überflüssiges Stretchen?!?

Das British Medical Journal hat in seiner aktuellen Ausgabe eine Studie veröffentlicht, nach der das Stretchen vor oder nach dem Sport völlig überflüssig sein soll (kurzer Bericht im Spiegel 36/2002 Seite 146).

Sollen wir jetzt alles vergessen, was uns all die Jahre in Bezug auf stretching eingetrichtert wurde

fragt sich irritiert
Marlene

hallo!!

antwort: ja.

gleiches prinzip wie damals vor 400 jahren: da war die erde rund und jede andere meinung war „unerhört“, „kriminell“ oder „undenkbar“.
die studien „gegen“ stretchen gibt es aber auch schon über 20 jahre-das ist halt die neueste.

wir können aber gerne einen richtig schönen langen thread hier aufbauen damit „ein für allemal“ (alle) fragen und MISSVERSTÄNDNISSE !!! geklärt werden.

tschüss

matthias

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mir ist das wirklich neu
Hallo Matthias,

‚auf Spannung erfolgt Entspannung‘, nach diesem Motto habe ich schon in der Schule - geschweige denn auf Geheiß sämtlicher Fitnesstrainer - Sport getrieben. Ich hasse stretching, mir wäre es mehr als willkommen, es sein lassen zu können, aber bisher habe ich es immer gemacht, auch unter dem Hinblick: erst mal die Muskeln aufwärmen und dann loslegen.

Stimmt dann demnach die Formel: ‚erst (durch Dehnen) warm machen, dann loslegen‘ auch nicht mehr?

Bitte sag mir alles, was du weißt :wink:

Gruß Marlene

Aufwärmen
Hi!

Stimmt dann demnach die Formel: ‚erst (durch Dehnen) warm
machen, dann loslegen‘ auch nicht mehr?

Auf das Aufwärmen verzichte ich persönlich schon. Allerdings mache ich am Anfang auch sehr leicht und locker - das hat dann wohl den gleichen Effekt…

Grüße
Guido

Hi,

Das British Medical Journal hat in seiner aktuellen Ausgabe
eine Studie veröffentlicht, nach der das Stretchen vor oder
nach dem Sport völlig überflüssig sein soll (kurzer Bericht im
Spiegel 36/2002 Seite 146).

Und hier ist der URL:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,212…

Gruß

J.

der Link! wie schön
Danke! Den habe ich mit der Suchfunktion im Spiegel gesucht, aber leider nicht gefunden!

Danke Marlene

Hi,

Das British Medical Journal hat in seiner aktuellen Ausgabe
eine Studie veröffentlicht, nach der das Stretchen vor oder
nach dem Sport völlig überflüssig sein soll (kurzer Bericht im
Spiegel 36/2002 Seite 146).

Und hier ist der URL:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,212…

Gruß

J.

Das Aufwärmen
Hallo Allerseits,

Sollen wir jetzt alles vergessen, was uns all die Jahre in
Bezug auf stretching eingetrichtert wurde

fragt sich irritiert
Marlene

Was mich mich immer irritiert hat war folgendes.
Als beste Methode zum Aufwärmen vor der Gymnastik galt das Warmlaufen.
Und wie wärmen sich Läufer auf? Sie machen eine leichte Gymnastik mit Stretchübungen.

Die für mich einleuchtenste Methode des Aufwärmens kenne ich aus dem Krafttraining. Man beginnt die Übung mit niedriger Intensität und steigert diese dann.

Gruß
Carlos

Gruß
Carlos

alles??? und wann soll ich arbeiten?? :wink:)
hallo!!

alles kann ich nicht schreiben-der tag hat ja nur 24 stunden.
auch möchte ich sagen dass ich nichts weiss-nur vieles gelesen und v.a. ausprobiert habe!!! nur dann hat man es richtig verstanden und „glaubt“ es auch.

‚auf Spannung erfolgt Entspannung‘, nach diesem Motto habe ich
schon in der Schule - geschweige denn auf Geheiß sämtlicher
Fitnesstrainer - Sport getrieben.

satz nr. 1 ist von den gebrüdern grimm.
wissenschaftlich untersucht stellt sich heraus: wenn ein muskel angespannt hat dann ist er danach umso leichter reizbar, d.h. spannt noch schneller und leichter an. und das schon seit 1910!

