Aussagekraft BMI

Hallo,

ich bin seit einigen Monaten Mitglied im Fitness Studio und trainiere seitdem regelmäßig mind. 3mal pro Woche. Mein Training besteht aus ca. 30min Krafttraining und 60min Laufband.
Bevor ich angefangen habe, hatte ich einen BMI von 27, den habe ich jetzt auch noch. Dennoch fühle ich mich wesentlich fitter, habe sichtbar weniger Fett… Mein Körperfettanteil hat sich von 22% auf ca.20% gesenkt.

Jetzt stellt sich mir die Frage, inwiefern der BMI ein geeignetes Maß ist um zu ermitteln ob jemand Übergewicht hat.

Grüße,
Sebastian

hi

Jetzt stellt sich mir die Frage, inwiefern der BMI ein
geeignetes Maß ist um zu ermitteln ob jemand Übergewicht hat.

Der BMI ohne irgendwas zusätzlich von der Person zu wissen, reicht nicht aus, um zu sagen, ob eine Person Übergewicht hat oder nicht - ok, extrem BMIs mal außen vorgelassen :wink:

Siehe dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Body-Mass-Index#Aussage…

Gruß
Edith

Hi,

Jetzt stellt sich mir die Frage, inwiefern der BMI ein
geeignetes Maß ist um zu ermitteln ob jemand Übergewicht hat.

wichtiger als der BMI ist die Waist-to-Hip-Ratio (blödes Wort). Google mal danach oder guck hier:

http://www.onmeda.de/selbsttests/waist_to_hip_ratio…

Gruß
Cess

Hallo!

Interessant dazu finde ich folgende Seiten:

http://kateharding.net/bmi-illustrated/

http://flickr.com/photos/77367764@N00/sets/721576021…

Gruß,
f.

hallo basti,

der BMI ist die dümmste formel, die je ein versicherungsvertreter erfunden hat.
weder berücksichtigt sie muskulatur, noch z.b. natürlich fettansammlungen wie weibliche brust usw.
vor allem aussagen über die gesundheitüber den BMI zu treffen, ist ausgesprochen dämlich.
genauso könnte man fußgröße durch hutgröße teilen und dann sagen, der mensch wäre gesund.

strubbel
%:open_mouth:)

Hallo Sebastian,

BMI ist die Erfindung einer amerikanischen Lebensversicherungsgesellschaft, die ihre Kunden willkürlich in dick, dünn und normal einteilte, um danach deren Beiträge zu berechnen.
Der BMI ist weder von medizinischer Relevanz, noch gilt er als Referenzmaß für Dicke oder Dünne. Er ist einfach eine ausgedachte Größe und basiert auf keiner wissenschaftlichen Untersuchung. Es wird weder zwischen Alt und Jung, Männlein und Weiblein noch Körperstatur differenziert, und er dient eigentlich nur dazu, die Leute zu verunsichern.

http://www.wissenschaft.de/wissen/hin

Bei Arnold Schwarzenegger hätte man zu seinen Glanzzeiten (genau wie bei den meisten Body-Buildern und Kraftsportlern) eine extreme Fettleibigkeit mit einem BMI von über 30 diagnostiziert. Auch so manchen Profi-Boxer aus der Schwergewichtsklasse müsste man nach BMI-Vorgaben als übergewichtig bzw. fettleibig bezeichnen.

Gruß
Red

Hallo Sebastian,

wie die anderen schon sagten: Der BMI kann nur ein ungefährer Anhaltspunkt sein und nicht mehr. Es berücksichtigt nie das Verhältnis von Gewicht zur Körpermasse.

Muskeln sind ja bekanntlich schwerer als Fett. Wenn du also das Fettgewebe ab- und Muskelgewebe angebaut hast, wirst du ja nicht unbedingt leichter, sondern schwerer. Dem BMI ist das aber egal. Der sagt nur, dass du 110kg wiegst und im Verhältnis zu deiner Körpergröße einfach nur fett bist. Dass du aber einen durchtrainierten und muskelbetonten Körper hast, interessiert dem BMI nicht und deswegen liegt dort der Denkfehler.

