Moin,
wiederholt ist mir bei einem unserer PV-Module folgendes aufgefallen:
Das Modul zeigt bei vier Zellen eine Veränderung der Oberflächenreflexion. Das sieht man, wenn es feucht war und bei diffusem Himmel das Modul abtrocknet. Ich hab mich natürlich gefragt, was da los ist und das Modul abgetastet. Und siehe da, die Stellen dieser Zellen sind spürbar wärmer. Das sieht so aus, als wären die Stellen abgetrocknet, aber das Modul ist schon trocken, trotzdem erscheint die Oberfläche anders.
Bei voller Sonne sieht das Modul wieder homogen aus, es scheint also eine Art Zwischenzustand zwischen trocken und ganz trocken bei der Antireflexbeschichtung zu sein.
Das Modul liegt in einem Bereich der regelmäßig teilweise verschattet wird, aber bei diffusem Himmel, wie hier eben sichtbar, gibt es keine scharfen Schatten drauf und auch der Unterschied der Belichtung ist mit dem Auge nur schwer zu erfassen.
Weiterhin gibt es noch mehr Module, die zu bestimmten Tageszeiten teilverschattet sind, aber die zeigen kein solches Verhalten. Nun kann man „nach Gefühl“ alles mögliche fühlen und meinen. Ich hab deswegen mit einem Thermoelement nachgemessen. Die Stellen, die „abgetrocknet“ aussehen, sind zwischen 5° und 20° wärmer als die Zellen daneben.
Kann ich davon ausgehen, dass das Modul im Eimer ist? Meine PV-Firma, die sonst sehr zuverlässig und gut ist, glaubt da noch nicht so recht dran und lässt sich sehr bitten. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass in Schwachlastzeiten der Ertrag reduziert ist, seit mir das aufgefallen ist. Und dass die Anlage bis Juni immer mal wieder ihre Peakleistung erreicht hat, danach aber nicht mehr.
Was meint Ihr so? Ist das noch normales Verhalten, oder ist das Modul sicher hinüber?


