Wo fängt Gewalt gegen Kinder an

Abend!

Ich habe weder vom Reglementieren oder sonst irgendwelche
Konsequenzen gesprochen. In die Elternschule sollten alle
gehen, die ein Kind bekommen haben. Manche
„bestehen“/„verstehen“ schneller als andere, die dann eben
wiederholen müssten.

Das ist doch regelmentieren und den Pöbel von den Besseren trennen.
Wer Analphabet ist muß halt öfter zur Schule, Akademiker (wenn ich
fies wäre hätte ich Ärzte gesagt) lernen das brav auswendig und gut.
Nee das wird nach meiner Meinung nicht funktionieren.

Das hätte den Vorteil, dass man konkrete
Antworten auf Erziehungsfragen bekommt und einen sozialen
Austausch mit anderen Eltern hat, die vielleicht einen anderen
Erziehungsstil haben als man selbst.

Das ist doch aber von den Eltern die Probleme haben gar nicht
gewünscht. Auch wenn wir uns hier die Köpfe heiß reden habe ich
hier noch keinen erlebt der nicht das Beste für seine Kinder wünscht.
Das andere Klientel wirst du damit nicht erreichen, es interessiert
sie schlicht nicht.

Nee ich denke das wäre das Letzte was helfen würde.

Und was wäre dann das Erste?

Wenn ich dafür eine wirkliche Antwort hätte wäre ich froh.

Als wirkliche Verbesserung würde ich mir wünschen:
-Kindergartenpflicht ab 3 Jahre
-Besser ausgebildete Kindergärtnerinnen und Kindergärtner
-Enge Zusammenarbeit Jugendamt - Kindergarten

Gruß
Stefan

Hallo,

Das ist doch regelmentieren und den Pöbel von den Besseren
trennen.
Wer Analphabet ist muß halt öfter zur Schule, Akademiker (wenn
ich
fies wäre hätte ich Ärzte gesagt) lernen das brav auswendig
und gut.

Na, da hast Du nicht verstanden was eine Elternschule ist (vielleicht liest Du das mal bei Gelegenheit nach). Es geht hier auch nicht um Bildung und Einkommen, sondern darum wie man zunächst miteinander umgeht und glückliche, selbständige Kinder großzieht. Das was Du schreibst entzieht sich jeglicher Diskussionsgrundlage.

Nee das wird nach meiner Meinung nicht funktionieren.

Das ist ja ok.

Das ist doch aber von den Eltern die Probleme haben gar nicht
gewünscht.

Eben deswegen sollen ja ALLE hin.

Auch wenn wir uns hier die Köpfe heiß reden habe

ich
hier noch keinen erlebt der nicht das Beste für seine Kinder
wünscht.

Da kann ich nur sagen, dass Du nicht viel erlebt haben kannst…
Deine Wahrnehmung ist sehr realitätsfern - hospitiere mal im Kindernotdienst.

Das andere Klientel wirst du damit nicht erreichen, es
interessiert
sie schlicht nicht.

Ich nicht, aber der Staat.

Als wirkliche Verbesserung würde ich mir wünschen:
-Kindergartenpflicht ab 3 Jahre
-Besser ausgebildete Kindergärtnerinnen und Kindergärtner
-Enge Zusammenarbeit Jugendamt - Kindergarten

Das sehe ich auch so:smile:

Gruß

1 „Gefällt mir“

hi,

hallo

das was mir nicht passte , war der umstand, dass sie ihre
brennenden stoeckchen woanders hintrugen, um dort neue feuer
zu entfachen. es ging also nicht um deren eigene sicherheit,
sondern um sicherheit fuer andere objekte.

Dann zeig ihnen zwei Plätze oder so, wo sie hin dürfen. Wenn sie sich daran nicht halten dürfen sie halt nicht mehr damit „spielen“. Anstatt schwarz weiß (erlauben - abschrecken) kann man Zwischenwege finden.

der Sarkasmus war auf „heldenhaft“ bezogen…

lg, Dany

Hi!

(nur so ganz kurz, um hier praktische Gegenargumente vorzubringen)

Ah,da hätte ich mal ne Frage zu,ist es nicht so ,wenn ein Kind
vom ersten Zahn an oder vorher regelmäßig die Zähne geputzt
kriegt,sich das Kind dann mindestens 2 mal täglich die Zähne
freiwillig putzt,da es das normalste der Welt ist?

Nein, ist es nicht. Wir haben von Anfang an - also bereits als Säugling - mit Zahnfleischmassagebürsten (die Zahnbürste für Neulinge praktisch) angefangen, sobald der erste Zahn da war mit den dementsprechenden Zahnbürsten - jetzt ist er 6 Jahre alt und putzt sich zweimal täglich die Zähne … allerdings alles andere als freiwillig und obwohl dies schon seit seiner Geburt geschieht ist es zwar das normalste der Welt, aber machen will er’s trotzdem nicht.

Warum muss man da mit Naschverbot drohen?

Weil es wirkt („Ok, Du mußt Dir nicht die Zähne putzen, aber dann gibt’s auch nix zum Naschen, weil das die Zähne dann kaputt macht“)

Reicht es nicht einfach,den Kind zu sagen ,das es sonst Löcher
kriegt?
Und so ein Loch weh tut?

Ein Kind, das KEIN Loch hat, das aufgrund des von den Eltern angeordneten Zähneputzens zum Glück noch immer KEINEN Zahnarzteingriff (außer den üblichen Kontrollen) benötigte, weiß nicht, wie weh sowas tun kann.

Genauso iss es mit den anspuken…ist es nicht einfacher zu
sagen, man möchte nicht angespuckt werden,da man es ekelig
findet ?

Und das ist dann genau der Grund, warum das Kind dies dann weiter macht, weil es eben für jemanden eklig und das dann äußerst lustig ist.

Und dieses spuken weniger negativ zu sehen und eine
Spukwettbewerb draussen starten?

Und beim Tellerzerdeppern machen wir auch draußen weiter? Und beim Möbeln zerkratzen auch? Und und und …

Oder wenn ein Kind schreiend rum liegt einfach sich mit dazu
zu schmeißen und auch schreien…anschließend aufzustehen
und als Erwachsener zu sagen…jetzt gehts mir besser?
Und wie gehts Dir? Schreien tut manchmal echt gut,nicht.

Das funktioniert genau einmal … (selber probiert - oft(!) probiert …)

Natürlich braucht ein Kind feste Regeln und sollte nicht das
tun dürfen was ein Erwachsener macht z.B. Rauchen ,Alkohol
trinken ,länger aufbleiben,so viel Süßes essen wie man
will,Fernseh gucken,PC sitz…mal ehrlich ,wenn wir da
mit leuchtend Beispiel voran gehen könnten/würden,bräuchte
Kind noch nicht mal solche Regeln

Hier geht es nicht um die Grenze zwischen dem, was Erwachsene „dürfen“ und Kinder nicht, hier geht’s um die Überschreitung von Grenzen, die von Erwachsenen NICHT überschritten werden.

