Eben, wir trenn Staat und Kirche und eben nicht Staat und
Religion.
Danke für die Korrektur
Unter Kirche verstehe ich alle bei uns
vorhandenen anerkannten lutherischen bis katholischen Religionen.
Diese sind hier nunmal vorherrschend.
Letzteres ist nämlich durch das Grundgesetzt
geschützt, ersteres verlangt.
Somit ist es unsinnig, dass hier die Mehrheit einfach eine
Minderheit unterdrückt, mit dem Argument der Trennung.
Letzteres kann dazu führen, dass es in der Schule keine
Kruzifixe an den Wänden gibt, keinen Religionsunterricht (wäre
der nicht auch im Grundgesetz verankert) usw. aber eben nicht,
wie sich Religiöse zu verhalten haben.
Ich kann durchaus Religionsunterricht anbieten, nur muß er klar als
solcher Erkennbar sein. Viel sinnvoller fände ich allerdings
Ethikunterricht, in dem alle Religionen gleichermaßen vorkommen,
und nicht getrennten Konfessionsunterricht.
Wie war das noch mir
der vollen Entfaltung der Persönlichkeit?
Eben, meine Persönlichkeit bedarf keiner religiösen Symbole.
Diese Konkurrenz der Grundrechte ist nicht von mir erfunden,
darüber haben sich schon andere den Kopf heiß geredet.
Und da ich ja bis zu einem gewissen Zeitpunkt die Verantwortung
für die Erziehung meiner Kinder habe, muß ich mich auch darum
kümmern und mir Gedanken machen, wer denn den ganze Tag vor meinen
Kindern steht. Nonnen in entsprechender Kutte oder eben
Muslima mit Kopftuch stehen bei mir nicht hoch im Kurs
bzgl. Lehrkörper.
Ist das bei dem Mufti so anders? Ausserdem ist es absurd hier
zu trennen, da jeder auch in öffentlichen Einrichtungen, wenn
diese verpflichtend sind, seine Privatheit hat, welche zu
schützen ist. Und Kopftücher sind nun wirklich alles andere
als öffentlich.
In der Schule ist ein Kopftuch durchaus nicht mehr privat
und sehr öffentlich.
Ab diesem Punkt müssten wir die Fatwa kennen, um dieses hier
noch bewerten zu können. Bis dahin erübrigt sich jede weitere
Diskussion hierüber.
Ok, das stimmt.
Bekommen sie ja auch nicht, da die Kinder selbst eben nicht
Eigentum der Schule sind, sondern dort mit ihrer Privatheit
leben. Hierfür gelten Grenzen in der Schule und beim Eingriff
in die Kleidung ohne zwingenden Grund sehe ich diese verletzt.
Den Grund sehe ich schon als zwingend an. Das ist halt jetzt
Ansichtssache bzw. Auslegungssache.
Der Mufti hat immerhin gewichtige Gründe.
Welche wären? Du kennst ja auch nicht die Fatwa, also nicht drüber
spekulierren 
Andererseits: Was ist, wenn ein auf die Stirn tätowierter
Penis für ein Naturvolk ein unglaublich wichtiges Symbol wäre und
er wäre Lehrer eines muslimischen Kindes in Berlin-Mitte?
Ja, wo wäre das Problem?
Erzählt mir doch nicht, ihr wärt alle so supertolerant. Der
Lehrer würde durch die Elternschaft in hohem Bogen rausfliegen,
wenn er überhaupt in den Dienst käme.
Sehr weit, weil diese miteinschließt, dass ich akzeptiere,
dass wir Menschen verschieden sind, dieses ein Wert ist und zu
schützen ist, solange andere dadurch nicht unverhältnis mässig
eingeschränkt werden.
Eben, da wären wir wieder bei der Konkurrenz der Grundrechte.
Weder ein Kopftuch, noch eine kommunistische Gesinnung noch
ein Penis würde für mich dazu gehören.
Ich sehe das halt anders was die öffentliche Darstellung betrifft.
grüße, rené