Wo fängt Gewalt gegen Kinder an

Hallo Gandalf,

Es geht um Kinder, die es, trotz aller Gespräche NICHT
einsehen wollen.

weil sie durch Schläge abgestumpft sind?
Weil sie sehen, daß die Erwachsenen Wasser predigen, aber Wein
trinken?
Weil die Eltern inkonsequent sind?

Danke, du bringst es auf den Punkt!

Viele Grüße
/silvl

Hallo,

mir stellt sich die Frage, ob man z.B. einen Klaps im Jahr mit Mißhandlung gleichsetzen kann…

Und außerdem würde ich gerne wissen, wie ihr das dann bei behinderten Kindern macht? Diese verfügen bekanntlich nicht über die intellektuellen Fähigkeiten, die für sowas wie Einsicht aber notwendig sind.

Mal ein Beispiel: Ein dreijähriges behindertes Kind, meinetwegen Down Syndrom oder Fragiles X oder so, hat sich angewöhnt, die Leute anzuspucken. Es ist nicht schlimm, die Spucke eines Dreijährigen im Gesicht zu haben.
Aber wenn dieses Kind nicht versteht, daß es das nicht soll, wenn alles Reden nichts bringt, dann wird daraus ein 20jähriger Behinderter, der immer noch die Leute anspuckt, was wohl die meisten eher ekelt. Nur das Problem ist, dann kann man sich nicht mal mehr wehren, weil sie dann zu stark werden usw. Was macht man dann?? Stopft man diese Person dann so sehr mit Medikamenten voll, daß sie gar keine Energie mehr zum Spucken hat?

Oder ein anderes Beispiel: Ein autistisches Kind ist aggressiv, beißt, kratzt, schlägt usw. Solange es noch klein ist, kann man sich wehren, kann man das einfach abblocken. Nur werden auch aus Autisten autistische Erwachsene, die viel Kraft haben und dann ist das einzige Mittel, wie man sich wehren kann, die Person wieder mit Medikamenten ruhigzustellen. Ist das dann keine Gewalt? Man nimmt der Person die ganze Wahrnehmung und beeinträchtigt dadurch die Lebensqualität und das unter dem Deckmantel, daß man sein Kind gewaltfrei erzieht.

Und noch ein weiteres Beispiel: Ein Borderline-Kind, das zufällig auch noch behindert ist, wird aggressiv, kennt kein schlechtes Gewissen, schlägt seine wehrlosen kleineren „Freunde“, macht alles kaputt, baut einfach einen Haufen Sch***. Alle gutgemeinten Versuche, mit dem Kind zu reden, ihm sanft die Regeln beizubringen, schlagen fehl, das Kind wird älter, fängt an zu stehlen, wird respektlos, weil ihm eh keiner was anhaben kann, da es zu kräftig ist, irgendwann kriegt es ein Messer in die Hand und ersticht den Hund. Und spätestens dann kommen wieder die Medikamente ins Spiel.

Mir fällt in dem Zusammenhang der Film Gilbert Grape ein. Wer den Film gesehen hat, erinnert sich an den behinderten Jungen, der immer auf den Turm klettern will bzw. klettert. Er sieht nicht ein, daß man nicht raufklettern darf, daß er sich verletzen könnte und so. Um sowas zu verhindern, gibt es dann wieder nur noch Medikamente (bzw. Geschlossene).

Schläge sollten niemals das erste Mittel sein, das versucht wird. Aber genauso verantwortungslos finde ich es, mit der Erziehung, die ja möglichst frei und v.a. gewaltfrei sein soll, so lange zu warten, bis es keinen anderen Weg mehr gibt als Ruhigstellung durch Medikamente.
Mir ist klar, daß ich von Sonderfällen spreche, aber wenn es schon um Gewalt gegenüber Kindern geht, dann muß dazu gesagt werden, daß es sich ebenfalls um Gewalt handelt, wenn man dann zu Pillen und Pulverchen greift.

Das reicht jetzt.
Hi Silvl!

Lassen wir es.

Nur ein paar Punkte möchte ich noch richtigstellen:

Mit Schlägen
schon mal nicht, meinst du. Gut. Einverstanden. Und wie denn
dann?

Ehrlich gesagt bin ich von diesem Satz ziemlich schockiert.

Das ist kein Satz, sondern eine Frage.

Beile gab es damals
überall, sogar im Laden, und Kinder, die kein Geld hatten,
haben auch schon mal was ohne Geld mitgenommen.

Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

Damit wollte ich sagen, daß es wenig Sinn hat, das Beil zu verstecken.

Das habe ich mich nie getraut, denn ich wurde immer verpetzt.