…da müßten dann aber
alle Erwachsenen mitziehen heißt,nicht rauchen,nur noch Selter
trinken,früh ins Bett,kein Süßes,kein Fernsehen,kein
PC…*gg

DAS hat er von Anfang an akzeptiert, da kommt auch kein „aber Papa/Mama macht das auch“ …

Also liegt es an uns,da Zeiten und Regeln aufzustellen.

Sprich: Grenzen zeigen.

Aber ansonsten iss ein Kind für mich wie ein kleiner
Erwachsener nur halt kleiner,sprich ich spreche mit ihn in der
Wortwahl wie ich möchte ,das auch mit mir gesprochen wird.

Genau DAS haben wir gemacht - der Wortschatz meines Sohnes ist äußerst groß, da wir bereits als er noch ein Kleinkind war ganz _normal_ mit ihm gesprochen haben - und dann kamen die Erwachsenen (sogar die selbsternannte Kinderpsychologin) und brachten keinen Satz ohne „tut“ oder „tun“ heraus …

Wenn mir das Verhalten nicht gefällt, sag ich das auch.

Dem Kind wird es ziemlich wurscht sein, wenn es glaubt, daß dieses Verhalten gerade unbedingt sein muß.

Giftige Sachen kommen außer Reichweite.

Und was ist mit Pflanzen im Garten, auf der Wiese usw.?

Mit Feuer darf unter Aufsicht handtiert werden…iss
langweiliger.
Wer nicht hören will…nun ja der verbrennt sich mal die
Fingerchen oder man erklärt seinen Kleinkind gleich ,dass das
heiß iss und AUA macht,ja das verstehen die…laufen dann
bustenderweise vorm Herd rum…*g

Einmal versehentlich auf der Herdplatte verbrannt (trotz Schutzgitter und nur noch Resthitze!) und seither ist ihm bereits mit Kerzen unwohl (hoffentlich funktioniert das noch einige Zeit …)

Einfach nicht alles Verbieten…sondern sagen wieso und
weshalb…bei kleinen Kindern mit wenigen
worten…z.B.heiß,heiß machst du aua…nein,nein

Alles nicht, allerdings die paar Sachen, die Verboten sind, sind wesentlich interessanter …

Bei etwas größeren einfach sagen,was ein stört…
Bei den Größeren tolle Nachtgespräche führen.;o)

Ab wann ist „groß“??

Ja,solche Eltern kenn ich auch…alles leere
Drohungen…

Konsequent inkonsequent … ja, kenn ich auch (wenn ich in den Spiegel schaue …)

Das iss Schwachsinn…die ganzen Drohung braucht man gar
nicht…na jedenfalls bin ich der Meinung.;o)

Drohung, Erpressung etc. sind „böse“ Wörter, zwischen meinem Sohn und mir heißt das bereits „Deal“ …

Grüße,
Tomh

PS: Ja, ich habe bereits „körperliche Gewalt“ gegen meinen Sohn angewandt - allerdings in dem Maße, wie es auch meine Eltern bei mir gemacht haben: Ich wußte danach immer, warum sie das taten und ich habe diese Sachen nicht aus Angst vor einer Ohrfeige gemacht, sondern weil ich wußte, das es falsch/gefährlich/etc. war - so wie mit den Zündhölzern … zwei Wochen später hatte ein Nachbarsjunge genau so einen Bauernhof abgefackelt und mir wurde es noch mehr bewußter …

Eigentlich wollte ich mich aus dem ganzen Thread ja raushalten …

moin,

das ist doch genau das, was ich mit erziehung meine:

selbstverstaendlich waere es traumhaft,wenn die kiddies dann wirklich nur an den ausgewiesenen plaetzen spielen wuerden, aber sie weaeren keine „normalen“ kinder, wenn sie sich wirklich so eingrenzen lassen wuerden.

kinder wollen erfahren und sehen, was hinter diesen gesetzten grenzen ist!!

und da nun mal der halbe werkzeugschuppen vom opa ( dank meiner praeparation ) in flammen aufging, gab es grosses erschrecken und maechtigen aerger mit dem opa…

ich schwoere es dir: die haben nie wieder gezuendelt!
gruss
kuddel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Drohungen, Erpressung und andere Methoden
Hallo!

Das mit dem Drohen und Erpressen ist wirklich eine heikle Angelegenheit.

Was ist Strafe oder Konsequenz und was eine Drohung?

Ich finde den Begriff „logische Konsequenz“ sehr schön. Das ist dann ja selbsterklärend und für das Kind auch begreiflich. Leider ist es superschwer, immer eine solche Konsequenz parat zu haben.

Die Begründung: „Machst Du jetzt 20min Affentheater wegen des Zähneputzens, ist keine Zeit mehr für eine Gute-Nacht-Geschichte, weil es dann zu spät ist“ ist sicher grenzwertig (wegen Ritual und Nachtruhe), aber ab und an haben wir das auch schon gemacht. Wichtig finde ich dabei, dass man dem Kind vermittelt, dass es die Sache ja selber in der Hand hat. Vor allem die Tatsache, dass ja jeden Abend Zähne geputzt werden müssen und das auch immer durchgeführt wird und wurde, legitimiert für mich diese Maßnahme.

Auch die Tatsache, dass der Ausfall (oder die radikale Verkürzung) der Gute-Nacht-Geschichte zeitnah erfolgt ist für mich ein Vorteil dieser Geschichte. Am nächsten Tag keine Süßigkeiten wäre mir persönlich zu langfristig. Und auch meinem Kind, wir ziehen solche Dinge nicht gern in die Länge, bis zum nächsten Nachmittag, wo das aktuell wäre haben wir schon 5 andere Auseinandersetzungen gehabt, da ist dann die Zuordnung von Konsequenz zur „Tat“ nicht mehr so eindeutig gegeben. :smile: Bei uns (ausgehend von dem Jähzorn unseres Sohnes) werden Konflikte recht schnell, emotionsgeladen und knackig ausgetragen, danach ist aber auch wieder gut. Sowas dann am nächsten Tag noch einmal aufzuwärmen, das wollen wir uns nicht antun. Bei anderen mag das funktionieren, am nächsten Tag noch einmal in Ruhe die Situation durchzusprechen.