Ich hasse stretching, mir

wäre es mehr als willkommen, es sein lassen zu können, aber
bisher habe ich es immer gemacht, auch unter dem Hinblick:
erst mal die Muskeln aufwärmen und dann loslegen.

lass es bleiben-ganz einfach.
ich weiss jetzt natürlich nicht welchen sport du betreibst-aber generell gilt: die ersten 10min „leicht“ bewegen, z.b. langsam einlaufen, einschwimmen, …-dann die belastung steigern. am ende das gleiche, d.h. über die letzten 10min die belastung langsam „ausschleichen“ lassen.
bei „schlägersportarten“ macht man dann eben armkreisen mit/ohne schläger, …
zur guten erholung: viel trinken, warmes bad, sauna,…-bringt wesentlich mehr da sich ein muskel (lebendes gewebe!) über seine ernährung immer noch am besten beeinflussen lässt.

Stimmt dann demnach die Formel: ‚erst (durch Dehnen) warm
machen, dann loslegen‘ auch nicht mehr?

da sie noch nie gestimmt hat bleibt sie auch jetzt gleich „ungültig“.
hast du schonmal einen löwen, hund, katze sich warmmachen sehen bevor er einem jogger/radfahrer nachgelaufen ist?
machen sich leute warm wenn sie schnell noch über eine fussgängerampel laufen?
macht man seine kiefermuskulatur vor dem essen warm durch dehnen?
dehnt jemand seine augenmuskulatur morgens um sie auf den tag vorzubereiten?

Bitte sag mir alles, was du weißt :wink:

wie gesagt-soviel zeit hab ich nicht. :wink:)
kann aber auf spezifischere fragen schon ausgiebig antworten.

tschüss

matthias

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Hi,

Den habe ich mit der Suchfunktion im Spiegel gesucht,
aber leider nicht gefunden!

(nicht, daß ich Dir zu nahe treten wollte, aber wie hast Du denn gesucht? Rechts oben im Kästchen „stretchen“ eingegeben, es kam dann genau ein Artikel raus…)

Gruß

J.

Hallo,
das Stretchen hat nicht nur den Sinn, dass Muskeln verletzungsfrei bleiben, dabei werden sie auch gedehnt (was sonst). Und nachgewisenermaßen (fragt nicht nach einem Artikel) ist eine unverkürzte Muskulatur leistungsfähiger. Nebenbei sorgt eine gedehnte bzw. dehnfähige und ausgeglichene Muskulatur auch für eine gelenkschonende und gesunde Körperhaltung. Wer hat denn noch nicht die Hobby-Bodybuilder mit dicken Brüsten und einem total krummen Rücken gesehen?!
Also: Dehnen und ausgeglichen trainieren!
Gruß,
Aragorn

tut mir leid!
hallo!!

ich muss leider „eingreifen“:
aber die aussagen die hier stehen sind eine aneinanderreihung von „mythen und märchen“.
nicht nur dass keine aussage wissenschaftlich nachweisbar ist (und sogar eher das gegenteil gezeigt wurde)-aber auch die tägliche sportausübung von sprintern, kraftsportlern, etc. zeigt dass es so nicht stimmt.
„verkürzte“ muskulatur ist wesentlich leistungsfähiger weil der hebelweg kürzer ist-oder hast du schonmal einen 100m sprinter seine waden „dehnen“ sehen?? die kämen im leben nie auf die idee sich die mühsam antrainierte spannung wegzu"dehnen".

körperhaltung und „dehnen“ hat auch keinen zusammenhang-nachgewiesen. die krümmung des rückens kommt nur daher weil vorn mehr gewicht ist als hinten. und wer`s nicht glaubt siehe die vielen vielen bayrischen bierbäuche. da ist der rücken auch ohne „brustpakete“ krumm. :wink:))

tschüss

matthias

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Nachfrage
Hi Matthias!

Ich bin kein Experte, ich bin einfach nur Sportler…

Du hast Sprinter vor einem Wettkampf angesprochen - aber die sind in der Regel doch trainiert.
Was ist bei untrainierten Leuten?
Wie sieht es bei einem mehrstündigen Training aus? Ich dehne und stretche mich vor dem Training auch nicht (es sei denn, ich tue es gezielt, um meine Beine halt mal irgendwann etwas höher zu bekommen).
Aber ich fange langsam an, wenn ich trainiere. Rein subjektiv ist es für mich angenehmer, als wenn ich direkt „Vollgas“ gebe (es tut mir nicht so weh).