Öhm, du hast dich nicht getraut andere jüngere/schwächere zu
schlagen, weil du Angst hattest verpetzt zu werden und nicht
weil dir beigebracht wurde, dass man sich nicht an schwächeren
vergreift?

Sorry, das ist falsch formuliert. Nein, ich habe fast nie andere geschlagen. Ich meinte ganz allgemein, daß ich mich nicht getraut habe, etwas zu tun, was mein Vater verboten hatte.

Grüße

Andreas

1 „Gefällt mir“

Hallo Corinna!

Ich bin deiner Meinung und habe das auch schon angesprochen, aber es kamen von den anderen so viele Beleidgungen, daß ich es aufgebe.

Grüße

Andreas

3 „Gefällt mir“

Das ist kein Satz, sondern eine Frage.

Es ist ein Satz, ein Fragesatz.

Gruß

Samira

Hallo,

mir stellt sich die Frage, ob man z.B. einen Klaps im Jahr mit
Mißhandlung gleichsetzen kann…

Du stellst dir die falsche Frage, für was soll die gut sein. Möchtest du in der Geburtsurkunde einen Abschnitt mit Abriss für den zu verzeihenden Klaps - so für jedes Jahr bis das Kind Volljährig ist?

Und außerdem würde ich gerne wissen, wie ihr das dann bei
behinderten Kindern macht? Diese verfügen bekanntlich nicht über
die intellektuellen Fähigkeiten, die für sowas wie Einsicht aber
notwendig sind.

Ich habe kein behindertes Kind, aber Kind ist Kind und hat ein Recht
auf gewaltfreie Erziehung. Eltern mit behinderten Kindern brauchen
noch viel mehr Geduld und auch Hilfe von außen, um diese Belastung
ohne Ausraster zu bewältigen. Dazu gibt’s es Selbsthilfegruppen und
professionelle Beratungsstellen und die werden auch in Anspruch genommen.

Mit deinen Beispielen und der jetzigen Feststellung,

Schläge sollten niemals das erste Mittel sein, das versucht
wird.
Aber genauso verantwortungslos finde ich es, mit der
Erziehung, die ja möglichst frei und v.a. gewaltfrei sein soll,
so lange zu warten, bis es keinen anderen Weg mehr gibt als
Ruhigstellung durch Medikamente.

diskriminierst du einfach so die Eltern von behinderten Kindern.
Wie kommst du darauf, dass man mit der Erziehung von behinderten
Kindern so lange wartet, bis man sie mit Medikamente ruhig stellt?
Bei dir liest sich das so, als gebe es zwischen Schläge und Ruhigstellung durch Medikamente nichts. Wobei du jetzt deutlicher wirst und von Schlägen und nicht mehr nur von Klapsen schreibst.

Mir ist klar, daß ich von Sonderfällen spreche, aber wenn es
schon um Gewalt gegenüber Kindern geht, dann muß dazu gesagt
werden, daß es sich ebenfalls um Gewalt handelt, wenn man dann
zu Pillen und Pulverchen greift.

Ein Missbrauch von Medikamenten ist genau so strafbar, wie jeder
andere Missbrauch auch. Kinder schlagen, ob behindert oder nicht, ist verboten! Wer Kinder schlägt macht sich strafbar!
Ist das so schwer zu verstehn?

Gruß
ReMa

5 „Gefällt mir“

Hallo Corinna,

deine Beispiele sind recht haarsträubend. Denn genau die von dir beschriebenen Kinder benötigen fast noch mehr Liebe, als Kinder die kerngesund sind. Es ist ja schon unverantwortlich ein kergesundes Kind zu schlagen, ein z.B. autistisches Kind zu schlagen ist noch sehr viel verantwortungsloser.

Gruß

Samira

[Mod] „Affront“ gelöscht

4 „Gefällt mir“

Hallo Andreas,

Lassen wir es.

*mitdenschulternzuck*.

Nur ein paar Punkte möchte ich noch richtigstellen:

Mit Schlägen
schon mal nicht, meinst du. Gut. Einverstanden. Und wie denn
dann?

Ehrlich gesagt bin ich von diesem Satz ziemlich schockiert.

Das ist kein Satz, sondern eine Frage.

Macht es das besser?

Beile gab es damals
überall, sogar im Laden, und Kinder, die kein Geld hatten,
haben auch schon mal was ohne Geld mitgenommen.

Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

Damit wollte ich sagen, daß es wenig Sinn hat, das Beil zu
verstecken.