Besser ist es ja in jedem Fall, Vorsorge zu treffen, bevor der Konflikt eintritt. Statt Bestrafung durch Entzug könnte man ja auch die Sache umdrehen und Belohnung (ausführliches Vorlesen, wenn die Zähne ohne Theater geputzt werden)in Aussicht stellen. Das finden einige auch schwierig: Selbstverständlichkeiten zu belohnen, halten sie für problematisch. Dazu kann ich nur sagen: Es funktioniert aber und wirkt auf die Kinder sehr positiv. Unser Kind hat eine Lehrerin in der Schule, die am Anfang „jeden Pups“ belohnt hat mit unterschiedlichen Belohnungssystemen, die die meisten Eltern gar nicht mehr durchblicken. Ich fand das auch ein wenig albern, muss aber inzwischen sagen, dass es wunderbar geklappt hat. Die Belohnungen wurden auf andere, neue Dinge umgestellt, einiges wurde wirklich zur Selbstverständlichkeit.

In diesem Fall würde das heißen: Eine Stempelkarte für’s Zähneputzen. Nach zuerst 3mal, dann 5mal, dann 10mal (evtl. dann noch einmal mit längerem Intervall) selbständig und ohne Theater putzen gibt es je eine kleine Belohnung. (Im Idealfall die Glitzer- oder Spiderman-Zahnbürste :smile: ). Danach sollte es sich eingespielt haben, wir haben das mit verschiedenen Kampfplätzen durchexerziert, es hat fast immer geklappt. Bestechung macht einfach bessere Laune als Erpressung :smile:

Ich habe mal gelesen, dass man gar keine Drohung aussprechen soll. Schon die Androhung von Konsequenzen wäre ja quasi schon eine Art Erniedrigung oder Demütigung für das Kind, ein Zwang und keine freie Entscheidung. Es solle einfach klar sein, dass Konsequenzen erfolgen, die Kinder würden das recht schnell begreifen und lernen, dies abzuschätzen, ohne dass man ihnen die Folgen ihres Handelns immer wieder androht. Das ergäbe auch ein großes Stück Eigenverantwortung. Hört sich für mich logisch an, in der Praxis finde ich das eher schwierig. Ist sicher auch altersabhängig.

Schöne Grüße
kernig

1 „Gefällt mir“

Man muss es nur erklären können
Hi!

Ich finde den Begriff „logische Konsequenz“ sehr schön. Das
ist dann ja selbsterklärend und für das Kind auch begreiflich.
Leider ist es superschwer, immer eine solche Konsequenz parat
zu haben.

Naja - niemand sagt, dass es einfach ist, ein Kind zu erziehen *g*

Die Begründung: „Machst Du jetzt 20min Affentheater wegen des
Zähneputzens, ist keine Zeit mehr für eine
Gute-Nacht-Geschichte, weil es dann zu spät ist“ ist sicher
grenzwertig (wegen Ritual und Nachtruhe), aber ab und an haben
wir das auch schon gemacht.

Eine Begründung liegt ja auch anbei!
Wobei wir nicht ganz gestrichen haben sondern nur verkürzt haben.

Wichtig finde ich dabei, dass man
dem Kind vermittelt, dass es die Sache ja selber in der Hand
hat.

Absolut - und genau da ist es superwichtig, konsequent zu sein.

Auch die Tatsache, dass der Ausfall (oder die radikale
Verkürzung) der Gute-Nacht-Geschichte zeitnah erfolgt ist für
mich ein Vorteil dieser Geschichte. Am nächsten Tag keine
Süßigkeiten wäre mir persönlich zu langfristig.

Stimmt! Das ist allerdings auch abhängig vom Alter. Meiner ist mittlerweile 10, da passt es dann schon wieder.

Selbstverständlichkeiten zu belohnen, halten sie für
problematisch.

Das Problem wird irgendwann die enstehende Erwartungshaltung! Wir haben das auch oft gemacht - heute denke ich nicht selten, dass das ein „Fehler“ war.

Ich habe mal gelesen, dass man gar keine Drohung aussprechen
soll. Schon die Androhung von Konsequenzen wäre ja quasi schon
eine Art Erniedrigung oder Demütigung für das Kind, ein Zwang
und keine freie Entscheidung. Es solle einfach klar sein, dass
Konsequenzen erfolgen, die Kinder würden das recht schnell
begreifen und lernen, dies abzuschätzen, ohne dass man ihnen
die Folgen ihres Handelns immer wieder androht. Das ergäbe
auch ein großes Stück Eigenverantwortung. Hört sich für mich
logisch an, in der Praxis finde ich das eher schwierig. Ist
sicher auch altersabhängig.

OK - naive Frage:
Wie will man Konsequenzen erläutern mit der Garantie, dass
es nicht als Drohung empfunden wird?

Auch, wenn ich den gedanklichen Ansatz nachvollziehen kann: Ich denke, dass man auch mächtig übertreiben kann.

LG
Guido

Hi Tomh,

(nur so ganz kurz, um hier praktische Gegenargumente
vorzubringen)

;o)

Nein, ist es nicht. Wir haben von Anfang an - also bereits als
Säugling - mit Zahnfleischmassagebürsten (die Zahnbürste für
Neulinge praktisch) angefangen, sobald der erste Zahn da war
mit den dementsprechenden Zahnbürsten - jetzt ist er 6 Jahre
alt und putzt sich zweimal täglich die Zähne … allerdings
alles andere als freiwillig und obwohl dies schon seit seiner
Geburt geschieht ist es zwar das normalste der Welt, aber
machen will er’s trotzdem nicht.

Nun,bei meinen Kindern war es nie ein großes Problem,klar wurde mal Morgens und Abends gejammert,das man keine Lust auf Zähne putzen hat,dann habe ich gesagt,doch es werden Zähne geputzt sonst gibts Löcher,darauf hin haben sich die lieben Kleinen zwar zeterder Weise ins Bad begeben ,aber geputzt.

Warum muss man da mit Naschverbot drohen?

Weil es wirkt („Ok, Du mußt Dir nicht die Zähne putzen, aber
dann gibt’s auch nix zum Naschen, weil das die Zähne dann
kaputt macht“)

Nun ja,damit kann ich schlecht drohen,bei uns gibt es Süßes zu Weihnachten,Ostern,Geburtstag…es ist halt was besonderes und nix Lebendwichtiges…ich hör schon den Aufschrei WAS?

Bis meine Kinder in den Kindergarten kamen,kannte sie Süßes nicht einmal.

Ein Kind, das KEIN Loch hat, das aufgrund des von den Eltern
angeordneten Zähneputzens zum Glück noch immer KEINEN
Zahnarzteingriff (außer den üblichen Kontrollen) benötigte,
weiß nicht, wie weh sowas tun kann.