Meine Erklärung (also wirklich meine) war immer, dass eine warme Muskulatur sich einfacher an Grenzen führen lässt und nicht so schnell reißt wie eine kalte. Ist das kompletter Blödsinn?

Grüße
Guido

körperhaltung und „dehnen“ hat auch keinen
zusammenhang-nachgewiesen. die krümmung des rückens kommt nur
daher weil vorn mehr gewicht ist als hinten.

Mein Arzt hat mir gesagt, dass meine vorgebeugte Haltung daher kommt, das meine Brustmuskeln verkürzt seien und mir dafür Training verordnet. Wenn ich regelmäßig Sport mache und diese Muskeln dehne, fällt es mir nicht mehr so schwer, mich „gerade“ zu halten. Ich habe vorne ganz bestimmt nicht mehr Gewicht als hinten! Wie erklärst du das?

‚nachantwort‘ :wink:
hallo!!

Du hast Sprinter vor einem Wettkampf angesprochen - aber die
sind in der Regel doch trainiert.
Was ist bei untrainierten Leuten?
Wie sieht es bei einem mehrstündigen Training aus? Ich dehne
und stretche mich vor dem Training auch nicht (es sei denn,
ich tue es gezielt, um meine Beine halt mal irgendwann etwas
höher zu bekommen).
Aber ich fange langsam an, wenn ich trainiere. Rein subjektiv
ist es für mich angenehmer, als wenn ich direkt „Vollgas“ gebe
(es tut mir nicht so weh).

Meine Erklärung (also wirklich meine) war immer, dass eine
warme Muskulatur sich einfacher an Grenzen führen lässt und
nicht so schnell reißt wie eine kalte. Ist das kompletter
Blödsinn?

nein nein. aufwärmen vor dem sport ist eine sehr gute sache. warme muskulatur hat einen höheren stoffwechsel-damit werden die sachen wie zucker und sauerstoff die zum arbeiten benötigt werden besser antransportiert. die nervenleitgeschwindigkeit erhöht sich auch-dadurch wird man „schneller“ und reaktionsfähiger. das kann durchaus die ein oder andere verletzung verhindern.
aber: durch dehnen wird kein muskel warm!!-deshalb fangen wir ja auch zu zittern an wenn unsere temperatur zu weit sinkt-zittern=muskelarbeit=wärme.
wäre dehnen wirklich zur erwärmung geeignet würde unser körper automatisch das veranlassen. ist mir aber noch nie über den weg gelaufen. :wink:)

und wie du es auch in einem anderen posting schon beschrieben hast: langsam in die belastung einsteigen ist das beste.

tschüss

matthias

p.s. selber 4 jahre täglich shotokan. ich weiss wie das ist! :wink:))

das huhn oder das ei??
hallo!!

ärzte und menschen wie ich haben das problem komplexe sachverhalte einfach erklären zu müssen-dabei erzählen wir oft ziemlichen sch…-aber bitte verklagt mich jetzt nicht!!

Mein Arzt hat mir gesagt, dass meine vorgebeugte Haltung daher
kommt, das meine Brustmuskeln verkürzt seien und mir dafür
Training verordnet.

was war zuerst? die gebeugte haltung oder die „verkürzte“ muskulatur?
ein muskel ist „ein dummes stück fleisch“ (zitat hape meier) und macht was ihm gesagt wird. ich nehme einfach an dass du einen sitzenden beruf hast. da wandern bei „allen“ die schultern nach vorne. dein körper will dir also nur entgegenkommen wenn er dann die muskulatur „verkürzt“ getreu dem motto: „die frau zieht die schultern ja eh dauernd nach vorne und nie nach hinten-also lassen wir sie doch permanent vorn-dann tut sie sich leichter“.

unsere körperhaltung hat einen sehr variablen „sollwert“ der je nach umstand angepasst werden kann. bist du schon mal auf einem kleinen boot längere zeit mitgefahren?
wenn du da nach ein paar stunden an land gehst hast du das gefühl das sich die erde bewegt, d.h. das alles schwankt.
warum? weil der „sollwert“ verändert wurde.
dein gehirn hat das leichte schaukeln als „normalwert“ eingestellt.
gleiches prinzip für körperhaltung an land: dein sollwert für die schultern und brustwirbelsäule ist „verstellt“ worden. und an diesen wert passen sich die muskeln automatisch an.

dehnen verändert diesen wert aber nicht-bringt daher bestenfalls nur einen sehr kurzen effekt.