Da gebe ich dir vollkommen Recht. Sinn ergeben würde es vielleicht sich mit dem Kind die Zeit zu nehmen und gemeinsam das Beil auszuprobieren und ihm zu zeigen, warum es so gefährlich ist (und ich meine damit ein Stück Holz zu spalten). Das macht das Beil auf einmal nicht mehr halb so interessant wie vorher. Die Eltern haben ja schließlich einen Grund es zu verstecken…

Kinder sind halt so, was sie nicht mit eigenen Augen gesehen oder am eigenen Leib gespürt haben, glauben sie nicht und sie deswegen zu bestrafen finde ich schon ein wenig seltsam.

Sorry, das ist falsch formuliert. Nein, ich habe fast nie
andere geschlagen. Ich meinte ganz allgemein, daß ich mich
nicht getraut habe, etwas zu tun, was mein Vater verboten
hatte.

Wieso? Weil er dir vorgelebt hat, dass das was er entscheidet (und dir verbietet) für dich sicher und gut ist, oder weil er dir bei nicht Beachtung Gewalt angedroht hat?

Das ist übrigens meine Antwort auf deinen Satz, der eine Frage ist.

Grüße
/silvl

Schlafsäcke und Luftmatratzen
Hi nochmal!

Schnallt er sich im Auto ab, halte ich bei nächster
Gelegenheit an und fahre erst weiter, wenn er angegurtet ist.

Na hoffenlich hast du Luftmatratzen und Schlafsäcke dabei.

Werden wir sicher nie brauchen, haben wir bisher noch nie gebraucht. Und ich behaupte jetzt mal, mein Kind ist recht willensstark - ich aber auch.

So eine Vermutung wie diese kann nur jemand aufstellen, der sowas noch nie praktiziert hat. Die ersten Male werden die Kinder sicher auch testen, wie weit Du wirklich gehst. Aber danach läuft das ziemlich problemlos.

Das ist tierisch anstrengend und sicher nicht immer 100%
konsequent umzusetzen.

Sag ich doch die ganze Zeit.

?? Versteh ich jetzt nicht, was Du damit sagen willst.

Grüsse
kernig

1 „Gefällt mir“

Entweder Schläge oder Medikamente
n’Abend!

mir stellt sich die Frage, ob man z.B. einen Klaps im Jahr mit
Mißhandlung gleichsetzen kann…

Selbstverständlich. Einmal Diebstahl ist ja auch genauso unrechtens wie mehrfacher Diebstahl.
Wobei ich ja schon mehrfach geschrieben habe: Passieren kann das immer mal, nicht jeder hat Nerven aus Stahl und die lieben Kleinen wissen genau, wie sie am heftigsten an diesen sägen müssen. Aber deshalb ist es trotzdem nicht richtig, sondern jedes einzelne Mal ein Fehler, der eben ab und zu passiert. (Und den man sich bemüht, abzustellen)

Und außerdem würde ich gerne wissen, wie ihr das dann bei
behinderten Kindern macht?

Genauso wie bei behinderten Erwachsenen?
Du fändest Schlagen da die richtige Lösung? Wer sagt Dir, dass das funktioniert?

Nur
werden auch aus Autisten autistische Erwachsene, die viel
Kraft haben und dann ist das einzige Mittel, wie man sich
wehren kann, die Person wieder mit Medikamenten
ruhigzustellen. Ist das dann keine Gewalt?

Doch, Medikamentenmissbrauch ist Gewalt und als solche abzulehnen. Bei der Gefährdung der Umwelt ist das Allgemeinwohl gegen das Wohl des Einzelnen abzuwägen. Und ich beneide denjenigen nicht, der sie vornehmen muss. Auch bei Eigengefährdung sind andere Gedankengänge nötig.

Man nimmt der
Person die ganze Wahrnehmung und beeinträchtigt dadurch die
Lebensqualität und das unter dem Deckmantel, daß man sein Kind
gewaltfrei erzieht.

Das ist wirklich haarsträubend, was Du da schreibst. Du meinst, die einzig richtige Methode, behinderte Kinder gesellschaftsfähig zu machen, wären Schläge? Und Schläge beeinträchtigen nicht die Lebensqualität? Und wenn die dann erwachsen werden und das als probates Mittel kennen und zurückschlagen? Oder sollen die dann so eingeschüchtert sein, dass sie sich das nicht mehr trauen? Es tut mir leid, ich verstehe den Gedankengang nicht.

Schlimmes mit noch Schlimmeren zu vergleichen geht an der Sache vorbei, finde ich.

Und noch ein weiteres Beispiel: Ein Borderline-Kind, das
zufällig auch noch behindert ist,

Soviele Zufälle ts ts ts :wink:, der Vater ist zufällig noch Alkoholiker, die Mutter arbeitslos und das Geschwisterkind ist psychotisch, der kleine Bruder drogensüchtig :wink: - Tschulldigung, ist nicht persönlich gemeint, aber das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.