Gruss levi

Hallo,
Der BMI ist keine Erfindung amerikanischer Versicherungen. Er ist viel Älter und stammt von einem belgischen Statistiker entwickelt. Damit fußt er tatsächlich nicht auf medizinischen Erkenntnisssen. Er wird aber sehr wohl nach Alter und Geschlecht differenziert.

BTW, der Link funzt nicht.

Gruß
Werner

Hallo leviathan

Es berücksichtigt nie das
Verhältnis von Gewicht zur Körpermasse.

Hier meintest du wahrscheinlich Volumen und Masse, oder? Denn Gewicht und Masse sind zumindest unter gleichbleibenden Schwerkraftbedingungen identisch.

Muskeln sind ja bekanntlich schwerer als Fett.

etwa ein Zehntel

Wenn du also
das Fettgewebe ab- und Muskelgewebe angebaut hast, wirst du ja
nicht unbedingt leichter, sondern schwerer.

Das ist aber zumindest für Übergewichtige fiktiv, weil sich das ja nicht umwandelt, sondern in der Regel wesentlich weniger Muskelmasse entsteht, als Fettgewebe abgebaut wird.

Dem BMI ist das aber egal. Der sagt nur, dass du 110kg wiegst und im
Verhältnis zu deiner Körpergröße einfach nur fett bist. Dass
du aber einen durchtrainierten und muskelbetonten Körper hast,
interessiert dem BMI nicht und deswegen liegt dort der
Denkfehler.

Mal ganz abgesehen von ganz extremen Kraftsportlern, gibt es aber ein durchschnittliches Verhältnis von Muskelmasse und Fettgewebe. Ein Mensch von 160 Größe kann ohne Anabolika gar nicht soviel Muskelmasse aufbauen um 110 kg zu wiegen.
Natürlich gibt es immer individuelle Extreme, aber wie üblich liegen in der Normalverteilung wahrscheinlich über 90 % der Menschen in dem Bereich, wo der BMI sinnvolle Rückschlüsse zulässt.

Gruß
Werner

Hallo Werner,

also Du kannst es drehen und wenden wie Du willst: Irgendwie scheint die amerikanische Versicherungsfirma an der herrschenden BMI-Hysterie maßgeblich involviert zu sein :smile:

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/hintergrund/…
(Ich hoffe, der Link funzt jetzt.)

Und hier wurde das Thema schon einma verhackstückt - und wieder hat besagte amerikanische Versicherungsfirma ihre Finger im Spiel:

/t/body-mass-index-bmi-ende-eines-mythos/2916748

Hinzu kommt, dass es (um die Leute noch mehr zu verwirren?) mehrere, unterschiedliche BMI-Tabellen gibt - eine davon ist auch alters- und geschlechtsneutral!

Gruß
Red

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Hallo strubbel,

genauso könnte man fußgröße durch hutgröße teilen und dann
sagen, der mensch wäre gesund.

0,704
Ist das jetzt gut?

Gruß
eklastic
=8^o

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Hallo Red,

also Du kannst es drehen und wenden wie Du willst: Irgendwie
scheint die amerikanische Versicherungsfirma an der
herrschenden BMI-Hysterie maßgeblich involviert zu sein :smile:

Das bestimmte Gruppen ein Interesse daran haben und etwas fördern ist aber etwas anderes als es zu erfinden. Du hast behauptet „sie“ hätten es erfunden. Das war aber ein belgischer staatlicher „medizinstatistiker“ fast 100 Jahre früher. Da habe ich glaube ich nichts gedreht oder gewendet.

Hinzu kommt, dass es (um die Leute noch mehr zu verwirren?)
mehrere, unterschiedliche BMI-Tabellen gibt - eine davon ist
auch alters- und geschlechtsneutral!

Was soll man sagen?
Ich halte den BMI nicht für der Weisheit letzten Schluss, aber von finsteren Verschwörungstheorien halte ich auch nichts. Die WHO ist auch keine Pressuregroup der US-amerikanischen Versicherungswirtschaft und verwendet den BMI auch.
Es gibt verschiedene Ausführungen. Vereinfachte, gröbere Fausformeln die man leicht im Kopf behalten kann und differenziertere und damit auch schwerer handhabbare Versionen. Der BMI ist auch aufgrund fortschreitender Erkenntnisse (seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ist ja auch statistisch in der Medizin noch was passiert) weiterentwickelt und differenziert worden. Da böse Verwirrungsabsicht zu vermuten sagt wohl mehr über den Vermutenden als über den BMI aus.

