PV-Modul defekt?

Moin,

wiederholt ist mir bei einem unserer PV-Module folgendes aufgefallen:

Das Modul zeigt bei vier Zellen eine Veränderung der Oberflächenreflexion. Das sieht man, wenn es feucht war und bei diffusem Himmel das Modul abtrocknet. Ich hab mich natürlich gefragt, was da los ist und das Modul abgetastet. Und siehe da, die Stellen dieser Zellen sind spürbar wärmer. Das sieht so aus, als wären die Stellen abgetrocknet, aber das Modul ist schon trocken, trotzdem erscheint die Oberfläche anders.

Bei voller Sonne sieht das Modul wieder homogen aus, es scheint also eine Art Zwischenzustand zwischen trocken und ganz trocken bei der Antireflexbeschichtung zu sein.

Das Modul liegt in einem Bereich der regelmäßig teilweise verschattet wird, aber bei diffusem Himmel, wie hier eben sichtbar, gibt es keine scharfen Schatten drauf und auch der Unterschied der Belichtung ist mit dem Auge nur schwer zu erfassen.

Weiterhin gibt es noch mehr Module, die zu bestimmten Tageszeiten teilverschattet sind, aber die zeigen kein solches Verhalten. Nun kann man „nach Gefühl“ alles mögliche fühlen und meinen. Ich hab deswegen mit einem Thermoelement nachgemessen. Die Stellen, die „abgetrocknet“ aussehen, sind zwischen 5° und 20° wärmer als die Zellen daneben.

Kann ich davon ausgehen, dass das Modul im Eimer ist? Meine PV-Firma, die sonst sehr zuverlässig und gut ist, glaubt da noch nicht so recht dran und lässt sich sehr bitten. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass in Schwachlastzeiten der Ertrag reduziert ist, seit mir das aufgefallen ist. Und dass die Anlage bis Juni immer mal wieder ihre Peakleistung erreicht hat, danach aber nicht mehr.

Was meint Ihr so? Ist das noch normales Verhalten, oder ist das Modul sicher hinüber?

Hallo,
wie sieht es denn an diesen Stellen unter dem Panel aus?
Kann man am Wechselrichter eindeutige Leistungsunterschiede zu anderen Panelen feststellen?
Wie sind die Panele verschaltet, welche Wechselrichter sind angeschlossen?

Wenn Du möchtest, kannst Du das, aber ein echter Defekt das ist nicht unbedingt der Grund für Deine Beobachtungen. Genauer gesagt, ist das sehr unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher sind Interferenzen und/oder, dass die Module nicht exakt gleich ausgerichtet sind und daher verschiedene Anteile des sichtbaren Lichts zu Deinem Standpunkt reflektieren. Der Temperaturunterschied kann auch eine Folge der leicht abweichenden Ausrichtung sein und der daraus resultierenden, abweichenden „Energieproduktion“.

Es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass das mit der Ausrichtung des Daches und dem sich im Jahresverlauf verändernden Sonnenstand (bzw. der Erdneigung, um genau zu sein) zu tun.

Gruß
C.

Vielleicht hab ich es etwas missverständlich ausgedrückt. Die Temperaturunterschiede sind zwischen den vier Flecken und den benachbarten Zellen auf dem selben Modul. Die anderen Module habe ich gar nicht verglichen. Warum sollte sich eine Zelle (10 x 20 cm) derart erhitzen?

Ich kann das Modul auch von allen Seiten fotografieren, man sieht diese Flecken in dieser Situation immer gleich. Sobald ich das Modul anfeuchte, verschwindet der Effekt. Allerdings dauert es nur wenige Minuten, dann sind die vier Zellen des Moduls wieder getrocknet. Das Bild dient ja auch nur der Illustration. Ich könnte auch die Bilder von meiner Messung hochladen, aber ich hoffte, ich hätte das schon genau genug beschrieben.

Selbes Modul, zwei benachbarte Zellen.

Dass bei ungleichmäßiger Besonnung sich Module nicht immer anständig verhalten und homogen vom Strom durchflossen werden, ist mir schon klar, aber dann müsste der Effekt ja stets unterschiedliche Zellen des Moduls betreffen, denn der Schatten vom Haus wandert ja da drüber. Aber 20° Erwärmung ggü. der Umgebung hat mich halt überrascht. Deswegen wollte ich ja wissen: Ist eine Temperaturdifferenz von 20°C innerhalb eines Moduls bei benachbarten Zellen noch normal?

Welche Inhomogenität der Erwärmung ist denn normal bei Standardmodulen?

Naja, aber ich kann ja meine Anlage ganz gut beobachten. Und im Juli gab es definitv volle Sonnentage und an diesen Zeitpunkte ohne jede Verschattung. Klar kann Luftverschmutzung, Lufttemperatur etc. reinspielen, aber mit einem Tag mit Peakleistung an irgendeinem Zeitpunkt des Tages hätte ich in den Monaten Juli und August schon gerechnet.

Ich kann natürlich nächstes Jahr abwarten, ob ich da auch nur bis Juni Peakleistung erziele.