Meine Kinder hatten die ersten Löcher später…

Meine Tochter ist 12 Jahre und hatte noch nie Löcher.;o)

Man kann es aber einfach an anderen Schmerzen als Beispiel aufführen.z.B. weisst Du noch wo Du Dir dein Knie aufgeschlagen hast,das tat ganz doll weh,so doll tut auch ein Loch im Zahn weh,also meine konnten sich vorstellen wie weh das wohl tut.

Und das ist dann genau der Grund, warum das Kind dies dann
weiter macht, weil es eben für jemanden eklig und das dann
äußerst lustig ist.

Nun,meine Kinder fanden das nicht lustig,natürlich wurde ich auch schon angespuckt,da hab ich halt ruhig und bestimmt gesagt,das ich es ekelig finde,so ekelig wie Kind z.B. Spinat nicht mag…
Sie haben es verstanden.

Dann sind wir raus und haben um die Wette gespuckt mit Zollstock gemessen wer am weitens spucken kann,ein heiden Spaß.;o)
Die ganz Kleine hatte sich dabei mehr selbst bespuckt,nun ja.

Und beim Tellerzerdeppern machen wir auch draußen weiter? Und
beim Möbeln zerkratzen auch? Und und und …

Hallo,wenn ein Kind solche Handlungen im Haus veranstaltet,ist es meines Erachtens,Ausdruck der Hilflosigkeit,was dieses Kind verspürt.
Bei solchen Handeln von meinen Kind her,würde ich mir Hilfe von einer Erziehungsberatungsstelle holen…hab ich schon gemacht.

Wir machen alle Fehler in der Erziehung,daraus lernt man und versucht es besser zu machen und wenn ein Kind schon echt Gewalttätig seinen Eltern,anderen oder Gegenständen gegenüber wird…dann läuft irgendetwas mächtig aus der Spur…also ab Hilfe holen…

Das funktioniert genau einmal … (selber probiert - oft(!)
probiert …)

*kratz wieso nur einmal in seinen Leben schreien ,wenn man wütend ist?

Dein Sohn iss 6 Jahre,Kinder können ihre Wut nicht einfach so unterdrücken wie wir,sie weinen,sie schreien,sie beißen…treten gegen die Wand…aber ein Kind in einen solchen Wutausbruch geistig zu erreichen ist schlicht weg unmöglich…ich ziehe es vor mit zu schreien bei Kleinkindern…bei etwas größeren Kindern mich zurück zu ziehen und später nach zu fragen,warum Kind so wütend war…und um so mehr man mit den Kinder darüber spricht und sagt das man die Wut nach vollziehen kann,um so mehr man versucht sein Kind zu verstehen,um so mehr lernt Kind mit Wut besser umzugehen.
Es bringt doch nix Wut zu bestrafen,das schnurt noch mehr die Wut.

Stell dir doch einfach mal vor, du kommst wütend von der Arbeit,schmeißt deine Tasche in die Ecke und gleich würde dich jemand anpöbeln,ob du noch alle Latten am Zaun hast…was würde passieren?Noch mehr Wut ?Zurück pöbeln…?

Und stell dir das noch mal anders vor,Dich fragt jemand,mönsch was war denn los?
Was fühlt sich besser an?

Hier geht es nicht um die Grenze zwischen dem, was Erwachsene
„dürfen“ und Kinder nicht,

Ich verstehe was Du meinst.

hier geht’s um die Überschreitung
von Grenzen, die von Erwachsenen NICHT überschritten werden.

Das musst Du mir noch mal erklären,was Du damit meinst?

DAS hat er von Anfang an akzeptiert, da kommt auch kein „aber
Papa/Mama macht das auch“ …

Gut,das kommt später aber…du schminkst Dich,du machst das doch auch…etc.pp

Sprich: Grenzen zeigen.

Sicher,dann aber auch vernümpftige Grenzen,die altersbedingt verstanden werden.

Genau DAS haben wir gemacht - der Wortschatz meines Sohnes ist
äußerst groß, da wir bereits als er noch ein Kleinkind war
ganz _normal_ mit ihm gesprochen haben - und dann kamen die
Erwachsenen (sogar die selbsternannte Kinderpsychologin) und
brachten keinen Satz ohne „tut“ oder „tun“ heraus …

Ja,nun…Kleinkinder sind aber mit zu langen Gerede überfordert,ein Kleinkind versteht am besten kurze knappe ansagen und keine Romane…

Ein NEIN,das ist heiß,verstehen die Kinder besser als das Geschwafele ach bitte Schatz jetzt lass das,ach Schatz bitte geh da wech,…bla,bla…irgendwann macht Kind dicht.
Und sprechen lernen sie auch so ganz normal,wenn man ihnen z.B.Abends vorliest oder so mit ihnen viel spricht,aber Verbote sollten knapp und Kind gerecht sein.

Wenn mir das Verhalten nicht gefällt, sag ich das auch.

Dem Kind wird es ziemlich wurscht sein, wenn es glaubt, daß
dieses Verhalten gerade unbedingt sein muß.

Wie gesagt,dann stimmt etwas nicht in der Eltern/Kindbeziehung,da müßte man sich Hilfe holen.

Giftige Sachen kommen außer Reichweite.

Und was ist mit Pflanzen im Garten, auf der Wiese usw.?

Himmel,die reiße ich aus und versteck sie im Schrank *g…wir reden hier von Kleinkindern die man beaufsichtigt…;o)

Einmal versehentlich auf der Herdplatte verbrannt (trotz
Schutzgitter und nur noch Resthitze!) und seither ist ihm
bereits mit Kerzen unwohl (hoffentlich funktioniert das noch
einige Zeit …)

Sicher,mein Sohn war auch so ein Spezi…aber da lief so einiges schief in der Erziehung oder besser in der Beziehung zwischen meinen Sohn und mir…ich dachte echt mein Sohn iss ein Monster…bis ich nicht mehr konnte ,als nur noch schreien…da habe ich mir Hilfe gesucht,bei der Erziehungberatung da war er 2 Jahre ,und?
Nicht mein Sohn war das Monster,sondern ich…was mir bei den Gespräch plötzlich die Erleuchtung brachte.

Einfach nicht alles Verbieten…sondern sagen wieso und
weshalb…bei kleinen Kindern mit wenigen
worten…z.B.heiß,heiß machst du aua…nein,nein

Alles nicht, allerdings die paar Sachen, die Verboten sind,
sind wesentlich interessanter …

Deshalb ja…wenn man es verbietet ist es interessant,beaufsichtig man aber sein Kind mit z.B. „scharfen“ Messer Äpfel zu schneiden und gibt Hilfestellung,lernt Kind einseits mit einen Messer umzugehen,was die Verletzunggefahr mindert und anderseits ist Messer rumgefuchtele nicht mehr interessant.

Ab wann ist „groß“??