Sind das eigentlich realistische, gesicherte Fälle, die man irgendwo nachlesen kann (nein, bitte nicht in der BILD), oder hast Du eine blühende Fantasie? (Ernstgemeinte Nachfrage)

den behinderten Jungen,
der immer auf den Turm klettern will bzw. klettert. Er sieht
nicht ein, daß man nicht raufklettern darf, daß er sich
verletzen könnte und so. Um sowas zu verhindern, gibt es dann
wieder nur noch Medikamente (bzw. Geschlossene).

Oder eine sichere Absperrung rund um den Turm, oder Ablenkung oder eine Belohnung für eine Woche nicht versuchen oder eine Absicherung, um den Aufstieg sicher zu ermöglichen.

Schläge sollten niemals das erste Mittel sein, das versucht
wird.

Das wievielte denn?

Aber genauso verantwortungslos finde ich es, mit der
Erziehung, die ja möglichst frei und v.a. gewaltfrei sein
soll, so lange zu warten, bis es keinen anderen Weg mehr gibt
als Ruhigstellung durch Medikamente.

Das eine ist nicht zwangsläufig die Folge des anderen.

aber wenn es
schon um Gewalt gegenüber Kindern geht, dann muß dazu gesagt
werden, daß es sich ebenfalls um Gewalt handelt, wenn man dann
zu Pillen und Pulverchen greift.

Das ist der Kern, in dem ich dir Recht gebe.

Schöne Grüße
kernig

2 „Gefällt mir“

Hi!

So ganz, ganz langsam habe ich das Gefühl, daß du irgendwo doch Recht hast.

Grüße

Andreas

Hi,

Schnallt er sich im Auto ab, halte ich bei nächster
Gelegenheit an und fahre erst weiter, wenn er angegurtet ist.

Na hoffenlich hast du Luftmatratzen und Schlafsäcke dabei.

Werden wir sicher nie brauchen, haben wir bisher noch nie
gebraucht. Und ich behaupte jetzt mal, mein Kind ist recht
willensstark - ich aber auch.

Kann ich bestätigen. Obwohl es bei uns nicht ums Anschnallen ging, sondern ums streiten. Unsere zwei (weniger als 15 Monate Abstand) keiften sich gelegentlich auf den Hintersitzen an, dass es wirklich extrem auf die Nerven ging. Ich hielt dann auch immer das Auto an und wir fuhren erst weiter, wenn Ruhe eingekehrt war (wegen Verkehrssicherheit, weil sonst der Fahrer zu sehr abgelenkt ist). Manchmal mussten wir in kurzer Reihe ein paarmal hintereinander anhalten. Es WAR schwierig durchzustehen, es WÄRE im Moment einfacher gewesen Oropax in die Ohren zu stecken oder mit Schlägen zu drohen (beim Fahren ist schlecht austeilen, nehme ich an). Aber die Geduld hat sich auf DAUER gelohnt.
Gewaltfrei erziehen ist NICHT die einfachere Methode (wohlgemerkt, erziehen ist nicht gewähren lassen). Gewaltfrei erziehen ist zumindest am Anfang NICHT die schnellere Methode. Aber ich glaube fest daran, dass es „in the long run“ die Methode ist, die die besten Resultate bringt und vielleicht sogar „in the long run“ Zeit spart (letzteres ist aber nur Hoffnung).

Gruß
Elke

3 „Gefällt mir“

Das wäre ja schön (owT)
Grüße
kernig

VIELEN DANK AN ALLE !!!
Hi,
ich habe mich, zugeben neben dem Halbfinale, die letzten Tage mehr und mehr mit diesem Thema beschäftigt und viel mit Freunden und Kollegen über dieses „Problem“ gesprochen, dazu noch im Internet gelesen. Was mich wundert ist, dass es wenige auf den Punkt bringen. Das man Kinder nicht schlagen sollte sagt jeder, unter 4 Augen geben es aber auch viele zu, ihr Kind schon mal „eins auf die Finger oder auf den Po“ gegeben zu haben.

Dabei fällt auf, dass je älter die Kinder werden, das „Klapsen“ abnimmt und man mehr oder vielleicht auch besser an den Verstand des Kindes appelliert. Alle mit denen ich gesprochen habe, würde nie auf die Idee kommen ein fremdes Kind zu „klapsen“ allerdings bei den eigenen – die man ja bekanntlich mehr liebt – es schon mal vorgekommen ist.