Gruß
Werner

OT

0,704
Ist das jetzt gut?

oh oh elke,

ich glaube, wir müssen mal über deine sünden reden und über deine buße beraten!

strubbel
=;O)

Hallo Werner,

der Ursprungs-BMI mag wohl von dem Belgier Quetelet stammen. Nachdem er (der BMI) nahezu in Vergessenheit geriet, wurde er von einer Versicherungsfirma wieder ausgegraben.
Die Ursprungs-Tabelle wurde von der Firma willkürlich nach unten korrigiert, hat also mit den Ursprungswerten nichts mehr zu tun, basiert auf keinerlei medizinischen Erkenntnissen und soll nun das Gelbe vom Ei sein!?

Also: Das, was man jetzt und heute unter BMI versteht ist eine willkürliche Festlegung einer amerikanischen Versicherungsfirma, nach dem sie ihre Prämien festlegt und hat nichts mit einer Verschwörungstheorie zu tun.

Gruß
Red

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Hallo Red,

und soll nun das Gelbe vom Ei sein!?

Hab ich das irgendwo behauptet? Du hast hier aber so getan, als sei der BMI im Grunde frei erfunden und ausschließlich ein Mittel um Versicherungsnehmer zu Übervorteilen. Und das ist mindestens genau so ein Unsinn wie die Fixierung ausschließlich auf den BMI bei der Beurteilung des Gesundheitsrisikos durch Übergewicht.

Also: Das, was man jetzt und heute unter BMI versteht ist eine
willkürliche Festlegung einer amerikanischen Versicherungsfirma, …

Das ist mindestens eine Übertreibung. Der BMI fußt auf statistischen Erkenntnissen über den Zusammenhang von BMI und Lebenserwartung. Die Setzung der Grenzen mag fragwürdig sein und in der undifferenzierten Grundversion auch zu erheblichen Fehldeutungen führen. Das ist aber immer noch was ganz anderes als Willkür.

… nach dem sie ihre Prämien festlegt…

Die Implikation der BMI hätte den alleinigen Zweck einer Versicherungsfirma zu erlauben die Prämien hochzusetzen, ist eine Verschwörungstheorie.

Gruß
Werner

Der BMI fußt auf
statistischen Erkenntnissen über den Zusammenhang von BMI und
Lebenserwartung. Die Setzung der Grenzen mag fragwürdig sein
und in der undifferenzierten Grundversion auch zu erheblichen
Fehldeutungen führen. Das ist aber immer noch was ganz anderes
als Willkür.

Aha, sehr interessant! Nur bei den „statistischen Erkenntnissen“ sind den Erhebern lt. Meldungen im Internet ja wohl auch gravierende Fehler unterlaufen!
Im Übrigen bleibe ich dabei: Wenn sich eine Tabelle im Laufe der Jahre immer wieder verändert und man die Zahlen - ohne medizinische/wissenschaftliche Erkenntnisse/Begründungen - nach unten revidiert, nenne ich das Willkür.
Nutznießer dieser „Korrekturen“ sind Versicherungen, Ärzte und natürlich die Pharmaindustrie.
Mike Tyson wog übrigens als aktiver Boxer zu seinen Glanzzeiten bei einer Größe von 1,82 m 110 kg - ziemlich mieser BMI würde ich sagen, ne?

Gruß
Red

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Hallo Red,

Aha, sehr interessant! Nur bei den „statistischen
Erkenntnissen“ sind den Erhebern lt. Meldungen im Internet ja
wohl auch gravierende Fehler unterlaufen!