Wenn ich regelmäßig Sport mache und diese

Muskeln dehne, fällt es mir nicht mehr so schwer, mich
„gerade“ zu halten. Ich habe vorne ganz bestimmt nicht mehr
Gewicht als hinten! Wie erklärst du das?

klar-wenn du deinem körper zeigst dass er doch bitte auch die andere richtung beweglich halten soll gehts viel einfacher. der sollwert wird weiter nach hinten verlegt.
aber was ist schon eine stunde sport gegen 8 stunden schreibtisch?? :wink:)
tip: alle 30min die arme maximal nach hinten strecken (so wie man sich eigentlich morgens nach dem aufstehen strecken sollte).

ein zufällig gewähltes bild: http://www.museum-der-arbeit.de/Bilder/spaetefreihei…

das 5 mal mit ein bisserl schwung-dann weiterschuften. :wink:)

das mit dem gewicht war auf bodybuilder bezogen da die masse wie gesagt weit vor der körperachse liegt. damit die nicht nach vorne umfallen reagiert der körper mit achsenverlagerung.
gleiches prinzip bei patientinnen mit sehr grosser oberweite-die haben dadurch oft extreme rückenprobleme.

und noch eins: „fällt dir nicht mehr so schwer“. das „darf“ überhaupt keine anstrengung sein!! wenn du „kämpfen“ musst um dich aufzurichten dann arbeitet dein körper ja gegen sich selbst und verschwendet unmengen energie.
man soll sich in alle richtungen gleich mühelos bewegen können-nur dann arbeitet man harmonisch.
kein wunder dass so viele leute nach 8 stunden arbeit totmüde sind-den kampf in ihrem körper kriegen sie schliesslich nicht mit.
gehöre auch dazu-aber ich will mich bessern! :wink:)

tschüss

matthias

Begriffsklärun

Das British Medical Journal hat in seiner aktuellen Ausgabe
eine Studie veröffentlicht, nach der das Stretchen vor oder
nach dem Sport völlig überflüssig sein soll (kurzer Bericht im
Spiegel 36/2002 Seite 146).

Meiner Ansicht nach beruht zumindest ein Großteil der hier aufkommenden Diskussion auf Verständnisschwierigkeiten.
Der Begriff „Stretching“ - so, wie er auch in der hier genannten Untersuchung verwendet wird - bezeichnet ein statisches Dehnen , das heisst also unbewegte Haltearbeit.
Diese Art des Dehnens hat vorwiegend Auswirkungen nicht auf die Muskulatur, sondern das umgebende Bindegewebe, Sehnen und Kapseln. Daher auch keine positiven Ergebnisse, was die Verletzungshäufigkeit des Muskels betrifft.
Demgegenüber ist das dynamische Dehnen zu sehen, das bekannte „Wippen“ (Das übrigens keineswegs schädlich ist, wie immer gesagt. Oder hat schonmal jemand von Leuten gehört, die sich dabei was gerissen haben?). Diese Art des Dehnens wird durchaus auch von Sprintern vor dem Rennen praktiziert und hat nicht den Zweck eines „Aufwärmens“, sondern eines Vorbereitens der Muskulatur auf den Bewegungsablauf.
Ansonsten solltet ihr jetzt natürlich nicht aufhören zu dehnen, denn es kommt ja auch immer drauf an, was man erreichen will: die Beweglichkeit ist durchaus mit einem Dehntraining zu verbessern, ansonsten wäre z.B. Yoga nicht so effektiv. Aber eine Verbesserung der Beweglichkeit erreicht man eben nicht mit statischem Dehnen, dem Stretching (und auf eben das bezieht sich die Untersuchung). Auch sog. „Muskelverkürzungen“ sollte man eher mit dynamischem Dehnen behandeln und natürlich mit einem Auftrainieren des jeweiligen Antagonisten! D.h. bei verkürzter Brustmuskulatur, oberen Rücken trainieren usw…

Macht´s gut

thomas

Hallo Matthias,
deine Vergleiche hinken so, wie manche Leute, die sich vor einer Belastung nicht erwärmt und gestretcht haben.

hast du schonmal einen löwen, hund, katze sich warmmachen
sehen bevor er einem jogger/radfahrer nachgelaufen ist?

a) Tiere haben selten die Eigenart, dass sie 8 Stunden vor einem Rechner arbeiten. Ihre Muskulatur ist also in keiner Weise degenriert oder falsch „eingenordet“.
b) Strecken (dehnen) sich Hunde und Katzen schon häufiger am Tag.

machen sich leute warm wenn sie schnell noch über eine
fussgängerampel laufen?