Ich würde mich nicht wie ein Messias hinstellen und Leute verurteilen denen es schon mal passiert ist, vorausgesetzt es ist nicht ein fester Bestandteil der Erziehung. Ich denke aber auch, dass ein stupides herunterbeten des immer gleichen Textes – man darf Kinder nicht schlagen – wenig bis gar nichts nützt und die Leute auf so einen Text höchsten mit Halbwahrheiten oder Lügen reagieren um das „Problem“ herunterzuspielen.

Deshalb finde ich gerade Beispiele wie man in bestimmten Situationen reagieren sollte auch konstruktiver.

Ich möchte mich noch mal bei allen Bedanken und fand es sehr interessant zu lesen mit welchen Emotionen diese Diskussion geführt wurde, wer für welche Antworten Zustimmung oder Kritik bekommen hat. Dafür vielen Dank.

Zum Schluss habe ich euch noch mal die 10 Rechte der Kinder beigefügt auch wenn viele sagen werden, kenne ich doch, ist doch klar, nix neues. Mir ist es wichtig :wink:

Insgesamt gibt es 10 Rechte der Kinder dieser Welt.
1, Das Recht der Gleichheit.
2, Das Recht auf Gesundheit.
3, Das Recht auf Bildung.
4, Das Recht auf elterliche Fürsorge.
5, Das Recht auf Privatsphäre und persönliche Ehre.
6, Das Recht auf Meinungsäußerung, Information und Gehör.
7, Das Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht.
8, Das Recht auf Schutz vor Ausbeutung und Gewalt.
9, Das Recht auf Spiel, Freizeit und Ruhe.
10, Das Recht auf Betreuung bei Behinderung
Ausführlich gibt es hier zum Beispiel:
http://kinderrechte.rlp.de/kinderrechte.html

Viele Grüße
MeToo

@ ReMa, hab unter deiner Antwort geschrieben, da meine Frage schon im Archiv ist, sorry :wink:

1 „Gefällt mir“

Hallo MeToo,

Ich denke aber auch, dass ein stupides herunterbeten des immer gleichen Textes – man darf Kinder nicht schlagen – wenig bis gar nichts nützt

da bin ich deiner Meinung, aber es kommt auch darauf an von welchem Ausgangspunkt eine Diskussion sinn macht. Sicher nicht bei verherrlichen und verharmlosen von Straftaten, da sollte es jedem User klar sein, dass das nur mehr im stillen Kämmerlein praktiziert werden kann.
Dazu ein Auszug:

Klapse und Ohrfeigen stellen nun einmal objektiv betrachtet
körperliche Bestrafungen dar, ganz gleich aus welcher
Motivation heraus verabreicht, ob repressiv oder präventiv.
Auf die subjektive Intention kann es für die objektive
Beurteilung des Vorliegens einer Körperstrafe schwerlich ankommen.
Wenn der Täter im subjektiven Tatbestand schließlich
sogar Wissen und Wollen der Tat hat, d.h. zumindest
mit dolus eventualis erzieherisch zu strafen billigend in Kauf
nimmt, ist schwer nachvollziehbar, warum ihm in einer solchen
Situation der dolus eventualis für eine mehr als unwesentliche
Beeinträchtigung des körperlichen Wohlbefi ndens
fehlen sollte. Vielmehr wird dieses Ziel regelmäßig sogar
wahrscheinlich mit dolus directus 1. Grades angestrebt, um
sich das Kind gefügig zu machen. Denn wenn Eltern Klapse
geben, wollen sie sich in der Regel gezielt des davon ausgehenden
Kurzschmerzes bedienen, somit körperliche Gewalt
verüben.37 In der Vergangenheit bestanden keine Bedenken,
hierin dann zugleich eine körperliche Misshandlung zu erblicken,
die lediglich gerechtfertigt gewesen sein sollte.38
Die einschlägigen Diskussionsansätze refl ektieren im
Übrigen ausschließlich über die Situation von Kindern. Bei
Klapsen gegen Erwachsene hat bislang nach wie vor kein
Autor Bedenken geäußert, diese als körperliche Misshandlungen
einzustufen.

Körperstrafen sind weder pädagogisch
sinnvoll, noch medizinisch gesund, noch moralischethisch
vertretbar und – wie das Urteil des Amtsgerichts
Köln erkennen lässt – nunmehr auch nicht länger rechtlich
folgenlos.

http://www.vaeternotruf.de/Riemer%20ZJJ%204-2006%20S…

Deshalb finde ich gerade Beispiele wie man in bestimmten
Situationen reagieren sollte auch konstruktiver.