Da weiss ich nun nicht worauf du dich beziehst. Ich kenne nur Äußerungen die beklagen, dass die angegebenen Grenzen zu niedrig sind und vor allem in der Grundversion des BMI, keine Differenzierung vorgesehen ist. Letzteres ist nun aber mindestens überholt und beim Ersteren argumentiert man mit Erkenntnissen von Studien, die es zur Entstehungszeit des BMI überhaupt nicht gab. Da kannst du dann hineininterpretieren was du willst. Ich sehe nur, dass der wissenschaftliche Fortschritt weiter geht

Im Übrigen bleibe ich dabei: Wenn sich eine Tabelle im Laufe
der Jahre immer wieder verändert

das könnte man auch Fortschritt nennen.

und man die Zahlen - ohne medizinische/wissenschaftliche :Erkenntnisse/Begründungen - nach unten revidiert,…

Es waren statistische Erkenntnisse und diese wurden, soweit ich weiss, auf Grundlage neuerer statistischer Erkenntnisse abgeändert. Anscheinend nicht perfekt. Aber da kommt dann wieder der (medizinische) Fortschritt ins Spiel.
Um das nochmal deutlich zu sagen. Ich bin nicht der Meinung das der BMI das einzige und Beste Mittel ist um das Gewicht zu beurteilen. Mindestens muss er mit anderen Erkenntnissen kombiniert werden.
Aber deine Behauptung, das sei pure Willkür und medizinisch völlig unsinnig, ist falsch.

Nutznießer dieser „Korrekturen“ sind Versicherungen, Ärzte und
natürlich die Pharmaindustrie.

Aha, die üblichen finsteren Mächte.

Mike Tyson wog übrigens als aktiver Boxer zu seinen
Glanzzeiten bei einer Größe von 1,82 m 110 kg - ziemlich
mieser BMI würde ich sagen, ne?

Toll, mit extremen Einzelfällen lässt sich alles beweisen.
Hatte ich dazu nicht weiter oben schon etwas gesagt?
Aber sowas hab ich auch:
Die Fahrradlegende Eddy Merckx hatte zu seinen Spitzenzeiten in Ruhe einen Puls von 30 und eine totale Arrhythmie. Der war dabei auch völlig gesund. Sein Herz war nur für solche Spitzenleistung trainiert, dass es ohne Last nur noch ab und zu mal schlagen musst um den Körper ausreichend zu versorgen. Damit ist aber offensichtlich nun die Angabe hinfällig, dass Herzen normalerweise regelmäig und in Ruhe etwa 70 mal schlagen. Ich würde nach diesem Fall also auch jedem Anderen, dessen Herz nur noch gelegentlich und im Sambatakt schlägt, beruhigend auf die Schulter klopfen.

Gruß
Werner

Brüll , eh boa
Hallo,

Jetzt stellt sich mir die Frage, inwiefern der BMI ein
geeignetes Maß ist um zu ermitteln ob jemand Übergewicht hat.

wichtiger als der BMI ist die Waist-to-Hip-Ratio (blödes
Wort). Google mal danach oder guck hier:

http://www.onmeda.de/selbsttests/waist_to_hip_ratio…

Diese „Waist-to-Hip-Ratio“ ist tatsächlich eine super Sache :wink:

Da bekommt man auch prima Ergebnisse, wenn man sprichwörtlich
mehr breit als hoch ist:
Ihre Angaben:
Geschlecht: männlich
Taillenumfang in cm: 250
Hüftumfang in cm: 299
Ihr Waist-To-Hip-Ratio beträgt: 0.84
Sie entsprechen damit dem Normaltyp.

Gruß Uwi

hallo werner,

die untersuchungen um ihre statistschen tricks bereinigt sagten aber aus, daß leicht übergewichtige eine höhere lebenserwartung haben als sehr schlanke, schlanke und stark übergewichtige.
heutzutage ist es so, daß selbst in fitnesstudios die simpelste einteilung erfolgt: bmi ist so, dann übergewicht oder untergewicht.
eine aussage über den individuellen gesundheitszustand kann man über BMI überhaupt nicht treffen.
auch wenns populär ist.

strubbel
%:open_mouth:)

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Hallo,
ich kenne die einzelnen Statistiken nicht. Von wann ist die Statistik, auf die du dich beziehst?
Soviel ich gelesen habe, stammen diese Erkenntnisse die du hier anführst aus den letzten 10-15 Jahren. Der BMI ist aber lange davor entwickelt worden. Daraus rückwirkend statistische Tricks abzuleiten, kann ich nicht nachvollziehen.

Gruß
Werner