  • Ich habe auch noch keinen gesehen, der Zeit dazu hätte…

macht man seine kiefermuskulatur vor dem essen warm durch
dehnen?

Macht diese Muskulatur denn überhaupt etwas Anderes? Oder kommt sie dem Dauermundauflasser irgendwie entgegen und verkürzt sich etwas?

dehnt jemand seine augenmuskulatur morgens um sie auf den tag
vorzubereiten?

Prinzipiell schon. Das wird jeder Optiker und jeder Augenarzt bestätigen, dass ein Wechsel des Seh-Ziels sie Augenmuskulatur entspannt (Kopfschmerz durch Dauer-Nahsehen).

Und noch Mal zum Thema verkürzte Muskulatur: Da hat mir ein renomierter Physiotherapeut aber was Anderes erzählt. Er hat durch Messungen bei einem Volleyball-Bundesligisten nachgewiesen, dass die (Sprung-) Leistungen bei unverkürzter Muskulatur deutlich größer waren (ohne spezielles Sprungkrafttraining).

Hört sich alles ein bisschen nach Hokuspokus an.
Oder kannst du das irgendwie wissenschaftlich belegen?

Gruß,
Aragorn.

dann wollen wir mal
hallo!!

deine Vergleiche hinken so, wie manche Leute, die sich vor
einer Belastung nicht erwärmt und gestretcht haben.

  1. meine vergleiche sind auch in meinen augen nicht immer/nicht sehr passend. die deutsche sprache kommt mir da wie immer in den weg. bessere vergleiche stehen auf platz 4 meiner weihnachtswunschliste. :wink:))
  2. missverständnis nr.1: „erwärmt und gestretcht“ haben. du vermischst hier zwei völlig unterschiedliche arten von belastung. kannst du dann noch unterscheiden was wirklich effektiv war? müsste man es um eine fundierte aussage treffen zu können nicht ohne jegliches aufw./stretchen probieren, dann mal nur mit stretchen und mal nur mit erwärmen?

hast du schonmal einen löwen, hund, katze sich warmmachen
sehen bevor er einem jogger/radfahrer nachgelaufen ist?

a) Tiere haben selten die Eigenart, dass sie 8 Stunden vor
einem Rechner arbeiten. Ihre Muskulatur ist also in keiner
Weise degenriert oder falsch „eingenordet“.

auch menschen die 8 stunden vor einem rechner haben sind nicht degeneriert. es sind ja noch 16 stunden übrig! mein beispiel war dazu gedacht zu verdeutlichen dass unsere muskulatur hohe belastungen schnell und ohne vorbereitung erbringen kann. 8 stunden sitzen ist ja auch eine form von training und eine muskuläre höchstleistung.

b) Strecken (dehnen) sich Hunde und Katzen schon häufiger am
Tag.

machen menschen genauso.
missverständnis nr. 2: das strecken das man bei tieren beobachten kann (und z.b. auch das menschliche gähnen) sind kein dehnen im eigentlichen sinn!! es wird nur ein kurzer „impuls“ gesetzt (bzw. eine intensive anspannung) um die neuromuskuläre kontrolle wieder herzustellen.

machen sich leute warm wenn sie schnell noch über eine
fussgängerampel laufen?

  • Ich habe auch noch keinen gesehen, der Zeit dazu hätte…

nur komisch dass sich dabei keiner verletzt?? wo doch das stretchen und aufwärmen so wichtig ist?? passt das zusammen??

macht man seine kiefermuskulatur vor dem essen warm durch
dehnen?