Da finde ich diesen Link sehr hilfreich:

http://www.ane.de/elternbriefe/extra-briefe/mit-resp…

Zum Schluss habe ich euch noch mal die 10 Rechte der Kinder
beigefügt auch wenn viele sagen werden, kenne ich doch, ist
doch klar, nix neues. Mir ist es wichtig :wink:

Ich würde mir wünschen, dass die Kinderrechte schon in der Brettbeschreibung verlinkt werden.

@ ReMa, hab unter deiner Antwort geschrieben, da meine Frage
schon im Archiv ist, sorry :wink:

schon ok.

Beste Grüße
ReMa

3 „Gefällt mir“

Hi kernig und silvl,

wollte nur sagen, dass ich das was du mit deinem Sohn machst
toll finde!! Kann leider nur ein *-chen geben…

Ich finds auch toll.;o)

Und es ist für mich die beste Erziehungsmethode die ich kenne und genauso handhabe ich es auch.;o)

3 von unseren Kindern stehen schon auf eigenen Beinen *mächtig stolz* Das sie so selbstbewußte ,fleißige,liebenswerte,nette,hilfsbereite…
Erwachsene geworden sind.;o)

Auch mächtig stolz auf meine Kleinen 12 und 17 j.;o)
Obwohl ich gestehen muss,das ich auch ab und an überreagiere…nöö nicht hauen.

Aber rum schreien.*böse Mutti *schäm

Aber ich denke man muss auch nicht immer alles perfekt und richtig machen,dafür sind wir Menschen.

Und wären wir so steife/perfekte Erziehungsroboter wären wir auch kein gutes Vorbild.

Wie wirkt ein Klaps (nach Deiner Definition)? Er tut ja nicht
weh und er demütigt das Kind nicht. Wie also wirkt er? Warum
sollte das Kind nach einem Klaps in Zukunft unterlassen, was
es falsch gemacht hat?

Es bewirkt gar nix!

Nur das ein Kind zusammen zuckt und Angst kriegt.

Bei mehrmaligen Klapsen/Schlagen seelisch verkümmert…

Ein ängstlicher Erwachsener wird,der sich sehr viel gefallen läßt.

Quasi ein Fussabtreter.

Die Geschichte aus den Link von Astrid L. find ich gut.;o)

Aber nicht alle Erwachsene die als Kinder geschlagen wurden ,schlagen weiter ihre Kinder.

Ich habe mir als Kind immer geschworen ,meine Kinder nie niemals so zu erniedrigen,und habs einiger Maßen auf die Reihe gekriegt.

Bis auf einige Ausnahmen die mir rausrutschten.

Biste doof?
Ich bin stinke sauer auf Dich…etc.pp

Niemand iss Perfekt.

LG Biene

mir stellt sich die Frage, ob man z.B. einen Klaps im Jahr mit
Mißhandlung gleichsetzen kann…

Selbstverständlich. Einmal Diebstahl ist ja auch genauso
unrechtens wie mehrfacher Diebstahl.

Aber jemanden, der einmal stiehlt, kann man nicht als Kleptomane bezeichnet werden. Und genauso ist ein Klaps keine Mißhandlung.

Wobei ich ja schon mehrfach geschrieben habe: Passieren kann
das immer mal, nicht jeder hat Nerven aus Stahl und die lieben
Kleinen wissen genau, wie sie am heftigsten an diesen sägen
müssen. Aber deshalb ist es trotzdem nicht richtig, sondern
jedes einzelne Mal ein Fehler, der eben ab und zu passiert.
(Und den man sich bemüht, abzustellen)

Da stimme ich dir zu.

Und außerdem würde ich gerne wissen, wie ihr das dann bei
behinderten Kindern macht?

Genauso wie bei behinderten Erwachsenen?
Du fändest Schlagen da die richtige Lösung? Wer sagt Dir, dass
das funktioniert?

Hab ich das behauptet? Und nein, mit behinderten Kindern muß man anders umgehen als mit behinderten Erwachsenen, da Kinder sich von Erwachsenen nunmal grundlegend unterscheiden und ein Kind „handlich“ ist (bitte nicht auf diesem Wort herumhacken) – ganz im Gegensatz zu Erwachsenen!

Nur
werden auch aus Autisten autistische Erwachsene, die viel
Kraft haben und dann ist das einzige Mittel, wie man sich
wehren kann, die Person wieder mit Medikamenten
ruhigzustellen. Ist das dann keine Gewalt?

Doch, Medikamentenmissbrauch ist Gewalt und als solche
abzulehnen. Bei der Gefährdung der Umwelt ist das
Allgemeinwohl gegen das Wohl des Einzelnen abzuwägen. Und ich
beneide denjenigen nicht, der sie vornehmen muss. Auch bei
Eigengefährdung sind andere Gedankengänge nötig.