Nun so ab 14 Jahren kommen nächtliche Gespräche schon zu stande…

Konsequent inkonsequent … ja, kenn ich auch (wenn ich in den
Spiegel schaue …)

AHA…und das verunsichert dein Kind,also dann lieber gar nix der Gleichen sagen oder durchziehen…

Drohung, Erpressung etc. sind „böse“ Wörter, zwischen meinem
Sohn und mir heißt das bereits „Deal“ …

Wieso böse Wörter ? Ich hab schon zu meinen Kindern öfter gesagt,so jetzt erpresse ich Dich…sonst spiel ich nicht mit Dir…

Grüße,
Tomh

PS: Ja, ich habe bereits „körperliche Gewalt“ gegen meinen
Sohn angewandt - allerdings in dem Maße, wie es auch meine
Eltern bei mir gemacht haben:

*seufz…ich kenne keinen Erwachsenen den nicht schon mal die Hand ausgerutscht ist,aber es ist nicht okay.

Weißt Du mein Vater hat mich jeden Tag abgewackelt,ich hatte schon Angst wenn unten die Haustür ging…

Man muss nicht schlagen,glaubs mir und hole Dir bitte Hilfe,bei einer Beratungsstelle…für dein Kind!

Ich wußte danach immer, warum
sie das taten und ich habe diese Sachen nicht aus Angst vor
einer Ohrfeige gemacht, sondern weil ich wußte, das es
falsch/gefährlich/etc. war

Ja und hätte es nicht so viele Verbote gegeben hättest Du es nicht gemacht?

Ich wußte nie warum und weshalb mein Vater zuschlug…

  • so wie mit den Zündhölzern …

zwei Wochen später hatte ein Nachbarsjunge genau so einen
Bauernhof abgefackelt und mir wurde es noch mehr bewußter …

Ja,aus Fehlern lernt man…

Eigentlich wollte ich mich aus dem ganzen Thread ja raushalten

Ich eigentlich auch,nun ja,wer weiss wozu es gut ist.;o)

LG Biene

1 „Gefällt mir“

Hallo!

Kinder zu mißhandeln, weil man sich selbst nicht unter Kontrolle hat, ist IMMER falsch. Es ist, denke ich, verzeihlich, wenn jemand mal die Hand ausrutscht, aber trotzdem falsch.

Kinder zu LIEBEN, ist IMMER richtig.

Diese beiden Tatsachen wird wohl keiner bezweifeln, oder?

Kann man aus Liebe schlagen? Mit Schlägen was gutes tun?

Das ist die Frage, um die es hier geht.

Und die Antwort sollte eigentlich klar sein.

Grüße

Andreas

Fragen ohne Antwort: 3. Anlauf
Hallo nochmal!
Ich fände es schön, wenn wir die Diskussion in diesen Thread zusammenfassen könnten. Dazu wäre es evtl. sinnvoll, ihn erstmal vor dem archivieren zu bewahren, oder?

Außerdem halte ich es für wichtig, das Thema auszudiskutieren. Ich habe bisher niemanden beleidigt oder beschimpft(so hoffe ich zumindest, ansonsten möge man mir bitte konkret mitteilen, wo). Meine Anfrage im Plauderbrett habe ich dort noch einmal erläutert.

Deshalb hier meine Antwort auf die Frage oben von Haegar und auf Fragen aus dem Plauderbrett:

Einfach damit ich nicht dumm sterbe, wie setzt ihr euren
Kindern Leitplanken/Grenzen in der Erziehung?

(Dein Frage zeigt mir mal wieder, wie wichtig eine Art „Elternführerschein“ wäre, um solche alternativen Methoden zu erklären.)

Durch Erklären und das Aufzeigen von logischen Konsequenzen, beides natürlich altersgerecht.

Dass es da Grenzfälle gibt, ist mir klar, das haben wir ja weiter unten schon durchgehechelt. Die möchte ich auch ehrlich gesagt nicht bis zur Ermüdung durchdiskutieren. Mir geht es um die „Linie“.

Beispiele: Wirft mein Kleinkind am Spielplatz mit Sand oder brät anderen eins mit der Schaufel über, so gibt es eine Warnung. Wird die nicht eingehalten, packe ich das Kind ein und es geht nach Hause. Mit der Erklärung: „Wenn Du Dich hier danebenbenimmst, kannst du hier nicht spielen“ (Kinderverständlicher ausgedrückt)

Wird die Druchführung einer Abmachung (z.B. nach 1/2 Stunde Computerspiel aufzuhören) nicht eingehalten, fällt dies am nächsten Tag flach.

Ist mein Sohn bockig, weil ich noch was einkaufen muss, erkläre ich ihm, dass es sonst Knäckebrot mit Margarine zum Abendbrot gäbe, weil der Kühlschrank leer ist. (Haben wir schon exerziert, mit phänomenaler Wirkung).

Trödelt er früh beim Anziehen, hätte ich keine Skrupel, ihn halbangezogen in die Schule zu schicken. Wehrt er sich gegen frische Klamotten, muss er sich eben irgendwann ein „puh, hier riecht’s aber streng“ aqnhören.

Ich kontrolliere seine Hausaufgaben, biete ihm an, z.B. Mathe zu üben, plane Zeit dafür ein. Lehnt er das ab, muss er mit den Konsequenzen leben. Nachsitzen und evtl. schlechte Noten kassieren, das muss ich dann eben auch aushalten.

Es gibt natürlich Dinge, da lasse ich ihn nicht probieren, wenn er sich in Gefahr begibt: Entweder er läßt sich mit Sonnencreme eincremen, oder wir gehen eben nicht Schwimmen. Schnallt er sich im Auto ab, halte ich bei nächster Gelegenheit an und fahre erst weiter, wenn er angegurtet ist. Etc.

Das hört sich alles recht brutal an, gelle? Der Punkt ist: Er lernt, Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen. Er hat es ja in der Hand, was passiert.

Das ist tierisch anstrengend und sicher nicht immer 100% konsequent umzusetzen, man ist ja keine Maschine. Oft schneidet man sich auch ins eigene Fleisch, z.B. wenn ich selbst gern Schwimmen gehen möchte. Die Sache ist die: Mit jeder durchgeführten Konsequenz lernt mein Kind, die Folgen seines Handelns abzuschätzen. Man merkt das richtig, vor allem dann, wenn man die Sache aus Bequemlichkeit mal schleifen läßt.

Und, ja: Auch ich verliere ab und an die Nerven und reagiere über. Aber ich halte das nicht für richtig und sage das auch hinterher meinem Kind.

Zu dem System der logischen Konsequenzen gehört natürlich auf der anderen Seite das Loben, Belohnen, Vorsorgen für kritische Situationen, Abmachungen, gemeinsam festgelegte Regeln. Damit kann man vielen Streitereien aus dem Weg gehen.