Macht diese Muskulatur denn überhaupt etwas Anderes? Oder
kommt sie dem Dauermundauflasser irgendwie entgegen und
verkürzt sich etwas?

bei diesem satz habe ich starke verständnisschwierigkeiten. es scheint mir ein widerspruch drinzustecken den ich nicht klar identifizieren kann.
„macht diese m. … anderes?“: sie zieht unter- und oberkiefer zusammen (je nachdem wer gerade fixiert ist) und lässt wieder locker. dehnen tut die gar nix.
„dauermundauflasser … entgegen“: das mundauflassen ist ein zeichen dafür dass die muskulatur in aufrechter haltung nicht ständig gegen die schwerkraft arbeitet (dreht sich um wenn man auf dem kopf steht). wer ständig den mund zu hat arbeitet ununterbrochen und verschwendet energie (ausser es ist nötig den mund zu schliessen). und muskulatur kann nur in die richtungen „entgegenkommen“ die man eh schon „bewusst“ einnimmt.

dehnt jemand seine augenmuskulatur morgens um sie auf den tag
vorzubereiten?

Prinzipiell schon. Das wird jeder Optiker und jeder Augenarzt
bestätigen, dass ein Wechsel des Seh-Ziels sie Augenmuskulatur
entspannt (Kopfschmerz durch Dauer-Nahsehen).

reden wir von den muskeln die das auge bewegen oder von denen die die linse „bearbeiten“?
wie kann die augenmuskulatur kopfschmerz hervorrufen?

Und noch Mal zum Thema verkürzte Muskulatur: Da hat mir ein
renomierter Physiotherapeut aber was Anderes erzählt. Er hat
durch Messungen bei einem Volleyball-Bundesligisten
nachgewiesen, dass die (Sprung-) Leistungen bei unverkürzter
Muskulatur deutlich größer waren (ohne spezielles
Sprungkrafttraining).

eine untersuchung die nur mündlich weitergegeben wurde und die an einer person gemacht wurde-tja-was soll man da noch sagen?? v.a. wie hat er verkürzt und nicht verkürzt unterschieden?
als einfaches beispiel zum selbermachen: wenn du aufgefordert wirst so hoch wie möglich zu springen-welche position nimmst du dann ein??
die funktionell verkürzte, d.h. vorangespannte position ist eine hockstellung in ca. 80-90 grad knieflexion und 100-110 grad hüftflex. dabei sind die kontraktilen elemente im muskel in optimaler überlappung, d.h. es kann die grösste kraft entwickelt werden. das ganze ist reine anatomie, physiologie und biomechanik (hebelgesetze).
die funktionell unverkürzte: eine volle hocke mit dem a… knapp über dem boden.
wer glaubst du schafft eine grössere sprungleistung??

Hört sich alles ein bisschen nach Hokuspokus an.
Oder kannst du das irgendwie wissenschaftlich belegen?

du arbeitest mit unterschiedlichen spielregeln. ich soll/darf/kann meine ansichten, etc. wissenschaftlich belegen-du schreibst aber in deinem ersten posting „fragt nicht nach einem artikel“. d.h. wir stehen nicht auf dem selben „spielfeld“.

was möchtest du belegt haben??

ich habe dir mal ein paar studien zum rausgesucht. literatur dazu ist z.b. auch alain berthoz „the brains sense of movement“:

  1. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Re…
    „stretching“ verringert deutlich die muskelreflexe.

  2. http://www.jphysiol.org/cgi/content/abstract/525/3/803
    beeinflussung der muskelaktivierung v.a. der beine über die nackenmuskulatur.

  3. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Re…
    reines aufwärmen ist alles anderem „überlegen“.

  4. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Re…
    einfluss von stress auf muskeltonus.

  5. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Re…
    steifere muskeln machen schneller.

  6. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=Pub…
    500 studien zum springen.

  7. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Re…
    muskeln haben keinen einfluss auf die haltung.

noch fragen?? (wenn ja-bitte ein klein bisschen eindeutiger??)

tschüss

matthias

nachtrag
hier nochmal eine gute studie zum thema training und haltung:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Re…

Hallo,
ich weiß aber nicht ob Untersuchungen über die Verletzungsanfälligkeit von Ampelüberquerern vorliegen. :wink:

Aber im Ernst:
Du meinst also, dass Dehnen bzw. Stretchen der Muskulatur totaler Käse ist und der Leistungsfähigkeit eher abträglich ist.

Ich hätte es gerne nach all den Postings noch Mal auf den Punkt gebracht.
Danke.
Aragorn