Und wie würdest du dann das Allgemeinwohl gegen das Wohl des einzelnen abwägen? Welche Gedankengänge sind bei Eigengefährdung nötig? Welche Konsequenzen hätte das?
Es ist genauso Gewalt, jemanden mit Medikamenten zu füttern, damit er bloß niemandem etwas zu leide tut. Wer mal gesehen hat, was aus solchen Menschen wird, weiß, wovon ich spreche. Da ist ein kleiner Klaps nichts dagegen!!
Wahrscheinlich wird das jetzt wieder von irgend jemandem herumgedreht und es wird behauptet, ich würde physische Gewalt empfehlen oder gutheißen oder was auch immer.

Man nimmt der
Person die ganze Wahrnehmung und beeinträchtigt dadurch die
Lebensqualität und das unter dem Deckmantel, daß man sein Kind
gewaltfrei erzieht.

Das ist wirklich haarsträubend, was Du da schreibst. Du
meinst, die einzig richtige Methode, behinderte Kinder
gesellschaftsfähig zu machen, wären Schläge? Und Schläge
beeinträchtigen nicht die Lebensqualität? Und wenn die dann
erwachsen werden und das als probates Mittel kennen und
zurückschlagen? Oder sollen die dann so eingeschüchtert sein,
dass sie sich das nicht mehr trauen? Es tut mir leid, ich
verstehe den Gedankengang nicht.

Schlimmes mit noch Schlimmeren zu vergleichen geht an der
Sache vorbei, finde ich.

Noch mal die Frage: habe ich behauptet, das wäre die einzig richtige Methode? Kann ich mir nicht vorstellen.
Aber: man kann sich bei Kindern durch Schreckmomente einen gewissen Respekt verschaffen, was wirkt und fürs Lernen und die Entwicklung förderlich sein kann, weil man nicht mit Widerstand beschäftigt ist.
Und jetzt wird bestimmt wieder jemand ankommen und sagen, ich wüßte nicht, daß positive Verstärkung besser ist fürs Lernen, oder ich würde Schläge entwicklungsfördernd finden oder so. Daß dem nicht so ist, sollte klar sein.

Und noch ein weiteres Beispiel: Ein Borderline-Kind, das
zufällig auch noch behindert ist,

Soviele Zufälle ts ts ts :wink:, der Vater ist zufällig noch
Alkoholiker, die Mutter arbeitslos und das Geschwisterkind ist
psychotisch, der kleine Bruder drogensüchtig :wink: -
Tschulldigung, ist nicht persönlich gemeint, aber das konnte
ich mir jetzt nicht verkneifen.

Sind das eigentlich realistische, gesicherte Fälle, die man
irgendwo nachlesen kann (nein, bitte nicht in der BILD), oder
hast Du eine blühende Fantasie? (Ernstgemeinte Nachfrage)

Ernstgemeinte Antwort: Einmal Bildzeitung lesen hat gereicht.
Wenn das meine Fantasie wäre, wäre ich glücklich!

den behinderten Jungen,
der immer auf den Turm klettern will bzw. klettert. Er sieht
nicht ein, daß man nicht raufklettern darf, daß er sich
verletzen könnte und so. Um sowas zu verhindern, gibt es dann
wieder nur noch Medikamente (bzw. Geschlossene).

Oder eine sichere Absperrung rund um den Turm, oder Ablenkung
oder eine Belohnung für eine Woche nicht versuchen oder eine
Absicherung, um den Aufstieg sicher zu ermöglichen.

Sollen jetzt alle Türme abgesperrt werden, damit niemand raufklettern kann?

Schläge sollten niemals das erste Mittel sein, das versucht
wird.

Das wievielte denn?

Darauf habe ich keine Antwort.

Aber genauso verantwortungslos finde ich es, mit der
Erziehung, die ja möglichst frei und v.a. gewaltfrei sein
soll, so lange zu warten, bis es keinen anderen Weg mehr gibt
als Ruhigstellung durch Medikamente.

Das eine ist nicht zwangsläufig die Folge des anderen.

Nicht zwangsläufig, aber leider allzu, allzu oft!

Schöne Grüße

1 „Gefällt mir“

mir stellt sich die Frage, ob man z.B. einen Klaps im Jahr mit
Mißhandlung gleichsetzen kann…

Du stellst dir die falsche Frage, für was soll die gut sein.
Möchtest du in der Geburtsurkunde einen Abschnitt mit Abriss
für den zu verzeihenden Klaps - so für jedes Jahr bis das Kind
Volljährig ist?

Ich weiß nicht, wovon du sprichst. Es ist nunmal ein Unterschied zwischen täglichem Verprügeln und einem Klaps.