Im Plauderbrett wurde mir der Gesetztesartikel vorgelegt,

Du hast danach gefragt, oder?

Aber nach dem
Artikel müsste ich mein Kind auf die Strasse rennen lassen,

Das stimmt doch gar nicht, davon steht da nix.

ich es weder beschimpfen darf (psychische Strafe)

Wozu sollte beschimpfen in dieser Situation auch gut sein?

noch heftig
anfassen darf, um es vom Strassenrand zu ziehen (körperliche
Strafe).

Ich sehe da schon auch einen Unterschied zwischen Rettung und Strafe. Natürlich darf man ein Kind mit körperlicher Übermacht (ja, das kann man als Gewalt definieren) in einer Gefahrensituation retten. Wenn ich ihm dabei wehtue, werde ich mich hinterher dafür entschuldigen und mich erklären. Gleichzeitig werde ich mich aber fragen, wie es zu der Gefahrensituation kam und wie ich sie in Zukunft vermeiden kann.
(Wenn ich dem Kind hinterher den Hintern versohle, das wäre Strafe.)

Eine Demütigung, sei es öffentlich oder privat (unter
vier Augen) erlebt das Kind in jedem Fall, so sehe ich es.

Privat wird die natürlich geringer ausfallen und die Reaktion des Kindes gemäßigter. Im geschilderten Fall sehe ich übrigens keine Demütigung (so man das Beschimpfen und hinterher versohlen unterläßt).

Hier noch einmal, die Frage wurde noch nicht beantwortet:

Wie wirkt ein Klaps (nach Deiner Definition)? Er tut ja nicht weh und er demütigt das Kind nicht. Wie also wirkt er? Warum sollte das Kind nach einem Klaps in Zukunft unterlassen, was es falsch gemacht hat?

Gespannt auf die Antwort.

Grüße
kernig

Leitplanken und Grenzen durch Demütigung?
Hi,
ich hab auch immer gesagt „a watschn hat no niemandem geschaded“. Bis ich aber festgestellt habe, dass es mir sehr wohl geschadet hat und ich einfach mit diesem Ausspruch versucht habe die Demütigungen die ich erfahren musste zu rechtfertigen.

Wenn „Klapse“ so effektive und tolle Erziehungsmethoden sind, warum wenden wir sie dann nicht auch unter uns Erwachsenen (die wenigstens körperlich ebenbürtig sind) an?

Ein Chef muss einem ja auch Leitplanken und Grenzen vorgeben. Wenn mein Chef also der Meinung ist, ich habe mich beim Kunden falsch ausgedrückt, schnell einen Klaps auf den Mund und alles ist erledigt?!

Mein Chef ist ganz schön blöd, dass er in so einem Fall das Gespräch sucht und mir versucht zu erklären, wie man sich in einer solchen Situation besser ausdrücken kann, wenns doch mit einem einfachen Klaps getan wäre…

Speziell @Haegar, würdest du dir das von deinem Chef gefallen lassen?

Hast du damals als Kind eigentlich begriffen, dass dein Vater dich vor Gefahr bewahren wollte und du deshalb geschlagen wurdest, oder hast du nur deshalb nicht mehr mit dem Beil gespielt, weil du Angst vor neuen Schlägen hattest!?

Ich hab da auch ne nette Geschichte:
Ein kleiner Junge (7Jahre) schlägt seinen 2 Jahre jüngeren Cousin und seine Mutter schnappt ihn sich und gibt ihm diesen berühmten „Klaps“ auf den Hintern. Er schlägt jetzt nur noch zu, wenn es keiner von den Erwachsenen sieht…

Viele Grüße
/silvl

Hi Kernig,
ups, jetzt weiß ich wieder woher ich das Beispiel vom Chef und dem Klaps hatte… ich hoffe das geht in Ordnung, dass ich es mir für meine Argumentation ausgeliehen habe.

Ansonsten kann ich deinem Post nur zustimmen!

Viele Grüße
/silvl

Noch zur Verdeutlichung eine Geschichte
Hi Silvi,
unterschreib ich alles, was Du sagst.

Hier noch eine beeindruckende Geschichte von Astrid Lindgren:
http://www.netmoms.de/fragendetail/2777942

Ist schon ein wenig abgedroschen, mir geht sie trotzdem immer wieder ans Herz *schluchz*

Grüße
kernig

1 „Gefällt mir“

Hallo auch nochmal,
wollte nur sagen, dass ich das was du mit deinem Sohn machst toll finde!! Kann leider nur ein *-chen geben…

Du machst mir irgendwie Mut, weil ich habe in letzter Zeit auch den Eindruck bekommen, dass man Kinder entweder zu unsäglichen Fratzen verziehen kann, oder schlagen muss…

Das hört sich alles recht brutal an, gelle? Der Punkt ist: Er
lernt, Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen.
Er hat es ja in der Hand, was passiert.

Ich finde das ist der wichtige Punkt, sein Handeln hat Konsequenzen zur Folge und damit kann man doch einem Kind viel deutlicher klar machen, was jetzt gut ist, oder nicht.
Mit einem „Klaps“ lernt das Kind doch nur, tu was Mami sagt und du wirst nicht geschlagen. Als weiteren Lerneffekt hat man höchstens noch, dass das Kind versucht sich bei anderen (jüngeren, schwächeren) auf die gleiche Art wie Mami durchzusetzen.

Und, ja: Auch ich verliere ab und an die Nerven und reagiere
über. Aber ich halte das nicht für richtig und sage das auch
hinterher meinem Kind.

Aber damit beweist du deinem Kind gegenüber richtige Größe und verdienst dir Respekt (zumindest vor mir :wink:.

noch heftig
anfassen darf, um es vom Strassenrand zu ziehen (körperliche
Strafe).

Ich sehe da schon auch einen Unterschied zwischen Rettung und
Strafe. Natürlich darf man ein Kind mit körperlicher Übermacht
(ja, das kann man als Gewalt definieren) in einer
Gefahrensituation retten.

Ganz genau, das würde man doch auch mit jedem Erwachsenen machen? Aber würde man dann dem Erwachsenen einen „Klaps“ geben, damit er nie wieder auf die Straße rennt??

Wie wirkt ein Klaps (nach Deiner Definition)? Er tut ja nicht
weh und er demütigt das Kind nicht. Wie also wirkt er? Warum
sollte das Kind nach einem Klaps in Zukunft unterlassen, was
es falsch gemacht hat?

Eine Antwort auf die Frage würde mich auch interessieren?

Viele Grüße
/silvl

Hi!

