muss der Jäger zukünftig anstatt 10 Rehe halt nur mehr 4 Rehe schießen.
Das mag natürlich zum Leid vieler Jäger sein, da es leider Gottes auch viele (nicht alle!!!) „schießgeile“ gibt, aber deren Drang zu töten ist meiner Meinung nach zweitrangig im Vergleich zum Wolf welcher letztendlich tötet um zu (über)leben!

Meiner Meinung nach mischt sich der Mensch mit der Bejagung schon mehr als genug in die Natur ein. Zu entscheiden ob eine Spezies ausgerottet werden soll oder nicht darf nicht in unserem Ermessen liegen. Wir zerstören die Natur schon mehr als genug, nur um das Eigeninteresse und Kapital zu bewahren. Lassen wir doch das letzte bisschen Natur auch Natur sein, sie kam auch vor dem Menschen gut alleine zurecht.

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Gegenfrage:

Wo braucht die Natur und Umwelt in [beliebiges Land einsetzen] Menschen?

Grüße,
Tomh

Hi,

Sehr gute frage. Wollte ich nur sagen, weil ich nur einmal liken kann.

DieFranzi

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Ist dir schon mal die Idee gekommen, dass in Ökosystemen mehrere Faktoren zusammen wirken können?
Man spricht darum auch von ÖkoSYSTEM, und nicht von Öko - Kausalkette :wink:

Allerdings hält solches monokausales Denken natürlich wunderschöne Debatten aufrecht, die mit einem langweiligen „da wirken verschiedenen Faktoren zusammen“ bald beendet wären. Insofern: Nur munter weiter so!

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Hallo Goetz,

bist du Jäger?

Gruß, Hans-Jürgen Schneider

Hallo,
dem schliesse ich mich an - wozu braucht die Natur eigentlich den Menschen ?. Da sich offenbar die Spezis Mensch insgesamt diese Frage auch stellt hat man schon seit geraumer Zeit damit begonnen zumindest zu probieren ob die Natur auch ohne den Menschen auskommen kann und wenn man sich auf der Welt so umschaut dann wird das hinhauen, nicht heute, nicht in 100 Jahren, aber dann wird es interessant werden, dann wird sich der Mensch endgültig in dem dasein befinden wie heute z.B. der Wolf.
Gruss
Czauderna

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Hallo, nein, bin ich nicht.

Freunde meinerseits sind Hundetrainer und züchten schon seit Jahren Hunde: Kangals - Herdenschutzhunde, die auch hierzulande gegen Wölfe eingesetzt werden sowie Malinois, die als Diensthunde eingesetzt werden.

Malis, trainiert & ausgebildet, was deutlich mehr Zeitaufwand bedeutet, sind wohl auf dem „Markt“ deutlich (!!) günstiger als Kangals - deren Ausbildung sich auf Sozialisation, Prägung und kleinere Korrekturen beschränkt. Ernsthaft, auch wenn die Kangals hören, so ist das überhaupt kein Vergleich zu potentiellen Dienstschutzhunden oder Mantrailern.

Meine Freunde sind über diese Entwicklung alles andere als glücklich, die Angst vor dem Wolf wird doch von zu vielen genutzt um sich eine goldene Nase zu verdienen.
(Hundezucht ist wohl generell eher als Hobby anzusehen, wenn man Arbeitsstunden ansetzen würde, wären trainierte Hunde unbezahlbar).

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*) ,die sich nicht schützen,

Letztens eine Reportage über den Wolf gelesen, in der auch ein Schäfer zu Wort kam. Er hat überhaupt kein Problem mit dem Wolf. Man müsse halt für einen ordentlichen (Elektro-)Zaun sorgen. Hoch genug, dass ein Wolf nicht drüberspringen kann.
Es gibt natürlich auch die, die alles wie „schon immer“ handhaben wollen und dann am lautesten jammern, wenn ein Raubtier ihre Viecher killt.

„Der Wolf gehört nicht in ein dicht besiedeltes Land wie Deutschland“, hab ich einen Jäger sagen hören. Hm. Mag sein, aber vielleicht breitet er sich deshalb auch bevorzugt im dünn besiedelten Teil aus? Er will nun mal mit dem Menschen eher nix zu tun haben.