Und außerdem würde ich gerne wissen, wie ihr das dann bei
behinderten Kindern macht? Diese verfügen bekanntlich nicht über
die intellektuellen Fähigkeiten, die für sowas wie Einsicht aber
notwendig sind.

Ich habe kein behindertes Kind, aber Kind ist Kind und hat ein
Recht
auf gewaltfreie Erziehung. Eltern mit behinderten Kindern
brauchen
noch viel mehr Geduld und auch Hilfe von außen, um diese
Belastung
ohne Ausraster zu bewältigen. Dazu gibt’s es
Selbsthilfegruppen und
professionelle Beratungsstellen und die werden auch in
Anspruch genommen.

Dazu muß ich sagen, daß ich Eltern behinderter Kinder wirklich bewundere, die haben normalerweise mehr Nerven als alle anderen, bemühen sich meist so sehr, das ist echt bewundernswert.
Aber ich möchte sehen, wie ihr euer erwachsenes Kind mitten in der Nacht einen Ausraster kriegt und die gesamte Wohnung verwüstet (ich meine damit, daß ALLES kaputt ist) - und dann soll man liebevoll und ruhig ein Gespräch führen, vielleicht noch belohnen, wenn mal einen Monat keine Scheibe eingeschlagen wurde - NEIN, DANN wird zu Medikamenten gegriffen, weil man so ein Verhalten ja nicht aushält! Dann werden diese Menschen ruhiggestellt, weil Gespräche nichts bringen, weil die jeweilige Person nichts versteht und man Erwachsene bei einem Tobsuchtsanfall nicht mehr einfach nur festhalten kann.
Und kommt jetzt bloß nicht damit an, ich würde Schläge empfehlen, ich stelle das nur so in den Raum.

Mit deinen Beispielen und der jetzigen Feststellung,

Schläge sollten niemals das erste Mittel sein, das versucht
wird.
Aber genauso verantwortungslos finde ich es, mit der
Erziehung, die ja möglichst frei und v.a. gewaltfrei sein soll,
so lange zu warten, bis es keinen anderen Weg mehr gibt als
Ruhigstellung durch Medikamente.

diskriminierst du einfach so die Eltern von behinderten
Kindern.
Wie kommst du darauf, dass man mit der Erziehung von
behinderten
Kindern so lange wartet, bis man sie mit Medikamente ruhig
stellt?
Bei dir liest sich das so, als gebe es zwischen Schläge und
Ruhigstellung durch Medikamente nichts. Wobei du jetzt
deutlicher wirst und von Schlägen und nicht mehr nur von
Klapsen schreibst.

Ich diskriminiere niemals Eltern von behinderten Kindern.
Das einzige, was ich sage, und das aus Erfahrung, ist, daß behinderte Kinder höchstselten auf etwas wie „bitte hör auf, mich zu zwicken, das tut mir weh und macht mich traurig“ reagieren, daß man mit ihnen kein Gespräch auf höherer Ebene führen kann, und daß das vielgerühmte Reden hier einfach meist nicht den gewünschten Effekt hat, weshalb dann sehr oft zu Medikamenten gegriffen wird.

Mir ist klar, daß ich von Sonderfällen spreche, aber wenn es
schon um Gewalt gegenüber Kindern geht, dann muß dazu gesagt
werden, daß es sich ebenfalls um Gewalt handelt, wenn man dann
zu Pillen und Pulverchen greift.

Ein Missbrauch von Medikamenten ist genau so strafbar, wie
jeder
andere Missbrauch auch. Kinder schlagen, ob behindert oder
nicht, ist verboten! Wer Kinder schlägt macht sich strafbar!
Ist das so schwer zu verstehn?

Und wer sich von seinen Kindern schlagen und beißen läßt, ohne zu reagieren (sieht man überall), der braucht sich nicht zu wundern, wenn diese Kinder nicht wissen, was Grenzen sind, wenn sie sich nicht spüren, dann deshalb plötzlich angeblich ADHS haben und wieder Tabletten kriegen.
Aber das verschreiben ja dann die Ärzte und dann ist alles gut, das ist dann kein Mißbrauch.

1 „Gefällt mir“

Hallo!
Jetzt hab ich’s auch versucht, werde es jetzt aber auch lassen, weil es tatsächlich nichts bringt.
Grüße, Corinna

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hinkende Vergleiche und Äpfel gegen Birnen
Hallo Corinna,

du schmeißt tausend Dinge durcheinander und vergleichst Äpfel mit Birnen. Deswegen macht es überhaupt keinen Sinn mit dir weiter über dieses Thema zu diskutieren.

Gruß

Samira

2 „Gefällt mir“