Mein Chef ist ganz schön blöd, dass er in so einem Fall das
Gespräch sucht und mir versucht zu erklären, wie man sich in
einer solchen Situation besser ausdrücken kann, wenns doch mit
einem einfachen Klaps getan wäre…

Es geht um Kinder, die es, trotz aller Gespräche NICHT einsehen wollen. Und wenn ein Mitarbeiter etwas nicht einsehen will, dann kündigt man. Das kann man bei einem Kind nicht. Schlagen darf man auch nicht. Was kann man noch machen?

Wenn ein Erwachsener etwas falsch macht, und trotz Gesprächen, Mahnungen, Regeln, Vorschriften, Gesetzen nicht einsichtig ist, dann wird er BESTRAFT. Notfalls mit Gefängnis. Und wenn ein Kind trotz aller Gespräche, Mahnungen, Regeln usw. nicht einsichtig ist, darf es dann überhaupt bestraft werden? Du warst villeicht nicht so als Kind. Meine Kinder auch nicht. Aber überhaupt, darf ein Kind bestraft werden? Mit Schlägen schon mal nicht, meinst du. Gut. Einverstanden. Und wie denn dann?

Hast du damals als Kind eigentlich begriffen, dass dein Vater
dich vor Gefahr bewahren wollte und du deshalb geschlagen
wurdest?

Das habe sehr wohl begriffen!!! Später, als Erwachsener! Er hat es aus Liebe getan, weil er Angst davor hatte, daß mir etwas passieren könnte. Ich war damals nicht einsichtig.
Übrigens: Ich wurde bei diesem Vorfall nicht geschlagen! Mein Vater hat es nur ANGEKÜNDIGT! Für dan Fall, daß ich noch einmal ein Beil in die Hand nehme. Beile gab es damals überall, sogar im Laden, und Kinder, die kein Geld hatten, haben auch schon mal was ohne Geld migenommen.

Ich hab da auch ne nette Geschichte:
Ein kleiner Junge (7Jahre) schlägt seinen 2 Jahre jüngeren
Cousin und seine Mutter schnappt ihn sich und gibt ihm diesen
berühmten „Klaps“ auf den Hintern. Er schlägt jetzt nur noch
zu, wenn es keiner von den Erwachsenen sieht…

Das habe ich mich nie getraut, denn ich wurde immer verpetzt. Sogar von meinem Onkel, der meinen Vater angerufen hat, als ich auf einen Fabrikschornstein geklettert bin. Und ich bin heute sehr froh darüber.

3 „Gefällt mir“

Hallo Kernig!

Du, das ist gut gemeint, aber gibt nicht es auch schnellere Methoden?

Außerdem halte ich es für wichtig, das Thema auszudiskutieren.

Ich auch, aber ich habe ja Schreibverbot.

Beispiele: Wirft mein Kleinkind am Spielplatz mit Sand oder
brät anderen eins mit der Schaufel über, so gibt es eine
Warnung.

So mache ich es auch. Und das GENÜGT ja auch. Wenn die Kinder wissen, das Warnungen ernst gemeint sind.

Ich kontrolliere seine Hausaufgaben, biete ihm an, z.B. Mathe
zu üben, plane Zeit dafür ein. Lehnt er das ab, muss er mit
den Konsequenzen leben. Nachsitzen und evtl. schlechte Noten
kassieren, das muss ich dann eben auch aushalten.

Ein Mitschüler von mir saß ein ganzes Jahr lang in der Klasse, ohne einen Finger zu rühren. Zur Schule kam er nur, weil die Polizei ihn brachte.

Schnallt er sich im Auto ab, halte ich bei nächster
Gelegenheit an und fahre erst weiter, wenn er angegurtet ist.

Na hoffenlich hast du Luftmatratzen und Schlafsäcke dabei.

Das ist tierisch anstrengend und sicher nicht immer 100%
konsequent umzusetzen.

Sag ich doch die ganze Zeit.

Grüße

Andreas

1 „Gefällt mir“

Hallo MeToo,

ja Gesetz ist eine Sache, deren Umsetzung eine andere.
Grundlegend ist es keine persönliche Entscheidung, ob man seine Kinder gewaltfrei erzieht, weil es seit einigen Jahren (leider erst) das RECHT auf gewaltfreie Erziehung für jedes Kind gibt.

Der Spiegel ob man es als Eltern richtig oder falsch macht sind die Kinder selbst. Nur bei groben Verstößen wird von außen eingegriffen, aber wie wir in dieser Diskussion gelesen haben, werden alle Kinder erwachsen und können dann die erzieherischen Methoden der Eltern beurteilen, oder eben auch nicht, oder nur mit professioneller Hilfe.

Wenn Eltern ihre Kinder nicht gewaltfrei erziehen, können sich die Kinder, auch mit dem Recht auf ihrer Seite, nicht wehren. Aber im Gegensatz zu früher, wo Gewalt erlaubt war und offen durchgeführt wurde, sind jetzt die Eltern im Unrecht.
Sobald das Kind soziale Kontakte außerhalb der Kernfamilie hat, wird es dieses Unrecht erkennen lernen. Im Kindergarten und in den Schulen wird es zum Teil heute schon je nach Altersstufe den Kindern vermittelt. Körperliche und seelische Verletzungen richten großen Schaden bei den Kindern an, aber noch viel mehr, wenn man dem Kind glaubend macht, dass es zu Recht, oder gar aus Liebe so behandelt wird.
Die Kinder werden nicht mehr wie früher lauter Freunde haben, die auch die gesunde Watschen bekommen. Es ist zu hoffen, dass Jahr für Jahr der Anteil der misshandelten Kinder immer weniger wird.

als Vater von zwei Kindern weiss ich, dass manche
Entscheidungen die getroffen werden für Kinder nicht
nachvollziehbar sind und je nach Alter grausam erscheinen. Da
kann schon das Verbot für die dritte Scheibe mit
Nussnugatcreme für das Kind seelisch grausam wirken.

Entscheidungen zum Wohl des Kindes gehören zum Alltag und wenn sie
nicht klapsend, drohend, oder angstmachend vermittelt werden, sind sie auch nicht lieblos.

Um den Artikel weiter unten mal zu entschärfen möchte ich
daher von euch mal wissen, wie ihr es ganz persönlich seht,
wenn es um das Thema Gewalt gegen Kinder geht, wo fängt sie an
auch wenn es vielleicht nicht strafbar ist und was ist noch
legitim an Sanktionen?

Wenn Eltern das Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung so verinnerlicht haben, dass jeder kleine Ausrutscher die Ausnahme ist und nicht umgekehrt, dann machen sie es richtig. Wenn im Erziehungsprogramm aber schon die verschiedenen Stufen der strafenden Handgreiflichkeiten geplant sind, dann sind sie im Unrecht.