Brauchen… brauchen… brauchen tun wir jeden Tag zwei Liter Wasser, was zu essen und ein Dach über dem Kopf.
Alles andere ist „nice to have“. Wir brauchen auch keine Jäger. Oder doch? Warum? Doch nicht etwa, weil das Wild bei uns keine natürlichen Feinde hat?

Zum Schluß noch was „offizielles“: Hier heißt es:

„In den extrem seltenen Fällen, in denen Wölfe Menschen töteten, lag den meisten Fällen die Tollwut zugrunde. Räuberische Attacken galten in erster Linie Kindern. Übergriffe generell gesehen sind ungewöhnlich, aber dann gehäuft, und Menschen fallen nicht in das Spektrum ihrer normalen Beute.“
Vergleicht man die Häufigkeit wölfischer Übergriffe auf Menschen mit denen anderer großer Beutegreifer oder Wildtiere allgemein, wird offensichtlich, dass Wölfe in Bezug auf ihre Größe und ihr räuberisches Potential zu den am wenigsten gefährlichen Tieren gehören."

Gruß,

Kannitverstan

Jahrzehntelang war eine nahzu ungefährliche Weidetierhaltung möglich. Nun sollen sich sie Tierhalter für eine Menge Geld Herdenschutzhunde und Zäune anschaffen, weil irgendwelche Wirrköpfe gerne Wölfe im Wald hätten. Die Zäune werden dann auch irgendwann aussehen, wie an der innerdeutschen Grenze, weil ein Zaun, der heute als wolfssicher gilt, das in ein, zwei Jahren nicht zwangsläufig immer noch sein muss. Die Tiere werden irgendwann lernen, diese zu überwinden.
Mein Vorschlag: Wer möchte, dass Wölfe hier leben, muss eine Patenschaft übernehmen. Dann wird ein Wolf gechipt und wann immer er Schaden anrichtet, kommt der Pate dafür auf. Dann legt sich das mit der Wolfsbegeisterung ganz schnell.

Ich bin doch irritiert, dass Du mir hier Monokausalität unterstellst, wo ich mehrere Gründe für das Anwachsen des Wildschweinbestandes genannt habe. Den fehlenden Wolf halte ich als Ursache für vernachlässigbar, da zwischen dem Abschied des Wolfes und der explosionsartigen Vermehrung der Wildschweine mehrere Jahrzehnte lagen.

Klar. Weil man den Wolf vor 150 Jahren ausgerottet hatte.

… der Wolf sich dank internationaler Schutzmaßnahmen wieder seinen Platz in der Natur sucht.

An einen Elektroschock wird sich kein Wolf gewöhnen. Natürlich gibt es auch untaugliche bzw. schlecht aufgestellte Elektrozäune. Und sicher sind Wölfe erfindungsreich.
Aber schau dir mal unsere europäischen Nachbarn an: Die leben mit deutlich mehr Wölfen und deutlich mehr Landwirtschaft. Trotzdem scheinen sie mit ihren Wölfen ganz gut zurecht zu kommen.
Und „wir lassen Wölfe wieder in Deutschland leben“ heißt ja noch lange nicht
„es gibt keine Zuschüsse für Herdenschutzmaßnahmen“.
Es heißt auch nicht „es gibt keine Entschädigung, wenn ein Wolf Nutztiere reißt“.
Und es heißt auch nicht „ein Wolf darf unter keinen Umständen abgeschossen werden“.

Super Plan. Genauso könntest du jedes Wildschwein chippen, und der Pate kommt dafür auf, wenn es Bauer Lembkes Maisfeld zerstört… aber halt! Schäden durch Wildschweine sind ja akzeptiert, weil dafür kein Tier getötet wird… oder warum eigentlich? :confused:

Gruß,

Kannitverstan

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Hallo,
lautete die Frage nicht „Braucht die Natur und Umwelt in Deutschland Wölfe ?“ und nicht ob wir Deutschen die Wölfe brauchen. Man könnte den „Wolf“ auch durch jede andere bedrohte Tierart ersetzen, z.B. gerade aktuell, die Biene.
Gruss
Czauderna