Gruß
ReMa

Mahlzeit Andreas,

Es geht um Kinder, die es, trotz aller Gespräche NICHT
einsehen wollen.

weil sie durch Schläge abgestumpft sind?
Weil sie sehen, daß die Erwachsenen Wasser predigen, aber Wein trinken?
Weil die Eltern inkonsequent sind?

Wie gesagt, in unserem Freundes- und Bekanntenkreis ist Schlagen, Klappsen, Prügeln kein Thema und trotzdem gedeien die Kinder gut und sind sogar ansprechbar.

Gandalf

2 „Gefällt mir“

Hi Andreas,

Es geht um Kinder, die es, trotz aller Gespräche NICHT
einsehen wollen. nd wenn ein Mitarbeiter etwas nicht einsehen
will, dann kündigt man. Das kann man bei einem Kind nicht.
Schlagen darf man auch nicht. Was kann man noch machen?

Ja, genau, der Mitarbeiter wird gekündigt und kein Schlägertrupp angeheuert der ihn erst mal ordentlich verprügelt… Der Erwachsene bekommt die Konsequenzen seines Handelns zu spüren, ich finde Kernig hat das sehr eindrucksvoll erklärt, wie man das bei einem Kind auch ohne Schläge machen kann.

Übrigens bin ich erstens der Meinung, dass bei Kindern die trotz aller Gespräch nichts einsehen, schon im Vorfeld sehr viel anders schief gelaufen ist… und zweitens ist man als Elternteil erwachsen und sollte über nicht einsichtigkeit von Kindern drüberstehen können und nicht als einziges Gegenargument einen Klaps haben.

Wenn ein Erwachsener etwas falsch macht, und trotz Gesprächen,
Mahnungen, Regeln, Vorschriften, Gesetzen nicht einsichtig
ist, dann wird er BESTRAFT.

Nochmal, die Strafe für einen Erwachsenen besteht darin, dass er die Konsequenzen seines Handelns zu spüren bekommt, „Notfalls mit Gefängnis“. Wie kann man denn ein Kind für etwas bestrafen, das es einfach nicht besser weiß?

Hast du das Beil damals kühl berechnend genommen, weil du deine Eltern ärgern wolltest, oder besteht die möglichkeit, dass du die Erwachsenen damit beobachtet hattest (und da ist ja schließlich auch nix passiert) und du deren Verhalten nachahmen wolltest (selber hacken?).

ein Kind trotz aller Gespräche, Mahnungen, Regeln usw. nicht
einsichtig ist, darf es dann überhaupt bestraft werden?

Wie gesagt, ich denke da ist im Vorfeld schon einiges schief gelaufen. Kinder bekommen keine Regeln und Grenzen aufgezeigt (und damit meine ich solche Grenzen wie Kernig sie aufzeigt) und dann wundert man sich, dass sie in manchen (extremen) Situationen nicht einsichtig sind und haut drauf…

Mit Schlägen
schon mal nicht, meinst du. Gut. Einverstanden. Und wie denn
dann?

Ehrlich gesagt bin ich von diesem Satz ziemlich schockiert, überhaupt von deinem Ganzen Post, du schreibst ständig von Strafe und Bestrafen. Wir reden hier von Kindern und nicht erwachsenen Verbrechern, die sich ihrer falschen Handlungen voll bewusst waren und deshalb bestraft werden müssen.

Ich glaube du gehörst auch zu denen, die nicht erziehen mit nicht schlagen gleichsetzen.

Hast du damals als Kind eigentlich begriffen, dass dein Vater
dich vor Gefahr bewahren wollte und du deshalb geschlagen
wurdest?

Das habe sehr wohl begriffen!!! Später, als Erwachsener!

Deshalb habe ich gefragt, ob du es als Kind begriffen hast. Weißt du noch wie demütigend und erniedrigend das war? Damals als Kind…

Er
hat es aus Liebe getan, weil er Angst davor hatte, daß mir
etwas passieren könnte.

Aus Liebe schlagen? Ist das nicht ein Widerspruch in sich?

Ich war damals nicht einsichtig.

Warum auch? Dein Vater hat das Beil benutzt, ihm ist nie etwas passiert, woher solltest du denn wissen, dass es gefährlich ist?

Übrigens: Ich wurde bei diesem Vorfall nicht geschlagen! Mein
Vater hat es nur ANGEKÜNDIGT!

Nun ja, er hat das sicherlich schon bei einer anderer Gelegenheit getan, sonst hätte die Ankündigung mit Sicherheit keinen Effekt gehabt!
Wenigstens erklärt das, warum du den „Klaps“/Schläge als Erziehungsmittel so verteidigst…

Für dan Fall, daß ich noch
einmal ein Beil in die Hand nehme. Beile gab es damals
überall, sogar im Laden, und Kinder, die kein Geld hatten,
haben auch schon mal was ohne Geld migenommen.

Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

Ich hab da auch ne nette Geschichte:
Ein kleiner Junge (7Jahre) schlägt seinen 2 Jahre jüngeren
Cousin und seine Mutter schnappt ihn sich und gibt ihm diesen
berühmten „Klaps“ auf den Hintern. Er schlägt jetzt nur noch
zu, wenn es keiner von den Erwachsenen sieht…

Das habe ich mich nie getraut, denn ich wurde immer verpetzt.
Sogar von meinem Onkel, der meinen Vater angerufen hat, als
ich auf einen Fabrikschornstein geklettert bin.

Öhm, du hast dich nicht getraut andere jüngere/schwächere zu schlagen, weil du Angst hattest verpetzt zu werden und nicht weil dir beigebracht wurde, dass man sich nicht an schwächeren vergreift?

Weißt du, deine Argumente kommen mir so bekannt vor. Auszug aus meinen eigenen Gedanken/Worten:
„Der wird nicht geschlagen, die ziehen sich da schon so ein verzogenen Fratz“, „Wenn du geschlagen worden bist, dann hatten deine Eltern sicherlich einen Grund dafür“, „So ein Klaps schadet niemandem“.

Irgendwann hab ich festgestellt, dass ich damit nur versucht habe mein eigenes Trauma zu kompensieren.

Und noch was hab ich festgestellt, viele Kinder die regelmässig bestraft werden sind häufig wesentlich problematischer, als Kinder die mit Verstand erzogen wurden.

Viele Grüße
/silvl

2 „Gefällt mir“

Don Quichotte

Ich auch, aber ich habe ja Schreibverbot.

Hi,

hier hat niemand Schreibverbot aber es ist nicht leicht auf bestimmte Leute aufzupassen damit diese sich nicht um Kopf und Kragen schreiben. Eine Meinung zu haben ist das eine, sie richtig rüber zu bringen das Andere (dabei noch einen grünen Faden zu behalten noch was anderes).

Viele Grüße
Me

1 „Gefällt mir“